Juni 2021

Musikalische Online-Seminare mit Reinhard Horn

Wegen der Corona-Pandemie fallen immer noch zahlreiche Kongresse und Fortbildungen für Pädagog:Innen aus. Deshalb wächst derzeit das Interesse an neuen E-Learning-Formaten. Kindermusiker Reinhard Horn geht mit der Zeit und bietet weiter seine musikalische Online-Seminare für Erzieher*innen und Lehrkräfte an.

Neue Online-Seminare – Beginn: Jeweils um 17 Uhr

Di, 24.08.2021 Tanz und Bewegung in KiTa und Grundschule

Di, 31.08.2021 Religiöse Lieder und Impulse für eine ganze Woche

Di, 07.09.2021 Selbststärkung zusammen mit Armin Krenz

Di, 14.09.2021 Biblische Geschichten mit dem Zollstock erzählt zusammen mit Ulrich Walter

Di, 21.09.2021 Trarira der Herbst der ist da – Lieder zur bunten Jahreszeit

Di, 28.09.2021 Wir sind kleine Helden – Schöpfung / Klima

Di, 05.10.2021 Martin Luther – Reformation – Habe Mut

Di, 26.10.2021 Bodenbilder zu Heiligen im Advent zusammen mit Beate Brauckhoff

Di, 02.11.2021 Kleine Auszeiten und Entspannungsübungen

Di, 09.11.2021 Lichtertänze und Bewegungsideen

Di, 16.11.2021 Von Martin bis Drei Könige – Ideen für Advent und Weihnachten

Di, 23.11.2021 Musikalische Ideen für alle, die fachfremd Musik unterrichten

Di, 07.12.2210 Einmal Himmel und zurück – Traum und Fantasiereisen

Di, 14.12.2021 Wir begrüßen den Winter musikalisch

Anmeldung Online unter: onlineseminare.kontakte-musikverlag.de

SEMINARE

Die Online-Seminare beginnen um 17:00 Uhr und dauern ca. 50–65 Minuten. Am Ende jedes Online-Seminars gibt es die Möglichkeit per LiveChat Fragen zu stellen. Reinhard Horn oder sein Team werden diese sehr gern beantworten. Auch bereits gehaltene Seminare kann man im Archiv noch nachträglich besuchen.

Die Kosten für die Teilnahme an einem Online-Seminar belaufen sich auf 15,– €.

Darin enthalten ist das ganze Material:
• Noten und Texte (etwa 4 Lieder) • Unterrichtsideen, praktische Anregungen
• Die Lieder als MP3 Download (etwa 4 Lieder) • Eine Teilnahmebescheinigung

Susanne Klehn wirbt für mehr UV-Schutz bei Kindern

Deutsche Krebshilfe

Der Sommer ist da, die Corona-Zahlen sinken, alle strömen ins Freie. Richtiger Sonnenschutz vor krebserregender UV-Strahlung darf dabei nicht fehlen, insbesondere bei Kindern. Das weiß die Moderatorin Susanne Klehn, Botschafterin der Deutschen Krebshilfe für Hautkrebsprävention, aus eigener Erfahrung. Sie engagiert sich daher für das Projekt CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN der Deutschen Krebshilfe und ihrer Partner. Das deutschlandweit einmalige Programm integriert UV-Schutz in die Lebenswelten von Kindern. Das Interesse von Kitas und Schulen ist groß: rund 8.000 Projektpakete wurden bereits bestellt. Interessierte Einrichtungen erhalten diese kostenfrei unter www.krebshilfe.de.

Die zielgruppenspezifisch erstellten Projektpakete von CLEVER IN SONNE SCHATTEN bieten Erziehern, Lehrkräften und Betreuungspersonal alles, um Kinder altersgerecht zu richtigem Sonnenverhalten anzuleiten: Mit "Clown Zitzewitz" für die Jüngeren sowie "Anna und Max" für die Älteren. Sämtliche Materialien sind kindgerecht aufbereitet und von Experten geprüft. Sie bieten einen Mix unterschiedlicher Bausteine und geben vielfältige Anregungen, um UV-Schutz-Wissen kreativ und spannend zu vermitteln. Dabei wird unter anderem gemalt, gebastelt, getanzt und experimentiert. "Durch die vielfältigen Lernzugänge wird es für die Kinder nie langweilig und wir können den Sonnenschutz gut in unseren Alltag einbauen. Der UV-Schutz ist nun ein fester Bestandteil in unserer Einrichtung", berichtet Frauke Probst, Horterzieherin in der Kita Philippinenhof in Kassel.

Für Susanne Klehn ist CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN ein Herzensprojekt. "Ich bin begeistert, wie viel Spaß die Kinder im Projekt haben und mit wie viel Elan die Betreuenden dabei sind", so Klehn, die das Projekt seit sechs Jahren unterstützt. "Mit CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN tragen wir zur Hautkrebsprävention der nächsten Generation bei, denn: jede vermiedene Hautrötung in der Kindheit senkt das Hautkrebsrisiko im Alter."

Einrichtungen, die das Projekt erfolgreich durchgeführt haben, können sich auszeichnen lassen als CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN. Bundesweit sind es bereits über 250 Einrichtungen, die damit ihr besonderes Engagement für UV-Schutz zeigen. "Ich hoffe, dass wir noch viele Einrichtungen für das Projekt gewinnen und auszeichnen können", so Klehn. "Mit jeder ausgezeichneten Kita, jeder Grundschule und jedem Hort tragen wir zu einem besseren Sonnenschutz unserer Kinder und Jugendlichen und damit zur Hautkrebsprävention bei."

CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN - Bestellmöglichkeiten

Projektpartner von CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN sind die Uniklinik Köln und die Universität zu Köln mit dem Projekt DIE SONNE UND WIR, das Präventionszentrum des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP). Das Projekt CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN wird von der Deutschen Krebshilfe gefördert. Projektmaterialien für die verschiedenen Lebenswelten können im Internet kostenfrei angefordert werden:

- Die Deutsche Krebshilfe: www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebs-vorbeugen/uv-strahlung-und-hautkrebs

- Für Kitas, Grundschulen (Klassen 1 & 2) und Horte: www.CleverinSonne.de

- Für Grundschulen (Klassen 3 & 4), Ganztagsschulen und Hortgruppen: www.die-sonne-und-wir.de/startseite

- Für Eltern und Ärzte: UV-Schutz-Beratung bei der Früherkennungsuntersuchung (U5) von Kleinkindern: www.unserehaut.de/de/Lebenswelten/Lebenswelt-Kinder-und-Jugendarztpraxis.php

Deutsche Krebshilfe und ADP sind Partner im UV-Schutz-Bündnis

Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP) sind Partner im UV-Schutz-Bündnis. Das UV-Schutz-Bündnis ist eine Initiative von 26 auf nationaler und europäischer Ebene tätigen Institutionen mit Expertise auf dem Gebiet der solaren UV-Strahlung und der Hautkrebsprävention. Ziel des Bündnisses ist es, auf einen sinnvollen UV-Schutz mit den richtigen Maßnahmen und den passenden Strukturen in allen Lebenswelten hinzuwirken, um UV-bedingten Erkrankungen, insbesondere Krebserkrankungen, vorzubeugen.

 

Mit LEGO® VIDIYO™ werden Kinder zu Produzenten und Stars

Wir verlosen 8x LEGO® VIDIYO™ DJ BeatBox Gewinnpakete

Mit LEGO® VIDIYO™ werden Kinder zu Produzenten und Stars ihrer eigenen Augmented Reality-Musikvideos

Längst schon ist der Alltag von Kindern digitaler denn je, und das nicht nur beim virtuellen Unterricht: Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage hört allein die Hälfte aller Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren (48 Prozent*) täglich Musik, über Dreiviertel der Sechs- bis Zwölfjährigen (79 Prozent*) durchschnittlich sogar bis zu zwei Stunden am Tag und über ein Drittel (39 Prozent*) nutzt dafür ein Smartphone.

LEGO® VIDIYO™ vereint diese Musikbegeisterung von Kindern mit dem kreativen Aspekt des physischen Spielens und Bauens mit LEGO Steinen und einem interaktiven, sozialen Spielerlebnis in sicherer Online-Umgebung. In der eigens für die neue LEGO VIDIYO Serie entwickelten App können Kinder eines ihrer Lieblingslieder auswählen. Dazu drehen sie ihr eigenes Musikvideo mit den per AR-Technologie im Video lebendig gewordenen LEGO Minifiguren und über 100 Spezialfiltern, den BeatBits. Im Anschluss kann der Musikclip im Social-Feed der App geteilt und von anderen Usern kommentiert werden. Viel Spaß, aber auch viel Sicherheit: Für die LEGO Gruppe hat die digitale Sicherheit von Kindern stets oberste Priorität, so auch bei der Produktentwicklung von LEGO VIDIYO. Alle Musikvideos werden vor dem Upload geprüft, so dass keine Bewegtbilder von Kindern oder anderen Personen gezeigt werden, und das Kommentieren erfolgt für eine empathische, respektvolle Kommunikation ausschließlich per LEGO Emojis.

*Bevölkerungsrepräsentative Online-Befragungen der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag der LEGO GmbH im Januar 2021 unter (1) 1028 und (2) 1004 Eltern aus Deutschland. Darunter n=198 bzw. n=189 Befragte, die nur Kinder im Alter von 6 bis 12 haben.

Und so funktioniert LEGO® VIDIYO™

Mit LEGO® VIDIYO™ werden Kinder zu Produzenten und Stars ihrer eigenen Augmented Reality-Musikvideos
  • Mit der dazugehörigen LEGO VIDIYO App erwachen der Punk-Pirat oder das Einhorn auf dem Smartphone zum Leben.
  • Die BeatBits in Form von 2×2 quadratischen LEGO Elementen schalten nach dem Scannen digitale Effekte frei, mit denen sich von Video- und Musik-Stilen bis hin zu Szeneneffekten alles steuern lässt.
  • Nun heißt es: Gemeinsam performen und auf Tour gehen!

Wir verlosen:

8x LEGO® VIDIYO™ Pakete im Wert von je ca. 25 € verlost.

  • 4 Gewinnpakete aus:
    1x LEGO® VIDIYO™ Punk Pirate BeatBox (43103)
    1x LEGO® VIDIYO™ Bandmates (43101)

  • 4 Gewinnpakete enthalten:
    1x LEGO® VIDIYO™ Einhorn DJ BeatBox (43106)
    1x LEGO® VIDIYO™ Bandmates (43101)

Die Verlosung ist am 21. Juli 2021 abgelaufen.

Gastbeitrag: Im Einklang mit der Natur - draußen lernen und leben

Alexander Dummer on Unsplash

Immer mehr Eltern melden ihren Nachwuchs in Kindergärten an, die dem Kind einen Zugang zur Natur bieten. Die Naturpädagogik nimmt aber auch in "normalen" Kindergärten immer mehr Raum ein, denn Kinder wollen die Welt mit allen Sinnen kennenlernen und entdecken mit viel Spaß und Interesse das Leben in der Natur.

Besonders in Großstädten wie München, Hamburg oder Berlin steigt die Nachfrage nach Waldkindergärten rasant. Immer mehr Eltern wünschen sich einen Kitaplatz in einem der 1.500 Waldkindergärten in der Bundesrepublik. Aber welche Vor- und Nachteile hat die Naturpädagogik für Kinder und Erzieher und warum wünschen sich immer mehr Eltern eine naturpädagogische Erziehung für ihren Nachwuchs? 

Warum immer mehr Eltern auf naturpädagogische Konzepte zurückgreifen

Die Natur wird in den großen deutschen Metropolen immer weiter zurückgedrängt. Wo vor einiger Zeit noch ein Wald war, stehen jetzt Hochhäuser. Dabei ist die Natur doch so wichtig für uns. Sie gilt nicht nur als Naherholungsgebiet, sondern ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Auch immer mehr Eltern möchten ihren Kindern die Chance geben, die Vielfältigkeit der Natur zu entdecken und von ihr zu lernen. Leider ist es vielen Eltern aus beruflichen oder privaten Gründen nicht immer möglich, ausreichend Zeit mit ihren Kindern in der Natur zu verbringen und ihnen die Besonderheiten der Natur näherzubringen.

Diese Aufgaben sollen und können Erzieher übernehmen, die das naturpädagogische Konzept in ihrer Kindertagesstätte aufgreifen. In einigen Kindergärten sind die kleinen Gruppen zu jeder Zeit draußen in der Natur. Hier dürfen sich die Kinder frei entfalten und die Umgebung in der Natur als Spielplatz nutzen. Als Rückzugsort steht oft nur ein Bauwagen zur Verfügung, der jedoch nur selten genutzt wird, denn die Kinder lieben es, sich in der Natur zu verausgaben und auf natürliche Weise zu lernen.

Das Kind trägt seinen Drang zum Forschen in sich

Den ganzen Tag draußen sein, Wind und Wetter trotzen und auch bei schlechten Witterungsbedingungen an der frischen Luft sein. In der Naturpädagogik gibt es kein schlechtes Wetter, denn mit der richtigen Kleidung kann man sich optimal den Gegebenheiten anpassen und die Zeit in der Natur genießen.

Die Natur bietet dem Kind alles, was es braucht, um zu lernen und zu spielen. Der kindliche Bewegungsdrang wird in der natürlichen Umgebung nicht gestoppt, vielmehr bietet die Natur einen Anreiz, auf Forschungsreise zu gehen und das Leben in diesem natürlichen Lebensraum zu entdecken. Das Kind benötigt keine Spielzeuge, um sich zu beschäftigen, sondern möchte aus freien Stücken das Treiben in der Natur entdecken und erforschen.

Kleine Käfer, Regenwürmer, aber auch unterschiedlichste Holzarten und bunte Blätter laden förmlich ein, die verschiedensten Möglichkeiten, die sich in der freien Natur ergeben, zu entdecken. Beim Balanceakt über einem umgekippten Baum können die Kleinen ihre individuellen Fähigkeiten erproben, beim Klettern werden unterschiedlichste Bewegungsabläufe geprobt und beim Ertasten von Blättern, Stöcken oder Erde erfahren schon die Kleinsten, wie unterschiedlich sich die Natur anfühlen kann. Im Wald finden Kinder verschiedenste Möglichkeiten, sich selbst zu erfahren und ihre Fähigkeiten auf unterschiedlichste Weise zu erkunden und zu erleben. Die kleinen Naturforscher sind wissbegierig und genießen es, die Natur mit allen Sinnen erleben zu können. 

Raus aus dem medialen Überfluss, rein in die Natur

Kindern muss die Möglichkeit gegeben werden, sich auf natürliche Weise entfalten zu können. Bunte Spielzeuge im Überfluss, Medien, die stundenlang Geräusche und Bilder von sich geben, überfordern die Jüngsten, in der Gelassenheit der Natur können Sie zu sich selbst finden und mit der Natur in Einklang kommen. Viele Kinder sind heute schon in jungen Jahren überreizt. Dazu kommen gesundheitliche Schwierigkeiten, die sich durch mangelnde Bewegung führen. In der Natur können und sollen die Kinder ihrem natürlichen Bewegungsdrang wieder freien Lauf lassen. Beim Wandern und spielen an der frischen Luft können Kinder sich selbst und ihren Körper spüren und erlernen, was sie selbst mit eigenen Händen erschaffen können. Ob ein Holzhaus aus Ästen gebaut wird, im Winter eine lustige Schneeballschlacht abgehalten wird oder an einem Bachlauf mit Schlamm und Wasser gematscht wird, Kinder begreifen die Natur sprichwörtlich und genießen es, mit natürlichen Materialien zu arbeiten.

Beim Rauschen der Blätter, wenn der Wind ihnen um die Nase weht, vermisst kein Kind das laute Videospiel oder den ständig laufenden Fernseher. 

Beobachtung der wandelbaren Natur

Erzieher können den Kindern mit ihren naturpädagogischen Konzept einen ganz individuellen Bezug zur Natur vermitteln. Projekte rund um die vier Jahreszeiten bringen den Kindern die unterschiedlichen Abläufe des Jahreszyklus bei. Bei Mitmach-Projekten wie  - Pflanzen säen und ernten, welche Lebensmittel bietet uns die Natur und was passiert eigentlich auf einem Komposthaufen? - Können Fragen beantwortet und das Interesse der Kinder geweckt werden. In der Natur können Kinder vieles erleben. Für die Kinder ist es ein spannender und lehrreicher Prozess, zu sehen, wie die Natur sich selbst immer wieder verändert und neu erfindet. 

Nachhaltigkeit von Anfang an lernen

Das Thema Umweltschutz und ein nachhaltiger Lebensstil werden für die meisten Menschen immer wichtiger. Um unseren Kindern diese Themen näherbringen zu können, beginnt die naturpädagogische Erziehung mit dem Verständnis für die Natur. Kinder, die sich oft in der Natur aufhalten, erkennen die Vielfältigkeit und Schönheit der Natur und möchten diese erhalten. Sie lernen die Natur zu schätzen und den Lebensraum von Pflanzen und Tieren rücksichtsvoll zu nutzen. Schon die Kleinsten lernen sehr schnell, welche Bedeutung die Natur für die Menschheit hat und möchten die Ressourcen schonen und für die Nachwelt erhalten. Die Kinder in einen Einklang mit sich und der Natur zu bringen, sorgt für eine Verbundenheit mit der Natur und zu einem nachhaltigen Denken und einen sparsamen Umgang mit Ressourcen.

Erzieher und Erzieherinnen können die Gelegenheit nutzen und mit den Kindern gemeinsam Ideen entwickeln, wie man die Natur erhalten kann. Selbst Obst und Gemüse anbauen, wenn es die Möglichkeit gibt, keinen Müll in der Natur liegen lassen, Rohstoffe sparen, den Tieren aus dem Wald im Winter etwas zu Essen zur Verfügung stellen, Kinder lassen sich schnell von solchen lehrreichen Aktionen begeistern und lernen hier in ersten kleinen Schritten die Umwelt zu schützen.

Die Natur als Gesundheitsquelle

Schon die Jüngsten erfahren Stress und Hektik im Alltag. Zwischen Kindergarten und Sportverein, Musikstunden und medialem Konsum können Kinder kaum noch abschalten. Doch die Natur kann Stress nachweislich reduzieren und so das "runterkommen" fördern. Beim Rauschen der Blätter können schon die Kleinsten abschalten und der Fantasie freien Lauf lassen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der enge Kontakt zur Natur das Immunsystem von Kindern deutlich verbessern kann. Wer sich auch mal dreckig machen darf, mit Erde, Tieren und natürlichen Keimen in Kontakt kommt, ist weniger anfällig für Krankheiten. Der Aufenthalt in der Natur schützt nicht nur vor Erkältungen oder anderen Krankheiten, die im Kindergartenalter häufig auftreten, sondern kann auch Allergien reduzieren.

Wenn Kinder sich über längere Zeit im Wald bewegen, atmen sie frischen Sauerstoff ein, der nicht durch Autoabgase oder andere Verschmutzungen verunreinigt ist. Erzieher können das bewusste Atmen der gesunden Luft fördern und zugleich helfen, dass die bewusste Atmung zu einer Entspannungstechnik wird.

Fazit

Kinder möchten in die Natur und wollen dort erfahren, welche Wunder es dort zu finden gibt. Hier darf man toben und spielen, entdecken und forschen und auch mal unter den wogenden Blätterdächern träumen. Die Natur bietet einen spannenden Raum für Entdeckungen und Experimente, den die Kinder gerne nutzen.

Allen Kindern sollte ein regelmäßiger Zugang zur Natur ermöglicht werden. Die Erzieher bringen den Jüngsten die Besonderheiten des vielfältigen Lebensraums näher, erklären und zeigen die verschiedensten Pflanzen und Tiere und fördern so den natürlichen Wissensdurst der lernbegierigen Kinder.

Über den Autoren: Stefan Schultz ist seit 13 Jahren Geschäftsführer eins Kita-Trägers in Berlin. Insgesamt hat er fünf eigene Kitas gegründet und 13 andere Gründerinnen und Gründer im Laufe der Jahre beraten.

Anmeldestart für den Bundesweiten Vorlesetag am 19. November 2021

Yaroslav Shuraev von Pexels

Ab sofort startet auf www.vorlesetag.de die Anmeldung für den Bundesweiten Vorlesetag am 19. November 2021. DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung laden alle Interessierten, Lehr- und Kitafachkräfte, Politiker:innen, Prominenten und Ehrenamtlichen ein, vorzulesen – egal, ob zuhause, in Schulen und Kitas oder digital. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie raten die Initiatoren, zu jeder Zeit die aktuellen Beschränkungen und Hygieneregeln von Bund und Ländern zu beachten.

Der Bundesweite Vorlesetag

Kindern eine Freude machen

„Vorlesen regt die Fantasie an, lässt Kinder in fremde Welten und andere Kulturen abtauchen, es gibt ihnen ein Gefühl von Geborgenheit und vergrößert ganz nebenbei ihren Wissensschatz. Das ist gerade in diesem Jahr ungemein wichtig, da ganz viele Kinder auf Kita- und Schulbesuche, Treffen mit Freund:innen und Freizeitgestaltung verzichten mussten“, betont Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG und Beiratsvorsitzender der Deutsche Bahn Stiftung. „Wir rufen alle Menschen in Deutschland auf, Kindern am Bundesweiten Vorlesetag eine Freude zu machen – mit spannenden Geschichten, lustigen Aktionen und viel Aufmerksamkeit.“ 

Jahresthema: „Freundschaft und Zusammenhalt“

Der diesjährige Bundesweite Vorlesetag steht unter dem Motto „Freundschaft und Zusammenhalt“. Denn Vorlesen verbindet: egal ob jung oder alt, analog oder digital, beim großen Auftritt oder in gemütlicher Atmosphäre. Um dieses Miteinander zu feiern, stehen ab September passende Leseempfehlungen und Aktionsideen auf der Website bereit. „Mit dem aktuellen Jahresthema greifen wir die Sehnsucht nach Nähe auf, die gerade bei Kindern sehr groß ist. Der Bundesweite Vorlesetag eignet sich hervorragend, um sich zu begegnen. Für die Dauer einer Geschichte erleben Vorleser:innen und Zuhörer:innen ein gemeinsames Abenteuer und teilen lustige, traurige und spannende Momente“, so Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer der ZEIT Verlagsgruppe.

Aufruf zur Bewerbung als Vorlesestadt

Auch in diesem Jahr rufen die Initiatoren gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund alle Städte und Gemeinden in Deutschland auf, sich bis 23. November als Vorlesestadt zu bewerben: www.vorlesetag.de/vorlesestadt. „Das Engagement der Städte und Kommunen ist unverzichtbar für den Erfolg des Bundesweiten Vorlesetags“, erklärt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. „Mit ihren guten Ideen und starken Netzwerken mobilisieren und inspirieren die Gemeinden viele Menschen vor Ort zum Vorlesen. Ihre Unterstützung ist wichtig, um ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Bedeutung von Bildung zu setzen. Diesen vorbildhaften Einsatz möchten wir auszeichnen und ehren. Wir freuen uns auf viele Bewerbungen für den Titel Vorlesestadt 2021.“

Kinderzeit-Podcast: Unsere Kita soll grüner

Photo by Anna Earl on Unsplash

Kinderzeit-Podcast: Unsere Kita soll grüner werden. Zu Gast: Nadine Thunecke

Unsere Kita soll grüner werden. Wie das gelingt, darüber sprechen wir in dieser Folge des Kinderzeit-Podcasts mit Nadine Thunecke. Sie ist Expertin für Bildung für Nachhaltige Entwicklung bei der Deutschen UNESCO Kommission. Im Gespräch mit Kinderzeit-Redakteur Birk Grüling erzählt sie von spannenden Projektansätzen und kindgerechten Nachhaltigkeitsthemen. Viel Spaß beim Hören!

Diese Folge wird euch präsentiert von Betzold.de – seit 50 Jahren der Experte für Kindergarten, Kita, Krippe und Schule. https://www.betzold.de

Shownotes:

Die BNE-Akteurskarte zeigt, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ganz Deutschland umgesetzt wird.

https://www.unesco.de/bildung/bne-akteure

Angebote zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aus dem Haus der kleinen Forscher

https://www.haus-der-kleinen-forscher.de/de/fortbildungen/themen-und-vorteile/nachhaltigkeit
Die Bildungsinitiative „KITA21" wurde von der Save our Future Umweltstiftung ins Leben gerufen

https://www.kita21.de

Nachhaltigkeit in der Kita

https://www.kinderzeit.de/news-detail-zeitnah/nachhaltigkeit-in-der-kita.html

Impulspapier: Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich stärken

https://www.kinderzeit.de/news-detail-praxis/impulspapier-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-im-elementarbereich-staerken.html

 

Nachhaltige Bildung in der Erzieher*innen–Ausbildung stärken


Diese Folge wird euch präsentiert von Betzold.de – seit 50 Jahren der Experte für Kindergarten, Kita, Krippe und Schule.

Uni-Projekt: Resilienzförderung und Prävention häuslicher Gewalt

Der Zusammenhang zwischen Gewalterfahrungen in der Kindheit und Gewaltbetroffenheit im späteren Leben ist bekannt. Umso wichtiger ist es, die Prävention schon in Kindertagesstätten zu stärken und so auch Erzieherinnen und Erzieher sowie die Eltern zu erreichen. Dafür entwickeln Prof. Dr. Simone Pfeffer und Prof. Dr. Christina Storck von der Fakultät Sozialwissenschaften der TH Nürnberg Strategien, die bundesweit eingesetzt werden sollen.

Im Jahr 2018 wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik 140.755 Personen Opfer von partnerschaftlicher Gewalt. Kinder aus diesen Haushalten können das in verschiedenen Formen miterleben, ob als Zeuginnen und Zeugen oder indem sie selbst Gewalt erfahren – Erlebnisse, die häufig traumatisierend sind.

Da Gewalterfahrungen in der Kindheit und Gewaltbetroffenheit im späteren Leben oft in Zusammenhang stehen, ist eine frühzeitige Prävention umso wichtiger. Gerade Kindertageseinrichtungen sind besonders geeignet, um eine große Anzahl an Kindern aus verschiedenen Lebenswelten zu erreichen. Trotzdem gibt es bislang kaum geeignete und wissenschaftlich überprüfte Konzepte zur Gewaltprävention für Kinder, die die Einrichtungen nutzen könnten.

Hier setzen Prof. Dr. Simone Pfeffer und Prof. Dr. Christina Storck von der Fakultät Sozialwissenschaften der TH Nürnberg an. Mit ihrem Projekt „ReSi+ Prävention häuslicher Gewalt – Resilienzförderung und Prävention sexualisierter und häuslicher Gewalt in Kindertageseinrichtungen“ möchten sie ein Konzept in die breite Praxis bringen, um zu einer strukturellen Stärkung von Prävention häuslicher Gewalt beizutragen. Unterstützt werden sie dabei vom Deutschen Forum Kriminalprävention (DFK).
Das Projekt ist eine Erweiterung zu ihrem vorherigen Projekt „ReSi – Resilienz und Sicherheit“, in dem die beiden Professorinnen bereits Strategien für die Primärprävention sexualisierter Gewalt entwickelt haben. „Wir ergänzen die Strategien nun um den Aspekt der Prävention von häuslicher Gewalt. Wir möchten damit Kinder, Eltern und sozialpädagogische Fachkräfte aus allen Lebenslagen und Bevölkerungsteilen erreichen“, erklärt Prof. Dr. Simone Pfeffer. Dafür nutzen die Wissenschaftlerinnen einen Ansatz auf mehreren Ebenen, bei dem pädagogische Fachkräfte als Multiplikatoren ausgebildet werden. Sie sollen die Erzieherinnen und Erzieher sowie die Eltern in Kindertageseinrichtungen über sexualisierte und häusliche Gewalt ebenso informieren wie über Hilfsmöglichkeiten und sie mit regionalen Anlaufstellen vernetzen. Dadurch werden die Erwachsenen in ihrer Schutzfunktion gestärkt. Zudem sollen Mulitplikatorinnen und Multiplikatoren das ReSi-Förderprogramm in die breite Praxis bringen, um so die Gewaltprävention bei Kindern bundesweit zu implementieren.

Durch Praxismaterialien und Fortbildungen werden die Erzieherinnen und Erzieher darauf vorbereitet, das Präventionskonzept in ihrer pädagogischen Arbeit mit Kindern praktisch umzusetzen. So können sie auch die Kompetenzen der Kinder im sozial-emotionalen, körperbezogenen und sprachlichen Bereich im Kindergartenalltag selbst fördern. „Wir möchten Kinder dabei unterstützen, grundlegende Kompetenzen zu entwickeln, um ihre belastenden Gefühle und Erfahrungen mitteilen und bewältigen zu können. Sie sollen lernen, über belastende Gefühle zu sprechen, Grenzüberschreitungen wahrzunehmen und sich Hilfe zu holen“, erläutert Prof. Dr. Christina Storck.

Die beiden Professorinnen koordinieren und begleiten den nachhaltigen Einsatz des Programms in der Praxis langfristig. Die partizipative Entwicklung zusammen mit Einrichtungen in der Pilotphase soll Akzeptanz, Praktikabilität und die konzepttreue Umsetzung in der Praxis sicherstellen. Zudem entwickeln sie Instrumente zur Selbstevaluation, damit Einrichtungen die Effekte, wie das Erreichen von Förder- und Lernzielen, langfristig selbstständig erfassen können.

Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und wird vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) gefördert.

Basteltipp: Bunte Matschepampe

TOPP im frechverlag
Bunte Matschepampe

Kinder lieben es in der Natur zu spielen – egal ob im Wald, Garten oder am Strand. Besonders groß ist der Spaß, wenn auch noch Matsch und Wasser im Spiel ist. Passenderweise haben wir für euch eine tolle Anleitung für bunte Matschepampe.

Du brauchst:

  • Erde, am besten heller Lehm
  • Wasser
  • Schalen oder Gläser
  • Sieb
  • Lebensmittelfarbe
  • ein frischer Ast, Hammer, Schnur oder alternativ einen Pinsel

Anleitung:

1. Mische die Erde mit etwas Wasser und rühre alles gut durch, bis ein sch.ner Brei entstanden ist.

frechverlag

2. Rühre den Brei portionsweise durch das Sieb und fange ihn darunter in einer Schale auf.

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3. Teile den Brei in kleine Portionen und färbe jede mit einer anderen Lebensmittelfarbe ein.

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4. die Fasern an einem Ende des frischen Zweigs. Am oberen Ende der Borsten die Schnur umbinden.

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Hinweis: Die Farbe hält sich nicht lange. Benutze sie also am besten gleich, nachdem du sie fertiggestellt hast.

Spielidee: Kennt ihr das Spiel Himmel und Hölle oder ein anderes Hüpfspiel? Malt die Felder mit Matschfarbe auf den Asphalt, nehmt einen Wurfstein und los geht es.

 

Buchtipp: Das Spiele-Bastelbuch Naturmaterial: Spielzeug aus Kastanien, Blättern und Co

Das neue verspielte Natur-Bastelbuch ist voller kreativer Ideen für jede Jahreszeit! Ab nach draußen, um im Garten, Wald, Feld, Meer und auf den Bergen nach tollen Naturmaterialien Ausschau zu halten. Gesammelte Naturschätze werden zu vielfältigen Kreativprojekten mit Tipps für viele Stunden Spielespaß. Egal ob fantastisches Spielzeug oder Rollenspiel-Zubehör, jeder kleine Naturentdecker findet hier ein Lieblingsprojekt. EXTRA: supercooles Wendeposter mit großem Spielplan und hilfreichem Saisonkalender für begeisterte Spieler und Sammler! Für Kinder ab 5 Jahren.

Das Spiele-Bastelbuch Naturmaterial: Spielzeug aus Kastanien, Blättern und Co von Susanne Pypke, 128 Seite. 15,00 Euro.TOPP im frechverlag  ISBN-13: 9783772444746 

Kontakt von Eltern und pädagogischen Fachkräften in der Pandemie erschwert

Intensive Zusammenarbeit und guter Kontakt zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern sind entscheidende Voraussetzungen dafür, Kinder in Kindertageseinrichtungen oder Kindertagespflegestellen zu fördern, zu betreuen und zu erziehen. Dieser wichtige Austausch fand seit Beginn der Coronapandemie unter sich laufend verändernden Rahmenbedingungen statt. Aktuelle Forschungsergebnisse unter anderem zu diesem Thema sowie zur Medienausstattung der Einrichtungen präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und des Robert Koch-Instituts (RKI) im 4. Quartalsbericht (II/2021) der Corona-KiTa-Studie.

Kommunikation von Kitas und Eltern

„Während im Oktober und November 2020 noch über 90 Prozent der Kita-Leitungen angaben, mindestens wöchentlich persönlichen Kontakt zu Eltern zu haben, lag deren Anteil im Zeitraum Dezember bis April 2021 nur noch bei etwa 60 Prozent“, erklärt Dr. Susanne Kuger, Projektleiterin der Corona-KiTa-Studie am DJI. Auffallend sei, wie die Einrichtungen ihr Repertoire an Kommunikationsformaten an die Pandemiebedingungen angepasst haben. So wurden zu Beginn der Pandemie zum Austausch mit Eltern nur sehr vereinzelt Textnachrichten, selbst gedrehte Videos sowie soziale Netzwerke oder Videochats genutzt. Mit Beginn des zweiten Lockdowns im Dezember 2020 und dem Übergang in den eingeschränkten Regelbetrieb haben jedoch bis zu einem Drittel der Kitas monatlich Videobotschaften für Familien erstellt oder Videokonferenzen für den Kontakt mit Kindern und Eltern angeboten, auch um den Austausch mit den Familien zu halten, deren Kinder nicht in die Kita kamen.

Aus Sicht jener Eltern, deren Kind die Kita zum Befragungszeitpunkt besuchte, lief der Kontakt vor allem über Tür- und Angelgespräche beim Bringen oder Abholen der Kinder. Diese fanden häufig im Freien vor der Tür statt – so ein Ergebnis der repräsentativen Elternbefragung zwischen Februar und März 2021 im Rahmen der Corona-KiTa-Studie.

Medienausstattung der Kindertageseinrichtungen

„Auch wenn nahezu alle Einrichtungen zwar grundsätzlich mit einem Computer, Internetzugang und Telefon ausgestattet sind, gibt etwa die Hälfte der Leitungen an, zusätzliche Geräte zu benötigen. Weitere Zugangsmöglichkeiten zum Internet wünschen sich ein Drittel der Leitungen,“ sagt Dr. Susanne Kuger. „Die Ergebnisse der Leitungsbefragung weisen darauf hin, dass durch die neuen Rahmenbedingungen während der Pandemie die digitale Kommunikation in den Kitas einen enormen Innovationsschub erhalten hat. Es besteht jedoch weiterer Handlungsbedarf, um die digitale Kommunikation mit Kindern und Eltern zu verbessern“, erklärt Kuger. Nach Aussagen der befragten Kitaleitungen werden derzeit in etwa einem Drittel der Kitas neue technische Geräte beschafft. Knapp 30 Prozent der Kitas fehlen die finanziellen Mittel für neue technische Geräte.

Herausforderungen der Kindertagespflege

Auch die Zusammenarbeit der Kindertagespflegepersonen mit den Eltern wurde seit Beginn der Pandemie vor große Herausforderungen gestellt, vor allem durch vielfältige Maßnahmen zum Infektionsschutz und große Verunsicherungen, die die neue Situation mit sich brachte. Um zu untersuchen, wie Tagespflegestellen und Familien in dieser Ausnahmesituation zusammenarbeiten, wurde von Dezember 2020 bis Januar 2021 eine Befragung durchgeführt, an der sich insgesamt 2.807 Kindertagespflegepersonen beteiligt haben.

Im Zeitverlauf der Pandemie kam es zu wechselnden Zugangsregelungen, die in den Monats- und Quartalsberichten regelmäßig beschrieben werden. Bereits nach dem ersten Lockdown im März 2020 durfte die Tagespflege im überwiegenden Teil der Bundesländer deutlich früher wieder in den Regelbetrieb übergehen als die Kitas, zahlreiche Angebote waren sogar durchgängig verfügbar. Die Gründe hierfür dürften insbesondere auch in der aus Sicht des Infektionsschutzes günstigen Betreuungssituation in kleinen Gruppen von maximal fünf Kindern mit fest zugeteiltem Personal liegen. Dass die Kindertagespflege trotz dieser Schwierigkeiten insgesamt betrachtet gut mit den Herausforderungen umgehen konnte, ist auch auf diese Besonderheit der Betreuungsform zurückzuführen.

Bei den Großtagespflegestellen werden tendenziell etwas größere Schwierigkeiten gemeldet, was vermutlich auf das größere Betreuungssetting zurückzuführen ist. Die Kooperation und Kommunikation mit den Eltern wurde von etwa 40 Prozent der antwortenden Kindertagespflegepersonen als deutlich schwieriger eingeschätzt, verglichen mit der Zeit vor der Pandemie.

Insbesondere der Umgang mit verschnupften Kindern, aber auch die Auswahl von Kindern mit Anspruch auf eingeschränkte Betreuung schienen für Konfliktpotential zwischen Eltern und den Kindertagespflegepersonen zu sorgen. Auch hier bewerteten die Großtagespflegestellen die Situation weniger positiv als die singulär Arbeitenden. Es lag letztlich im Ermessen der betreuenden Person zu entscheiden, ob es sich um eine „harmlose Schnupfnase“ handelte oder um einen ernstzunehmenden Infekt – ob das Kind also betreut werden konnte, oder weitere, teils aufwändige Maßnahmen umgesetzt werden mussten. Dieser Aspekt wurde insbesondere von den Großtagespflegestellen als besonders schwierig für die Zusammenarbeit mit den Eltern eingeschätzt. Bei den singulär Arbeitenden fanden knapp 40 Prozent, dass die Betreuung von Kindern mit Schnupfen zu Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit den Eltern führte.

Mehr Informationen

4. Quartalsbericht II/2021: https://www.corona-kita-studie.de/quartalsberichte-der-corona-kita-studie 

Wöchentlich aktuell: Corona-KiTa-Dashboard: https://www.corona-kita-studie.de/ergebnisse#c1

Mitmachen: Sie möchten mit Ihrer Kita oder Kindertagespflegestelle die Studie ebenfalls unterstützen? Sehr gerne! Hier können Sie sich gleich im KiTa-Register anmelden. Weitere Informationen zur Studie finden Sie auf unserer Homepage sowie in unseren FAQs. Die Corona-KiTa-Studie läuft bis zum 31.12.2021.

Leuphana Universität bietet Studienmöglichkeit für Erzieher:innen

Charlotte May von Pexels

Der berufsbegleitende Bachelor Soziale Arbeit führt Erzieherinnen in sieben Semestern in die vielfältigen Berufsfelder der Sozialarbeit ein und eröffnet ihnen damit neue Karriereperspektiven. Er ermöglicht auch den Erwerb der staatlichen Anerkennung als Sozialarbeiter/Sozialpädagoge. Im Bachelorstudium befassen sich die Teilnehmer mit rechtlichen, pädagogischen, sozialmedizinischen, psychologischen und ökonomischen Aspekten der Sozialen Arbeit und erwerben persönliche Kompetenzen in Bereichen wie Work-Life-Balance, Arbeitsmethodik, Zeitmanagement, Rhetorik oder überzeugender Präsentation.

Der Studiengang richtet sich an staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung. Die Erzieherausbildung wird auf das Studium mit zwei Semestern angerechnet, weitere berufliche Erfahrungen oder absolvierte Weiterbildungen können unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls angerechnet werden. Durch den Nachweis von Ausbildung und Berufserfahrung ist ein Studium auch ohne Abitur möglich.

Studieninteressierte haben die Möglichkeit, den Studiengang am digitalen Infotag der Professional School am 26. Juni 2021 näher kennenzulernen. Zudem steht Studiengangskoordinatorin Kristin Eschrich (soza@leuphana.de, Fon 04131.677-7821) für Fragen zur Verfügung.

Alle Informationen zum Studienprogramm finden Interessierte unter http://www.leuphana.de/ba-soza.

Zu Anrechnungsfragen informiert die Webseite http://www.leuphana.de/ps-anrechnung-bachelor.

Soziale Arbeit berufsbegleitend studieren