2019

2. Auflage des Hygieneleitfadens veröffentlicht - jetzt gratis im Download

Ein Handbuch zu allen Fragen der Hygiene in Kita, Krippe und Kindergarten

Hygiene ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitserziehung in der Kita. Erst wenn sie im pädagogischen Konzept der Einrichtung fest integriert ist, kann sie nachhaltig wirksam und erfolgreich sein. Dabei hilft der Hygieneleitfaden, der eben in der zeigen Auflage erschienen ist.

Das Handbuch zu allen Fragen der Hygiene in der Kindertagesbetreuung bietet praktische Tipps für die Arbeit mit Kindern. Sie finden Informationen zu den vorbeugenden Maßnahmen. Der Hygieneleitfaden eignet sich aber auch als Nachschlagewerk,

Da Krankheitserreger unsichtbar sind, ist es wichtig, sich gegenseitig immer wieder zu motivieren, die wissenschaftlich fundierten und im Hygieneplan dokumentierten Maßnahmen konsequent anzuwenden.

Das vorliegende Handbuch soll Ihnen Nutzen für Ihre praktische Arbeit bringen. Sie finden Informationen zu den vorbeugenden Maßnahmen, der Hygieneleitfaden eignet sich aber auch als Nachschlagewerk, wenn Sie in einer aktuellen Situation etwas gezielt suchen

In die 2. Auflage sind vielfältige Anregungen, Praxisnachfragen und rechtliche Änderungen seit der ersten Auflage 2014 eingeflossen. Mit Unterstützung einer großen Arbeitsgruppe aus dem ÖGD Baden-Württemberg wurde das Dokument vollständig aktualisiert und verschiedene Kapitel neu aufgenommen, wie z. B.:

Hygiene beim Kochen mit Kindern (Ernährungsbildung), Verhalten bei Sommerhitze, Rolle des Gesundheitsamtes bei Planung und Betrieb von Einrichtungen, Umgang mit multiresistenten Erregern und eine Checkliste zur Selbstreflexion der Einrichtungen über Ihr Hygieneverhalten im Alltag.

Wesentlich erweitert wurden die Kapitel Sanitärräume und Wickelbereiche, Hinweise zur Desinfektionsmittelauswahl, Natur- und Waldkindergärten und ein Übersichtstabelle zu den Regelungen nach § 34 IfSG. 

Der bewährte Aufbau mit 3 Schwerpunkten wurde beibehalten

  1. Informations- und Wissensteil
    • Grundlagen der Hygiene
    • Hygieneerfordernisse nach Räumen/ Bereichen
    • Bauhygiene für die Planung von Neu- und Umbauten
    • Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes in der Kindertagesbetreuung
  2. Arbeitshilfen zur Erstellung eines einrichtungsspezifischen Hygieneplans in Tabellenform mit Vordrucken für den Alltag
  3. Informationsblätter für 35 relevante Infektionskrankheiten

Zur Vertiefung und für Spezialfragen sind 650 Literaturstellen, Verweise auf Rechtsvorschriften, technische Regelwerke und fachliche Empfehlungen unter der Rubrik „WWissen Weitergeht“ angegeben (Dokumente meist verlinkt).

Der Hygieneleitfaden ist als PDF-Version kostenlos auf der LGA-Homepage erhältlich: www.gesundheitsamt-bw.de àPublikationen àFachpublikationen àHygiene

Gebundene Exemplare sind gegen eine Gebühr von 7 Euro plus Versandkosten ebenfalls über die Homepage beim LGA direkt zu bestellen.

Hygieneleitfaden als PDF

Juwelino begeistert die Kleinen und die Großen

Mit „Juwelino“ spielen schon die Kleinsten mit Begeisterung. Durch die aufsteigenden Schwierigkeitsstufen in jeder Spielmöglichkeit ist es bis ins späte Kindergartenalter und frühe Grundschulalter interessant. Das Spiel hat durch seine Vielseitigkeit einen hohen pädagogischen, didaktischen und ästhetischen Wert.

Besonders ansprechend durch die bunten und glitzernden Juwelensteine kommen die Kinder spielerisch mit ersten Grundzügen der Farbenlehre in Berührung, wodurch das Erfassen farblicher Beziehungen gefördert wird. Das Farblern-Spiel dient ferner zur Ausbildung des ersten Regelverständnisses, der Konzentration und des räumlichen und logischen Denkens. Viele unterschiedliche Figuren fordern die feinmotorischen Fähigkeiten, das Geschick und die Auge-Hand-Koordination.

Für 1 bis 6 Spieler.
Ab 18 Monate.
Inhalt/Material: Alle bunten Teile sind aufeinander abgestimmt in gelb, orange, rot, lila, blau und grün, alle Holzoberflächen sind lackiert. 4 Spielbretter aus Buche Multiplex, beidseitig bedruckt (Motivseite: Schmetterlinge, Blumen, Fische, Vögel; Spielplanseite: 4 identische Spielpläne); 24 Juwelen-Spielsteine (bunt) und 2 Farbwürfel aus Buche massiv und Acrylglas; 24 Farbfiguren (bunt), 6 Spielfiguren (weiß, grau, schwarz) und 2 Holzstäbchen (weiß, schwarz) aus Buche massiv; 6 Sammelschälchen (bunt) aus Kunststoff; 1 grüner Samtbeutel (100% Baumwolle, Futter: 100% Polyester); 1 Spielanleitung; in Holzkiste mit Acrylglasschiebedeckel.
Maße: 1 Spielfeld 29 x 29 cm, Box 45 x 32,5 x 10 cm.
UVP: 264 €.

Tigerkids

Das Projekt "TigerKids - Kindergarten aktiv" mit den drei wichtigen Säulen Ernährung, Bewegung und Entspannung wurde von der Stiftung Kindergesundheit am Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU Münchent mit weiteren Experten wie dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit entwickelt. Das Programm soll konkrete Hinweise zur Realisierung von gesunder Kindererziehung bieten.

Finanziell unterstützt wurde TigerKids von der Gesundheitsinitiative "Gesund.Leben.Bayern." des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit. Die Evaluation des Interventions-
programms wird zusätzlich durch das Münchener Zentrum für Gesundheitswissenschaften und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Durch zusätzliche Beratung der Kindergärten hat die AOK Bayern die Pilotphase des Projekts unterstützt.

TigerKids ermöglicht sowohl Kindern als auch ErzieherInnen viele positive Erfahrungen und bewegt die gesamte Familie. Alle haben Spaß an Bewegung/Entspannung und einer gesunden, leckeren Ernährung.

TigerKids hat erfreulicherweise mit der AOK - Die Gesundheitskasse einen starken Partner gefunden, wodurch das Projekt bundesweit in derzeit etwa 5.500 Kindergärten und somit für etwa 300.000 Familien umgesetzt werden kann. Damit dies gelingt, wurden bereits mehr als 20.000 Erzieherinnen geschult. Es beteiligen sich die AOKs aller 16 Bundesländer, so dass mit Hilfe der AOKs vor Ort innerhalb der nächsten drei Jahre mehrere Tausend Kindergärten erreicht werden können! Dadurch gewinnt TigerKids im Vergleich zu anderen Initiativen eine neue Dimension, weil erstmals über regionale oder landesspezifische Einzelprojekte hinaus versucht wird, substantielle Verbesserungen in der Gesundheitsförderung deutscher KiTas in der Breite zu etablieren.

Die Bausteine des TigerKids-Programms sind so gestaltet, dass sie problemlos und dauerhaft in den Kindergartenalltag integriert werden können. 

Ziele des Programms: Kinder sollen
sich mindestens eine Stunde täglich bewegen und ausreichend entspannen
weniger inaktiven Freizeitbeschäftigungen nachgehen
mehr frisches Obst und Gemüse essen
mehr energiefreie, ungesüßte Getränke konsumieren
ein gesundes Frühstück in den Kindergarten mitbringen

Zu diesem Zweck gibt es das Tigerkids Material
TigerKids-Materialbox
Kindergärten, die am Projekt teilnehmen, arbeiten mit je einer TigerKids-Materialbox pro Betreuungsgruppe sowie einem Holzzug pro Einrichtung. Die Kosten dafür übernimmt die AOK.
Jährlich werden von Präventionsfachkräften der AOK alternierend Elternveranstaltungen zu Ernährung und Bewegung/Entspannung, sowie ein Workshop für die Erzieherinnnen gehalten.

Sie enthält Tiger-Handpuppe, einen Tigerkids-Holzzug, einen Leitfaden für Erzieherinnen und Elternbriefe.

Leitfaden für Erzieherinnen:
Ein Ordner mit sieben Themenheften dient als zentrales Werkzeug zur Umsetzung des Programms im Kindergarten. Die Erzieherinnen finden in den Heften die wichtigsten Projekt- und Fachinformationen zu den Themen Bewegung/Entspannung und Ernährung im Kindergartenalter wieder. Weiterhin enthalten sie Tipps und Materialien zur Integration der Eltern in das Programm sowie viele praktische Spiel- und Übungsbeispiele bzw. jahreszeitlich passende Aktionen, um die Kinder für mehr Bewegung, Entspannung und eine gesündere Ernährung zu begeistern.


Tipp-Cards und Elternbriefe:
Beide Materialien sind wichtige Informationsquellen für die Eltern. Tipp-Cards sind wie bunte Postkarten, auf denen wichtige Hinweise rund um Bewegung /Entspannung und gesunde Ernährung kurz und knapp dargestellt sind. Auf der Vorderseite sind Teile eines großen Tiger-Motivs abgebildet. Alle Tipp-Cards lassen sich zu einem großen Tiger-Puzzle mit drei mobilen Tigern zusammensetzen. So sammeln Kinder die Karten, weil sie die Tiger haben wollen und "nebenbei" lesen die Eltern immer mal wieder die Infos auf der Rückseite vor. Ausführlichere Informationen erhalten die Familien halbjährlich über die Elternbriefe.

Quelle: www.tigerkids.de

Minimaus entdeckt die Küche

Helmut Spanner

In der Küche ist es spannend. Kuchenform, Spülbürste, Sanduhr, Topflappen, Waage und vieles mehr sind für die kleine Maus ein Abenteuerspielplatz.

Dieses Bilderbuch zeigt die Dinge so wie sie sind. Spülbürste, Kuchenform und Topflappen sind so realistisch dargestellt, wie Kinder (und Erwachsene) sie im Alltag erleben. Allerdings nutzt Minimaus die Gegenstände auf lustige und kreative Weise. Die Kuchenform als gemütlicher Sitzplatz, den Kronenkorken auf dem Kopf für die Mäusekönigin und unter dem kuscheligen Topflappen hat sie sich einen gemütlichen Platz gesucht. So bleibt Raum für Fantasie und Kreativität.

Minimaus lädt alle kleinen Betrachter zum Entdecken, Sprechen und Erzählen ein.

Helmut Spanner beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der Wahrnehmung von Kleinkindern und zeichnet seine Illustrationen so, dass es den Mädchen und Jungen leicht gelingt, die vertrauten Alltagsgegenstände auch im Buch zu erkennen.

Minimaus entdeckt die Küche
24 Seiten
Oberstebrink
ISBN: 9783963040030
7,95 Euro
 
Mittlerweile gibt es acht Papbilderbücher von Minibär und Minimaus.


Kinder leiden am stärksten unter dem Klimawandel

Jedes heute neugeborene Kind werde im Alter von 71 Jahren in einer um 4 Grad wärmeren Welt leben, heißt es in dem Bericht des Konsortiums. Die Erderwärmung und die damit einhergehenden extremeren Witterungsbedingungen führen zu Unsicherheiten in Bezug auf Ernährung und Wasser, sich ändernden Mustern von Infektionskrankheiten und einer weniger sicheren Zukunft. Ohne beschleunigtes Eingreifen wird diese neue Ära die Gesundheit der Menschen in jeder Phase ihres Lebens bestimmen.

Dass gerade Kinder am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, erklärt Nick Watts, der Chef des Lancet-Konsortiums auch damit, dass ihr Körper und ihr Immunsystem noch in der Entwicklung sei und die Schäden der Kindheit ein Leben lang bleiben könnten. Auch die Ernterückgänge und die damit einhergehende Unterernährung träfen die Kinder am stärksten. Hinzu kämen Erkrankungen, die durch den Klimawandel begünstigt werden wie das Dengue-Fieber oder die Cholera. Aber auch der Ostsee nimmt eine Gruppe von Bakterien, die Vibrionen, zu. Die Erreger können Magen-Darm- und Wundinfektionen verursachen.

Ein zweiter Weg - der den globalen durchschnittlichen Temperaturanstieg auf „weit unter 2 ° C“ begrenzt - sei möglich und würde die Gesundheit eines heute geborenen Kindes während seines gesamten Lebens verändern. Wenn die Gesundheit in den Mittelpunkt des bevorstehenden Übergangs gestellt werde, ergäben sich enorme Vorteile für die Öffentlichkeit und die Wirtschaft, da sauberere Luft, sicherere Städte und eine gesündere Ernährung erforderlich seien.

Mutige neue Ansätze für Politik, Forschung und Wirtschaft seien erforderlich, um den Kurs zu ändern. Eine beispiellose Herausforderung erfordere eine beispiellose Reaktion. Es werde viel Arbeit von den derzeit lebenden 7,5 Milliarden Menschen erfordern, um sicherzustellen, dass die Gesundheit eines heute geborenen Kindes nicht von einem sich ändernden Klima bestimmt wird.

Foto: WetterOnline, Quelle: Pressemeldung WetterOnline.

TigerKids – das Programm für Kindergesundheit

Materialien kostenlos beziehen

Das TigerKids-Programm haben Experten und Wissenschaftler am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München (LMU) entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), dem Forschungszentrum für den Schulsport und dem Sport von Kindern und Jugendlichen der Universität Karlsruhe (FoSs), dem Staatsinstitut für Frühpädagogik (ifp) und dem Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der LMU München ist so ein Programm zur Förderung eines gesunden Lebensstils im Kindergarten und darüber hinaus entstanden.

Neben gesunder Ernährung zielt das Programm auch auf regelmäßige Bewegung und Entspannung ab. Dank der Kooperation mit der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) können die Materialien, nach einer inhaltlichen und graphischen Überarbeitung, kostenfrei über die Homepage www.tigerkids.de bestellt werden. Ziele des Programms

„TigerKids – Kindergarten aktiv“ verfolgt bewusst einfach und klar formulierte Ziele, die dauerhaft in den KiTa-Alltag integriert werden können, um alle Kinder zu erreichen:

  • Steigerung des Obst- und Gemüseverzehrs
  • Steigerung der körperlichen Aktivität
  • Erhöhung des Konsums energiefreier bzw. -armer Getränke (wie Wasser und ungesüßte Tees)
  • regelmäßige Entspannung

Kindergärten, die am Projekt teilnehmen, arbeiten mit je einer TigerKids-Materialbox pro Betreuungsgruppe.

Kostenfreie Materialien

Der Einrichtung erhält umfangreiche Materialien mit einem Leitfaden, der insgesamt zehn Broschüren zu den einzelnen Modulen enthält. In der Materialbox ist eine Tigerhandpuppe, ein Poster zur Durchführung des Tiger-Rennens und Materialien für die Elternarbeit (Newsletter und Tipp-Cards) zu finden. Mit letzteren werden auch die Eltern, welche eine zentrale Rolle in der Erziehung einnehmen, in die Gesundheitsförderung ihrer Kinder eingebunden.

Flexible Online-Schulung

Eine neu entwickelte TigerKids-Online-Schulungsplattform wird dem Anspruch an zeitlich flexible Schulungen gerecht und bietet den ErzieherInnen Informationen zu den einzelnen Modulen des Programms. Diese werden interaktiv mit Fachtexten, Lückentexten, Animationen, interaktiven Grafiken, Aufgaben und Videos zeitgemäß und abwechslungsreich vermittelt. Zudem erhalten sie auch Wissenswertes und Tipps rund um die eigene Gesundheit. Im Downloadbereich stehen weitere Materialien zur Umsetzung zur Verfügung, wie beispielsweise ausgearbeitete Präsentationen zur Durchführung von Elternabenden. Wichtiges Element der TigerKids-Plattform ist ein Forumsbereich, in dem sich die teilnehmenden Einrichtungen vernetzen und austauschen sowie Fragen an das TigerKids-Team der Stiftung Kindergesundheit stellen können.

Jetzt bestellen

Holen Sie TigerKids in Ihre Einrichtung und bestellen Sie jetzt unter www.tigerkids.de!

Ein Einstieg ins Programm ist jederzeit möglich. Bei Rückfragen und Anregungen stehen die Mitarbeiterinnen der Stiftung Kindergesundheit gerne zur Verfügung.

Quelle: Stiftung Kindergesundheit 2019

 

Nüsse machen schlau – eine Geschichte für den 1. Advent

Am Samstag vor dem 1. Advent holte Papa die Weihnachtskisten vom Dachboden. Die Kartons waren total verstaubt – und Papa nach dem Runtertragen auch. Auspacken durften Marcus und Luise: Lichterengel und Bergmann, die dicke Räucherfrau mit der Kloßschüssel in den Händen, den kleinen Schneemann mit aufgespanntem Regenschirm, die Krippen-Figuren für die große Pyramide und vieles mehr.

Währenddessen steckte Papa den Adventsstern zusammen. Als er die Hälfte der Zacken ineinander gefummelt hatte, stellte er sich mitten ins Zimmer, setzte sich den halben Stern auf den Kopf und reckte einen Arm in die Höhe, in der Hand eine lange Kerze haltend. Er sah aus wie die amerikanische Freiheitsstatue. Kater Max strich durchs Zimmer, beschnupperte dies und das und fand keine Ruhe. Advent ist wohl auch für ihn eine aufregende Zeit.

Ganz zuletzt kramten Marcus und Luise hervor, worauf sie sich am meisten gefreut hatten: den großen Nussknacker – einen König mit rotem Mantel, goldener Krone und schneeweißem Bart. Der Nussknacker-König brauchte einen eigenen Karton; noch voriges Jahr war er ein bisschen größer als Luise – nun hatte sie ihn überholt. „Das ist der Beweis“, stellte Marcus fest, „du wächst also doch“. Luise war sich nicht sicher, ob sie lachen oder fauchen sollte. Am besten tat sie so, als hätte sie die Stichelei ihres Bruders nicht gehört.

„Warum knacken wir eigentlich die Nüsse nie mit dem König?“, fragte sie Papa. „Das ist ziemlich schwierig“, antwortete der. „Besonders bei Kokosnüssen...“ (Das war wieder Marcus.) Papa redete weiter: „Beim Arbeiten mit dem Nussknacker kann man sich fix die Finger einklemmen.“ „Darf ich trotzdem mal probieren?“, bettelte Luise. „Meinetwegen. Aber nur eine Haselnuss. Und Vorsicht!“

Luise wühlte die dickste Haselnuss aus der Tüte und schob sie dem Nussknacker-König zwischen die Zähne. Dann drückte sie auf den Hebel in seinem Rücken – aber nichts tat sich. Sie strengte sich an und ächzte – der König biss auf die Nuss, aber er zerknackte sie nicht. „Lass mich mal ran“, sagte Marcus lässig und nahm die Sache in die Hand. Er fasste den Hebel und drückte – dann noch ein wenig mehr – dann richtig toll – plötzlich knallte es und Marcus hätte sich tatsächlich fast die Finger eingeklemmt. Kater Max hüpfte vor Schreck in einen Karton. Die Nuss war geknackt – und Marcus wendete sich stolz an Luise: „Halt die Hand auf. König Knackbert, der Kräftige, lässt den Nusskern hineinrollen.“ Luise hielt ihre Hand hin, Marcus zog den Hebel des Nussknackers nach oben – aber was König Knackbert, der Kräftige, in Luises Hand fallen ließ, war Nussbrei, gespickt mit Schalensplittern. „Wo ist der Kern?“, fragte Marcus erstaunt. „Zermatscht“, sagte Papa.

Am Nachmittag saßen die drei um den Küchentisch und knackten verschiedene Nusssorten fürs „Studentenfutter“. (Seltsame Bezeichnung: Papa erklärte es so: „Nüsse essen macht schlau.“ Deshalb wollte sich Marcus ab sofort zum Frühstück extradick Nuss-Nougat-Creme aufs Brötchen streichen...).

Jede Nuss, die versehentlich vom Tisch fiel, wurde von Kater Max sofort als Spielzeug genutzt. Er kullerte die Nüsse kreuz und quer durch die Küche, sprang hinterher und schlug sogar einen Purzelbaum, weil er zu spät abgebremst hatte. Kater Max veranstaltete alles Mögliche mit den Nüssen – nur zurück zum Tisch brachte er sie nicht. Er bugsierte sie unters Küchensofa, hinter den Kühlschrank, zwischen leere Flaschen. Hatte er sie gründlich versteckt, setzte er sich in die Nähe des Küchentisches und wartete auf die nächste herabfallende Nuss.

Die Haselnüsse und die Walnüsse knackte Papa mit der Nusszange. Marcus und Luise nahmen sich einen Berg Erdnüsse vor. Jede Erdnuss hat eine kleine „Nase“ – wenn man mit dem Daumen darauf drückt, springt die Nussschale ganz leicht auf. Meistens jedenfalls. Dann die Nusskerne herausrollen lassen (fast immer sind es zwei, aber Luise fand schon mal drei Kerne in einer Erdnuss!), die dünne rote Schale abreiben – fertig. Nur jeder zehnte Nusskern durfte in den Mund wandern, die anderen mussten auf den Teller gelegt werden. Das hatten die drei abgesprochen. Und Marcus zählte für Luise mit, denn bei ihr kam die zehn immer gleich nach der drei.

Eine Stunde später waren alle Nüsse geknackt. Papa lehnte sich zurück. „Hui – das hat Durst gemacht. Ich trinke erst mal ein Glas Wasser.“

„Und ich nehme Cola“, rief Marcus. „Und ich Kakao“, rief Luise. „Mooooment“, sagte Papa, „ich bin nicht euer Diener. Wenn ihr etwas trinken wollt, dann holt es euch selbst.“ Und zur Bestätigung schlug er mit der flachen Hand auf den Tisch. Nur – dummerweise traf Papa dabei aus Versehen den Rand des Nusstellers. Der Teller kippte blitzschnell nach oben und alle mühsam geknackten Nüsse hüpften auf den Tisch und von dort auf den Fußboden. Hunderte Nüsse kullerten durch die Küche. Papa war ganz bleich geworden, Marcus und Luise prusteten los – und Kater Max sprang sofort mitten zwischen sein neues, tolles Katzenspielzeug.

„Ach du dicke Kokosnuss!“ Papa konnte es nicht fassen, was er da angerichtet hatte. „Fix, helft bitte mit aufsammeln, ehe Max sämtliche Nüsse wegschleppt.“ Papa griff sich den leeren Teller und alle drei krabbelten durch die Küche. Kater Max kreiselte und knurrte und ballerte mit den Nüssen um sich. Papa versuchte, ihn einzufangen, aber Max war viel geschickter als er und ließ sich dieses Kullerspiel natürlich nicht vermiesen.

Im Wohnzimmer hatte Mama den Lärm des polternden Tellers gehört und wollte natürlich wissen, was passiert war. Als sie die Tür öffnete, sah sie Marcus und Luise unterm Tisch zwischen den Nüssen hocken. Und sie sah Papa hinter Kater Max herhetzen. Max hatte immer noch genügend Zeit, um unterwegs mit Nüssen zu kicken.

„Oh“, sagte Mama und kicherte, „das ist aber lieb von euch, dass Max mitspielen darf...“ „Na hallo!“ erwiderte Papa und gab es auf, Kater Max zu verfolgen. „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.“„Hilfst du mit einsammeln?“, fragte Marcus.

„Ach nein.“ Mama winkte ab. „Spielt ruhig ohne mich.“ Sie ging wieder, wendete sich in der Küchentür aber noch einmal um und betrachtete ihre umherkrabbelnde Familie: „Und da wird immer behauptet, Nüsse essen mache schlau!“ „Bis jetzt haben wir ja kaum welche gegessen!“, entgegnete Luise. Mama nickte: „Man sieht´s!“ Und dann packte sie blitzschnell Kater Max und sagte zu ihm: „Lass die drei besser alleine weiterspielen. Kullerst bei mir im Wohnzimmer ein bisschen mit dem Wollknäuel.“

Studentenfutter

Zutaten: verschiedene Nusskerne (Erdnüsse, Haselnüsse, Cashewkerne etc.), Rosinen

Zubereitung: Nüsse knacken, mischen und essen.

Diese Geschichte haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Das Kirchenjahr mit Kindern feiern
Ein Vorlesebuch mit lustigen Geschichten , Backrezepten und Spielen.
Reuter, Thomas
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548906
96 Seiten, 9,90 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



didacta - die Bildungsmesse 2020

didacta – 24. bis 28. März 2020 – Messe Stuttgart

Vom 24. bis 28. März 2020 dreht sich auf der didacta in Stuttgart fünf Tage lang wieder alles um Bildung. Auf der weltweit größten Messe für den gesamten Bildungssektor zeigen über 800 Unternehmen aus rund 40 Ländern ein umfassendes Leistungsspektrum von Ausstattungen und Einrichtungen, Bildungsmedien und didaktischen Materialien für alle Bildungs- und Erziehungsbereiche. Zu den Ausstellern der didacta – die Bildungsmesse zählen unter anderem alle namhaften Bildungsmedienanbieter und die führenden Soft- und Hardware-Unternehmen der Branche aber auch Bildungseinrichtungen und Verbände, sowie Ausstatter. Mit ihrem breit gefächerten Rahmen- und Kongressprogramm unterstreicht die didacta – die Bildungsmesse ihre Leitfunktion als „Bildungsgipfel“ für Fachwelt und Öffentlichkeit. Begegnung und Dialog sowohl zwischen den Akteuren des Bildungswesens als auch in der Beschäftigung mit Technologien, Produkten und Methoden stehen im Zentrum der Veranstaltung, die von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek eröffnet wird. 

Start-Ups runden das Angebot ab

Das komplette Produkt- und Leistungsangebot und Trends aus allen Bereichen der Bildung, von der frühen Bildung bis hin zur Erwachsenenqualifizierung, werden auf der didacta – die Bildungsmesse Stuttgart in sieben Hallen präsentiert.

Strukturiert ist die Veranstaltung in vier Ausstellungsbereiche:

  1. Frühe Bildung
  2. Schule/Hochschule
  3. Berufliche Bildung/Qualifizierung
  4. didacta DIGITAL

Gezeigt werden Produkte und Lösungen aus den Bereichen Lehrmittel, Musik-, Spiel- und Sportmaterialien, Verlagserzeugnisse und digitale Medien, Multimedia, Präsentationstechnik und Software, Geräte und Systeme für Naturwissenschaft und berufliche Bildung, Raum- und Laboreinrichtungen Training, Weiterbildung, Beratung und E-Learning. Erstmals wird es auch in Stuttgart eine Start-Up Area geben, in der rund 50 Gründer ihre innovativen Ideen und Angebote präsentieren.

didacta – die Bildungsmesse ist die Nr. 1 in der digitalen Bildung

Der Einbettung technologiegestützen Lernens als Teil ganzheitlicher Bildungskonzepte gehört die Zukunft. Der wachsenden Bedeutung digitaler Bildung in Unternehmensprozessen, in der schulischen, der Hochschulbildung oder der frühkindlichen Bildung trägt die didacta – die Bildungsmesse 2020 erneut Rechnung. Die Plattform dafür bieten sowohl ein eigener Ausstellungsbereich als auch zahlreiche Angebote in den sechs weiteren Messehallen und den begleitenden Kongressen. Sie ist damit die deutschlandweit größte Messe mit einem Angebot zur digitalen Bildung.

Kita-Seminare

Kinder ernst nehmen mit Prof. Dr. Jörg Maywald, Deutsche Liga für das Kind
26.03.2020
10:30 bis 12 Uhr
ICS, C4 oder EG
Veranstalter: Didacta Verband der Bildungswirtschaft

Die Messe findet vom 24. bis 28. März 2020 auf dem Gelände der Messe Stuttgart statt. Sie ist täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Die Boxmaus kommt

Keine Angst vor großen Tieren

Wenn der Geist Entspannung sucht, sind Spiele genau das Richtige.

Die kleine Boxmaus ist auf der Suche nach einem passenden Gegner. Leider reicht sie den Tieren, denen sie begegnet, meist nur bis zum Knöchel – aber das hält sie nicht davon ab, sich mit ihnen anzulegen. Ob Hufe, Krallen oder Flossen – die Boxmaus nimmt es mit jedem auf – und erkennst du, wen sich die Boxmaus da zum Gegner genommen hat? Wem gehören wohl diese schwarz-weißen Streifen und wem das zottelige Fell? Ein wunderschön gestaltetes Legespiel zum Rätseln für die Kleinen und Großen oder als künstlerisches Mitbringsel.

32 Bildkarten in einer hochwertigen Blechdose, für 1+ Spieler ab 5 Jahren Format der Dose: 155 x 210 mm, Kartenformat: 195 x 150 mm

Keine Angst vor großen Tieren
ISBN: 9783934333871
19,95 €


Wie wir mit Kindern zum Thema kommen

Einstieg in unterschiedliche Themen finden

Methoden, die für ganz unterschiedliche Themen angewendet werden können, bei denen die Spielstruktur aber immer gleich bleibt, nennt man multithematisch. Um solche Methoden und Spiele geht es in hier. Im Grunde sollen diese Methoden die Kinder einer Gruppe motivieren, in ein Thema einzusteigen.

Dabei werden erste Gedanken und Meinungen, aber auch das bereits vorhandene Wissen der Gruppenmitglieder in Bezug auf das gewählte Thema deutlich. Mit einem so genannten „Kaltstart“ in eine Diskussion einzusteigen, ist für viele Gruppen sehr schwierig. Es reicht oft nicht aus zu sagen: „Heute reden wir einmal über...“ Aber wenn einzelne TeilnehmerInnen bestimmte Meinungen vertreten sollen, kann sich die Gruppe spielerisch der Auseinandersetzung nähern.

Für die LeiterInnen kristallisieren sich im Laufe des Spiels häufig zentrale Fragen der Gruppenmitglieder heraus, an denen sie sich später orientieren können. Besonders wichtig bei der thematischen Arbeit ist eine Visualisierung der Ergebnisse. Das heißt, diese sollten schriftlich, in Bildern oder Symbolen für alle sichtbar gemacht werden. Viele der im Folgenden aufgeführten Methoden liefern bereits ein schriftliches Ergebnis. In anderen Fällen muss die Gruppenleitung das Ergebnis festhalten.

Ein erster Einstieg

Spiele, die einen ersten Einstieg in das gemeinsame thematische Arbeiten ermöglichen:

Dosenspiel

In der Mitte des Kreises, um den die Kinder sitzen, stehen drei große Dosen. Am besten eignen sich große Konservendosen, die in der Gastronomie verwendet werden. Diese werden gründlich ausgespült und – falls nötig – der obere Rand mit Klebestreifen überzogen, damit sich niemand an der scharfen Kante verletzen kann. In den Dosen befinden sich Zettel mit Fragen zu drei Schwerpunkten eines Themas. Beispielsweise zum Thema: „Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft“. Erster Frageschwerpunkt:

Was wissen die Kinder über die Krankheitsbilder und Formen von Behinderungen? Zum Beispiel:

  • „Haben alle Menschen mit Downsyndrom den gleichen niedrigen IQ?“
  • „Nehmen sich schwerstbehinderte Menschen als andersartig war?“

In der zweiten Dose befinden sich Fragen, die die Kinder persönlich betreffen, wie:

  • „Hast du Verwandte oder Bekannte, die mit einer Behinderungleben?“
  • „Warst du schon einmal in einem Heim für Mehrfachbehinderte?“

Die dritte Kategorie fragt nach Zivilcourage und gesellschaftlichen Normen. Solche Fragen könnten sein:

  • „Glaubst du, dass behinderte Kinder in die Regelschulen integriertwerden sollten?“
  • “Wie reagierst du, wenn ein behinderter Mensch in deinem Beisein diskriminiert wird?“

Das erste Kind nimmt sich nun einen Softtennisball und wirft ihn in eine der drei Dosen. Es darf versuchen, eine bestimmte Dose zu treffen und damit eine Fragenkategorie auszuwählen. Dann zieht es einen Zettel aus der Dose, in der sein Ball gelandet ist, liest die Frage laut vor und gibt seine Meinung dazu ab. Alle Kinder kommen nacheinander an die Reihe. Wenn dabei bereits Diskussionen entstehen, ist das toll und sollte von der Gruppenleitung nicht gestoppt werden.

Lieder zum Einstieg

Es ist natürlich immer schön, die Lieder gemeinsam anzuhören, da die Melodien meist auch diejenigen Gefühle ausdrücken, die zum Text passen. Trotzdem sollte den Kindern der Liedtext immer auch schriftlich vorliegen, damit sie ihn besser verstehen und sich in der anschließenden Diskussion auf bestimmte Stellen beziehen können.

Einige wenige deutsche Lieder seien hier beispielhaft aufgeführt:

Zum Thema Diskriminierung hat Funny van Dannen, ein ironisches, aber äußerst provokantes Lied mit dem Titel „Lesbische, schwarze Behinderte“ geschrieben. Ein Lied von den Toten Hosen, „Alles ist eins“, beschäftigt sich mit dem Tod. Es gibt ein Lied von Pur gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch von Kindern, es heißt „Kinder sind tabu“. Klaus Hoffmann hat ein Lied geschrieben, das vom respektlosen Umgang von Erwachsenen mit Kindern handelt: „Jedes Kind braucht einen Engel“. Hörbeispiele all dieser Lieder und vieler Weiterer zu den verschiedenen Themen findet man leicht im Internet, z.B. auf Youtube.

Assoziative Gedankengänge ermöglichen einer Gruppe, das Thema zuerst einmal sehr breit zu betrachten. Erst in einem zweiten Schritt wird das Thema dann konkreter und differenzierter gesehen.

Diesen Artikel haben wir aus Heike Baums Buch mit dem Titel „Spiele und Methoden für die Gruppenarbeit“ entnommen. Das Buch ist bei Burckhardthaus erschienen.

Spiel ist mehr als Spaß
Spiele und Methoden für die Gruppenarbeit
Heike Baum
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548180
144 Seiten, 7,95 €
Mehr dazu auf www.burckhardthaus.de