Juli 2019

Patterni: konzentriert und logisch Formen bilden

Patterni ist ein abstraktes Legespiel, bei dem mindestens 2 Spieler immer abwechselnd Rauten an ein Muster anlegen. Ziel ist es die Formen nachzubilden, welche auf ihren Aufgabenkarten dargestellt sind. Der Spieler erfüllt seine Aufgabe allerdings nur, wenn nicht ein anderer Spieler ihm zuvorkommt und die letzte Raute an das vorgegebene Muster legt. Somit bleibt es spannend bis zum Schluss! Logisches Denken, geometrisches Verständnis und Konzentration werden gefördert.

Für zwei bis vier Spieler.
Inhalt/Material: 45 Acryllegeplättchen in 3 unterschiedlichen Formen, 45 Aufgabenkarten, beidseitig bedruckt, in 3 Schwierigkeitsstufen aus Pappe, im Karton. 
Maße: großes Legeplättchen ca. 6 x 5 cm, Aufgabenkarte 7 x 9 cm.
UVP 59 €

Wurmerkrankungen: Ursachen und Behandlung

Ungebetene Gäste

Wurmerkrankungen sind vor allem bei Kindern gar nicht so selten, aber in unseren Breitengraden zum Glück meist ungefährlich. Schlafprobleme, Konzentrationsschwäche, unklare Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit, manchmal stecken Wurmerkrankungen dahinter. Besteht der Verdacht auf einen Wurmbefall, sollte das Kind umgehend vom Kinderarzt untersucht werden.

Wurmerkrankungen sind häufig, aber meist harmlos

Wurmerkrankungen sind weltweit verbreitet. Vor allem aufgrund der guten hygienischen Verhältnisse sind sie hierzulande aber deutlich seltener anzutreffen als in tropischen und subtropischen Gebieten. Die in unseren Breitengraden vorkommenden Wurmerkrankungen bei Menschen sind in den meisten Fällen ungefährlich.

Die Infektion erfolgt meist über den Mund

Würmer sind Parasiten des Menschen, das heißt, sie siedeln sich zumeist im Verdauungstrakt des Menschen an und leben dort „auf seine Kosten“. Bei den hierzulande häufigsten Wurmarten erfolgt die Infektion durch die Aufnahme von Wurmeiern durch den Mund. Wurmeier können sich beispielsweise auf verseuchtem Gemüse, Fallobst, in der Erde oder im Sand (zum Beispiel auf Spielplätzen) befinden. Durch den Verzehr von rohem oder halbgarem, mit Wurmlarven infiziertem Fleisch (bei Bandwürmern) können ebenfalls Wurminfektionen übertragen werden. Die Eier oder Larven entwickeln sich dann im Körper zu ausgewachsenen Würmern. Je nach Wurmart können im Stuhl des Kindes Eier, Würmer oder Wurmteile gefunden werden.

Wurmerkrankungen lassen sich medikamentös behandeln

Die in unseren Breitengraden gängigen Wurmerkrankungen lassen sich in der Regel vom Arzt bzw. von der Ärztin gut medikamentös behandeln. Die Mittel führen zum Tod der Würmer und zu deren Ausscheiden.

Wichtig: Auf sorgfältige Hygiene achten!

Wichtig für den Erfolg der Behandlung ist, dass Sie gleichzeitig auf große Hygiene achten, um eine erneute Selbstansteckung und die Ansteckung Ihres Umfelds zu vermeiden:

  • Häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife, insbesondere vor dem Essen, nach jedem Toilettengang und nach dem Spielen im Freien.
  • Kurzschneiden der Fingernägel.
  • Sorgfältiges, regelmäßiges Waschen im Pobereich.
  • Tägliches Wechseln von Wäsche und Bettwäsche.
  • Waschen von Unterwäsche und Bettwäsche bei mindestens 60° Celsius.

Weitere Informationen auf www.kindergesundheit-info.de

Wir haben einen Fall von Wurmerkrankung!

Wurmerkrankung in der Kita - Aushang
Information der Eltern über das akute Auftreten einer Wurmerkrankung in einer Einrichtung und darüber, welche Maßnahmen zu ergreifen sind.

Plakat in DIN A4 oder DIN A3

Kinder vergleichen bringt Ärger

Kinder sind unterschiedlich begabt oder leistungsfähig. Sie messen sich aneinander, sie streiten und versöhnen sich und sie kämpfen um die Aufmerksamkeit der Erwachsenen. Ob als Geschwisterkinder zuhause oder in der Kita, oft entstehen Konflikte.

„Hässliches Entlein“ und „Stolzer Schwan“. Unterschiede können sehr weh tun

Sophie (elf Jahre alt) ist in jeder Beziehung ein Ass. Sie bringt in sämtlichen Fächern gute Schulnoten nach Hause, ist sportlich aktiv, spielt für ihr Alter bereits recht passabel Tennis. Sie räumt ohne Ermahnungen ihre Sachen weg und sieht dazu mit ihren schwarzen Locken und den blauen Augen ganz reizend aus. Jedermann ist von der Elfjährigen entzückt – bis auf eine Ausnahme: Ihre jüngere Schwester Annika (neun Jahre alt) hält im Gegensatz zu Eltern, Bekannten und Verwandten die Super-Sophie überhaupt nicht für bewundernswert, sondern für ein unerträgliches Übel, das ihr Tag für Tag die Laune verdirbt. „Hast du gesehen, Annika? Deine Schwester hat schon wieder eine Eins in Mathe geschrieben. Nimm dir ein Bespiel an Sophie und streng’ dich endlich mal an, damit du von deiner ewigen Drei runterkommst!“

Diese Aufforderung bekommt Annika in wechselnden Variationen von ihren Eltern ständig zu hören. Aber nicht nur die Leistungen in der Schule machen Annika zu schaffen. Was ihr Selbstverstrauen fast noch mehr erschüttert, ist die von allen bewunderte Schönheit der Schwester. Wenn Annika in den Spiegel schaut, sieht sie ein kleines pummeliges Mädchen mit langweiligen braunen Haaren und traurig herabgezogenen Mundwinkeln. „Wie du wieder rumläufst“, regt sich die Mutter auf. „Dein T-Shirt gehört längst in die Wäsche. Sophie achtet immer auf ihre Kleidung. Wenn du so weitermachst, wirst du später nie einen netten jungen Mann kennen lernen.“ Und Annika senkt den Kopf, kämpft mit den Tränen und wünscht sich doch nichts so sehr, als von Mami fest in den Arm genommen zu werden. Spürt sie denn gar nicht, wie unglücklich ihr kleines Mädchen ist? Aber Annika lässt sich so leicht nicht unterkriegen. „Wenn ich mich ganz doll anstrenge, werden Papa und Mami mich genau so gern haben wie Sophie. Und dann können sie auch auf mich stolz sein.“ denkt sie sich.

In den folgenden Wochen legt sich die jüngere Schwester auch mächtig ins Zeug, um den Erwartungen ihrer Eltern gerecht zu werden. Aber die erhoffte Anerkennung bleibt aus. Wenn Annika beispielsweise voller Stolz eine Zwei im Diktat präsentiert, hat Sophie garantiert den ersten Preis im Schwimmwettbewerb gewonnen und wieder einmal die ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nach diesen enttäuschenden Erfahrungen versucht es Annika auf die Kuscheltour. Sie schmeichelt sich auf Papis Schoß, um lieb gehabt zu werden, folgt ihrer Mutter wie ein Hündchen durchs Haus und appelliert mit gespielter Hilflosigkeit an die Fürsorge ihrer Eltern. Auch diese Taktik bringt das Mädchen aber nicht wirklich weiter. „Komm,

Annika, lass mich mal in Ruhe die Zeitung lesen. Später habe ich Zeit für dich“, heißt es vom Vater. „Mensch, Annika. Du wirst doch wohl allein das Fahrrad aus dem Keller holen können“, sagt die Mutter. „Ich verstehe nicht, was los ist mit dir. Als Sophie so alt war wie du, war sie schon viel selbständiger.“

Irgendwann wird es Annika zu viel. Sie rastet aus. Voll Wut gegen die bevorzugte Schwester greift sie zur Schere und zerfetzt Sophies Lieblingsbluse. Das hat richtig gut getan! Später, als die Attacke herauskommt, bringt die kleine Übeltäterin kein Wort der Entschuldigung über die Lippen. Verstockt lässt sie sich ausschimpfen und nimmt den Hausarrest in Kauf. Als einige Tage darauf Sophie den ersten Schritt unternimmt – „Annika, sei nicht so stur. Ich bin dir auch nicht mehr böse!“ –, scheint oberflächlich betrachtet alles wieder im Lot zu sein. Doch der scheinbare Friede trügt. Immer wieder brechen Differenzen zwischen den beiden Schwestern aus, die von den Eltern mit wachsendem Unverständnis registriert werden. „Warum können sich die beiden nicht vertragen? Sophie tut doch nun wirklich alles, um es Annika recht zu machen. Dieses Mädchen macht uns allen das Leben schwer.“

Keine Frage, die Eltern in diesem Beispiel verhalten sich in höchstem Maße unklug. Kinder können es nicht aushalten, permanent ein anderes als Vorbild hingestellt zu bekommen. Wir Erwachsenen können das ja ebenso wenig. Oder wie würden Sie empfinden, wenn der Kollege im Büro ständig von Ihrem Vorgesetzten als Musterexemplar für Arbeitseifer gelobt würde, dem Sie doch bitteschön nacheifern sollten? Sicherlich wären Sie nicht sehr erfreut. Denn die Bereitschaft, sich einen anderen als Beispiel zu nehmen, verlischt, sobald man wiederholt dazu aufgefordert wird.

„Ich kann etwas, was du nicht kannst.“ Wenn sich Kinder miteinander messen

Natürlich vergleichen sich Geschwister untereinander; das ist völlig normal. Gerade weil sie die meiste Zeit zusammen verbringen, kennt jedes von ihnen die Stärken und Defizite des anderen genau. Diese Vergleiche liefern zudem den Maßstab für das eigene Können und helfen, Nischen zu finden, in denen man sich vom anderen absetzen kann: „Alice kann besser Klavier spielen als ich. Dafür bin ich unschlagbar im Bodenturnen“. Geschwister wollen sich gegenseitig imponieren, wollen besser sein als der andere. Schon allein deswegen nehmen sie sich gegenseitig als Vorbild – so lange, bis die Eltern mit Lob oder Tadel Partei ergreifen. Kinder neigen oft von Natur aus dazu, sich voneinander zu unterscheiden. Glänzt die Schwester durch Gehorsam, Ordnungsliebe und Fleiß, wird sich die andere mehr durch Kessheit und ein gewisses Laisser-faire hervortun. Geschwister, die in den gleichen Disziplinen Erfolge feiern – wie etwa die Schwestern Williams im Tennis – sind eher selten. Lieber finden sie ihre persönlichen Begabungen heraus und entwickeln diese gezielt weiter.

Brüder und Schwestern haben an und für sich auch keine Probleme damit, die Erfolge des anderen anzuerkennen und zu bewundern. Besonders im Kindergarten, in der Schule oder im Verein kommt ein Held aus der eigenen Familie immer gut. „Heute Nachmittag wird bei uns daheim groß gefeiert. Mein Bruder hat nämlich den Pokal bei der Vereins-Jugendmeisterschaft im Tischtennis gewonnen.“ Der Respekt der Zuhörer ist ihr sicher, denn so einen Crack hat schließlich nicht jeder zum Bruder.

Alle Mühe ist umsonst. Ehrgeiz – nein danke

„Wenn ich meine Kinder miteinander vergleiche, möchte ich nur, dass sich der, der nicht so gut ist, anstrengt, besser zu werden. Es ist doch nichts Schlechtes dabei, wenn Geschwister miteinander wetteifern!“ So oder ähnlich lautet das Argument vieler Eltern, wenn sie auf das Thema „Konkurrenz unter Geschwistern“ angesprochen werden. Leider geht diese Rechnung nicht auf, weil Sie mit Vergleichen zumeist den gegenteiligen Effekt erreichen. Etwa dann, wenn das Kind, das Sie eigentlich anspornen wollten, angesichts der Überlegenheit des anderen überhaupt keine Lust mehr hat, sich um bessere Leistungen zu bemühen. Wozu auch, wenn Bruder oder Schwester sowieso immer spitze ist. Oder das Kind, das als leuchtendes Beispiel dient, spielt auf einmal nicht mehr mit. Denn es begreift, dass es immer dann Zoff mit den übrigen Geschwistern gibt, wenn es selbst wieder mal ein Top-Ergebnis erzielt hat. Also wird es sich in Zukunft eher zurückhalten, damit die anderen nicht wieder so böse werden. Dieser Verzicht auf eigene Erfolge ist vor allem dann zu erwarten, wenn sich die Geschwister ansonsten gut verstehen. Es ist aber auch möglich, dass sich Ihr Primus in der Rolle des Vorbilds gefällt und allmählich selbst davon überzeugt ist, besser als die anderen zu sein. Diese Selbsteinschätzung kann dann nicht nur zu einer gewissen Überheblichkeit führen, sondern darin gipfeln, dass der Vielgelobte seine Geschwister bevormundet und gängelt. So ein Verhalten werden die bestimmt nicht prickelnd finden und sich einmütig dagegen zur Wehr setzen. Ebenso fatale Folgen kann es haben, wenn Sie Ihre Kinder gegeneinander ausspielen.

„Hannes bringt immer den Müll runter – und du hängst bloß rum. Warum kannst du nicht auch so hilfsbereit sein?“ Dass Sie damit das Verhältnis der Brüder strapazieren, liegt auf der Hand. Für reichlich Konfliktstoff sorgen auch Bemerkungen wie: „Also, Regine, an deiner Stelle würde ich mir das ja nicht gefallen lassen. Was glaubst du, was deine Schwester hinter deinem Rücken alles erzählt. Das hätte ich nie von ihr gedacht!“ Sie können sicher sein, dass es zwischen den beiden in absehbarer Zeit ziemlich heftig zur Sache gehen wird.

Halten wir fest: Vergleichen schadet. Denn jedes Lob für den einen beinhaltet gleichzeitig einen Tadel für den anderen. Das stiftet Unfrieden in der Geschwisterbeziehung. Deshalb verzichten Sie darauf, die Leistungen Ihrer Kinder gegenüberzustellen und im Vergleich zu bewerten. Denn es gibt auch andere Möglichkeiten, Ihre Kinder effizient zu unterstützen.

Jedes Kind hat seine starken Seiten. Fördern Sie sie

Selbstverständlich unterscheiden sich Ihre Kinder hinsichtlich Aussehen, Talenten und Charaktereigenschaften voneinander. Das lässt sich auch gar nicht wegdiskutieren. Es kommt aber darauf an, dass Sie als Eltern die verschiedenen individuellen Fähigkeiten wertneutral anerkennen: Kein Kind wird wegen seiner Eigenschaften bevorzugt, benachteiligt, mehr oder weniger geliebt. Mit dieser Haltung erreichen Sie bereits eine Menge. Denn Sie vermitteln Ihren Kindern das Gefühl, dass jedes um seiner selbst willen lieb gehabt wird. Sie können aber noch mehr tun. Ermutigen Sie jedes einzelne Kind, indem Sie seine individuellen Stärken fördern. Sparen Sie nicht mit Lob, wenn ein Kind eine Sache sehr gut gemacht hat. Und wenn etwas auf Anhieb nicht so recht gelingt, reden Sie positiv: „Ist doch nicht schlimm, wenn es beim ersten Mal nicht so toll geklappt hat. Denk doch mal, als du mit dem Schlittschuhlaufen angefangen hast. Immer wieder bist du hingefallen und hast geglaubt, nie im Leben übers Eis laufen zu können. Und jetzt bist du echt klasse. Also Kopf hoch – ich bin sicher, bald gehörst du auch beim Tennis zu den Besten.“

Wie entdeckt man nun, ob ein Kind besondere Begabungen hat und wo die liegen? Ein wesentliches Merkmal für ein außerordentliches Talent ist, dass sich so ein Kind auffällig für ein bestimmtes Gebiet interessiert – und zwar ohne Ihr Zutun oder Ihre Anregung. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind sich ausdauernd etwa mit Musizieren, Malen oder einer Sportart beschäftigt und sich durch nichts und niemanden ablenken lässt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich dabei um eine spezielle Begabung handeln könnte. Weitere Anzeichen sind ein großes Bedürfnis an Informationen über das jeweilige Interessengebiet, ein effizientes Agieren und eine überdurchschnittliche Empfindlichkeit gegen alle Kritik an dem favorisierten Thema. Manche Eltern entwickeln nun übersteigerten Ehrgeiz und wollen „auf Teufel, komm raus“ dieses Talent fördern. Doch hier trifft das bekannte Sprichwort zu: Zu viel Eifer schadet nur. Denn eine Förderung, die sich nur auf ein Feld begrenzt, kann die gesamte Entwicklung des Kindes behindern, weil andere Fähigkeiten auf der Strecke bleiben. Es ist auch gar nicht notwendig, eine starke Begabung einseitig zu fördern. Für das Kind ist es besser, ihm genügend Freiraum zur freien Entfaltung zu geben. Also mischen Sie sich nicht großartig ein, um Ihr Kind in die gewünschte Richtung zu lenken. Über kurz oder lang wird es selbst anfangen, sich gezielt mit seinem Lieblingsbereich zu beschäftigen. Und das sollten Sie ihm dann nicht verwehren. (…)

Tun oder lassen:

  • Sagen Sie offen, was Sie am Verhalten eines Kindes stört oder was Ihnen gefällt.
  • Motivieren Sie mit Fingerspitzengefühl.
  • Machen Sie Ihrem Kind Mut, wenn es einmal versagen sollte.
  • Nehmen Sie Rücksicht auf die Gefühle Ihrer Kinder.
  • Vermeiden Sie alle Vergleiche – positive wie negative.
  • Bringen Sie Ihre Kinder nicht in Verlegenheit.
  • Setzen Sie Schwächen oder Stärken nicht als Druckmittel ein.

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Monika Schloß (Hrsg.):
Wie Geschwister Freunde werden
So helfen Sie Ihren kleinen Rivalen, sich zu verstehen und zu vertragen
Hardcover
207 Seiten
ISBN: 978-3-934333-26-0
14,95 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Wie Kinder denken lernen

Die kognitive Entwicklung vom ersten bis zwölften Lebensjahr

Wie sich das Lernen im Gehirn entwickelt und welche Schlüsse daraus zu ziehen sind, das ist das Thema des Buches und der Leser wird nicht enttäuscht. Die 157 Seiten lesen sich sehr kurzweilig und bieten komprimiert – und manchmal zu komprimiert – viel Inhalt, dessen Teile schon ganze Bücher füllen könnten. Leider verzichten die Autoren zum einen auf anschauliche Bilder oder Zeichnungen, die auch dem Laien die Verbindungen und Verflechtungen im Gehirn näherbringen könnten und zum anderen bleiben sie uns fast alle Belege schuldig. So werden zahlreiche Studien erwähnt, die sehr interessante Ergebnisse hervorgebracht hätten und von den Autoren auch zu Schlussfolgerungen herangezogen werden, doch leider finden sich keine Quellenangaben. Weder findet sich im Text eine zufriedenstellende Zitierweise, noch gibt es eine Bibliographie der verwendeten Quellen am Ende. Die kleinen Schönheitsfehler, die dem Korrektor entgangen sind, sind da nur nebensächlich. Leider schmälert diese Tatsache den Inhalt des Buches sehr und gibt ihm nicht das Fundament, das es auch für pädagogische Fachleute wie LehrerInnen und ErzieherInnen wertvoll machen könnte. Denn die Schlüsse, die die Autoren in punkto lernen und spielen in Kindergarten und Schule ziehen, sind sehr wertvoll und es wäre extrem wichtig sie an entsprechenden Stellen umzusetzen. Schade!

Manfred Spitzer und Norbert Herschkowitz
Wie Kinder denken lernen
Die kognitive Entwicklung vom 1. bis zum 12. Lebensjahr
Hardcover, 160 Seiten
ISBN: 978-3-7474-0002-9
16,99 €

Weitere Informationen

Kindergarten-Portfolio-Vorlagen

Wer Kinderportfolios erstellen muss, sucht oft nach passenden Vorlagen. Kindergarten-Portfoliovorlagen.de hat Lösungen für ErzieherInnen entwickelt, um die Portfolioarbeit zu erleichtern.

Leitgedanke des Portfoliokonzepts ist die relativ hohe Zeitbelastung, die sich für Erzieherinnen und Erzieher durch die Arbeit zur Anfertigung von Kinderportfolios in der Freizeit ergibt.Das Team von Kinderportfolio.de berücksichtigt dabei Anforderungen von Bildungsplänen verschiedener Bundesländer. Es stellt in Aussicht, dass sich mindestens 50% der Bearbeitungszeit einsparen lassen. Das Portfoliokonzept wurde gemeinsam mit Erzieherinnen entwickelt. Die Individualisierung des Portfolioordners ist eines der Besonderheiten, die dieses Konzept bietet. Erzieherinnen und Erzieher haben so die Möglichkeit, für jedes Kind eine Portfoliomappe mit dem Namen und dem Bild des Kindes individuell zu gestalten. Hat die Einrichtung ein eigenes Logo, können ErzieherInnen die Mappen damit gestalten.

Von der Krippe bis zur Vorschule
Kindergarten-Portfoliovorlagen.de bietet Portfoliovorlagen für die Betreuung von Kindern vom 1. bis 6. Lebensjahr. Fast 140 kindgerecht illustrierte Themenvorlagen bedienen den Kinderalltag. Eingeteilt in die Rubriken "Ich über mich", "Was ich lerne & Was ich kann", "Entdecken, Erkennen, Experimentieren", "Malen, Basteln & Gestalten", Spiel & Spaß, "Jahreszeiten", Mein Kita-Alltag", "Feste & Veranstaltungen" sowie "Ausflüge & Exkursionen" decken die Kindergarten-Portfoliovorlagen den gesamten Kita-Alltag ab.

Die Gestaltung von Kinderportfolios
Erzieherinnen und Erzieher erledigen die Portfolioarbeit thematisch. Auch ohne Vorkenntnisse erstellen sie Kinderportfolios. Alle Themenvorlagen sind als Word- und PDF-Vorlage nutzbar. Der Gedanke dabei ist, die Portfolioerstellung sowohl am Computer zu ermöglichen als auch von Hand zu erstellen.

Kita-Portfoliovorlagen auch online bestellen
Das gesamte Ausstattungsmaterial kann in einem Online-Shop bestellt werden. Die Kindergarten-Portfoliovorlagen sind ca. 50 % preiswerter, als die Kopie im Copyshop. Im Internet bietet Kindergarten-Portfoliovorlagen.de das Lizenzpaket für 129,00 € an.
Weitere Informationen gibt es unter www.kindergarten-portfoliovorlagen.de.

Ideen für die Freie Arbeit (Teil 3): Schachteln, Gläser, Schalen, Flaschen verschönern

Viele kleine Schächtelchen und Flaschen erwachen zu neuem Leben, wenn die Kinder ihnen ein neues Gesicht geben.
Besonders formschöne Exemplare sehen angemalt, mit Papier oder glitzernden Perlen beklebt, gleich ganz anders aus.
So wird aus der Flasche eine Blumenvase und aus dem alten Pappkarton eine Geschenkschachtel oder eine Kiste, in der alle möglichen wertvollen Gegenstände aufbewahrt werden können.

Zum Verzieren eignen sich besonders schöne Knöpfe, Schleifen von Geschenkverpackungen und glitzernder Blumenschmuck. Diese können die Kinder auf die jeweiligen Objekte kleben.
Ein Schraubglas, gefüllt mit selbst gemachter Marmelade, lässt sich so schön verzieren und macht Lust auf ein leckeres Brötchen mit Marmelade.

Material:

  • Schachteln oder Flaschen,
  • Knöpfe,
  • Glassteine,
  • Schleifen,
  • Blumenschmuck,
  • Federn,
  • Schere,
  • Kleber,
  • Farben

Dieser Basteltipp stammt aus dem Buch:

Kleckern, klecksen, kleben
Manon Sander
Burckhardthaus-Laetare
176 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-944548-19-7
7,95 Euro

Mehr dazu unter

Geschichtenwege: vielseitig Sprache fördern

Geschichtenwege ist ein Brettspiel, das zum Erzählen anregt. Die Kinder legen die Motiv- und Wegkarten in das Brett und schon kann es losgehen. Sie fahren die Wege nach zum nächsten Motiv und beziehen dieses in ihre Erzählung mit ein. So entstehen auch mal lustige Quatschgeschichten. Geschichtenwege bietet verschiedene Spielvarianten. Sprachliche Fähigkeiten wie das freie Erzählen, Satzbildung sowie Grammatik können mit diesem Spiel trainiert werden. Darüber hinaus fördert es auf humorvolle Weise Spontanität und Fantasie.

Für 1 bis 4 Spieler.

Ab 3 Jahren.

Inhalt/Material: Spielbrett, 7 Wegkarten, 24 Motivkarten, 4 Spielsteine, aus Holz, Anleitung, im Karton.

Maße: Spielbrett 29,5 x 29,5 cm, Motiv-und Wegkarten 6 x 6 cm, Spielstein Ø 1,8 cm, Länge 2,4 cm.

Die 16 seelischen Grundbedürfnisse

Entwicklungsgesetze in der frühen Kindheit

Jeder Mensch – so auch und vor allem das Kind – ist mit einem Bündel an seelischen Grundbedürfnissen ausgestattet, die einer Sättigung bedürfen. Entwicklungspsychologische Betrachtungen haben ergeben, dass es offensichtlich um 16 seelische Grundbedürfnisse geht. Diese seien hier kurz aufgeführt:

Zeit mit bindungsnahen Menschen erleben, um sich selbst in den eigenen Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen und die Welt um sich herum zu entdecken;

Ruhe in der Entwicklung erfahren, um die Basisfähigkeit „Wahrnehmungsdifferenzierung“ aufbauen zu können;

Liebe im Sinne einer personalen Annahme erleben, um ein Gefühl der Selbstannahme zu entwickeln und Empathie für die lebende und dingliche Welt aufzubauen;

Vertrauen durch andere spüren, um eigenen Stolz erleben zu dürfen und Leistungsbereitschaft zu entwickeln;

von Mitmenschen verstanden werden, um in den vielfältigen Lebenssituationen und Lebensherausforderungen immer wieder Kontakt zu sich selbst herzustellen und eine Mitverantwortung für Situationsverläufe zu entdecken;

Sicherheit durch Nähe und feste (sinnbedeutsame) Regeln erfahren, um in einen nachhaltigen Prozess der Selbstentwicklung zu finden;

Bewegung ausdrücken können, um durch gezielte und bewusst gewählte motorische Aktivitäten Stress abzubauen und in eine gedankliche, emotionale und motorische Selbststeuerung kommen zu können;

Intimität und Geheimnisse bejahend zuerkannt bekommen, um zu erkennen, dass es im Ausdrucksverhalten eine „öffentliche“ und eine „private“ Person gibt, die es in der Außenwirkung zu differenzieren gilt;

Mitsprache erleben und umsetzen dürfen, um ein individuelles, persönliches Wertigkeitsempfinden zu entwickeln;

Erfahrungsräume erkunden können, um die Vielfalt der eigenen Entwicklungspotenziale zu entdecken;

Gefühle (Freude, Angst, Wut, Trauer) erleben dürfen, um ihre Existenz zu akzeptieren und in die eigene Gefühlswelt bejahend zu integrieren;

die eigene Sexualität annehmen und integrieren, um sich in seinem Körper wohl zu fühlen;

Gewaltfreiheit als ein besonders wichtiges „Lebensgut“ erfahren, um in den vielfältigen, Angst auslösenden Alltagssituationen immer stärker angstfrei handeln zu können;

Neugierde umsetzen können, um sich und der Welt lernmotiviert zu begegnen;

Optimismus von anderen spüren sowie Respekt bzw. Achtung in der erlebten Kommunikation erfahren, um Lebensherausforderungen als Lernchancen anzusehen und mit konstruktiven Gedanken und Handlungsweisen selbst schwierige Situationen anzunehmen und lösen zu wollen.

Es sind also primär strukturelle Bedingungen und personale Kompetenzen der Erwachsenen, die für eine persönlichkeitsförderliche und stark machende, ressourcenorientierte Entwicklung von Kindern sorgen.

Elementarpädagogische Fachkräfte tragen im Alltagsgeschehen der Pädagogik zur „Sättigung der o.g. Grundbedürfnisse“ durch Ihr Verhalten dazu bei, dass Kinder zu folgenden Erfahrungsmomenten kommen:

  • Erleben eines wertschätzenden, emotional warmen Klimas (Freundlichkeit, Bindung, Aufgeschlossenheit);
  • Erleben einer stabilen Bezugsperson, die Vertrauen und Autonomie fördert;
  • Erleben eines emotional positiven, unterstützenden Beziehungsklimas („Du bist mir wichtig!“)
  • Erleben einer grundsätzlich konstruktiven Kommunikation;
  • Erleben einer fürsorglichen Beziehung/„Kann  i c h  Dir bei Schwierigkeiten helfen?“
  • Erleben eines positiven Rollenmodells – Klarheit, Ehrlichkeit, Offenheit;
  • Erleben von Respekt, Wertschätzung und Achtung im Alltagsgeschehen;
  • Erleben von klaren, Sinn gebenden Regeln;
  • Erleben von transparenten Regeln;
  • Erleben von klaren, durchschaubaren Strukturen;
  • Positive Verstärkungen der Leistungsansätze;
  • Positive Verstärkung der Anstrengungsbereitschaft;
  • Positive Peerkontakte (Integration in der Gruppe);
  • Erleben einer stabilen emotionalen Unterstützung in Konfliktsituationen (Beistand leisten);
  • Erleben von Beharrlichkeit durch die Bindungsperson (Festigkeit ohne Starrheit);
  • Erfahrung von Sinn und Bedeutung der eigenen Entwicklung;
  • Erfahrungen machen können im Hinblick auf bedeutsame Selbstwirksamkeit („Ich kann was!“)

(Vgl.: C. Wustmann, C, 2004 b, S. 402 ff.)

  • Selbstbildungskräfte und bildungsaktive Verhaltensweisen können am besten dadurch unterstützt werden, indem elementarpädagogische Fachkräfte und andere bindungsstarke Erwachsene
  • das Kind ermutigen und es dabei unterstützen, seine Gefühle zu benennen und auszudrücken;
  • dem Kind konstruktive und damit entwicklungsförderliche Rückmeldungen geben;
  • dem Kind  k e i n e  vorgefertigten Lösungen anbieten und damit vorschnelle Hilfestellungen vermeiden sondern mit ihm gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten suchen;
  • das Kind konsequent wertschätzen und respektieren;
  • dem Kind Aufmerksamkeit schenken und ein aktives Interesse an den Aktivitäten des Kindes zeigen;
  • dem Kind soziale (schaffbare) Verantwortung übertragen;
  • das Kind dabei unterstützen, positiv und konstruktiv zu denken;
  • dem Kind bei schwierigen Herausforderungen zu Erfolgserlebnissen verhelfen;
  • dem Kind dabei helfen, eigene Stärken zu entdecken und zu stärken sowie eigene Schwächen zu erkennen und diese zu schwächen;
  • dem Kind helfen, erreichbare Ziele zu finden und sich erreichbare Ziele zu setzen;
  • dem Kind aus einer eigenen, positiven Sichtweise einen Zukunftsglauben vermitteln;
  • das Kind in Entscheidungsprozesse einbeziehen;
  • mit dem Kind eine anregungsreiche Umgebung gestalten und Situationen bereitstellen, in denen es immer wieder selbst aktiv werden kann;
  • sichere Strukturen und Abläufe in den Lebensalltag des Kindes bringen;
  • ein selbstbildungsmotiviertes Vorbild (!) sind;
  • immer wieder ihre vorhandene Authentizität im Sinne einer eigenen Lernfreude und eines hohen Engagements zum Ausdruck bringen;
  • bindungsintensive Beziehungen anbieten;
  • Freude an den eigenen Fortschritten und denen des Kindes zum Ausdruck bringen;
  • als „Mensch“ auftreten und nicht die „Rolle“ unter Beweis zu stellen versuchen.

(Vgl.: Wustmann, C, 2004, S. 402 ff.)

Konsequenzen für eine kindorientierte Praxis

Eine bindungsstarke und bildungsintensive Entwicklungsbegleitung von Kindern ist also nur unter den drei oben genannten Ausgangsdaten zu realisieren:

1.) Es muss in erster Linie stets um eine Sättigung der „seelischen Grundbedürfnisse“ von Kindern gehen, damit sie aus einer tief erlebten Lebensfreude heraus Fähigkeiten mit einer nachhaltigen Auswirkung aufbauen können. (Anmerkung: Die Befriedigung der körperlichen Grundbedürfnisse wird an dieser Stelle selbstverständlich vorausgesetzt.) Kinder brauchen eine atmosphärisch angenehm zu erlebende Umgebung im Innen- und Außenbereich, in der sie handgreiflich, unmittelbar, aktiv, mit allen Sinnen, innerlich beteiligt und engagiert Erfahrungen machen können, die ihnen tatsächlich helfen, selbstständig, unabhängig und sozial beteiligt das Leben zu spüren und selbstaktiv mitgestalten zu können. Sie brauchen vielfältige, reale Handlungsräume und keine künstlichen, von Erwachsenen arrangierten Welten. Dabei müssen Erwachsene den Kindern vielfältige, alltagsbedeutsame Herausforderungen zutrauen, die Kinder mit Mut und Engagement, Lebendigkeit und Stolz, Risikobereitschaften und Leistungserlebnissen ausfüllen können und diese Erfahrungserlebnisse müssen Kindern Sicherheit vermitteln. Erwachsene müssen mit Kindern leben, mit Kindern fühlen, sich einfühlsam in sie hineinversetzen können und sich dabei der Perspektive der Kinder zuwenden – sie müssen damit aufhören, Kinder in ihre Erwachsenenperspektive zu zerren. Schließlich brauchen Kinder weniger eine didaktische Vielfalt an irgendwelchen „Frühförderangeboten“ als vielmehr feste Bezugspersonen, die sich selbst als den entscheidenden bildungsförderlichen Mittelpunkt begreifen. Kinder brauchen zuverlässige Bindungserfahrungen und damit engagierte, lebendige, staunende, mitfühlende, wissende, handlungsaktive, mutige, risikobereite, zuverlässige Menschen um sich und keine besserwissenden RollenträgerInnen, die immer noch meinen, Belehrungen der Kinder mache Kinder klug.

2.) Wenn der Dreh- und Angelpunkt eines selbstständigen, weitestgehend autonomen und sozial verantwortlichen Menschen der Grad des Selbstwertgefühls ist, haben Erwachsene immer wieder im Alltag die Aufgabe, sich im Umgang mit dem Kind zu reflektieren, inwieweit ihr Verhalten selbstwertförderlich oder selbstwerthinderlich auf das Kind wirkt.

3.) Auch wenn es eine „Frühpädagogik“ nach irgendeinem Lehrbuch oder irgendwelchen psychologischen Ratgebern nicht geben darf/kann, weil der Mensch damit jegliche emotionale Bezugsnähe zum Kind „verkopfen“ und gleichzeitig seine emotionale Nähe zum Kind verlieren würde, ist es für eine professionelle Fachkraft notwendig, sich mit so genannten „Entwicklungsgesetzen“ zu beschäftigen. Sie sollten für ein Grundlagenwissen sorgen, das zu einer werteorientierten Richtschnur für die gelebte Alltagskultur „mit Kindern“ wird.

Literatur:

Fuhrer, Urs (2009): Lehrbuch Erziehungspsychologie (2. Aufl). Bern: Verlag Hans Huber
Haug-Schnabel, Gabriele & Schmid-Steinbrunner, Barbara (2002): Wie man Kinder von Anfang an stark macht. Ratingen: Verlag Oberstebrink
Krenz, Armin (2010): Was Kinder brauchen. Aktive Entwicklungsbegleitung im Kindergarten (7. Aufl.). Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor
Krenz, Armin (2009): Kinder brauchen Seelenproviant (2. Aufl.). München: Kösel-Verlag
Krenz, Armin (2012): Kinderseelen verstehen. Verhaltensauffälligkeiten und ihre Hintergründe. München: Kösel-Verlag
Krenz, Armin (2009/2011): Psychologie für Erzieherinnen und Erzieher. Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor
Krenz, Armin + Klein, Ferdinand (2012): Bildung durch Bindung. Göttingen: Verlag Vandenhoeck + Ruprecht
Leu, Hans Rudolf + von Behr, Anna (Hrsg.) (2010): Forschung und Praxis der Frühpädagogik. Profiwissen für die Arbeit mit Kindern von 0–3 Jahren. München: Ernst Reinhardt Verlag
Mietzel, Gerd (2002): Wege in die Entwicklungspsychologie. Kindheit und Jugend (4. Aufl). München: Verlags Union
Rossmann, P. (2001): Einführung in die Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters (3. Aufl.). Bern/Göttingen: Hans Huber
Wilkening, Friedrich; Freund, Alexandra M.; Martin, Mike (2008): Entwicklungspsychologie. Workbook. Weinheim: Beltz Verlag/Psychologie Verlags Union
Wustmann, Corina (2004): Resilienz. Widerstandsfähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern. Weinheim: Beltz Verlag

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Entwicklungsorientierte Elementarpädagogik
Kinder sehen, verstehen und entwicklungsunterstützend handeln
Krenz, Armin
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548029
200 Seiten, 19,90 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Die Kleinsten im Blick

Gezielt beobachten und dokumentieren - Portfolio und andere Instrumente bei Kindern bis 3 Jahre

Beobachtung mit dem Ziel Kinder in ihrer Persönlichkeit, mit ihrem individuellen Weg der Entwicklung und des Lernens und ihren Ressourcen kennen zu lernen, ist die Basis für jede pädagogische Tätigkeit.

In dieser Fortbildung werden Sie Konzepte kennen lernen, die für Kinder bis 3 Jahre geeignet sind und die Grundlage für einen Austausch mit Eltern wie auch für eine effektive, ressourcenorientierte Unterstützung und Begleitung der kindlichen Bildungs- und Entwicklungsprozesse bilden.

Am Ende des Seminars...

  • sind Sie in der Lage, das Portfolio-Konzept in einer sinnvollen Weise für Kinder bis 3 Jahre
    anzuwenden.
  • können Sie dieses sowohl für die Zusammenarbeit mit Eltern als auch für die Begleitung der Kinder nutzen.
  • kennen Sie mindestens zwei weitere ressourcen-orientierte Beobachtungskonzepte für Kinder bis  3 Jahre (Bildungs- und Lerngeschichten nach dem DJI und MONDAY) und sind fähig, diese in Ihrem pädagogischen Alltag zu nutzen.
  • haben Sie Instrumente in der Hand, die Sie befähigen, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen.

Zielgruppe
Pädagogische MitarbeiterIinnen in Tageseinrichtungen für Kinder

Hinweis
Bitte bringen Sie, soweit vorhanden, Portfolios aus der Krippe mit.

Referentin
Rita Offinger-Gaube, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Supervisorin (DGSF), systemische Therapeutin/Familientherapeutin (DGSF), Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen im DiCV Augsburg

Termin
20. bis 21. Februar 2020

Tagungsort
Begegnungszentrum, Eichenstraße 31 in Ottmaring

Beginn/Ende
1. Tag von 10.00 bis 17.00 Uhr
2. Tag von 9.00 bis 16.30 Uhr

Kursgebühr
245,-- €
inkl. Übernachtung im Einzelzimmer, Vollverpflegung und Kursunterlagen

190,-- €
ohne Übernachtung, nur Tagungsgetränke, Mittagessen und Kursunterlagen

Zertifikatskurs Fachkraft für Kinder bis 3 Jahre

Da ruft der Strich, komm zeichne mich - mit Malvorlage

Fröhliche Zeichengeschichte und Bilderbuch in einem

Zwei in einem Buch. „Da ruft der Strich, komm zeichne mich“ ist eine fröhliche Zeichengeschichte und zugleich ein unterhaltsames Vorlese-Bilderbuch für Kinder. In der natürlichen Einheit von Hören und Sprechen, Sehen und Zeichnen, Verstehen und Tun fördert die Auseinandersetzung mit Bildern und Geschichten die Entwicklung der Kinder auf spielerische Weise. Sprachliche wie feinmotorische Fertigkeiten stehen dabei im Zentrum.

Vor allem aber macht es den Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter richtig Spaß, die Geschichten auf altersgemäße Weise zu bebildern und weiterzuspinnen. Dabei helfen die klaren Schrittzeichnungen, die das lustige oder auch dramatische Geschehen begleiten. Jede Strophe ist eine Sinneinheit, die zugleich zum Nachzeichnen motiviert. Nicht im Buch selbst, sondern auf einem Blatt Papier. Die Tipps für Eltern und Erzieherinnen, geben zu jeder Szene weiterführende Hinweise.

Die Autoren:

Hanne Türk begann nach ihrem Kunststudium in Paris, eine internationale Karriere als Illustratorin, unter anderem als Schöpferin der Kinderfigur PHILIPP die Maus. Sie ist Art-Direktorin von Freude am Zeichnen und des französischen Magazins Dessin Passion.

Norbert Landa hat sich als Autor und Herausgeber von Dutzenden, auch international erscheinenden, Bilder-und Kindersachbüchern einen Namen gemacht. Die Texte zu diesem Buch entstanden in intensiver Zusammenarbeit mit Hanne Türk.

Da ruft der Strich, komm zeichne mich
Norbert Landa/Hanne Türk
Hardcover, 48 Seiten
11,95 €
ISBN: 9783934333550
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