April 2018

Tag der Kinderbetreuung 2018

Kita-Fachkräften und Tageseltern für ihre Arbeit danken

Foto: DKJS/P. Chiussi

Rund 700.000 Kita-Fachkräfte und Tageseltern setzen sich in Deutschland jeden Tag dafür ein, dass Kinder bei uns optimal aufwachsen können. Um Kita-Mitarbeitenden und Tageseltern für ihren täglichen Einsatz zu danken und auf die Bedeutung des Berufsfelds hinzuweisen, findet am 14. Mai der Tag der Kinderbetreuung statt.

Dankesaktionen in ganz Deutschland

Überall in Deutschland nutzen Kita-Träger, Eltern- und Berufsverbände sowie Politikerinnen und Politiker den Aktionstag, um sich bei den Kinderbetreuerinnen und Kinderbetreuern zu bedanken: Zahlreiche Volksvertreterinnen und -vertreter werden Einrichtungen besuchen, Eltern und Kinder überreichen kleine Geschenke und Kita-Träger organisieren Überraschungsaktionen.

Auch dm-drogerie markt beteiligt sich in diesem Jahr: Zum zehnjährigen Jubiläum seiner Initiative „Singende Kindergärten“ verschenkt das Unternehmen am 14. Mai über seinen Instagram-Kanal www.instagram.com/dm_glueckskind
Gutscheine für Sing-Workshops, dmBio-Frühstückskörbe und Liederbücher, mit denen Eltern ihren Kita-Fachkräften und Tageseltern eine besondere Freude machen können.

Tipps und Materialien für kleine Aufmerksamkeiten:

Eltern, die sich am Tag der Kinderbetreuung zusammen mit ihren Kindern bei ihren Kita-Fachkräften und Tageseltern bedanken wollen finden unter www.tag-der-kinderbetreuung.de verschiedene Mal- und Bastelvorlagen. Die zur Verfügung gestellten Materialien reichen von verschiedenen Ausmalbildern bis hin zu Bastelbögen für Geschenkverpackungen, die süßen Aufmerksamkeiten oder Blumen das gewisse Etwas verleihen.

Danke an 700.000 Kita-Fachkräfte und Tageseltern

Interessierte Unternehmen, Organisationen und Institutionen finden auf der Aktionsseite außerdem einen Online-Sticker, mit dem sie sich am Aktionstag ganz einfach auf ihrer eigenen Website bedanken können. Der Tag der Kinderbetreuung wurde 2012 ins Leben gerufen und findet jährlich am Montag nach Muttertag statt. Die Deutschen Kinder- und Jugendstiftung koordiniert auch in diesem Jahr den Aktionstag, im Rahmen des Programms Qualität vor Ort.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung

Gottfried der Turborabe - Ennos gefährliche Reise

Ein Erstlese- und Vorlesebuch von Christoph Fromm

Gottfried fährt in den Urlaub. Dazu braucht er ganz viele Dinge: Einen Sonnenschirm, eine Luftmatratze, Sonnenöl für seinen roten Schnabel und seine roten Füße, und natürlich Berge von Regenwürmern mit Schlagsahne. Die frisst er am allerliebsten. Er dreht einige Loopings und fliegt Richtung Spanien. 

Plötzlich knallt sein Motor. Puff, knall, puff! Gottfried gibt Vollgas, aber das nützt nichts. Der Motor ist aus. Gottfried drückt den roten Startknopf auf seinem Bauch, umsonst. Nicht mal mehr ein einziges Peng.

Er sieht unter sich einen Punkt auf dem Wasser und steuert ihn an. Als er näher kommt, sieht er: Das ist ein Rettungsring. Und an den Ring klammert sich ein kleiner Junge.

„Wieso hast du denn kein Boot“, fragt Gottfried, denn es wäre viel einfacher gewesen, in einem Boot zu landen. „Ich hatte ein Boot“, sagt der kleine Junge, „aber das ist umgefallen. In einem Sturm. Da waren mein Papa, meine Mama und meine kleine Schwester drauf. Mein Papa hat jedem von uns einen Rettungsring in die Hand gedrückt. Dann kam eine ganz große Welle. Seitdem hab ich keinen mehr gesehen.“

Zwei große Tränen kullern über seine Wangen.

„Alles primero“, sagt Gottfried, was so viel heißt wie: kein Problem. „Die finden wir schon alle wieder.“

„Woher weißt du das“, fragt der Junge mit sehr leiser Stimme.

„Ich hab ein gutes Gefühl im Bauch“, sagt Gottfried. „Obwohl ich seit mindestens fünfzehn Minuten keinen Regenwurm mehr gefressen habe. Ich muss nur meinen Motor neu starten. Ich bin nämlich ein Primero-Senkrechtstarter!“

„Ist das dein Name“, fragt der Junge.

Beinahe“, sagt Gottfried. „Ich heiße Gottfried Primero. Das ist Spanisch und bedeutet Nummer Eins. Und wer bist du?“

„Ich bin Enno“, sagt der Junge.

„Und woher kommst du“, fragt Gottfried.

„Aus Afrika, wo ich beinahe verhungert wäre“, sagt Enno.

Mit seiner kleinen, nassen Hand schüttelt er Gottfrieds kurzen, schwarzen Flügel...

„Gottfried der Turborabe – Ennos gefährliche Reise“ von Christoph Fromm ist ein Kinderbuch zum Vorlesen und Lesen ab dem Grundschulalter. Es setzt sich mit dem aktuellen Thema Flucht auseinander, ist dabei aber nicht nur ernst, sondern auch lustig und voller Lebensfreude. So werden die Kinder mit Humor an Integration und Verständigung herangeführt. Die Freundschaft zwischen dem frechen Turboraben Gottfried und dem mutigen Enno macht gleichzeitig nachdenklich und bringt Lesespaß. Welches Kind hätte nicht gerne einen Freund wie Gottfried?!

Christoph Fromm
Gottfried der Turborabe – Ennos gefährliche Reise
Mit Illustrationen von Finja Skadi Vollbrecht
72 Seiten
Hardcover, cellophaniert, 38 farbige Illustrationen
Primero Verlag 2017
ISBN 978-3-9818454-2-6
12,90 €

Mein erstes Malbuch

Helmut Spanner

Über 250 Gegenstände aus Küche, Bad und Kinderzimmer, Keller und Garten sowie rund um den Spielplatz und am Wasser gibt es hier zu entdecken. Beim Ausmalen erleben die Kinder die Gegenstände und Situationen viel intensiver als beim reinen Betrachten. Das fördert Sprache und Beobachtungsgabe.

Viel Platz zum Malen auf 27x38 cm!

  • Perfekt zur Förderung von Wahrnehmung und Feinmotorik
  • Unterstützt die geistige Entwicklung
  • Kind- und entwicklungsgerecht

Helmut Spanner beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der Wahrnehmung von Kleinkindern und zeichnet seine Illustrationen so, dass es den Mädchen und Jungen leicht gelingt, die vertrauten Alltagsgegenstände auch im Buch zu erkennen.

Mein erstes Malbuch
Oberstebrink
ISBN: 9783963040061
7,95 Euro
 

  



Mitwirkung, Mitbestimmung & Selbstbestimmung - Partizipation in der Kita.

7. Leipziger Frühjahrssymposium Sprache & Kommunikation

Kinder haben ein Recht auf Beteiligung. Beim 7. Leipziger Frühjahrssymposium Sprache & Kommunikation geht es um die Frage, wie es Fachkräften gelingen kann Kinder an Entscheidungen, die ihr Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen zu beteiligen und den Alltag möglichst partizipativ zu gestalten. Organisator ist das Landeskompetenzzentrum zur Sprachförderung an Kindertageseinrichtungen in Sachsen (LakoS) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sprache und Kommunikation in Bildung, Prävention und Rehabilitation INSKOM und der Universität Leipzig.

Das Symposium findet am Freitag, den 08. Juni 2018 von 09:00 bis 16:30 Uhr in der Universität Leipzig, Jahnallee 59, 04109 Leipzig statt.

Kinder sind die kompetenten Konstrukteure ihrer Welt. Um sie in dieser Rolle unterstützen und begleiten zu können, benötigen Kinder pädagogische (Frei-)Räume, in denen sie Mitwirkung sowie Mit- und Selbstbestimmung erleben können. Die Herausforderung für Erwachsene im Allgemeinen und pädagogische Fachkräfte im Speziellen besteht nun darin, Kinder an sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen und den Alltag möglichst partizipativ zu gestalten.

Bei den Vorträgen geht es um die Frage „Wer bestimmt?“ sowie um den Blick auf Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten durch Kinder, pädagogische Fachkräfte, Familien, Therapeuten und andere Akteure. Die verschiedenen Workshops ermöglichen den Teilnehmern die Fragestellung und Gestaltungsmöglichkeiten unter ausgewählten Gesichtspunkten praktisch zu erarbeiten.

Der Fachtag richtet sich an alle Personen, die im Bereich der Frühpädagogik und Sprachförderung oder -therapie tätig sind, z. B. an ErzieheInnen und Kindertagespflegepersonen, EinrichtungsleiterInnen, FachberaterInnen.

Hier finden Sie genauere Informationen zu den Workshops und Vorträgen.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 50 €, Verpflegung ist inbegriffen.

Für FachschülerInnen und Studierende im Bereich der Elementarpädagogik oder Sprachtherapie/Logopädie gibt es einen vergünstigten Teilnahmebeitrag von 20 € pro Person.

Auf zum Einsatz mit Feuerwehrmann Sam und seinem Team!

Auf zum Einsatz mit Feuerwehrmann Sam und seinem Team!

Im schönen Hafenstädchen Pontypandy sind Feuerwehrmann Sam und sein Team stets im Einsatz. Egal, ob ein Kabel einen Brand ausgelöst hat, Norman sich in Seenot gebracht oder ein Bewohner sich in den Bergen verlaufen hat – Sam und sein Team eilen stets zur Hilfe und beweisen was man mit Mut, Hilfsbereitschaft und Teamgeist alles erreichen kann. Denn die Sicherheit der Bewohner steht für Sam immer an erster Stelle!


Feuerwehrmann Sam Sicherheitstipps

In kurzen Clips rund ums Thema Sicherheit wird unterhaltsam vermittelt, wie man brenzligen Situationen vorbeugt.

Weitere Clips: www.youtube.com


Spannende Leseabenteuer mit Feuerwehrmann Sam und seinem Team

Feuerwehrmann Sam ist der Held des walisischen Hafenstädtchens Pontypandy. Gemeinsam mit seinen Kollegen Steele, Boyce, Cridlington und Penny meistert er jeden brenzligen Einsatz und ist immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird.

Die spannenden Abenteuer von Sam und seinem Team lassen sich in vielen tollen Büchern vom Panini-Verlag erleben.



- Advertorial -


Kindergartenaktion: "Auf geht's zum Einsatz"

Feuerwhrmann Sam & sein Team

Feuerwehrmann Sam rettet zusammen mit seinem Team täglich die Bewohner in Pontypandy aus brenzligen Situationen. Sicherheit, Mut, Hilfsbereitschaft und Teamgeist stehen bei jedem Einsatz besonders im Vordergrund. Mit der Aktion „Auf geht‘s zum Einsatz“ können diese Themen und Werte jetzt auch einfach und abwechslungsreich im Kindergarten vermittelt werden.

Die Aktion ist abgelaufen.



- Advertorial -

Verständnis und Verständigung als Schlüssel zum Glück

Grundlegende Regeln der Kommunikation

Foto: © auremar / Fotolia

Wie lernen wir, so zu sprechen, dass uns andere Menschen zuhören und verstehen? Die Sprache des Mitgefühls, die beschreibende Sprache, die eine neue Richtung weist, ist eine Sprache für alle, die miteinander umgehen und sich verständigen möchten. Und das gilt vom Erwachsenen-Kind-Dialog bis zum Gespräch zwischen Verhandlungspartnern auf höchster politischer oder wirtschaftlicher Ebene.

Aus dem eigenen Erleben heraus und auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse ist die verständnisvolle und praktische Herangehensweise von Faber und Mazlish entstanden, die schließlich die Antworten auf zumindest drei der wichtigsten Fragen unseres Lebens beinhaltet:

  1. Wie schaffe ich es, dass mir Kinder zuhören?
  2. Was kann ich dazu tun, dass sich Kinder zu glücklichen und erfolgreichen Erwachsenen entwickeln?
  3. Wie lernen wir alle, miteinander zu leben?

Durch ein wenig Gelassenheit und das Beachten einiger grundlegender Regeln der Kommunikation erreichen Sie auf einem schnelleren Weg das Ziel vom Glück, als durch ständige Beobachtung und intensive Erziehungsarbeit.
So können Sie das Selbstbewusstsein von Kindern stärken, ihnen einen positiven Zugang zur Welt ermöglichen und ihr Verantwortungsgefühl fördern, ohne sich oder die Kinder unter Druck zu setzen.
(Die praktischen Beispiele, die oft aus dem Alltag von Eltern mit ihren Kindern stammen, lassen sich auf viele Situationen im Alltag von Erzieherinnen und Lehrern übertragen.)

Gefühle und Variationen

Hier erfahren Sie, wie Sie das verständnisvolle Zuhören je nach Situation variieren können. Und welche weiteren Möglichkeiten es gibt, mit den Gefühlen der Kinder umzugehen.

Lange Zeit waren wir uns sicher, dass das zentrale Thema einer menschlichen Beziehung darin bestand, einfach nur zuzuhören und die Gefühle eines Kindes anzuerkennen. Und im Wesentlichen war dem auch so. Aber mit der Zeit entdeckten wir, dass dieses Thema viele Variationen hatte und es nützlich war, sie alle zu kennen.

Variation 1

Manche Kinder zeigten ein so großes Bedürfnis danach, gehört zu werden, das die Fähigkeit ihrer Eltern zum geduldigen Zuhören überstieg. Wir mussten eine Möglichkeit finden, das Gespräch zu beenden und unseren Kindern dennoch zu zeigen, dass wir uns um sie sorgten.

Lee berichtete, dass sie zehn Minuten lang den Klagen ihrer Tochter darüber zugehört hatte, dass sie keine Rolle in der Aufführung des Schultheaters bekommen hatte.

„Ich versuchte, sie zu trösten“, sagte sie, „aber Susie schimpfte immer weiter. Es war zu viel für mich. Ich dachte mir: ‚Es ist Zeit, das zusammenzufassen und zu beenden.‘

‚Susie‘, sagte ich, ‚Ich höre, was du sagst. Du hast mir gesagt, dass du wirklich unbedingt eine Rolle in dem Stück wolltest. Du hattest das Gefühl, dass du genauso gut warst wie alle anderen, die vorgesprochen haben – vielleicht sogar besser. Ich verstehe das, aber ich kann nicht mehr zuhören. Ich gehe jetzt in die Küche und während ich das Abendessen vorbereite, werde ich wissen, wie enttäuscht und wütend du bist.“

Variation 2

Manchmal drückten die Kinder ihre Gefühle in einer Sprache aus, die so beleidigend war, dass wir nicht zuhören konnten – und erst recht nicht helfen. Jeder von uns hatte eine andere Toleranzschwelle. Aber gewisse Aussagen waren uns allen zu viel.

„Papi sieht wie ein alter Mann aus. Wieso muss ich so einen alten Papi haben?“

„Mein Lehrer ist ein dummer Arsch.“

Als Laurie zu Helen sagte: „Ich hoffe du stirbst“, erwiderte Helen: „Das ist nicht akzeptabel! Ich sehe, dass du wütend bist. Aber du musst eine andere Weise finden, es mir zu sagen. Und jetzt möchte ich für die nächste Stunde allein sein.“ Auf Lauries „Wieso?“ antwortete sie einfach: „Denk mal darüber nach!“

Variation 3

Manchmal half ein kleines Geschenk einem Kind in Not. Wir fragten nie, ob es das Geschenk wollte oder nicht. Wir gaben es ihm einfach. Einen neuen Buntstift, einen Luftballon, eine Tüte Rosinen zur rechten Zeit sprachen direkt zu seinem Herzen.

Als Roslyns fünfjähriger Sohn sich weinerlich beschwerte: „Mami mag alle lieber als mich“, legte sie ihren Arm um ihn und sagte: „Fühlst du dich ungeliebt? Es ist nicht schön, wenn man sich so fühlt – gar nicht schön. Ich glaube, jetzt ist ein guter Zeitpunkt für eine Umarmung und eine Tasse heiße Schokolade.“

Als Lees Sohn wegen einer winzigen Schramme, die ihm sein Bruder beim Raufen beigebracht hatte, hysterisch war, nahm Lee zwei Eiswürfel, wickelte sie in einen roten Waschlappen ein und gab ihm diesen, damit er ihn auf seinen „verwundeten“ Arm legen konnte.

Variation 4

Wenn ein Kind sich im Griff eines heftigen Gefühls befand, waren wir manchmal in der Lage, ihm dabei zu helfen, seine Gefühle auf kreative Weise abzureagieren. Dr. Ginott hatte gesagt, dass es einen Überfluss an Kreativmaterial im Haus geben sollte – Buntstifte, Bleistifte, Kreiden, Farben, Blöcke, Karton, Tafeln, Schachteln, Ton und so weiter. Die Frauen in unserer Gruppe hatten ihn wörtlich genommen. Es verging kaum eine Woche, in der wir nicht von einem Gedicht hörten, das geschrieben wurde, um die Trauer über eine verstorbene Schildkröte auszudrücken; einen Brief an einen Fernsehsender, um dagegen zu protestieren, dass eine Lieblingssendung aus dem Programm genommen wurde; oder ein wütend gezeichnetes Bild von dem Schläger in der Nachbarschaft.

Für das Kind, das entweder zu jung war oder nicht schreiben oder zeichnen wollte, konnten die Eltern als Sekretäre fungieren.

Evelyns siebenjähriger Sohn Stevie kam an einem Nachmittag wütend vom Schwimmunterricht nach Hause. Der Schwimmlehrer hatte ihm gesagt, solange er die 3-Meter-Rutsche am tiefen Ende des Beckens nicht benutze, würde er aus seiner Schwimmgruppe genommen und müsse ins Kinderbecken.

Während Stevie sich ausließ, nahm sein Vater leise einen Stift zur Hand und begann zu schreiben. Als Stevie innehielt, um Luft zu holen, sagte sein Vater: „Mensch, du musst heute ganz schön wütend auf den Schwimmlehrer gewesen sein. Hör dir an, was du gesagt hast: ‚Dieser Angeber denkt, er wäre der Chef von allen. Er ist so gemein, ich hasse ihn.‘“

Stevie hörte begeistert zu. „Genau“, sagte er ernst, „und schreib dazu, dass ich ihn von der Rutsche schubsen werde und ihm den Kopf unter Wasser halten werde, bis er ertrinkt.“

Sein Vater schrieb, so schnell er konnte.

„Jetzt schreib, dass ich den Stöpsel aus dem Schwimmbecken ziehen werde, und das ganze Wasser wird durch das Loch verschwinden und er auch.“

Dieser Gedanke wurde ebenfalls auf die Liste gesetzt. Als sein Vater ihm seine ganze Ansprache vorgelesen hatte, nickte Stevie energisch und bat darum, es noch einmal zu hören.

„Hier“, sagte sein Vater und gab ihm das Blatt Papier. „Du kannst es behalten und lesen, wann immer du willst. Jetzt muss ich einen Brief schreiben. Bitte gib ihn morgen dem Schwimmlehrer. Ich werde schreiben: ‚Mein Sohn Steven muss – egal unter welchen Umständen – nicht auf die 3-Meter- Rutsche, bis er das Gefühl hat, dass er so weit ist.‘“

Variation 5

Es gibt Raum und Zeit, nicht zu verstehen, nicht in Verbindung zu sein, nicht zu wissen, was ein Kind fühlt. Dr. Ginott beschreibt dies als „jedem Kind seinen Winkel in der eigenen Seele lassen".

Ich kann mich noch immer erinnern, wie meine vierjährige Jill auf dem Bett lag, an ihrem Finger nuckelte und mich anstarrte.

„Weißt du, was ich denke?“, fragte sie.

„Nein“, antwortete ich.

„Das ist gut“, sagte sie und steckte sich den Finger wieder in den Mund.

Variation 6

Es gibt einen Platz im Leben eines Kindes für den Trompetenstoß, der seinen Mut heraufbeschwört – seinen Kampfeswillen. Wir nennen das „die ermutigende Botschaft“. Es ist nicht die übliche Aussage von Eltern, die ihre Kinder ermutigen und ihnen eine Rüstung verpassen wollen, um der harten Realität der Wirklichkeit zu begegnen. Es ist nicht das kalte, unpersönliche: „Starkes Kind, du wirst dich durchbeißen“, sondern die mitfühlende Bestätigung: „Ja, es ist schwer. Ich respektiere deine Probleme und glaube daran, dass du einen Weg finden wirst.“

Zum Beispiel sagte Helen zu Laurie: „Selbst wenn deine Lehrerin dir gegenüber sarkastisch ist, lernst du doch etwas von ihr – trotz ihres unangenehmen Verhaltens!“

Und Ted sagte zu Andy: „Ich habe gesehen, wie du das Kind ignoriert hast, das dich aufgezogen hat, weil du nicht größer bist. Ich nehme an, du weißt, dass wir in dieser Familie an einer Person nicht die Größe, sondern den Charakter schätzen.“

Aber das Beispiel, das mich am meisten bewegt hat, betrifft Nell, die ihren Mann wenige Monate zuvor verloren hatte. In einer unserer Sitzungen berichtete sie von einem Problem nach dem anderen, und zu keinem schien es eine Lösung zu geben. Ihr Sohn fühlte sich elend, weil er keinen Vater hatte. Er beschwerte sich pausenlos, gab sogar ihr die Schuld an seiner Misere. Sie fühlte sich hoffnungslos.

In der folgenden tiefen Stille warteten wir darauf, dass Dr. Ginott den Balsam des Mitgefühls auftragen würde. Wir erschraken, als er sie intensiv anblickte und sagte: „Nell, lassen Sie sich vom Leben nicht besiegen.“

Ihre Augen füllten sich mit Tränen und jemand wechselte unauffällig das Thema.

In der nächsten Woche sah Nell verändert aus. Helen fragte sie, wie es lief. „Ich bin nicht sicher“, sagte sie, „aber etwas hat sich verändert. Als Kenneth das letzte Mal angefangen hat sich zu beschweren, hielt ich ihn auf. Ich sagte: ‚Kenneth, ich weiß, dass es nicht leicht für dich ist, seit Papa gestorben ist. Wir sind jetzt nur noch zu zweit in der Familie und wir wünschten, es wäre anders. Aber ich glaube, es ist für uns beide an der Zeit, dass wir anfangen, darüber nachzudenken, wie wir zu zweit das Beste aus der Sache machen können!‘“

An diesem Nachmittag mähte Kenneth, ohne ein Wort seiner Mutter, den lange vernachlässigten Rasen.

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Entspannte Eltern - entspannte Kinder
Verständnis und Verständigung als Schlüssel zum Glück
Adele Faber, Elaine Mazlish
Oberstebrink
272 Seiten, 19,95 €
ISBN: 9783934333642

Mehr auf www.oberstebrink.de



NAJU-Kinderwettbewerb „Erlebter Frühling“ 2018

Pädagogische Begleitmaterialien für Erzieher und Lehrer

„Raus aus dem Haus, rein in die Natur!“ lautet das Motto des Wettbewerbs der Naturschutzjugend (NAJU). Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren machen sich auf die Suche nach den Frühlingsboten, um sie zu erforschen. Dieses Jahr sind das die Honigbiene, der Apfelbaum, die Zwergfledermaus und der Star. Ihre Beobachtungen reichen die Kinder bis zum 11. Juni 2018 bei der NAJU ein. Für LehrerInnen, ErzieherInnen und Gruppenleitungen gibt es pädagogische Begleitmaterialien zum Wettbewerb.

Die Kinder können sich als Klasse, Gruppe oder auch alleine auf die Suche nach den Frühlingsboten machen, um sie zu erforschen.

Sie können einen Film über die Frühlingsboten drehen oder sie fotografieren, ein Plakat gestalten, ein Theaterstück überlegen, etwas basteln oder ein Forschertagebuch über sie führen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt! Hauptsache im Mittelpunkt steht mindestens einer der vier Frühlingsboten. Das sind Tier- und Pflanzenarten, die für den Beginn des Frühlings charakteristisch sind.

Ziel des Wettbewerbs ist es, den Forschergeist der Kinder zu wecken. Am Beispiel der Frühlingsboten entdecken sie die biologische Vielfalt vor der eigenen Haustür. Alleine, mit Freunden, der NAJU-Kindergruppe, der Schulklasse oder der Kindergartengruppe gehen die Kinder raus in die Natur und beschäftigen sich mit einem, mehreren oder sogar allen vier Frühlingsboten.

Alle Wettbewerbsbeiträge können die Kinder bis zum 11. Juni 2018 einreichen:

Naturschutzjugend
Stichwort: Erlebter Frühling
Karlplatz 7
10117 Berlin
oder per Mail an NAJU@NAJU.de

Kindergartenaktion: Mitmach-Heft bestellen und gewinnen

Feuerwehrmann Sam - der Held von nebenan - steht für Mut, Sicherheit, Hilfsbereitschaft und Teamgeist. Mit der Aktion "Auf geht's zum Einsatz" und dem tollen Mitmach-Heft können die Kinder mit viel Spaß jetzt ihre ganz persönliche Heldenurkunde als offizieller Feuerwehranwärter erhalten. 

Im Mitmach-Heft befinden sich viele Anregungen und Beispiele für heldenhafte Aktionen sowie großer Mal- und Rätselspaß. Sichern Sie sich ausßerdem die Chance, tolle Preise für ihre Einrichtung zu gewinnen und erhalten bereits jetzt zu Ihrer Bestellung ein spannendes Hörspiel von Feuerwehrmann Sam. 

Die Aktion ist abgelaufen.

Bildung neu denken: Zukunftswerkstatt „Inklusion leben“ in Freiburg

Anmeldung noch bis zum 30. April

Zum Zehnjährigen der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen veranstaltet der Bildung neu denken e.V. die Zukunftswerkstatt „Inklusion leben“ in Freiburg im Breisgau. Die Veranstaltung beginnt am 5. Mai um 8.30 Uhr in der Staudinger Gesamtschule, Staudinger Straße 10, 79115 Freiburg.

Am Vormittag liest Alexandra Haag aus ihrem Buch „Paula mit den Zauberschuhen“ und Prof. Hans Brügelmann spricht zum Thema „Förderung individueller Lernwege über gemeinsame Aktivitäten“. Anschließend finden ab 12 Uhr verschiedene Workshops in sieben Themenräumen statt. Dabei geht es

  1. um den Begriff „Inklusion“,
  2. um die Rolle so genannter „Sorgender Gemeinschaften“,
  3. um die Fortschritte von Inklusion in Baden Württemberg,
  4. um Inklusion in ländlichen Regionen,
  5. um „Die Not mit den Noten“,
  6. um die geschlechtliche und sexuelle Vielfalt als einem Aspekt der Inklusion und
  7. um das Thema „Inklusion in einer ungleichen Gesellschaft“.

Die Veranstaltungen enden gegen 17.30 Uhr. Alle Interessierten können sich noch bis 30. April 2018 unter www.bildung-neu-denken.de anmelden. Die Tagungsgebühr beträgt 39 Euro, die reduzierte Tagungsgebühr 10 Euro.

Parallel dazu verwandelt sich am 5. Mai der Platz der Alten Synagoge in Freiburg von 11 bis 18 Uhr in eine bunte Bühne für alle Akteure rund um Inklusion in der Stadt. Verbände, Vereine, Initiativen und die Stadt Freiburg präsentieren, was Inklusion für sie bedeutet. Mehr dazu unter www.inklusionskalender.de und www.freiburg.de.