Dezember 2019

FLIMMO-Weihnachtsspecial jetzt online

Märchen, Animationen oder Klassiker aus der eigenen Kindheit: Was eignet sich für welches Alter? Bei Kindern zwischen drei und sechs Jahren kommen kurze Geschichten über Freundschaft und Zusammenhalt gut an. Fantastische und märchenhafte Abenteuer finden bei Grundschulkindern großen Anklang. Für Ältere darf es mit Magie und ungewöhnlichen Helden schon richtig spannend werden. Geschichten mit originellen Figuren und witzigen Dialogen versprechen Unterhaltung für die ganze Familie und bieten im Anschluss Gesprächsstoff zwischen Groß und Klein.

Für Diskussionen können in diesen Tagen auch Mediengeschenke sorgen, die bei vielen Kindern ganz oben auf der Wunschliste stehen. Wie lange darf das neue (Kinder-)Tablet genutzt werden? Welche Spiele kommen auf die Konsole? Was beim Umgang mit Mediengeschenken beachtet werden sollte und weitere Tipps zur Medienerziehung finden Eltern unter www.flimmo.tv/weihnachten 

 

Die lustigsten Traditionen zum Fest der Liebe

Die lustigsten Traditionen zum Fest der Liebe

Bald ist Weihnachten und in den Straßen duftet es nach Glühwein und Kerzen, während die Läden mit Spekulatius und Lebkuchen gefüllt sind. Fast überall auf der Welt bereiten sich die Menschen auf das besinnliche Fest mit ihren Liebsten vor. Dabei hat jedes Land seine ganz eigenen Bräuche und Traditionen.

Versteckspiel mit Geistern

Die Norweger verstecken an Weihnachten ihre Besen und Wischmopps vor bösen Geistern. Der Aberglaube besagt nämlich, dass Geister und Hexen an Heiligabend aus ihren Schlupflöchern kommen und den Besen dazu benutzen, am Weihnachtshimmel eine Spritztour zu unternehmen. Damit das nicht gelingt, suchen die Norweger nach dem besten Versteck.

Von wegen besinnlich

Im Vorfeld des Weihnachtsfestes stimmen sich die Menschen auf Mexikos Straßen singend und tanzend in die Weihnachtszeit ein: Bei einer traditionellen „Posada“ (Deutsch: Herberge) wird die Suche nach einer Unterkunft von Maria und Josef imitiert. Zwei Personen verkleiden sich als Eltern des Jesuskindes und klopfen an die Haustüren, um hereingelassen zu werden. Dabei entsteht eine typische „Fiesta Mexicana“ – mit Speis, Trank und viel Geselligkeit.

Glücksbringer: Weihnachtspudding

Der Pudding gilt in vielen Ländern als eine beliebte Süßspeise an Weihnachten. In der Slowakei und Teilen der Ukraine hat die leckere Nachspeise sogar wahrsagerische Fähigkeiten: Der Loksa-Pudding wird vom ältesten Familienmitglied traditionell mit einem Löffel an die Decke geworfen – je mehr Pudding an der Decke kleben bleibt, desto mehr Glück wird der Familie prophezeit.

Katzenhafte Weihnachtspolizei

In Island erinnern Monster die Kinder an Weihnachten daran, brav und artig zu sein. Die Katze Jólakötturinn ist Teil dieser monsterhaften Weihnachtspolizei. Sie wird losgeschickt, um Kinder aufzuspüren, die nicht fleißig genug waren. Das erkennt die Katze daran, ob die Kinder neue Kleidung tragen. Tun sie dies nicht, laufen sie Gefahr, von der Katze gefressen zu werden. So achten alle Kinder darauf, dass sie an Weihnachten auch ihre neuesten Kleider tragen.

Gurken als Christbaumschmuck

Eine Essiggurke am Weihnachtsbaum? Für uns Deutsche eine eher dubiose Dekoration. In den USA allerdings wird das Gemüse traditionell am Weihnachtsbaum versteckt. Wer die Weihnachtsgurke entdeckt, kann sich glücklich schätzen: Denn diese Person erhält ein zusätzliches Geschenk und darf sich im nächsten Jahr über besonders viel Glück freuen.

Die Weihnachtslotterie

Kurz vor Weihnachten, genauer am 22. Dezember, wird in Spanien die größte Geldsumme des Jahres von der Nationallotterie verlost. Die Spanier nennen dieses Ereignis „El Gordo“, auf Deutsch: „der Dicke“. Die Lotteriezahlen werden dabei traditionell jedes Jahr von 22 Schulkindern vorgesungen, während tausende Spanier gemeinsam darauf hoffen, mit ihren Lotteriescheinen unter den glücklichen Gewinnern zu sein.

Warten auf Väterchen Frost

In Russland werden die Geschenke von Väterchen Frost überreicht. Seine Enkelin begleitet ihn dabei und unterstützt ihn beim Austragen, damit die Pakete auch überall rechtzeitig ankommen. Die Figuren entstammen der russischen Märchenwelt. Um die Wartezeit auf die Geschenke zu verkürzen, vertreiben sich russische Familien ihre Zeit mit einem Zwölf-Gänge-Menü. Jeder Gang steht dabei für einen der zwölf Apostel Christi.

Kitschige Weihnachtsoutfits

Was hierzulande eher peinlich und wie eine Verkleidung aussieht, hat in England lange Tradition. Der „Christmas Jumper“, also der klassische Weihnachtspullover mit entsprechendem Muster ist bei Jung und Alt beliebt: Vom Rentier über den Schneemann bis zur Weihnachtskugel – die skurrilen Motive auf dem Pullover bieten in England viel Gesprächsstoff für eine gesellige Weihnachtsstimmung – ob im Pub oder zu Hause mit der Familie.

Quelle: Pressemitteilung EF Education First/live PR

HOTLINE zur Unterstützung bei Familienkrisen in der Vorweihnachtszeit

HOTLINE 07161 601-8899

Stress und hohe Erwartungen in der Vorweihnachtszeit können in Familien zu außergewöhnlichen Belastungen und zu psychischen Krisen führen. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJPP) im Klinikum Christophsbad möchte einen Beitrag dazu leisten, dass die Adventszeit, die Weihnachtsfeiertage und der Jahreswechsel für Familien eine Zeit der Erholung, des Ausruhens, auch des Innehaltens und des Besinnens werden kann. Um den vermehrten Belastungen in dieser Zeit gerecht zu werden, richtet die KJPP wie bereits in vergangenen Jahren, in der Adventszeit ab 1. Advent bis zum Dreikönigsfest eine spezielle Hotline ein.

Unter der HOTLINE 07161 601-8899 sind Chefarzt Dr. med. Markus Löble, Dipl.-Psych. Viktoria Gati, leitende Psychologin der Eltern-Kind-Station sowie der Oberarzt Pieter Corveleyn, Facharzt für Psychiatrie, direkt erreichbar. Montags zwischen 9 und 11 Uhr und mittwochs zwischen 14 und 16 Uhr stehen die Experten für Eltern zur Verfügung, um bei familiären Konflikten und Krisen zu beraten und gegebenenfalls weitere Hilfe zu vermitteln.

Die Hotline steht ab Montag den, 2. Dezember bis zum Montag nach dem Dreikönigswochenende, 06.01.2019, allen hilfesuchenden Eltern, aber auch Jugendlichen und Kindern, zur Verfügung.

„In der Vorweihnachtszeit erwarten wir von unseren Angehörigen und auch von uns selbst oft ein besonderes Maß an Zusammenhalt, Harmonie und Geborgenheit. Nicht immer lassen sich diese hohen Erwartungen erfüllen. Dies kann zu Konflikten, Vorwürfen, Schuldgefühlen und sogar zu psychischen Überlastungsreaktionen führen. Oft werden familiäre Konflikte oder psychische Belastungen übers Jahr hinweg ausgehalten und im Alltagsstress verdrängt. In der Vorweihnachtszeit brechen sie dann unter dem Druck der hohen Erwartungen aller mit besonderer Vehemenz auf“, sagt Dr. Löble.

Die Experten der Kinderpsychiatrie wollen den Eltern Mut machen, die Vorweihnachtszeit, die Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren bis zum Dreikönigsfest bewusst zu gestalten, sich nicht vom Konsum- und Stressdenken hetzen zu lassen, sich Freiräume zum Innehalten und zur Besinnung zu schaffen. Folgende Ratschläge könnten dabei hilfreich sein:

  • Besprechen Sie als Familie, wie Sie die Vorweihnachtszeit und vor allem die Feiertage verbringen wollen. Verständigen Sie sich gemeinsam darüber, was Ihnen wichtig ist und auch, vor welchen typischen Stressfallen Sie sich hüten wollen. Welche Familientraditionen sollen aktiv gepflegt werden, welche sind vielleicht gar nicht mehr passend, beispielsweise die Individualität der einzelnen Kinder oder deren Lebensalter entsprechend und damit entbehrlich geworden.

  • Weihnachten ist nicht die Zeit zur Klärung schon lange schwelender Konflikte. Bemühen Sie sich bereits im Vorfeld um eine Auflösung. Suchen Sie gezielt Beratung auf oder machen Sie sich einen Fahrplan, ab wann und wie Sie dies im neuen Jahr am besten angehen können. Auch so schaffen Sie sich eine Zeit des Innehaltens über die Feiertage.

  • Auch wenn das Bedürfnis nach Nähe und Harmonie in der Familie in der Vorweihnachtszeit besonders groß ist: Lassen Sie sich gegenseitig, vor allem auch Ihren Heranwachsenden, Raum für Individualität und die Pflege außerfamiliärer Kontakte. Danach sind die gemeinsamen Stunden oft wieder besonders erfreulich und fordern Zusammenhalt der Familie.

Quelle: Pressemitteilung Life PR

Nanuk & Wesley

Nanuk & Wesley

Durch einen dummen Zufall landet der Pinguin Nanuk am Nordpol. Prompt verliebt sich der Eisbär Wesley in ihn. Doch davon will Nanuk nichts wissen... In vielen ausdrucksstark gezeichneten Comic-Episoden erleben die beiden fortan ihre Abenteuer. Ob beim Fang glitschiger Fische, auf der Flucht über wacklige Eisschollen oder beim Jonglieren üben – hier geht es immer wild zur Sache und es bleibt kein Auge trocken.

Nicolas d‘Aujourd‘hui wurde 1965 in Basel geboren. Dort besuchte er von 1986-90 die Fachklasse für Bildende Kunst und unterrichtete einige Jahre als Zeichenlehrer an einem Basler Gymnasium. Seither zeichnet und erfindet er Bilderbücher, Spiele, Cartoons, Comics und betreibt den Eigenverlag „nix-productions“. Als spontaner und schneller Zeichner zeichnet er auch live für Kinder und Erwachsene. Im Austausch mit dem Publikum entstehen aus dem Stegreif Figuren und Geschichten. Nicolas d‘Aujourd‘hui lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Basel.

Nanuk & Wesley
d'Aujourd'hui, Nicolas
ISBN: 9783934333840
96 Seiten,  9,95 Euro
Mehr unter: www.oberstebrink.de

Ferien auf dem Land: Mein erster BRIO Bahn Bauernhof mit Sound

3 BRIO-Sets zu gewinnen

Bereits seit 2015 führt die „Meine erste BRIO Bahn“-Reihe neugierige Lokführer in die Welt der Holzeisenbahn ein. Im Frühjahr 2019 erweiterte sich das Sortiment um den ersten BRIO Bahn Bauernhof mit Sound. Das Set zeichnet sich durch eine dynamische Farbpalette sowie frustrationsfreien Funktionen aus. Soundeffekte machen das Bauernhof-Abenteuer perfekt: Jedes der fünf Tiere hat drei verschiedene Geräusche, die automatisch aktiviert werden, wenn die Tiere auf die Wiese gesetzt werden.

Die Verlosung ist am 23. Januar 2020 abgelaufen.

ROMYS SALON – Fanpakete zum Filmstart zu gewinnen

Zum Kinostart von ROMYS SALON am 30. Januar 2020 verlosen wir gemeinsam mit farbfilm verleih drei Fanpakete, je bestehend aus der gleichnamigen Buchvorlage von Tamara Bos vom GERSTENBERG VERLAG sowie 3x2 Kinofreikarten zum Film.

Filminhalt:

Seit ihre Mutter so viel arbeitet, geht Romy nach der Schule zu ihrer Oma. Sie hilft ihr dann meist im Frisiersalon. Doch in letzter Zeit ist Oma anders, sie vergisst vieles, spricht plötzlich Dänisch und erzählt immer wieder von ihrer Kindheit in Dänemark und vom Meer. Romy unterstützt ihre Oma, wo sie kann, damit keiner etwas merkt. Bis zu dem Tag, an dem ihre Oma im Nachthemd im Salon steht ... Oma Stine kommt in ein Pflegeheim. Ob es ihr dort wirklich gut geht? Bestimmt würde sie sich riesig freuen, wenn Romy noch einmal mit ihr an den Strand ihrer Kindheit fahren würde

ROMYS SALON ist die warmherzige und berührende Verfilmung des gleichnamigen Buches von Tamara Bos, das im GERSTENBERG VERLAG erschienen ist.

In ihrem generationsübergreifenden Familienfilm gewährt Regisseurin Mischa Kamp einen ehrlichen und zugleich sehr liebevollen Blick auf die Schwächen und Herausforderungen des Alters aus der Sicht eines Kindes. Dabei wird das Thema Demenz anhand der Beziehung der aufgeweckten Romy zu ihrer kratzbürstigen Oma Stine realistisch und lebensnah erzählt. Durch die Diagnose Alzheimer rücken die beiden näher zueinander und aus dem zunächst distanzierten Verhältnis von Oma und Enkelin entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit und Komplizenschaft.

Hier geht es zum Trailer:

ROMYS SALON ist ab 30. Januar 2020 im Kino zu sehen!

Die Verlosung ist am 23. Januar 2020 abgelaufen.

Schon in der Kita den richtigen Umgang mit Feuer zeigen

Adventszeit ist Kerzenzeit. Aber Kitas brauchen trotzedm nicht auf offenes Feuer verzichten. Ein Verbot ist keine Lösung. Es ist wichtig, Kindern den richtigen Umgang mit Feuer von klein auf zu vermitteln.

Wie eine gute Brandschutz- und Feuererziehung in der Kita aussehen kann, dazu gibt die neue Ausgabe der Zeitschrift KinderKinder (4/2019) einige Tipps.

Ein Eimer Wasser muss immer griffbereit sein. Eine feuerfeste, nicht brennbare Unterlage ist Pflicht ebenso wie ein sicherer Abstand zur Flamme. Und auf einen Adventskranz sollte die Kita verzichten. Das trockene Material fängt schnell Feuer.

Mehr dazu finden Sie in der aktuellen Ausgabe 4/2019 von KinderKinder auf www.kinderkinder.dguv.de

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

Silvester mit Marcus und Luise

Eine Geschichte zum Vorlesen

Am Silvestermorgen sagte Marcus zu Luise: „Heute bleibe ich bis Mitternacht wach!“
„Ich auch“, erwiderte Luise. „Ich bin ja nun alt genug dazu.“ „Haha“, prustete Marcus los, „alt genug! Du gehst in die erste Klasse und kannst noch nicht mal ordentlich rechnen!“ „Klar kann ich rechnen“, behauptete Luise. „Vier plus vier ist acht. Was sagst du nun?“
„Toll“, sagte Marcus – aber so richtig ehrlich klang das nicht. „Ich jedenfalls bleibe wach. Um zwölf zerplatzen nämlich mindestens tausend bunte Raketen am Himmel, und dann wird Sekt getrunken und die Glocken läuten und ein neues Jahr fängt an.“
„Um zwölf werde ich noch wach sein.“ Luise war sich da völlig sicher.
Beim Mittagessen sagte Mama: „Hoffentlich habt ihr euch alle was Gutes vorgenommen fürs neue Jahr. Wie sieht’s denn da bei dir aus, Thomas?“
Papa guckte unschuldig. „Was soll ich mir vornehmen? Ich mache doch sowieso alles richtig.“
„Ich hätte einen Vorschlag für dich“, mischte sich nun Marcus ein. „Du darfst beim Fernsehgucken nicht mehr an den Fingernägeln knabbern.“ Hui! Das saß! Papas Gesicht wurde knallrot. „Und du?“, fragte er schnell zurück.
„Ich... ?“ Marcus überlegte. „Ich vergesse meinen Schal nicht mehr, wenn ich aus der Schule heimkomme.“ Gute Idee, denn in diesem Winter hatte er ihn schon fünfmal vergessen. Luise fiel auch etwas ein: „Rechnen kann ich schon. Aber ein paar Buchstaben werde ich im nächsten Jahr noch lernen. Und du, Mama?“
„Also – ich werde Kater Max nicht mehr so oft ärgern.“ Kater Max lag ausgestreckt auf dem Teppich. Luise sprang vom Esstisch auf, legte sich neben ihn und fragte: „Und was hast du dir vorgenommen, Maxe?“ Kater Max schnurrte und Luise übersetzte aus der Katzensprache: „Maxe hat versprochen, nicht mehr zu beißen. – Au!!“ Kater Max hat soeben versucht, sie in den Finger zu beißen. Das war wohl ein Übersetzungsfehler!

Nachmittags kamen auch Oma Marianne und Opa Roland zu Besuch. „Oma“, schnatterte Luise sofort los. „Ich bleibe heute bis zum neuen Jahr wach. Da zerplatzen die Glocken und es werden tausend Sekt getrunken. Hat Marcus erzählt.“ Oma lachte. „Aber um Mitternacht wird ‚s laut draußen, es knallt und zischt überall“, warnte sie ihre Enkelin. „Na und?“, antwortete Luise, „denkst du etwa, ich hab Angst?“

Am Abend wurde es so richtig gemütlich. Zum Essen gab es gekochte Klöße mit Semmelbröseln mittendrin, dazu Sauerkraut und lange Bratwürste in Buttersoße. Hinterher Pfirsichstücke mit Schlagsahne. Marcus futterte zwei Würste und dreimal Kompott – kein Problem! Danach tat ihm der Bauch so weh, dass er sich erstmal eine halbe Stunde ganz ruhig auf den Teppich legen musste. Luise und Kater Max strichen um ihn herum.

Später schauten sich alle im Fernsehen die Geschichte vom Butler James an, der auf einer Geburtstagsfeier alle Gäste spielen muss und dauernd über ein Eisbärfell stolpert. Gleich nach der Sendung spielten Marcus und Luise Butler James. Luise sollte das Eisbärfell sein und plötzlich fand sie den Film gar nicht mehr sooo lustig.

Gegen zehn Uhr setzten sich die vier Erwachsenen an den runden Tisch und spielten Doppelkopf. Das ist ein Kartenspiel, wo ständig jemand sagt: „Du hast doch bestimmt wieder die zwei Dollen?“ oder: „Ist eigentlich die Alte schon raus?“ Marcus und Luise hockten auf dem Sofa und sahen sich Bücher an. Luise gähnte. „Na, müde?“, fragte Marcus. „Du vielleicht“, erwiderte Luise.
Papa rief vom Tisch herüber: „Wenn ihr möchtet, könnt ihr ins Bett gehen.“ Marcus wollte keinesfalls, Luise ebenso wenig. „Komm, wir spielen Flohhüpfen“, schlug Marcus vor. Luise traf kaum einen Chip in den Becher und gähnte immer häufiger. „Wie spät ist es denn, Marcus?“
„Noch eine Stunde“, antwortete der. Und er biss die Zähne aufeinander, weil er eigentlich auch gähnen musste.
„Ich leg mich ein bisschen aufs Sofa“, sagte Luise und tat es. „Willst wohl schlafen?“, fragte Marcus.
„Nee, bloß den Adventsstern angucken.“
Luise sang leise, um wach zu bleiben. Marcus ging auf und ab – dabei konnte man keinesfalls einschlafen. Ab und zu zischte schon eine Rakete in den dunklen Himmel.

Halb zwölf hörte Luise auf zu singen. Marcus rieb sich öfter die Augen. Kater Max schlief längst schon im Sessel. Der hatte es gut!
„Noch zehn Minuten“, sagte Marcus zu Luise. Die antwortete nicht. Sie lag da wie ein Engelchen, ihre Augen waren fest geschlossen. „Luise schläft!“, feixte Marcus. „Papa, es ist gleich Mitternacht!“
„Bloß noch dieses Spiel“, erwiderte Papa. „Ich habe grade ein König-Solo.“

Eine Minute vor Mitternacht schauten sie sich im Fernsehen die Uhr an. Marcus zählte die Sekunden rückwärts mit. Punkt zwölf Uhr gab‘s Umarmungen und viele gute Wünsche fürs neue Jahr. Marcus rüttelte an der Schulter seiner Schwester: „Luise, es ist soweit!“
Luise klappte die Augen auf und sagte: „Guten Appetit. Türe zu, es zieht!“ Dann klappte sie die Augen wieder zu.
„Kommt, wir gehen nach draußen“, sagte Mama. Marcus war mächtig aufgeregt. Überall zischte und knallte, pfiff und krachte es. Manche Raketen waren dunkelrot, andere knallbunt, wieder andere regneten golden. Ein bisschen flau war ihm schon, aber andererseits war es wirklich beeindruckend. Hin und wieder guckte er von draußen durchs Fenster ins Wohnzimmer. Luise lag auf dem Sofa und schlief wie ein Murmeltier. Opa hatte eine Packung Wunderkerzen mitgebracht. Er zündete zwei davon an und gab sie Marcus. Dann zeigte er ihm, wie man damit Wellen und Kreise und Achten in die Luft zeichnet. „So, jetzt stoßen wir an“, schlug Mama vor. „Außerdem ist‘s kalt hier draußen.“ Alle gingen wieder rein.
Opa öffnete die Sektflasche. Der Korken schoss los, prallte von der Wand zurück und traf genau das Hinterteil von Kater Max. Der sprang sofort auf und fauchte. „Du wolltest nicht mehr beißen“, warnte ihn Mama.
Marcus bekam ein Glas mit seinem Lieblingsgetränk Ginger Ale. (Ingwer-Limonade klingt bei weitem nicht so toll.) Und dann konnte er endlich ins Bett gehen. Kaum fünf Minuten später war er eingeschlafen und merkte bereits nicht mehr, wie Papa Luise ins Kinderzimmer trug.

Als Marcus am nächsten Morgen aufwachte, rieb auch Luise sich soeben die Augen.
„Na Luise, wie war‘s heute Nacht um zwölf?“
„Ich hatte überhaupt keine Angst“, sagte Luise sofort.
„Du hast geschlafen!“, rief Marcus.
„Na und? Ich kann schlafen, wann ich will!“ Luise bockte und drehte sich zur Wand. Aber sie war doch zu neugierig.
„Na“, fragte sie, „wie war‘s denn nun?“
Marcus ließ sich Zeit mit der Antwort. „Du hast was verpasst“, sagte er dann. „Der Himmel war ganz bunt von den Raketen. Ich habe Wunderkerzen abgebrannt. Und...“ – er machte eine lange Pause, in der Luise fast vor Neugier platzte – „ich habe jede Menge Ginger Ale getrunken.“
Luise drehte sich mit großen Augen zu ihm um. „Das hätte ich auch gerne getrunken...“
„Na ja“, erwiderte Marcus, „ich habe genug in der Flasche gelassen, dass es für jeden von uns noch ein Glas voll gibt.“ Hmm – Ginger Ale. „Alle Achtung“, dachte Luise, „was für ein Bruder!“

Kinder-Bowle

Zutaten:

2 Liter kalter Früchtetee, 1 große Dose Mandarinenstückchen, 2 EL Zucker, Saft einer halben Zitrone, 1 Flasche Mineralwasser

Zubereitung:

In den kalten Tee werden die Mandarinenstückchen samt Saft gegeben. Mit Zucker und Zitrone abschmecken, vor dem Servieren mit Mineralwasser auffüllen – gegebenenfalls Eiswürfel zufügen.

PS: Natürlich kann man diese Bowle auch mit anderen Früchten zubereiten. Für Marcus und Luise allerdings ist das Mandarinen- Rezept das allein gültige.

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Das Kirchenjahr mit Kindern feiern
Ein Vorlesebuch mit lustigen Geschichten , Backrezepten und Spielen.
Reuter, Thomas
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548906
96 Seiten, 9,90 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Kinderleichter Einstieg ins Programmieren mit dem Bee-Bot®

Der kleine Bee-Bot® ermöglicht Kindern einen leichten Einstieg ins Programmieren. Er lässt sich steuern, indem man die Richtungs-Knöpfe auf seinem Rücken drückt. Hat man die gewünschten Befehle eingegeben, drückt man auf „Go“ und schon fährt er los. So kann lässt sich Bee-Bot® etwa durch Parcoure steuern. Dabei fährt er immer in 15 cm-Schritten und kann sich auch im 90-Grad-Winkel drehen. Bis zu 200 Befehle können gleichzeitig eingegeben werden. Darüber hinaus besitzt Bee-Bot® eine Aufnahmefunktion, um etwa Geräusche aufzunehmen und wiederzugeben. Durch die Planung der Bewegungsabläufe werden die Kinder an die algorithmische Logik des Programmierens herangeführt. Gleichzeitig werden räumliches und logisches Denken, sowie Kreativität gefördert.

Ab 3 Jahre.
Technische Daten: Bee-Bot® ist über ein USB-Kabel aufladbar, ein Lithium Polymer Akku Pack, DC 3,7 V, 500mAh ist enthalten, Betriebsdauer 4 Stunden. 
Inhalt/Material: Bee-Bot® aus Kunststoff, USB-Ladekabel, Bedienungsanleitung.
Maße: Bee-Bot® ca. 13 x 10 x 7 cm, Ladekabel ca. 50 cm lang.
UVP 89,90 €.

Chancengleichheit durch die Gebärdensprache

Mit neuen Ansätzen für Chancengleichheit in der Bildung

„Taube Kinder haben bis heute nicht dieselben Bildungschancen wie schwerhörige, geschweige denn wie hörende Kinder“, kommentiert der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. in einem Positionspapier. Was unglaublich klingt, entspricht leider der Wahrheit und hat einfache Gründe: Hörende Kinder schnappen die Laut- und die Schriftsprache im Alltag auf, während sie heranwachsen. Sie lernen mit jedem Tag, Sprache zu beherrschen, indem sie ihre Eltern sprechen hören, sich das Kinderprogramm im Fernsehen anschauen und häufig schon im Vorschulalter lernen, ihre Kinderbücher selbst zu lesen. Taube und schwerhörige Kinder haben diese Möglichkeit nicht. Dadurch, dass die Fähigkeit zu hören entweder ganz oder teilweise fehlt, sind Schriftdeutsch und Lautsprache für sie Fremdsprachen mit eigener Grammatik, die sie sich erst aneignen müssen.

Chancengleichheit durch die Gebärdensprache

Jana Schwager, Gründerin und Geschäftsführerin von GebärdenVerstehen, ist sich daher sicher: „Es ist wichtig, dass taube und schwerhörige Kinder von Anfang an die Gebärdensprache lernen“. Sie führt aus, dass technische Entwicklungen wie das Cochlea-Implantat, kurz CI, Menschen das Hören zwar ermöglichen können, stellt aber klar, dass es dabei Hürden gibt. „Wenn das CI seinen Zweck erfüllen soll, muss der Hörnerv noch funktionsfähig sein. Diese Voraussetzung bringt nicht jeder Mensch mit“. Und selbst wenn ein Implantat erfolgreich eingesetzt wurde, ist das kein Garant auf ausgeprägtes Hören, so Schwager weiter. „CI-TrägerInnen nehmen Gesprochenes in unterschiedlichen Abstufungen wahr. Manchmal deutlich, manchmal dumpf oder nur als Rauschen“, hebt sie hervor und betont, dass „bimodale Bilingualität“ der beste Weg zur Verständigung und damit zur Chancengleichheit ist. Mit diesem Fachbegriff ist Zweisprachigkeit in einer Gebärden- und einer Lautsprache gemeint. Allerdings ist das nicht jedem so bewusst wie Frau Schwager, die selbst taub zur Welt gekommen ist. Der Fall der Familie Mittländer, der im Sommer 2019 von Dresden aus hohe Wellen in die Bundesrepublik schlug, zeigt, dass scheinbar nicht einmal alle Förderschulen mit „Förderschwerpunkt Hören“ ausreichend auf Bedürfnisse tauber Menschen eingestellt sind. Es mangelt vielerorts an Fachkräften, die in der Deutschen Gebärdensprache kommunizieren und sie richtig vermitteln können.

Ab Dezember in Leipzig

Genau hier setzt Jana Schwager mit ihrem Team an. „Wir verstehen uns als Brückenbauer zwischen, man muss fast schon sagen, ‚den Welten‘ tauber und hörender Menschen, weil Verständigung oft unmöglich ist“. Schwerpunkt des Unternehmens war bisher der Raum Heidelberg. Ab Dezember 2019 wird sich das ändern: In Leipzig ist  eine Anlaufstelle für Interessen und Kultur tauber und schwerhöriger Menschen entstanden. Es gibt eine Sprachschule. Die ersten kostenlosen Schnupperkurse sind am 1. Dezember 2019 gestartet. Teil der Sprachschule ist ein Sprachlabor, in dem die Lernenden ihre Fähigkeiten in der Gebärdensprache individuell trainieren können. Außerdem wird eine Dozenten- und Dolmetschervermittlung eingerichtet, DozentInnen sollen auch ausgebildet werden. Sie haben durch den Fachkräftemangel gute berufliche Perspektiven. Familien tauber und schwerhöriger Kinder sollen durch Hausgebärdensprachkurse, Kindergarten- und Schulbegleitung sowie Beratung unterstützt werden. Und schließlich sind Programme zur beruflichen Weiterbildung sowie zur Produktion von Videoclips in Gebärdensprache in Planung. Weitere Informationen und einen Überblick über das Angebot in Leipzig gibt es unter www.gebaerdenverstehen.de/leipzig

GebärdenVerstehen e.Kfr. Jana Schwager

GebärdenVerstehen macht Sprache sichtbar: Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kommunikation zwischen den Welten hörender und tauber Menschen durch eine breite Palette von Angeboten zu vereinfachen. Die Gebärdensprache ist nach der Philosophie des Unternehmens das verbindende Element zwischen beiden Welten. GebärdenVerstehen fördert die barrierefreie Teilhabe von Menschen an allen Lebensbereichen einschließlich des regulären Bildungssystems, von Geburt an. Die Dienstleistungen im Überblick: Bildungsangebote wie Gebärdensprachkurse und berufliche Weiterbildungen, Pädagogische Angebote wie Kindergarten- und Schulbegleitung, Hausgebärdensprachkurse, sozialpädagogische Familienhilfe, Frühförderung und Entwicklungsberatung, Integrationsarbeit durch BAMF-Integrationskurse für taube MigrantInnen und Arbeitsmarktvermittlung für taube Menschen, Dolmetschservice, Dozententätigkeit an Universitäten, Hochschulen und in Firmen, Entwicklung innovativer Medien- und Kommunikationskonzepte.