2019

Die 16 seelischen Grundbedürfnisse

Entwicklungsgesetze in der frühen Kindheit

Jeder Mensch – so auch und vor allem das Kind – ist mit einem Bündel an seelischen Grundbedürfnissen ausgestattet, die einer Sättigung bedürfen. Entwicklungspsychologische Betrachtungen haben ergeben, dass es offensichtlich um 16 seelische Grundbedürfnisse geht. Diese seien hier kurz aufgeführt:

Zeit mit bindungsnahen Menschen erleben, um sich selbst in den eigenen Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen und die Welt um sich herum zu entdecken;

Ruhe in der Entwicklung erfahren, um die Basisfähigkeit „Wahrnehmungsdifferenzierung“ aufbauen zu können;

Liebe im Sinne einer personalen Annahme erleben, um ein Gefühl der Selbstannahme zu entwickeln und Empathie für die lebende und dingliche Welt aufzubauen;

Vertrauen durch andere spüren, um eigenen Stolz erleben zu dürfen und Leistungsbereitschaft zu entwickeln;

von Mitmenschen verstanden werden, um in den vielfältigen Lebenssituationen und Lebensherausforderungen immer wieder Kontakt zu sich selbst herzustellen und eine Mitverantwortung für Situationsverläufe zu entdecken;

Sicherheit durch Nähe und feste (sinnbedeutsame) Regeln erfahren, um in einen nachhaltigen Prozess der Selbstentwicklung zu finden;

Bewegung ausdrücken können, um durch gezielte und bewusst gewählte motorische Aktivitäten Stress abzubauen und in eine gedankliche, emotionale und motorische Selbststeuerung kommen zu können;

Intimität und Geheimnisse bejahend zuerkannt bekommen, um zu erkennen, dass es im Ausdrucksverhalten eine „öffentliche“ und eine „private“ Person gibt, die es in der Außenwirkung zu differenzieren gilt;

Mitsprache erleben und umsetzen dürfen, um ein individuelles, persönliches Wertigkeitsempfinden zu entwickeln;

Erfahrungsräume erkunden können, um die Vielfalt der eigenen Entwicklungspotenziale zu entdecken;

Gefühle (Freude, Angst, Wut, Trauer) erleben dürfen, um ihre Existenz zu akzeptieren und in die eigene Gefühlswelt bejahend zu integrieren;

die eigene Sexualität annehmen und integrieren, um sich in seinem Körper wohl zu fühlen;

Gewaltfreiheit als ein besonders wichtiges „Lebensgut“ erfahren, um in den vielfältigen, Angst auslösenden Alltagssituationen immer stärker angstfrei handeln zu können;

Neugierde umsetzen können, um sich und der Welt lernmotiviert zu begegnen;

Optimismus von anderen spüren sowie Respekt bzw. Achtung in der erlebten Kommunikation erfahren, um Lebensherausforderungen als Lernchancen anzusehen und mit konstruktiven Gedanken und Handlungsweisen selbst schwierige Situationen anzunehmen und lösen zu wollen.

Es sind also primär strukturelle Bedingungen und personale Kompetenzen der Erwachsenen, die für eine persönlichkeitsförderliche und stark machende, ressourcenorientierte Entwicklung von Kindern sorgen.

Elementarpädagogische Fachkräfte tragen im Alltagsgeschehen der Pädagogik zur „Sättigung der o.g. Grundbedürfnisse“ durch Ihr Verhalten dazu bei, dass Kinder zu folgenden Erfahrungsmomenten kommen:

  • Erleben eines wertschätzenden, emotional warmen Klimas (Freundlichkeit, Bindung, Aufgeschlossenheit);
  • Erleben einer stabilen Bezugsperson, die Vertrauen und Autonomie fördert;
  • Erleben eines emotional positiven, unterstützenden Beziehungsklimas („Du bist mir wichtig!“)
  • Erleben einer grundsätzlich konstruktiven Kommunikation;
  • Erleben einer fürsorglichen Beziehung/„Kann  i c h  Dir bei Schwierigkeiten helfen?“
  • Erleben eines positiven Rollenmodells – Klarheit, Ehrlichkeit, Offenheit;
  • Erleben von Respekt, Wertschätzung und Achtung im Alltagsgeschehen;
  • Erleben von klaren, Sinn gebenden Regeln;
  • Erleben von transparenten Regeln;
  • Erleben von klaren, durchschaubaren Strukturen;
  • Positive Verstärkungen der Leistungsansätze;
  • Positive Verstärkung der Anstrengungsbereitschaft;
  • Positive Peerkontakte (Integration in der Gruppe);
  • Erleben einer stabilen emotionalen Unterstützung in Konfliktsituationen (Beistand leisten);
  • Erleben von Beharrlichkeit durch die Bindungsperson (Festigkeit ohne Starrheit);
  • Erfahrung von Sinn und Bedeutung der eigenen Entwicklung;
  • Erfahrungen machen können im Hinblick auf bedeutsame Selbstwirksamkeit („Ich kann was!“)

(Vgl.: C. Wustmann, C, 2004 b, S. 402 ff.)

  • Selbstbildungskräfte und bildungsaktive Verhaltensweisen können am besten dadurch unterstützt werden, indem elementarpädagogische Fachkräfte und andere bindungsstarke Erwachsene
  • das Kind ermutigen und es dabei unterstützen, seine Gefühle zu benennen und auszudrücken;
  • dem Kind konstruktive und damit entwicklungsförderliche Rückmeldungen geben;
  • dem Kind  k e i n e  vorgefertigten Lösungen anbieten und damit vorschnelle Hilfestellungen vermeiden sondern mit ihm gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten suchen;
  • das Kind konsequent wertschätzen und respektieren;
  • dem Kind Aufmerksamkeit schenken und ein aktives Interesse an den Aktivitäten des Kindes zeigen;
  • dem Kind soziale (schaffbare) Verantwortung übertragen;
  • das Kind dabei unterstützen, positiv und konstruktiv zu denken;
  • dem Kind bei schwierigen Herausforderungen zu Erfolgserlebnissen verhelfen;
  • dem Kind dabei helfen, eigene Stärken zu entdecken und zu stärken sowie eigene Schwächen zu erkennen und diese zu schwächen;
  • dem Kind helfen, erreichbare Ziele zu finden und sich erreichbare Ziele zu setzen;
  • dem Kind aus einer eigenen, positiven Sichtweise einen Zukunftsglauben vermitteln;
  • das Kind in Entscheidungsprozesse einbeziehen;
  • mit dem Kind eine anregungsreiche Umgebung gestalten und Situationen bereitstellen, in denen es immer wieder selbst aktiv werden kann;
  • sichere Strukturen und Abläufe in den Lebensalltag des Kindes bringen;
  • ein selbstbildungsmotiviertes Vorbild (!) sind;
  • immer wieder ihre vorhandene Authentizität im Sinne einer eigenen Lernfreude und eines hohen Engagements zum Ausdruck bringen;
  • bindungsintensive Beziehungen anbieten;
  • Freude an den eigenen Fortschritten und denen des Kindes zum Ausdruck bringen;
  • als „Mensch“ auftreten und nicht die „Rolle“ unter Beweis zu stellen versuchen.

(Vgl.: Wustmann, C, 2004, S. 402 ff.)

Konsequenzen für eine kindorientierte Praxis

Eine bindungsstarke und bildungsintensive Entwicklungsbegleitung von Kindern ist also nur unter den drei oben genannten Ausgangsdaten zu realisieren:

1.) Es muss in erster Linie stets um eine Sättigung der „seelischen Grundbedürfnisse“ von Kindern gehen, damit sie aus einer tief erlebten Lebensfreude heraus Fähigkeiten mit einer nachhaltigen Auswirkung aufbauen können. (Anmerkung: Die Befriedigung der körperlichen Grundbedürfnisse wird an dieser Stelle selbstverständlich vorausgesetzt.) Kinder brauchen eine atmosphärisch angenehm zu erlebende Umgebung im Innen- und Außenbereich, in der sie handgreiflich, unmittelbar, aktiv, mit allen Sinnen, innerlich beteiligt und engagiert Erfahrungen machen können, die ihnen tatsächlich helfen, selbstständig, unabhängig und sozial beteiligt das Leben zu spüren und selbstaktiv mitgestalten zu können. Sie brauchen vielfältige, reale Handlungsräume und keine künstlichen, von Erwachsenen arrangierten Welten. Dabei müssen Erwachsene den Kindern vielfältige, alltagsbedeutsame Herausforderungen zutrauen, die Kinder mit Mut und Engagement, Lebendigkeit und Stolz, Risikobereitschaften und Leistungserlebnissen ausfüllen können und diese Erfahrungserlebnisse müssen Kindern Sicherheit vermitteln. Erwachsene müssen mit Kindern leben, mit Kindern fühlen, sich einfühlsam in sie hineinversetzen können und sich dabei der Perspektive der Kinder zuwenden – sie müssen damit aufhören, Kinder in ihre Erwachsenenperspektive zu zerren. Schließlich brauchen Kinder weniger eine didaktische Vielfalt an irgendwelchen „Frühförderangeboten“ als vielmehr feste Bezugspersonen, die sich selbst als den entscheidenden bildungsförderlichen Mittelpunkt begreifen. Kinder brauchen zuverlässige Bindungserfahrungen und damit engagierte, lebendige, staunende, mitfühlende, wissende, handlungsaktive, mutige, risikobereite, zuverlässige Menschen um sich und keine besserwissenden RollenträgerInnen, die immer noch meinen, Belehrungen der Kinder mache Kinder klug.

2.) Wenn der Dreh- und Angelpunkt eines selbstständigen, weitestgehend autonomen und sozial verantwortlichen Menschen der Grad des Selbstwertgefühls ist, haben Erwachsene immer wieder im Alltag die Aufgabe, sich im Umgang mit dem Kind zu reflektieren, inwieweit ihr Verhalten selbstwertförderlich oder selbstwerthinderlich auf das Kind wirkt.

3.) Auch wenn es eine „Frühpädagogik“ nach irgendeinem Lehrbuch oder irgendwelchen psychologischen Ratgebern nicht geben darf/kann, weil der Mensch damit jegliche emotionale Bezugsnähe zum Kind „verkopfen“ und gleichzeitig seine emotionale Nähe zum Kind verlieren würde, ist es für eine professionelle Fachkraft notwendig, sich mit so genannten „Entwicklungsgesetzen“ zu beschäftigen. Sie sollten für ein Grundlagenwissen sorgen, das zu einer werteorientierten Richtschnur für die gelebte Alltagskultur „mit Kindern“ wird.

Literatur:

Fuhrer, Urs (2009): Lehrbuch Erziehungspsychologie (2. Aufl). Bern: Verlag Hans Huber
Haug-Schnabel, Gabriele & Schmid-Steinbrunner, Barbara (2002): Wie man Kinder von Anfang an stark macht. Ratingen: Verlag Oberstebrink
Krenz, Armin (2010): Was Kinder brauchen. Aktive Entwicklungsbegleitung im Kindergarten (7. Aufl.). Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor
Krenz, Armin (2009): Kinder brauchen Seelenproviant (2. Aufl.). München: Kösel-Verlag
Krenz, Armin (2012): Kinderseelen verstehen. Verhaltensauffälligkeiten und ihre Hintergründe. München: Kösel-Verlag
Krenz, Armin (2009/2011): Psychologie für Erzieherinnen und Erzieher. Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor
Krenz, Armin + Klein, Ferdinand (2012): Bildung durch Bindung. Göttingen: Verlag Vandenhoeck + Ruprecht
Leu, Hans Rudolf + von Behr, Anna (Hrsg.) (2010): Forschung und Praxis der Frühpädagogik. Profiwissen für die Arbeit mit Kindern von 0–3 Jahren. München: Ernst Reinhardt Verlag
Mietzel, Gerd (2002): Wege in die Entwicklungspsychologie. Kindheit und Jugend (4. Aufl). München: Verlags Union
Rossmann, P. (2001): Einführung in die Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters (3. Aufl.). Bern/Göttingen: Hans Huber
Wilkening, Friedrich; Freund, Alexandra M.; Martin, Mike (2008): Entwicklungspsychologie. Workbook. Weinheim: Beltz Verlag/Psychologie Verlags Union
Wustmann, Corina (2004): Resilienz. Widerstandsfähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern. Weinheim: Beltz Verlag

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Entwicklungsorientierte Elementarpädagogik
Kinder sehen, verstehen und entwicklungsunterstützend handeln
Krenz, Armin
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548029
200 Seiten, 19,90 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Die Kleinsten im Blick

Gezielt beobachten und dokumentieren - Portfolio und andere Instrumente bei Kindern bis 3 Jahre

Beobachtung mit dem Ziel Kinder in ihrer Persönlichkeit, mit ihrem individuellen Weg der Entwicklung und des Lernens und ihren Ressourcen kennen zu lernen, ist die Basis für jede pädagogische Tätigkeit.

In dieser Fortbildung werden Sie Konzepte kennen lernen, die für Kinder bis 3 Jahre geeignet sind und die Grundlage für einen Austausch mit Eltern wie auch für eine effektive, ressourcenorientierte Unterstützung und Begleitung der kindlichen Bildungs- und Entwicklungsprozesse bilden.

Am Ende des Seminars...

  • sind Sie in der Lage, das Portfolio-Konzept in einer sinnvollen Weise für Kinder bis 3 Jahre
    anzuwenden.
  • können Sie dieses sowohl für die Zusammenarbeit mit Eltern als auch für die Begleitung der Kinder nutzen.
  • kennen Sie mindestens zwei weitere ressourcen-orientierte Beobachtungskonzepte für Kinder bis  3 Jahre (Bildungs- und Lerngeschichten nach dem DJI und MONDAY) und sind fähig, diese in Ihrem pädagogischen Alltag zu nutzen.
  • haben Sie Instrumente in der Hand, die Sie befähigen, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen.

Zielgruppe
Pädagogische MitarbeiterIinnen in Tageseinrichtungen für Kinder

Hinweis
Bitte bringen Sie, soweit vorhanden, Portfolios aus der Krippe mit.

Referentin
Rita Offinger-Gaube, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Supervisorin (DGSF), systemische Therapeutin/Familientherapeutin (DGSF), Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen im DiCV Augsburg

Termin
20. bis 21. Februar 2020

Tagungsort
Begegnungszentrum, Eichenstraße 31 in Ottmaring

Beginn/Ende
1. Tag von 10.00 bis 17.00 Uhr
2. Tag von 9.00 bis 16.30 Uhr

Kursgebühr
245,-- €
inkl. Übernachtung im Einzelzimmer, Vollverpflegung und Kursunterlagen

190,-- €
ohne Übernachtung, nur Tagungsgetränke, Mittagessen und Kursunterlagen

Zertifikatskurs Fachkraft für Kinder bis 3 Jahre

Kindergarten-Portfolio-Vorlagen

Wer Kinderportfolios erstellen muss, sucht oft nach passenden Vorlagen. Kindergarten-Portfoliovorlagen.de hat Lösungen für ErzieherInnen entwickelt, um die Portfolioarbeit zu erleichtern.

Leitgedanke des Portfoliokonzepts ist die relativ hohe Zeitbelastung, die sich für Erzieherinnen und Erzieher durch die Arbeit zur Anfertigung von Kinderportfolios in der Freizeit ergibt.Das Team von Kinderportfolio.de berücksichtigt dabei Anforderungen von Bildungsplänen verschiedener Bundesländer. Es stellt in Aussicht, dass sich mindestens 50% der Bearbeitungszeit einsparen lassen. Das Portfoliokonzept wurde gemeinsam mit Erzieherinnen entwickelt. Die Individualisierung des Portfolioordners ist eines der Besonderheiten, die dieses Konzept bietet. Erzieherinnen und Erzieher haben so die Möglichkeit, für jedes Kind eine Portfoliomappe mit dem Namen und dem Bild des Kindes individuell zu gestalten. Hat die Einrichtung ein eigenes Logo, können ErzieherInnen die Mappen damit gestalten.

Von der Krippe bis zur Vorschule
Kindergarten-Portfoliovorlagen.de bietet Portfoliovorlagen für die Betreuung von Kindern vom 1. bis 6. Lebensjahr. Fast 140 kindgerecht illustrierte Themenvorlagen bedienen den Kinderalltag. Eingeteilt in die Rubriken "Ich über mich", "Was ich lerne & Was ich kann", "Entdecken, Erkennen, Experimentieren", "Malen, Basteln & Gestalten", Spiel & Spaß, "Jahreszeiten", Mein Kita-Alltag", "Feste & Veranstaltungen" sowie "Ausflüge & Exkursionen" decken die Kindergarten-Portfoliovorlagen den gesamten Kita-Alltag ab.

Die Gestaltung von Kinderportfolios
Erzieherinnen und Erzieher erledigen die Portfolioarbeit thematisch. Auch ohne Vorkenntnisse erstellen sie Kinderportfolios. Alle Themenvorlagen sind als Word- und PDF-Vorlage nutzbar. Der Gedanke dabei ist, die Portfolioerstellung sowohl am Computer zu ermöglichen als auch von Hand zu erstellen.

Kita-Portfoliovorlagen auch online bestellen
Das gesamte Ausstattungsmaterial kann in einem Online-Shop bestellt werden. Die Kindergarten-Portfoliovorlagen sind ca. 50 % preiswerter, als die Kopie im Copyshop. Im Internet bietet Kindergarten-Portfoliovorlagen.de das Lizenzpaket für 129,00 € an.
Weitere Informationen gibt es unter www.kindergarten-portfoliovorlagen.de.

Da ruft der Strich, komm zeichne mich - mit Malvorlage

Fröhliche Zeichengeschichte und Bilderbuch in einem

Zwei in einem Buch. „Da ruft der Strich, komm zeichne mich“ ist eine fröhliche Zeichengeschichte und zugleich ein unterhaltsames Vorlese-Bilderbuch für Kinder. In der natürlichen Einheit von Hören und Sprechen, Sehen und Zeichnen, Verstehen und Tun fördert die Auseinandersetzung mit Bildern und Geschichten die Entwicklung der Kinder auf spielerische Weise. Sprachliche wie feinmotorische Fertigkeiten stehen dabei im Zentrum.

Vor allem aber macht es den Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter richtig Spaß, die Geschichten auf altersgemäße Weise zu bebildern und weiterzuspinnen. Dabei helfen die klaren Schrittzeichnungen, die das lustige oder auch dramatische Geschehen begleiten. Jede Strophe ist eine Sinneinheit, die zugleich zum Nachzeichnen motiviert. Nicht im Buch selbst, sondern auf einem Blatt Papier. Die Tipps für Eltern und Erzieherinnen, geben zu jeder Szene weiterführende Hinweise.

Die Autoren:

Hanne Türk begann nach ihrem Kunststudium in Paris, eine internationale Karriere als Illustratorin, unter anderem als Schöpferin der Kinderfigur PHILIPP die Maus. Sie ist Art-Direktorin von Freude am Zeichnen und des französischen Magazins Dessin Passion.

Norbert Landa hat sich als Autor und Herausgeber von Dutzenden, auch international erscheinenden, Bilder-und Kindersachbüchern einen Namen gemacht. Die Texte zu diesem Buch entstanden in intensiver Zusammenarbeit mit Hanne Türk.

Da ruft der Strich, komm zeichne mich
Norbert Landa/Hanne Türk
Hardcover, 48 Seiten
11,95 €
ISBN: 9783934333550
Mehr auf www.oberstebrink.de



Ideen für die Freie Arbeit (Teil 3): Schachteln, Gläser, Schalen, Flaschen verschönern

Viele kleine Schächtelchen und Flaschen erwachen zu neuem Leben, wenn die Kinder ihnen ein neues Gesicht geben.
Besonders formschöne Exemplare sehen angemalt, mit Papier oder glitzernden Perlen beklebt, gleich ganz anders aus.
So wird aus der Flasche eine Blumenvase und aus dem alten Pappkarton eine Geschenkschachtel oder eine Kiste, in der alle möglichen wertvollen Gegenstände aufbewahrt werden können.

Zum Verzieren eignen sich besonders schöne Knöpfe, Schleifen von Geschenkverpackungen und glitzernder Blumenschmuck. Diese können die Kinder auf die jeweiligen Objekte kleben.
Ein Schraubglas, gefüllt mit selbst gemachter Marmelade, lässt sich so schön verzieren und macht Lust auf ein leckeres Brötchen mit Marmelade.

Material:

  • Schachteln oder Flaschen,
  • Knöpfe,
  • Glassteine,
  • Schleifen,
  • Blumenschmuck,
  • Federn,
  • Schere,
  • Kleber,
  • Farben

Dieser Basteltipp stammt aus dem Buch:

Kleckern, klecksen, kleben
Manon Sander
Burckhardthaus-Laetare
176 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-944548-19-7
7,95 Euro

Mehr dazu unter

Geschichtenwege: vielseitig Sprache fördern

Geschichtenwege ist ein Brettspiel, das zum Erzählen anregt. Die Kinder legen die Motiv- und Wegkarten in das Brett und schon kann es losgehen. Sie fahren die Wege nach zum nächsten Motiv und beziehen dieses in ihre Erzählung mit ein. So entstehen auch mal lustige Quatschgeschichten. Geschichtenwege bietet verschiedene Spielvarianten. Sprachliche Fähigkeiten wie das freie Erzählen, Satzbildung sowie Grammatik können mit diesem Spiel trainiert werden. Darüber hinaus fördert es auf humorvolle Weise Spontanität und Fantasie.

Für 1 bis 4 Spieler.

Ab 3 Jahren.

Inhalt/Material: Spielbrett, 7 Wegkarten, 24 Motivkarten, 4 Spielsteine, aus Holz, Anleitung, im Karton.

Maße: Spielbrett 29,5 x 29,5 cm, Motiv-und Wegkarten 6 x 6 cm, Spielstein Ø 1,8 cm, Länge 2,4 cm.

Suchen und Finden leicht gemacht – mit personalisierten Namensaufklebern

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30 aufgeregte ABC-Schützen und genauso viele Brotdosen und Federmäppchen: Im großen Trubel des Schulanfangs können Sachen schnell durcheinander geraten. Damit alles wieder in den richtigen Ranzen wandert, markieren Erstklässler ihre Hefte und Etuis mit ihren individuellen StickerKid Namensetiketten. Gemeinsam mit ihrem Kind können Eltern Aufschrift, Motiv und Farbe auswählen, bestellen, aufkleben oder aufbügeln - fertig!

Ob permanent haftend oder ablösbar - für jedes Bedürfnis hat StickerKid eine Lösung, die mit Schweizer Präzision hergestellt wird. Die personalisierten Namensetiketten erleichtern somit den nervenaufreibenden Alltag, damit Kleidung, Schulsachen und Co. zu ihrem rechtmäßigen Besitzer zurückkehren.

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Wir verlosen 10x Startersets: Jeder Gewinner erhält einen Code im Wert von 30 Euro für ein Set aus 154 Aufklebern und Bügeletiketten. 

Um an der Verlosung teilzunehmen, tragen Sie bitte Ihre Daten und das Stichwort: StickerKid in das Formular ein. Das Gewinnspiel läuft bis zum 9. August 2019.

Jetzt teilnehmen und gewinnen!

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Erfahrungen machen Kinder stark

So finden Kinder ihren Weg und nehmen ihr Leben in die Hand

Kinder stärken und sie in ihrer Entwicklung unterstützen. Das ist der Weg, Kinder körperlich, geistig und seelisch zu erziehen. Bewegung und selbst gemachte Erfahrungen sind wichtige Vorraussetzungen, damit Kinder zu starken Persönlichkeiten werden, die sich nicht in Angst, Gewalt oder Sucht flüchten.

Mario (6 Jahre alt) wirkt bei allen Aktivitäten gehemmt und ängstlich. Er ist immer auf dem Rückzug: „Ich weiß nicht.“ · „Ich will nicht.“ · „Ich kann nicht.“ So lauten seine häufigsten Antworten.

Seine Mutter hat den Eindruck:

„Er traut sich nichts zu, in keinem Bereich. Unabhängig davon, ob es um Geschicklichkeit, Ideen, Beweglichkeit oder Durchsetzungsvermögen geht.“

Die Erzieherin hat beobachtet:

„Er bremst sich regelmäßig selbst aus. Ihm passiert es nie, dass er mal ganz spontan, quasi aus Versehen, bei einem Spiel oder beim Quatsch mitmacht.“

Der Grundschullehrer berichtet:

„Irgendwas lässt ihn vor jeder Initiative zurückschrecken. Ich glaube, er traut sich noch nicht mal über einen eigenen möglichen Einsatz nachzudenken. Und dann macht er halt gar nichts. Nur wenn er die Pflicht und den Druck spürt, bringt er seine Aufgabe hinter sich. Und zwar mit möglichst geringem Einsatz“.

Mario selbst meint:

„Alle wissen schon lange vor mir, wie man was richtig macht. Da fange ich erst gar nicht an, weil ich natürlich nicht weiß, wie es geht. Weil ich bestimmt einen Fehler mache oder was kaputt geht und es nie so gut wird wie das, was ich bei den anderen Kindern sehe.

Wer Hilflosigkeit gelernt hat, hat Angst vor neuen Erfahrungen.

Mario hat – wie erschreckend viele Kinder Angst davor, etwas falsch zu machen. Er sieht bei Aktionen seine Chancen nicht. Viel eher erwartet er automatisch einen Misserfolg – auf alle Fälle ein schlechteres Abschneiden gegenüber den anderen Kindern. Er geht davon aus, bereits verloren zu haben, bevor er sich überhaupt einer Situation stellt. Einen Erfolg oder einen Sieg hält er für ganz ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund ist es nur folgerichtig, dass er jeden eigenen Aufwand ablehnt. In seinen Augen birgt jeder Einsatz das Risiko, dass wieder etwas schiefgehen könnte und zumindest er selbst danach wieder maßlos enttäuscht sein wird. Es liegt außerhalb seiner Vorstellungen, dass etwas, was er macht oder anregt, Anerkennung verdient, einfach gut ist und auch er damit zufrieden sein könnte. Deshalb scheut Mario vor dem kleinsten Hindernis zurück – in seinen Augen scheint es ja auch unüberwindbar.

Wer Angst hat, braucht neue Erfahrungen, um keine Angst mehr zu haben.

Marios schlechte Erfahrungen prägen sein Verhalten so stark, dass er erstarrt und innerlich immer am gleichen Punkt stehen bleibt. Deshalb kann er von sich aus gar nicht in die Situation kommen, neue – mal positive – Erfahrungen zu machen. Er verbaut sich die Chance umzulernen, kann aber nichts dafür. Hier braucht er Hilfe.

Fachleute sagen: „Mario hat Hilflosigkeit gelernt. Und jetzt macht sein angstgeprägtes Verhalten ihn neuen Erfahrungen gegenüber lernresistent.“ Das heißt: Seine Furcht vor neuen angstmachenden Erlebnissen ist so groß, dass er auf sein angstbeschwichtigendes Verhalten – etwa sich bei Anforderungen zurückziehen oder sich bei Anfragen tot stellen – nicht verzichten kann. Hier mal anders zu reagieren wäre jedoch die einzige Voraussetzung für einen echten Umlernprozess. Die Erfahrung: „Es hat geklappt, es war sogar gut“ wäre ungeheuer wichtig für ihn. Aber Angst verhindert solche ermutigenden Erfahrungen. Es ist verhängnisvoll: Er braucht neue Erfahrungen, um Angst mehr zu haben. Diese Erfahrungen zu machen verhindert jedoch seine übergroße Angst. Ein echter Teufelskreis, aus dem Fachleute aber Ausstiegsmöglichkeiten anbieten können.

Verschiedene Disziplinen wählen heute für diese aus der Not entstandene stark einschränkende Erlebnisarmut eine interessante Herangehensweise – für Sie deshalb interessant, weil Sie hier wichtige Bestandteile der Resilienzförderung wiederfinden.

Folgende Gedanken zur Steigerung der psychischen Widerstandsfähigkeit kommen hier im therapeutischen Umfeld zum Tragen:

  • Erwachsene mit ihrem Erfahrungsvorsprung sollten über genug Ressourcen verfügen, um ein für das Kind günstiges Lebens- und Lernumfeld zu arrangieren, in dem Entwicklungsanreize entstehen können.
  • Geeignete Entwicklungsanreize sind Einladungen an die Kinder, auszuwählen und Schritt für Schritt weiterzugehen.
  • Die Erfahrungen müssen umorganisiert werden, damit sie das Kind bereichern, es lebensbejahender und handlungsfähiger werden lassen.
  • Es geht nicht darum, eine Verhaltensänderung herbeizuführen – nach dem Motto „Das Kind muss sich ändern, sonst gar nichts.“
  • Die Aufgabe ist nicht, das Kind besser an seine Umgebung anzupassen – sondern die Umgebung so zu verändern, dass das Kind es in ihr leichter hat, seinen eigenen Weg zu finden.
  • Nach dieser Anregung begleiten die Erwachsenen nur noch. Sie ermutigen zum Weitergehen, indem sie darauf achten, die Lebensbedingungen weiterhin attraktiv, herausfordernd, beeinflussbar und belohnend für das Kind zu organisieren. Es kommt darauf an, welche eigenen Gestaltungsmöglichkeiten das Kind darin wahrnimmt.

Der Sozialpädagoge Klaus Wolf beschreibt diesen pädagogisch-therapeutischen Schritt als „andereEntwicklungsbegleitung ...

  • weg von Erziehung durch Belohnung, Strafe und Reglementierung
  • hin zu einer Erziehung, die entwicklungsfördernde Lebensbedingungen arrangiert und tragfähige wechselseitige Beziehungen anbietet
    – das lässt Stärke spüren!

Es geht nicht darum, ein Kind nach einem vorher festgelegten Bild zu formen. Es geht nicht etwa um die Fabrikation des zuverlässigen oder normalen oder gesunden Menschen. Es geht einfach nur darum, die eigene, auch die „eigenartige“ Entwicklung eines Kindes zu begleiten und zu fördern, damit es zu seiner eigenen Form kommt.

Wir sagen: „Damit es seinen Weg findet.“ Und zwar mithilfe erwachsener Vorbilder und Strukturen, die mehr Orientierung geben und genügend Freiraum für eigene Erfahrungen lassen.

Mario in unserem Beispiel hat seinen Weg noch nicht gefunden. Vor diesem Problem stehen viele Kinder. Ihre Erwartung, dass bei ihnen auch mal was klappen könnte, ist viel zu klein. Deshalb gehen sie vorsichtshalber allen möglichen Erlebnissen aus dem Weg. So bleiben dann auch die wider Erwarten guten Erfahrungen aus – und gefühlsmäßig ist alles beim Alten geblieben.

Erst speziell für sie geschaffene Situationen mit sorgfältig „handverlesenen“ Entwicklungsanreizen helfen solchen Kindern, die fehlenden Erfahrungen nachholen und genießen zu können. Dann kann ihre „E-Kette“ in Gang kommen. Dabei geht es um den engen Zusammenhang zwischen Erwartungen, Erlebnissen, Erfahrungen und den sie begleitenden Emotionen, die allesamt immer tiefer in die Sackgasse hineinführen können, aber natürlich – beginnend an einem neuen Startpunkt – auch zielsicher wieder heraus.

Was hat Mario und Kinder wie ihn bisher davon abgehalten, ihren Weg zu finden?

Vieles spricht dafür, ...

  • dass er dauernd gegen „fremde“ Erwartungen ankämpfen musste und seine eigenen stattdessen zu kurz kamen.
  • dass er mit zu hohen Anforderungen konfrontiert wurde.
  • dass er keinen Spielraum hatte, seinen Lösungsweg zu versuchen, weil immer die effizienz- und zielorientierte Messlatte der Erwachsenen an sein Handeln angelegt wurde.
  • dass stets möglichem „Misslingen“ vorgebeugt, „Unnötiges“ ausgelassen, vorschnell eingegriffen und dauernd verbessert wurde.
  • dass er also ständig daran gehindert wurde, überhaupt mal einen eigenen Weg zu suchen.

Wir haben aus unseren vielen Beratungsgesprächen einige beeindruckende Gedanken solch verunsicherter Kinder zusammengestellt, die ihren eigenen Weg noch finden müssen und dazu Unterstützung brauchen:

  • „Ist überhaupt irgendwas richtig an mir? Wenn, dann kenne ich es nicht.“ (Fabian, 7 Jahre alt)
  • „Was wäre, wenn mal niemand dazwischen gehen würde? Wenn ich nur mal so was machen würde, einfach so, ohne Überlegen? Das wäre bestimmt von Anfang an eine Katastrophe. Manchmal denke ich, die Welt wäre danach überhaupt nicht mehr in Ordnung.“ (Laura, 6 Jahre alt)
  • „Ich weiß noch: Früher war ich mal besser drauf. Da habe ich mir immer vorgestellt, auf einem Pferd, das ich gezähmt habe und das mir gehört, durch die Wildnis zu reiten. Heute bringe ich keinen Tag hinter mich, an dem nicht tausend Leute an mir rumverbessern, mir aus der Patsche helfen wollen und mir sagen, dass sie jetzt für mich noch zu retten versuchen, was zu retten ist. Ohne die ganzen Helfer wäre ich dann wohl nicht mehr zu retten!“ (Svetlana, 12 Jahre alt)

Sich so schwach zu erleben, macht anfällig: Für noch mehr Angst, für gewalttätige Verzweiflung – und für alles, was einem ein besseres Leben verspricht und einen seine eigene Schwäche vergessen lässt. Zumindest auf Zeit.

Werden Lebens- und Lernfelder geschaffen, die wieder andere Erfahrungen zulassen, können diese besonders belasteten Kinder, wie auch Mario, sich mit professioneller Hilfe selbst entdecken und ihre Umwelt anfangen mitzugestalten. Dann kann auch Svetlana wieder auf ihr Pferd steigen und losreiten ... Marios Reaktionen konnten das Gefühl, nichts machen zu können, recht gut erklären und – wegen ihrer Heftigkeit – auch besonders klar seine Notsituation zeigen. Er hatte aufgrund seiner Angst und seiner Erfahrungen – die diese Angst immer wieder bestätigen – den Weg gewählt: „Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen.“

Das ist ein Trugschluss. Denn Inaktivität kann keine Verbesserung bringen – noch nicht mal eine Veränderung. Marios passives Verhalten wird ihm von seiner gesamten Umgebung – seinen Eltern, Freunden, im Kindergarten, in der Schule usw. – immer zum Vorwurf gemacht.

Das ist schlimm. Doch noch schlimmer ist es, dass das Gefühl, zur Inaktivität verdonnert zu sein, ein Gefühl ist, bei dem man sich selbst unglücklich, hilflos und schwach vorkommt. Wie will man so seinen Weg und sich selbst finden?

Sich schwach zu erleben macht anfällig – für Angst, Gewalt und Sucht.

Das Unglück, von sich aus nicht aktiv werden zu können und seine Stärken nicht zu kennen, findet man bei Kindern, denen Hilfestellung bei der Bewältigung wichtiger Entwicklungsaufgaben fehlt, wie der Psychologe und Pädagoge Klaus Fröhlich-Gildhoff in einem Trainingsmanual für Erzieherinnen beschreibt:

  • Stärkung von Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeitsgefühle,
  • Anregungen, auf etwas von sich stolz sein zu können,
  • Neugierde für sich selbst zu entwickeln, um sich selbst besser kennenzulernen und sich dessen bewusst zu werden, was man schon alles kann,
  • Sensibilisierung für die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Gefühlen, das bedeutet, auch eigene Gefühle ausdrücken zu können,
  • Umgang mit Konflikten: Aufzeigen und Einüben von Verhaltensalternativen und Methoden zur Selbststeuerung.

Diesen Artikel haben wir folgendem Buch entnommen:

Stark von Anfang an
Kinder auf dem Weg zur Resilienz begleiten
Haug-Schnabel, Gabriele
Schmid-Steinbrunner, Barbara
Oberstebrink
ISBN: 9783934333451
20,00 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Mit Kunst & Krempel – Ferien im Park

Offene Ateliers und Werkstätten

Die Landschaft und der See des Olympiaparks bieten den offenen Rahmen für die gestaltende Auseinandersetzung mit dem Ort und mit den zur Verfügung gestellten vielfältigen Materialien, Werkzeugen und Medien. KünstlerInnen und HandwerkerIinnen geben Anregungen und handwerkliche Hilfestellungen in den Labors, Ateliers und Werkstätten. Im Vordergrund stehen das Forschen und Experimentieren mit ungewöhnlichen Materialien und Techniken. Die entstehenden Werke und Szenerien werden vor Ort ausgestellt, können weiter bespielt werden und werden Teil der sich stetig verändernden und wachsenden Kinderakademie.

Die Teilnahme ist kostenlos und für alle Kinder ab 8 Jahren möglich.

Die Ateliers und Werkstätten sind gleichzeitig geöffnet. Ein Einstieg ist – im Prinzip – jederzeit möglich, vorausgesetzt, es ist noch ein Atelierplatz frei, und es bleibt noch ausreichend Zeit zum Arbeiten. Eine Vorreservierung von einzelnen Werkstatt-Plätzen ist nicht möglich. Alle Werkstätten und Ateliers sind an allen Tagen geöffnet. Manche davon variieren in Programm, Material, Inhalt und Form. Bei Regen findet das Programm in den Zelten und mit geringen Einschränkungen statt. Der Zugang zu den Ateliers ist barrierefrei möglich.

Info-Telefon vom 26.7. bis 11.8., 9.30–17 Uhr: (01 60) 92 75 06 96

Termin: 28. Juli - 11. August 2019, täglich 11 – 18 Uhr

Ort: Olympiapark, Halbinsel beim Bootsverleih am See, München

Veranstalter: Kultur & Spielraum e.V. im Auftrag der Landeshauptstadt München/ Sozialreferat/ Stadtjugendamt, Jugendkulturwerk und in Kooperation mit der Olympiapark GmbH

Gruppen ab 8 Kindern müssen ihren Besuch anmelden: anmeldung@kulturundspielraum.de

Weitere Informationen:

Kultur & Spielraum e.V., Ursulastraße 5, 80802 München, www.kulturundspielraum.de
Tel.(0 89) 34 16 76, info@kulturundspielraum.de
Veranstaltungs-Hotline (ab 26.7.-11.8.) T. 0160-92750696
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Lego Report: Nur vier von zehn Kindern spielen zum Spaß

Rein zum Spaß spielen in Deutschland nur vier von zehn Kinder, so das Ergebnis einer Studie, für die die Lego Gruppe mehr als 3.700 Kinder aus neun Ländern befragt hat. Zwar hat der Nachwuchs genug Zeit zum Spielen (87 Prozent), den Kindern zufolge wünschen sich Mama und Papa hierzulande allerdings im Vergleich zu anderen Ländern besonders häufig einen konkreten Lernzweck dabei. 
Die Motivation mag zwar positiv sein. Schließlich möchten Eltern für ihre Kinder und deren Zukunft nur das Beste und bevorzugen für ihren Nachwuchs gerne Spielmöglichkeiten, die gezielt Wissen vermitteln und Kompetenzen schulen. Doch Kinder erobern sich die Welt vor allem durch das freie Spiel. Wer sie darin unterbricht oder ihnen sogar gezielt Spiele aufdrängt, wird bald merken, dass die Kinder mit deutlich weniger Lust oder gar nicht mehr spielen. Florian Gmeiner, Senior Marketing Director von Lego sagt dazu: „Die natürlichste Lernmethode ist das Spiel an sich, mit jeder Minute und Spielart lernen Kinder etwas Neues. Daher sollten wir dem Spielen generell mehr Raum im Alltag geben.“

Zeit zum Spielen ist elementar

Insofern kann – vorausgesetzt die Werte repräsentieren tatsächlich die realen Verhältnisse – dieses Erziehungsverhalten üble Folgen nicht nur für die Kinder haben. Denn Spielen, das verdeutlicht unter anderem auch die genannte Lego Studie, bedeutet Entwicklung von Kindern. Zudem ist es wertvoll für ihr Wohlbefinden und ihre Regeneration. Sowohl in Deutschland als auch im internationalen Durchschnitt gaben neun von zehn der befragten Kinder an, dass sie sich beim Spielen entspannen und von der Schule abschalten können.

Umgekehrt lässt sich also sagen: Wer Kinder vom Spielen abhält, beeinträchtigt ihre Entwicklung, ihr Wohlbefinden und ihre Regeneration. Und da Kinder unsere Zukunft sind, beeinflusst ein solches Erziehungsverhalten auch die Entwicklung unserer Gesellschaft negativ.

 

Besonders viel Zeit dafür haben laut Befragung übrigens dänische und russische Sprösslinge. In China und den USA gaben dagegen knapp ein Viertel der befragten Kinder an, über keine Zeit zum Spielen zu verfügen (Deutschland: 13 Prozent).
Zeit zum Spielen wirkt sich aber nicht nur auf Kinder positiv aus. Auch die grundsätzliche Zufriedenheit in Familien wird dadurch beeinflusst, insbesondere in Deutschland. Ebenfalls für die Studie befragte Eltern waren der Meinung, dass Spielen nicht nur die Entwicklung und Zufriedenheit von Kindern fördert (97 Prozent), sondern es auch sie selbst als Eltern zufriedener macht (89 Prozent). Darüber hinaus bezeichneten sich neun von zehn deutschen Familien, die wöchentlich fünf Stunden oder mehr gemeinsam spielen, als glücklich (87 Prozent). Spielen sie weniger als fünf Stunden pro Woche gemeinsam, sinkt die familiäre Zufriedenheit auf 71 Prozent. 

Für die Studie wurden knapp 13.000 Eltern sowie Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren in Europa, Nordamerika und Asien befragt. In Deutschland waren es 1024 Eltern und 414 Kinder. 

Hier geht’s zur Studie