2022

Top Themen Weiterbildung

Online-Konferenz: Von Anfang an dabei – Frühkindliche Medienerziehung kreativ und nachhaltig gestalten

Online-Konferenz „Von Anfang an dabei – Frühkindliche Medienerziehung kreativ und nachhaltig gestalten“

Die Förderung von Medienkompetenz bereits in der frühen Kindheit ist ein wichtiger Bestandteil einer zeitgemäßen Bildungsarbeit. Kinder wachsen in einer mediatisierten Gesellschaft auf und setzen sich aktiv durch eigene oder passiv durch die Mediennutzung der Eltern mit Medien auseinander, wie auch die miniKIM-Studie zeigt. Umso wichtiger ist es, Kleinkinder von Anfang an bei einer frühkindlichen Medienerziehung zu begleiten, um ein gutes und sicheres Aufwachsen und digitale Teilhabe zu gewährleisten. Welche Rolle spielen dabei Eltern und welche pädagogischen Fachkräfte? Und wie können digitale Medien sinnvoll eingesetzt werden, um kreativen Ausdruck und forschend-entdeckendes Lernen von klein auf zu fördern?

Das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ lädt diesbezüglich zur Online-Konferenz „Von Anfang an dabei – Frühkindliche Medienerziehung kreativ und nachhaltig gestalten“ am Mittwoch, 07. Dezember 2022 von 14.00-15.45 Uhr ein.

Im einführenden Vortrag gibt Matthias Röck von der Stiftung Digitale Chancen einen Einblick in das 4 ½-jährige Forschungs- und Praxisprojekt Medienerziehung im Dialog, das die Stiftung Digitale Chancen in Kooperation mit der Stiftung Ravensburger Verlag gemeinsam mit zehn Kitas aus Berlin, Brandenburg und Niedersachsen durchgeführt hat. In seinem Vortrag beschäftigt er sich mit der Frage, weshalb die Kooperation zwischen Kita und Familie so wichtig ist und wie Fachkräfte und Eltern in einen Dialog auf Augenhöhe treten können.

Clara von der Heydt und Bastian Miersch von MEiFA – Medienwelten in der Familie, Teil des Erfurter Lokalen Netzwerkes MedienLeben, stellen die Herausforderungen in der Elternarbeit vor, die sie beruflich erlebt haben. MEiFA hat den Auftrag, die Familienmedienbildung zu stärken und setzt auf die Kooperation mit Eltern. Sie konzipieren Familienworkshops, halten in Schulen und Kitas Vorträge zur Medienerziehung und bilden Erzieher:innen in Fragen rund um die Medienbildung aus. Der Vortrag setzt Schwerpunkte in der Akquise der Elternarbeit, gibt aber auch Ratschläge und Tipps, wie „beratungsresistente“ Eltern erreicht werden können.

Petra Raschke-Otto vom Medienzentrum Hamm koordiniert das Lokale Netzwerk Hammer Kita-Netz Medienbildung (HKiM). 22 Kitas und Familienzentren haben sich mit dem Ziel zusammengeschlossen, das Thema frühkindliche Medienbildung dauerhaft in den Einrichtungen der Stadt zu implementieren. In ihrem Vortrag verdeutlicht Sie, wie regelmäßige Netzwerktreffen zum Austausch von Projekten und Ideen der Partner:innen dabei helfen und es gibt einen Einblick in Workshopangebote rund um den pädagogischen Einsatz von digitalen Medien im Kita-Bereich.

In einem letzten Vortrag verdeutlicht Felix Rudolph-von Niebelschütz von filmreflex, koordinierende Einrichtung des gleichnamigen Lokalen Netzwerkes in Fulda, an Beispielen aus der Praxis, wieso aktive Medienarbeit ein wichtiger Bestandteil der Medienkompetenzförderung ist. Hierbei geht es darum, dass Kinder durch die Arbeit mit Medien etwas über Medien und die eigene Mediennutzung erfahren und lernen. In diesem Input werden Medienprojekte vorgestellt, die in Kitas mit einfachem Aufwand und vorhandener Technik – oder kostengünstiger Technik – umgesetzt werden können. Der Schwerpunkt liegt auf einer kreativen, spielerischen Projektarbeit. Ziel ist es, Möglichkeiten zu zeigen, wie niederschwellig und ohne viel Aufwand aktive Medienarbeit in Kitas umgesetzt werden kann.

Zur Anmeldung: gutes-aufwachsen-mit-medien.de/weiterbilden/onlinekonferenzen


Top Themen Ernährung

„An die Töpfe, fertig, los!“ - Deutsches Kinderhilfswerk startet ein digitales Angebot zur Förderung von Kindergesundheit

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash
Photo by Kelly Sikkema on Unsplash
Das Deutsche Kinderhilfswerk startet heute ein neues digitales Angebot zur Förderung einer ausgewogenen und gesunden Ernährung von Kindern. Ergänzend zur „Mobilen Aktion Ernährung und Bewegung“ (MAEB mobil) sollen Kinder auf www.kindersache.de jetzt mit der Wissensrubrik „Gesundheit“ für eine gesunde Lebensweise sensibilisiert werden. Unterstützt wird das Deutsche Kinderhilfswerk dabei von der ALDI Nord Stiftungs GmbH. Mit dem neuen Angebot reagiert das Deutsche Kinderhilfswerk auch auf veränderte Bedingungen von Kinder- und Jugendarbeit allgemein, die im Zuge der Digitalisierung und nicht zuletzt aufgrund aktueller Entwicklungen im Zuge der Corona-Pandemie vermehrt auf ortsunabhängige Vermittlungsformate zurückgreifen muss. Durch das neue digitale Angebot soll die Reichweite für das Thema deutlich vergrößert und auch Kinder erreicht werden, die wegen fehlender struktureller Anbindung mit dem analogen Programm „MAEB mobil“ bisher nicht oder nur schwer erreicht werden konnten.
 
„Damit Kinder gesund aufwachsen und sich gut entwickeln können, ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung wichtig. Aber sich gesund zu ernähren ist nicht immer einfach. Das liegt unter anderem daran, dass in der Lebensrealität vieler Kinder wenig Geld für Lebensmittel zur Verfügung steht und dass gesunde Lebensmittel zum Teil teurer sind als ungesunde Fertigprodukte. So können sich viele Familien gesundes Essen nicht oder nicht immer leisten. Es liegt aber auch daran, dass manche Kinder und auch Erwachsene nicht genau wissen, was zu einer gesunden Ernährung dazugehört und warum diese für ein gesundes Aufwachsen so wichtig ist. Genau hier setzt das neue digitale Angebot des Deutschen Kinderhilfswerkes an“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
 
„An die Töpfe, fertig, los!“ richtet sich vorwiegend an Kinder im Alter von ca. 6 bis 13 Jahren. Ziel ist es insbesondere, informativ und gleichermaßen spielerisch an das Thema Ernährung heranzuführen und Kindern zu vermitteln, dass gesundes Aufwachsen nicht nur ihr Recht ist, sondern auch von ihnen selbst mitgestaltet werden kann. So können die Userinnen und User in einem Koch-Trickfilmstudio, in Koch-Tutorials mit Kindern für Kinder oder über ein digitales Kochbuch und Wissensartikel viel rund um das Thema gesunde Ernährung lernen und experimentieren. Zudem können sie durch den partizipativen Ansatz des Projekts innerhalb der kindersache-Community miteinander interagieren, eigene Beiträge veröffentlichen und sich in einem pädagogisch entwickelten und geschützten Raum digital ausprobieren. Ein eigenes Angebot in Form von Praxismaterialien zur Nutzung in Schule, Ganztag und Hort auf www.schulsache.de soll zudem pädagogische Fachkräfte erreichen und so zur Multiplikation des Themenfeldes beitragen.
 
Gefördert werden die beiden Projekte durch die ALDI Nord Stiftungs GmbH, die das Deutsche Kinderhilfswerk bereits seit 2017 finanziell und ideell unterstützt. 
 

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Kinderbuchtipps zum Thema Forschung

Gabby Orcutt on Unsplash

Wir stellen euch regelmäßig neue und besonders lesenswerte Kinderbücher für kleine Leser*innen im Kita-Alter vor. Diesmal geht es um Kinderbücher über den Alltag von Forscherinnen und Forschern.

Große Erfinderinnen und ihre Erfindungen

 
Ein inspirierendes Sachbilderbuch, das die wahren Geschichten starker Erfinderinnen erzählt – spannend aufbereitet für kleine und große Entdecker ab 4 Jahren. Unsere Welt steckt voller genialer Erfindungen und nicht wenige davon entsprangen den klugen Köpfen von Frauen! So verdanken wir zum Beispiel einer Hollywood-Schauspielerin, dass wir heute das WLAN nutzen können. In diesem originellen Sachbilderbuch werden die großartigen Frauen, die hinter diesen Erfindungen stehen, vorgestellt und die spannenden Entstehungsgeschichten ihrer Erfindungen erzählt. Ein Sachbilderbuch mit starken Vorbildern für Kinder!
 
"Große Erfinderinnen und ihre Erfindungen" von Aitziber Lopez und Luciano Lozano. Ab 4 Jahre. Annette Betz Verlag. 36 Seiten. Preis: 14,95 Euro. ISBN:978-3-219-11872-8 

Ein T-Rex namens Sue: Dinosaurier und ihre Entdeckerinnen

Gab es eigentlich auch Dinosaurierinnen? - Na logisch! Und genau so gibt es auch neben den Jungs eine Menge Mädchen, die sich brennend für Dinos interessieren. Für sie – und natürlich auch für die Jungs – kommt hier ein Dino-Buch über all die Frauen, die die Paläontologie entscheidend vorangebracht haben und das immer noch tun: Mary Anning mit ihren Meeressaurier-Funden Anfang des 19. Jahrhunderts, die Abenteurerin Sue Hendrickson mit dem nach ihr benannten T-Rex-Skelett, „Punk-Paläontologin“ Jingmai O’Connor mit ihrem Faible für gefiederte Dinos oder Jasmina Wiemann mit ihrer Forschung im High-Tech-Labor …

Birk Grüling und Lucia Zamolo erzählen in diesem Kindersachbuch, was wir dank all dieser Frauen über Dinosaurier wissen.

Ein T-Rex namens Sue. Dinosaurier und ihre Entdeckerinnen von Birk Grüling und Lucia Zamolo. Klett Kinderbuch. Ab 6 Jahre. 56 Seiten. Preis: 18,00 Euro. ISBN: 978-3954702749  

Gute Nacht, Abenteurer: 30 wahre Geschichten von mutigen Forscherinnen und Entdeckern

Die engagierte Naturschützerin Ness Knight ist für extreme Expeditionen bekannt. In diesem Buch erzählt sie von den spannendsten Abenteuern mutiger Frauen und Männer aus allen Zeiten: Von der Französin Jeanne Baret, die vor 250 Jahren als Mann verkleidet die Welt umsegelte, über den Entdecker Alexander von Humboldt bis zu der legendären Gorilla-Forscherin Dian Fossey. Ob die Forscherinnen und Entdecker einen aktiven Vulkan erklimmen, in die Tiefsee abtauchen, sich durch gefährliche Flussströmungen im Regenwald kämpfen, mit einem Heißluftballon den Atlantik überqueren, Gorillas im Nebel beobachten, von einem wütenden Nashorn verfolgt werden oder von der Raumstation ISS zurück zur Erde reisen – diese fesselnden Geschichten lassen auch die Leserinnen und Leser von Abenteuern träumen!

 
"Gute Nacht, Abenteurer: 30 wahre Geschichten von mutigen Forscherinnen und Entdeckern"  von Ness Knight. Prestel junior. Ab 6 Jahren. 128 Seiten. Preis: 22 Euro ISBN: 978-3-7913-7482-6

 


Advertorial Top Themen Gewinnspiele

1 von 3 MyRoads-Starter Sets zu gewinnen!

MyRoads- Starter Set – eine Spielstraße,
7 Meter Spielspaß und 1000 Möglichkeiten

MyRoads- Starter Set

Spielspaß für die kalten Tage! Ob in der Kita oder daheim: Dank Kurven, Geraden, Kreuzungen, Zebrastreifen und einer Garage mit Parkplätzen kommt mit dem MyRoads- Starter Set keine Langeweile auf. Die Teile sind kinderleicht zusammenzustecken und frei kombinierbar. Kreativität, Feinmotorik und Konzentrationsfähigkeit werden mit MyRoads spielerisch gefördert. Die nachhaltig produzierte Spielewelt wird in Deutschland hergestellt und besteht aus Holzwerkstoff aus verantwortungsvollen Quellen. Dank ihrer Langlebigkeit ist sie ideal für den Einsatz in der Kita geeignet.
Sichern Sie sich jetzt 1 von 3 „MyRoads-Starter Sets“

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MyRoads Starter Set

Das zurückgenommene Design lädt dazu ein, MyRoads mit anderen Gegenständen und Spielzeug zu kombinieren. Ob ein Stuhl mal eben als Tunnel umfunktioniert wird, oder schnell eine Stadt mit Bauklötzen rund um die Straße errichtet wird – alles ist möglich!

Das Starter-Set ist erst der Auftakt einer neuen, grünen Spielzeugwelt. Das Zusatzset Big Curve beinhaltet acht große Kurven, die eine Streckenerweiterung von 1,70 Metern ermöglichen. Das Zusatzset Long Straight sorgt mit 8 geraden Teilen für eine Streckenerweiterung von zwei Metern.
Weitere Produkte sind bereits in Planung.

Um an der Verlosung teilzunehmen, tragen Sie bitte Ihre Daten, die Daten Ihrer Bildungseinrichtung und das Stichwort: "MyRoads23" in das Formular ein. Das Gewinnspiel läuft bis zum 15. Januar 2023.

Jetzt teilnehmen und gewinnen!

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Anmeldestart für die bundesweit größte Leseförderungsaktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ zum Welttag des Buches

Suad Kamardeen on Unsplash

Ab sofort können Lehrkräfte ihre 4. und 5. Klassen sowie Förderschul- und Willkommensklassen für die Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ zum Welttag des Buches 2023 anmelden: www.welttag-des-buches.de/anmeldung. Bis 31. Januar 2023 haben sie dort die Möglichkeit, Gutscheine für den Comicroman „Volle Fahrt ins Abenteuer“ von Autorin Katharina Reschke und Illustrator Timo Grubing zu bestellen und eine Wunschbuchhandlung auszuwählen. Das Buch bekommen die Schulkinder gegen Vorlage des Gutscheins im Aktionszeitraum vom 21. April bis 31. Mai 2023 während eines Klassenbesuchs von ihrer örtlichen Buchhandlung geschenkt. Falls ein gemeinsamer Besuch des Buchhandels aufgrund der Corona-Situation 2023 nicht überall möglich sein sollte, können auch individuelle Lösungen vereinbart werden. 

„Ich schenk dir eine Geschichte“ ist eine gemeinsame Aktion von Stiftung Lesen, Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins, Deutsche Post, cbj Verlag und ZDF. Seit 1997 erhalten Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen rund um den UNESCO-Welttag des Buches am 23. April ein Buchgeschenk. Bereits zum 17. Mal unterstützen die Kultusministerien der Bundesländer mit ihrer Schirmherrschaft die Initiative und finanzieren den Druck der Buch-Gutscheine.

Karin Prien, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, sagt: „Seit über 25 Jahren verschenkt die Stiftung Lesen gemeinsam mit ihren Partnern und dem örtlichen Buchhandel Geschichten, animiert Kinder und Jugendliche zum Buch zu greifen und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Leseförderung. Lesen ist eine Kernkompetenz und nicht nur Voraussetzung für den erfolgreichen Bildungsweg jedes Kindes, sondern auch für die gesellschaftliche Teilhabe. Aktuell erreichen jedoch immer mehr nicht die Mindeststandards und verfügen nicht über Basiskompetenzen beim Lesen, Schreiben und Rechnen. Umso wichtiger sind solche Initiativen, die die Schulen unterstützen.“ 

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, erklärt: „Die Lesekompetenz bei Schulkindern am Ende der Grundschule war noch nie so schlecht wie heute. Dies zeigt der IQB-Bildungstrend 2021, denn 42 % der Viertklässler/-innen in Deutschland verfehlen den Regelstandard an Lesekompetenz. Leseförderung ist daher gerade wichtiger denn je. Mit der Teilnahme an ‚Ich schenk dir eine Geschichte‘ zum Welttag des Buches kann jede Lehrkraft einen Teil dazu beitragen, dass Schulkinder ihre Lesekompetenz verbessern. Der Comicroman zum Welttag des Buches spricht Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Leseniveaus an, denn mit einer gelungenen Kombination aus spannendem Romantext und humorvollen Illustrationen möchten wir gemeinsam mit unseren Partnern ihre Begeisterung fürs Lesen wecken.“ 

Comicroman „Volle Fahrt ins Abenteuer“
Mit „Volle Fahrt ins Abenteuer“ präsentieren die Initiatoren erneut einen Comicroman, um Kinder mit einer gelungenen Mischung aus Text und Illustrationen fürs Lesen zu begeistern. In der Geschichte geht es um Elani und ihren Cousin Flo, die ihre Ferien auf dem Aussteigerhof von Oma Sanne in Brandenburg verbringen. Doch anstelle von Ziegenmist und Langeweile erwartet die beiden ein spannender Roadtrip bis nach Usedom. Und zwar mit Kutsche, denn Oma Sanne ist Zukunftserfinderin und setzt sich für die Umwelt ein. Zusammen mit dem Nachbarsjungen Tan wollen sie an der Ostsee nach einem Familienschatz suchen. Werden es die vier Abenteuerlustigen ganz ohne technische Hilfsmittel bis ans Meer schaffen?

Da Nachhaltigkeit und Umweltschutz im neuen Welttagsbuch eine wichtige Rolle spielen, wird das Buch erneut nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip hergestellt. Das bedeutet, dass das Buch komplett recycelbar und für den biologischen Kreislauf geeignet ist. So stammt das Papier des Buches aus nachhaltiger Forstwirtschaft und die Druckfarben sind biologisch abbaubar und ohne Schadstoffe. Cradle-to-Cradle ist ein Weg, Produkte so zu produzieren, dass sie am Ende nicht zu Müll werden, sondern etwas Neues daraus entstehen kann.

Optimierter Anmeldeprozess
Für die neue Welttagsrunde wurde der Anmeldeprozess optimiert, sodass Buchhandlungen nun individueller entscheiden können, wie und in welchem Umfang sie sich beteiligen möchten. Für Schulen bieten die Neuerungen bei der Anmeldung eine passgenauere Zuordnung und eine engere Bindung mit dem Buchhandel vor Ort. So gibt es zum Beispiel ein Ampelsystem, das Lehrkräften anzeigt, ob bei der gewünschten Buchhandlung noch Anmeldungen möglich sind oder die Obergrenze an Bestellungen bereits erreicht ist. Außerdem können Schulen nun dank der Umkreissuche direkt sehen, welche teilnehmenden Buchhandlungen sich in unmittelbarer Nähe zur Schule befinden. 

Weitere Informationen unter www.welttag-des-buches.de 


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Wie wir Kinder durch Spielen, Singen und Tanzen stark für die Zukunft machen

Johnny McClung on Unsplash
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Expertentipps von Autorin und Coach Anna Greie

Wie schaffen wir es im Alltag, die kreative Energie von Kindern mehr zu fördern und zuzulassen? Indem wir der kindlichen Kreativität und Fantasie weniger Grenzen setzen und KindSein nicht so stark auf Leistung und Erfolg ausrichten. Anna Greie, Expertin und Autorin des Buches "KindSein. Der Schlüssel zum Glück" gibt Praxistipps, wie wir unseren Kindern wieder mehr Raum für Singen, Tanzen und Spielen ermöglichen. Denn dadurch erleben sie einen regelrechten Flow-Zustand, der ihnen hilft, gestärkt und selbstbewusst durchs Leben zu gehen.

Anna Greie, die Gründerin der Stage Up! Musicalschulen, Tanzpädagogin und Mutter von zwei Kindern, ermutigt in ihrem Buch „KindSein. Der Schlüssel zum Glück“ alle Erwachsenen dazu, Kindern ausreichend Freiräume zu geben, um sich auszuprobieren und die Welt spielerisch zu entdecken. Dabei fordert sie: „Richten wir KindSein nicht von Anfang an auf Leistung und Erfolg aus. Wir sollten Kindern ihre Ängste nehmen, anstatt diese mit überhöhten Erwartungen zu schüren. Und vor allem: Bieten wir ihnen die Freiheit, ihre schöpferische Kreativität zu leben.“ Anna Greie ist überzeugt, dass Kinder genau das benötigen, um für das Leben gestärkt zu werden – für alltägliche Herausforderungen wie auch für Krisenzeiten.

„Um das Einssein zu spüren, brauchen Kinder ebenso wie Erwachsene die hohe Konzentration auf den Moment. Nichts anderes ist es, was die Kinder in Augenblicken des Ins-Spiel-versunkenen-Seins tun. Sie müssen es nur dürfen“, fordert die Expertin. „Die Unachtsamkeit der Gesellschaft hat KindSein verhärtet und fehlgelenkt, sodass selbst Kinder Achtsamkeit wieder üben müssen.“

Kleiner Eltern-Guide: Wie Sie mehr KindSein zulassen und Ihre Kinder für die Zukunft stärken

Anna Greie bietet in ihrem Buch „KindSein. Der Schlüssel zum Glück“ Eltern und Erzieher:innen jede Menge praktische Anregungen und Tipps, mit denen es gelingen wird, Kindern den Zugang zum Weltentdecken und KindSein zu ermöglichen und der kindlichen Kreativität weniger Grenzen zu setzen.  

Die wichtigsten Anregungen hat die Autorin hier zusammengefasst:

1. Geben Sie Kindern bewusst Zeit für das eigene kreative Spiel

Verplanen Sie nicht die gesamte Freizeit Ihrer Kinder, lassen Sie ihnen Ruhezeiten ohne Verpflichtungen. Kinder sind oft einfach glücklich, wenn sie sich in ihr Spiel vertiefen und ihre eigene Welt genießen dürfen. In einer Loslösung von Terminen, Hektik und Herausforderungen bekommen Kinder die Chance, eigene Ideen und Wünsche in Taten umzusetzen. Das Freisein von Zwängen gibt ihrer Fantasie Raum und lässt sie ins kreative Erleben eintauchen. Kindern fällt es dann leicht, sich in ihr Tun und den Moment fallen zu lassen. Entspanntes Spielen – ohne Erwartungsdruck – lässt sie in ihrer Mitte ankommen und ihren eigenen Flow finden.

2. Ermutigen Sie Ihr Kind dazu, die Welt selbst zu entdecken 

Wohlmeinend halten viele Eltern heutzutage ihre Kinder davon ab, eigene Entdeckungen in ihrer Umwelt und mit ihren Mitmenschen zu machen: „Tu das nicht, tu dies nicht“, „Pass auf!“, „Geh nicht auf die hohe Rutsche!“, oder „Klettere nicht auf die Mauer, sonst fällst du runter.“ Und immer wieder die Warnung „Du tust dir weh!“ mit der versteckten Begründung „Du kannst das nicht!“ Mahnungen zur Vorsicht in steter Wiederholung, vorgebetet von behütenden Eltern, stehen auf der Tagesordnung. In der ständigen Anstrengung, ihre Kinder zu schützen, verhindern sie, dass sie wichtige eigene Erfahrungen machen – gute ebenso wie schlechte.

Damit trainieren Eltern ihren Kindern die Neugierde ebenso ab genauso wie das Austesten der eigenen Möglichkeiten. Ein Sich-einlassen-Dürfen auf das kreative Spiel, das Entdecken von Fähigkeiten und der eigenen Grenzen darf oft nicht stattfinden. Ursache dafür ist Angst. Ihr Außen trichtert ihnen ein: „Das ist falsch!“ Beim Kind kommt die Botschaft an: „DU bist falsch.“  Deshalb geben Sie Ihren Kindern mehr positive Verstärkung. Wenn sie hören „Du schaffst das! Du kannst das!“, werden sie am Ende eines Lernprozesses genau das von sich sagen können: „Ich kann das! Ich mach das jetzt!“ Machen Sie Ihren Kindern keinen Druck, geben Sie ihnen den Raum und die Zeit, sich in ihrem Tempo zu entwickeln, das stärkt ihre Persönlichkeit.

3. Fördern Sie die intrinsische Motivation 

Die extrinsische Motivation, in Form von Bewertung und entsprechendem Belohnungssystem, tötet die intrinsische Motivation, ein Talent wirklich zu entfalten. Die Suche nach den verschütteten Motivationen und Talenten kann eine Reise zu sich selbst werden. Je öfter ein Kind die Erfahrung macht, seinen inneren Impulsen zu vertrauen und dann voller Freude etwas Großartiges zu (er)schaffen, umso stärker wird die intrinsische Motivation und der Mut, ihr zu folgen.

4. Hören Sie auf die Wünsche Ihrer Kinder

Geben Sie Kindern den Raum, zu sich selbst zurückzufinden, die Welt auf ihre Art zu entdecken und dabei ihre Kreativität auszuleben. Hören Sie auf, die Wünsche der Kinder zu manipulieren und ihren tatsächlichen Bedürfnissen entgegenzuwirken. Das klingt hart, aber wenn Eltern ehrlich sind, legen sie sich die Wünsche und Bedürfnisse ihres Kindes oft so zurecht, wie sie in den Erwachsenen-Alltag passen. Üben Sie sich darin, ihre Kinder nicht stetig mit neuen und oft viel zu hohen Erwartungen zu konfrontieren. Lassen Sie Ihre Kinder singen, tanzen und spielen. Geben Sie Ihnen den Raum für ihre innere Stimme, ihre Kreativität und ihren Ausdruck – ganz ohne Ziel und Erwartungen. Lassen Sie sie einfach sein – KindSein. Kinder blühen auf. Über die Bewegung pendeln sie ihre Mitte neu aus. In der Konzentration auf ihr Tun gelangen sie unbewusst in den Zustand des Flows und des Einsseins.

5. Motivieren Sie Ihre Kinder, Neues zu entdecken und kreative Ideen auszuprobieren

Lassen Sie Ihren Kindern den Freiraum, um neue kreative und verrückte Ideen auszuprobieren. Sparen Sie sich Kommentare wie „Was soll denn das?“ Signalisieren Sie stattdessen Verständnis für den Entdeckerdrang Ihres Kindes, lassen Sie sich in die Fantasiewelten Ihrer Kinder hineinziehen. Wenn es in einer erfundenen Sprache mit Ihnen spricht, machen Sie einfach mit. Bleiben Sie wach für ein Erleben mit allen Sinnen. Nehmen Sie Ihr Kind wahr und seine Impulse auf.

 

Warum sollten wir mehr mit unseren Kindern singen? Zu Gast: Reinhard Horn und herrh

Über Anna Greie

Sasha_Ilushina
Sasha_Ilushina

Anna Greie ist Geschäftsführerin der Stage Up! GmbH, die Musicalschulen für Kinder und Jugendliche in Hamburg und Schleswig-Holstein betreibt. Rund 350 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis 22 Jahren werden hier in den Fächern Schauspiel, Tanz und Gesang unterrichtet. Zuvor war die ausgebildete Tanzpädagogin Franchisenehmerin des international renommierten Stagecoach-Performing-Arts-Netzwerkes. Ihre Ausbildung absolvierte die Mutter von zwei Kindern an der Erika-Klütz-Schule für Theatertanz und Tanzpädagogik.

Buch: Anna Greie: „KindSein. Der Schlüssel zum Glück“

Anna Greie, die Gründerin der Stage Up! Musicalschulen, veröffentlicht am 30. September ihr Buch „KindSein. Der Schlüssel zum Glück“, zunächst als E-Book auf amazon.de und am 28. Oktober als Taschenbuch. Darin fordert die erfahrene Tanzpädagogin, den Kindern ausreichend Freiräume zu geben, um sich auszuprobieren und die Welt spielerisch zu entdecken. Sie liefert Anregungen und praktische Tipps, wie es gelingt, Kindern den Raum für ihre angeborene Neugierde zu lassen und weniger Grenzen für das KindSein zu setzen. „Beim Singen, Tanzen und Spielen empfinden Kinder das tiefe Glück des KindSeins, weil sie sich dadurch in einen Flow-Zustand versetzen, mit dem sie Abstand zu möglichen Sorgen und dem Alltagsstress bekommen“, so Anna Greie. „Das stärkt sie für ihr Leben. 


Top Themen Ernährung

Gesund und günstig kochen trotz steigender Lebensmittelpreise

Sarah Wiener Stiftung | photothek
Sarah Wiener Stiftung | photothek

Seit einigen Monaten schon machen es steigende Lebensmittelpreise und Lebenshaltungskosten für viele Familien schwerer, frische und vollwertige Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen. Und auch für Kitas machen sich die Preiserhöhungen beim Einkauf oder einigen Lieferanten bemerkbar. Besonders, wenn sie mit den Kindern eine vielseitige Ernährung und den Spaß am Kochen näherbringen wollen.

Die neue Themenseite der Familienküche „Gesund und günstig kochen“  hält viele Tipps parat, wie Sie beim Einkauf, der Lagerung und beim Kochen Geld und Energie sparen können, z.B.

  • zum saisonalen und damit kostengünstigeren Einkauf
  • wie man Lebensmittel so lagert, dass sie länger haltbar sind
  • wie sich teure Zutaten häufig mit günstigeren Alternativen ersetzen lassen

Unser Tipp: Machen Sie aus der Not eine Tugend und lassen Sie die Kinder in der Küche kreativ werden! Suchen Sie sich regionale und saisonale Zutaten aus und überlegen sie gemeinsam: Was können wir daraus Leckeres zubereiten? Sprechen Sie über Lebensmittelreste und wie man Sie – zum Beispiel als Semmelbrösel aus trockenem Brot – noch verwenden kann. Sammeln sie Äpfel auf Streuobstwiesen und verkosten Sie die unterschiedlichen Sorten.

Neben vielen Praxistipps und Anregungen gibt es in der Familienküche, dem Online-Angebot für Eltern rund ums Essen und Kochen mit Kindern der Sarah Wiener Stiftung und BARMER, außerdem eine umfangreiche Rezeptdatenbank mit preiswerten Rezepten. Sie finden dort auch ein Kochbuch und zahlreiche Anregungen und Videos für das Kochen mit Kindern. Alle Angebote sind kostenfrei und online verfügbar. Teilen Sie diese gern mit den Familien in Ihrer Kita.

Kinderzeit-Podcast: Nachhaltiges Kita-Essen

Ich kann kochen!

Ich kann kochen! ist eine bundesweite Ernährungsinitiative der Sarah Wiener Stiftung und der BARMER. Ziel ist es, Kita- und Grundschulkinder für eine vielseitige Ernährung zu begeistern. Praxisnahe Fortbildungen und digitale Lernangebote qualifizieren pädagogische Fach- und Lehrkräfte kostenfrei dafür, mit Kindern Lebensmittel zu entdecken und gemeinsam zu kochen. So wird Ernährungskompetenz gefördert und Krankheiten vorgebeugt. Seit dem Start 2015 hat Ich kann kochen! über eine Million Kinder erreicht. Die Qualität und Wirkung sind wissenschaftlich evaluiert und bestätigt. Ich kann kochen! ist ein IN FORM-Projekt der Bundesregierung. 

Mehr: www.ichkannkochen.de


Top Themen Weiterbildung

Wir brauchen einen Kita-Digitalpakt! Bildungsakteure appellieren an Bundespolitik

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Die Digitalisierung hat in den letzten beiden Jahrzehnten unser Leben und unsere Art zu arbeiten stark verändert. Auch unsere Kinder wachsen heute anders auf – digitale Medien sind in ihren Elternhäusern, bei Verwandten und in den Familien ihrer Freundinnen und Freunde allgegenwärtig. Umso wichtiger wird es, dass der verantwortungsbewusste, kreative und forschende Umgang damit auch in der Kita eine größere Rolle spielt. Der deutschlandweit aktive Kita-Träger FRÖBEL, die Stiftung Haus der kleinen Forscher und der Didacta-Verband haben deshalb beim gestrigen 11. Plenum Frühpädagogik in Berlin einen bundesweiten Digital-Pakt für Kitas gefordert. Jetzt richten sie gemeinsam einen entsprechenden Appell an die Bundespolitik.

Denn das digital gestützte Lernen und Entdecken fehlt in vielen Bildungsplänen. Und auch die Digitalisierung des Kita-Managements und der pädagogischen Dokumentation zur Entlastung der Fachkräfte ist vielerorts nicht vorgesehen. Und in den Kita-Finanzierungssystemen der meisten Bundesländer werden aktuell weder digitales Equipment und notwendige Softwarelösungen noch Fort- und Weiterbildung dazu berücksichtigt. 

Deutschland braucht einen DigitalPakt Kita – jetzt!

Um der Dringlichkeit und dem enormen Handlungsbedarf bei der Digitalisierung in Kitas Nachdruck zu verleihen, appellieren die bundesweit tätigen Bildungsakteure gemeinsam an die Bundespolitik. In drei zentralen Forderungen fassen sie ihre Positionen zu einem DigitalPakt Kita zusammen. Die Unterzeichnenden sind Deutschlands größte Fortbildungsinitiative Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, Deutschlands größter freigemeinnütziger Träger von Kinderkrippen, Kindergärten und Horten, FRÖBEL e. V., sowie der Didacta Verband e. V., Verband der Bildungs-wirtschaft und ideeller Träger der didacta, der größten Bildungsmesse in Europa. 

 Die drei zentralen Forderungen für einen DigitalPakt Kita betreffen: 

1. KOMPETENZ Bundesweiter Zugang zu Fortbildungsangeboten für pädagogische Fach-kräfte, für einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien im Kontext guter Lernbegleitung in der Kita. Digitale Geräte sind, wie Stift, Papier oder eine Lupe, unterstützende Hilfsmittel beim entdeckenden und forschenden Lernen. 

2. ANERKENNUNG Kitas müssen als elementare Bildungseinrichtungen formal Teil des Bildungswegs werden. Wie die Schulen müssen sie mit digitalen Medien für einen sinnvollen Einsatz in der Bildungsarbeit ausgestattet werden. Hierzu gehört auch die Überarbeitung der Bildungspläne. 

3. AUSSTATTUNG Das Management von Kitas und Trägern muss deutlich stärker digitalisiert werden, um insbesondere Leitungskräfte zu entlasten. Das betrifft klassische Verwaltungsprozesse ebenso wie Fortbildungen und die Dokumentation der pädagogischen Arbeit. Das macht die Ausstattung von allen pädagogischen Fachkräften mit einem digitalen Endgerät wie Laptop oder Tablet notwendig. 

Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“: 

„Wir müssen mehr frühe Bildung wagen, in der digitale Medien ganz selbstverständlich Teil des Werkzeugkoffers z. B. beim Entdecken und Forschen sind. Verpassen wir heute die Chancen einer guten frühen Bildung, haben wir morgen das Nachsehen in der Schule, bei der Besetzung von Stellen und im gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

Für die Qualität der Bildungsarbeit braucht es qualifizierte pädagogische Fachkräfte. Es ist Aufgabe der Politik, neben Schulen auch die Einrichtungen der frühkindlichen Bildung im Umgang mit den rasanten digitalen Veränderungen zu stärken!“ 

Stefan Spieker, Geschäftsführung FRÖBEL Bildung und Erziehung gGmbH

„Wir brauchen einen Perspektivwechsel, wenn wir Kitas wirklich als Bildungs-einrichtungen verstehen wollen. Digitale Medien und ein verantwortungsbewusster Umgang damit werden in allen Bildungsstufen als selbstverständlich angesehen und gefördert, nur in der frühen Bildung nicht. In den Kita-Finanzierungssystemen der meisten Bundesländer werden aktuell weder digitales Equipment und notwendige Softwarelösungen noch Fort- und Weiterbildung dazu berücksichtigt. Das muss sich ändern!“ 

Prof. Dr. Julia Knopf, Vorstandsmitglied Didacta Verband e. V.: 

„Digitale Technik, sinnvoll eingesetzt, bereichert den organisatorischen Alltag in der Kita, optimiert die Zusammenarbeit zwischen Trägern, Leitung, Team und Familien und erweitert die Lern- und Erfahrungswelt der Kinder. Konzepte, zum Einsatz digitaler Medien in der Bildungspraxis, IT-Infrastrukturen, technische Ausstattung und Support – das brauchen Kitas jetzt!" Digitalisierung fängt nicht erst in der Schule an. Begegnen wir den aktuellen Herausforderungen im Bildungsbereich und starten mit dem DigitalPakt Kita dort, wo der Bildungsweg beginnt – in der Kita. Kindertagesstätten sind elementare Bildungsorte, in denen Kinder früh lernen, die nötigen Kompetenzen für das 21. Jahrhundert zu entwickeln: Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und kritisches Denken – alles zentrale Bausteine auch für das Demokratieverständnis. Die Kompetenz für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien gehört dazu (Art. 17 der UN-Kinderrechtskonvention). Die digitale Transformation bietet uns die Chance, Kitas als die grundlegenden Bildungsorte anzuerkennen, in denen Pädagoginnen und Pädagogen die Kinder fit für die Zukunft machen.

Gemeinsam für eine Zeitenwende dort, wo Zukunft beginnt – in der Kita. 


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4.444 Tage auf Bienen-Mission: 10 kostenlose Bienenkoffer für Kinder

Dmitry Grigoriev on Unsplash
Dmitry Grigoriev on Unsplash

Seit dem 24.09.2010 informiert, inspiriert und mobilisiert die Stiftung für Mensch und Umwelt Jung und Alt, bienenfreundliche Aktionen zu starten. Beliebt ist dabei der Bienenkoffer, ein mobiles Umweltbildungsangebot für Kita- und Grundschulkinder. Wer sich an der Weihnachtsaktion beteiligt, erhält mit etwas Glück einen von insgesamt zehn kostenlosen Bienenkoffern für seine Einrichtung. Jetzt bewerben!

Mithilfe der Bienen ist es der Stiftung für Mensch und Umwelt seit 2010 gelungen, das Bienensterben und den abstrakten Begriff „biologische Vielfalt“ der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Unter dem Label „Deutschland summt!“ entstehen ständig neue Angebote zum Mitmachen. Und mehr noch: Die beiden Gründer und Leiter der Stiftung für Mensch und Umwelt, Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer, wecken mit ihrem Team auch nach 12 Jahren regelrecht Begeisterung für die Bestäuberinsekten und das Anlegen von Bienengärten.

„Es macht uns großen Spaß, neue, zum Teil ganz unkonventionelle Naturschutz-Aktionen auszudenken. Dabei werden wir von einem tollen Netzwerk aus Ehrenamtlichen unterstützt. Allein bei unserem bundesweiten Pflanzwettbewerb waren in diesem Jahr über 8.600 Personen involviert. Und mit unserem Bienenkoffer bekommen schon die Kleinsten Lust, sich mit Hummeln & Co. zu beschäftigen“, so Dr. Hölzer und Hemmer.

Um kostenlosen Bienenkoffer bewerben: So geht’s
Die Stiftung für Mensch und Umwelt lädt alle Pädagoginnen und Pädagogen, Lehrerinnen und Lehrer sowie freie Umweltbildnerinnen und Umweltbildner zur Bewerbung um einen kostenlosen Bienenkoffer ein. Hierzu ist eine formlose E-Mail mit der Beantwortung von fünf Fragen gewünscht. Details unter: www.deutschland-summt.de Am Nikolaustag erfahren alle Bewerberinnen und Bewerber, ob sie zu den glücklichen Gewinnern zählen.

Aufruf: Schon im Winter für die Bienen aktiv sein
Wer den Insekten etwas Gutes tun möchte, sollte die kalte Jahreszeit zur Planung nutzen: Welche Pflanzen sollen im neuen Jahr den Garten oder Balkon verschönern und hungrigen Insekten ein reichhaltiges Buffet bieten? Darüber hinaus können an frostfreien Tagen sogar noch Stauden gepflanzt werden. Infos inklusive Listen mit bienenfreundlichen Pflanzen stellt die Stiftung für Mensch und Umwelt in den Naturgarten-Fachinfos auf der Deutschland summt!-Website zur Verfügung: www.deutschland-summt.de Und es lohnt sich, die Gartenaktivitäten zu dokumentieren! Denn auch im kommenden Jahr möchte die Stiftung für Mensch und Umwelt ihren bundesweiten Pflanzwettbewerb veranstalten, bei dem Aktivitäten aus dem Vorjahr mitzählen.

Über die Stiftung für Mensch und Umwelt

Die Stiftung für Mensch und Umwelt wurde als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Berlin im September 2010 von Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer gegründet. Bekannt ist sie insbesondere durch ihre Initiative „Deutschland summt! Wir tun was für Bienen“. Damit lenkt die Stiftung seit 2010 die Aufmerksamkeit auf Möglichkeiten, dem rasanten (Wild)Bienensterben entgegenzutreten.

Mehr über die Stiftung unter: www.stiftung-mensch-umwelt.de
Mehr über Deutschland summt! unter: www.deutschland-summt.de
Mehr über den bundesweiten Pflanzwettbewerb unter: www.wir-tun-was-fuer-bienen.de


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Die zehn Signale für Kindesmissbrauch

Nadine Shaabana on Unsplash
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Entscheidet immer die Mehrheit?

Kinder und Jugendliche, die zum Opfer sexueller Gewalt werden, machen ein zweifaches Martyrium durch. Einerseits leiden sie unter dem Missbrauch an sich, andererseits leben sie vielfach unter dem Druck, sich mit ihren Leiden niemandem anvertrauen zu können, ausgelöst durch massive Drohungen der Täter. Das macht es so schwierig, Missbrauchsopfer auszumachen. Doch es gibt unübersehbare Anzeichen. Ein Gastbeitrag von Emil Horowitz von der Oak Foundation

Es darf nicht verwundern, dass sich die Opfer angesichts der Verhaltensweisen der Täter in eine Festung des Schweigens zurückziehen und keinen Weg sehen, aus dieser Situation zu entkommen. Die hohe Zahl an Missbrauchsfällen weist auf eine alarmierende Lage hin. Laut polizeilicher Kriminalstatistik gibt es pro Tag rund 50 Meldungen über sexuelle Gewalt gegen Kinder. Insgesamt meldet die Statistik pro Jahr etwa 12.000 Fälle von Missbrauch an Kindern unter 14 Jahren und mehr als 7.000 Fälle von Kinderpornographie.

Aktuelle Studien vermuten in jeder Schulklasse mindestens ein bis zwei Kinder, die von sexueller Gewalt betroffen sind, wobei die Täter gewöhnlich aus dem nahen Umfeld der Opfer stammen – meist Nachbarn, Mitarbeiter sozialer Einrichtungen oder Eltern. Umso wichtiger ist es, auf Anzeichen und Signale zu achten, die auf Missbrauch bei Kindern schließen lassen.

Kinderzeit-Podcast: Wie geht eigentlich Kinderschutz?

Untrügliche Anzeichen existieren – müssen aber ernst genommen werden

Es gibt eine ganze Reihe von Anzeichen, die auf Missbrauch bei Kindern hindeuten. Aus den Erkenntnissen von Polizei, Psychologen und sozialen Einrichtungen haben sich vor allem zehn Signale herauskristallisiert, die von besonderer Aussagekraft sind. 

Signal 1: Körperliche Merkmale 

Missbrauchstäter gehen nicht selten mit großer Umsicht vor, um äußere Merkmale ihrer Taten zu vermeiden. Dennoch bleiben vielfach nicht auf den ersten Blick erkennbare Merkmale zurück, die auf Missbrauch hindeuten. Typische physische Indizien für möglichen Missbrauch sind: 

  • Blutungen, Rötungen, Risse
  • Verletzungen an Penis, Hoden, Vagina und After
  • Schmerzen im After- und/oder Genitalbereich
  • Ungewöhnliche Dehnungen an After oder Vagina
  • Hämatome an der Oberschenkelinnenseite oder im Genitalbereich
  • Geschlechtskrankheiten wie Ausfluss oder Pilzinfektionen
  • Schwangerschaft 

Sollten sich Symptome dieser Art zeigen, ist äußerste Aufmerksamkeit angebracht. Ein möglicher Missbrauch ist in diesem Fall mehr als eine vage Vermutung.

Signal 2: Rückzug

Das Kind zieht sich in sich selbst zurück und bricht frühere soziale Kontakte ohne Grund ab. Soziale Verhaltensweisen ändern sich von Gruppendynamik hin zu eigenbrötlerischem Einsiedlertum.

Signal 3: Opportunismus

Das Kind versucht auf übertriebene Weise, möglichst alles richtig zu machen und nicht aufzufallen. In diesem Fall empfindet das Kind den Missbrauch als Strafe für eigene Verfehlungen.

Signal 4: Rebellion

Je nach Temperament kann ein kindliches Missbrauchsopfer auch das gegenläufige Verhaltensmuster aufweisen: Das Kind hält sich nicht mehr an Regeln und überschreitet bisher geltende Grenzen. 

Signal 5: Selbstverletzung 

Das Kind fügt sich Verletzungen oder Schmerzen zu. Auch hier glaubt das Opfer, eine Art von Bestrafung verdient zu haben.

Signal 6: Ungewöhnliches Essverhalten

Das Kind isst entweder mehr oder weniger als gewöhnlich. Die Veränderung im Essverhalten deutet auf eine tiefgreifende seelische Dysbalance hin.

Signal 7: Verhaltensänderung

Das Kind legt unvermittelt ein Verhalten an den Tag, das nicht seiner Altersgruppe entspricht. Dabei sind Abweichungen in beide Richtungen möglich: Das Kind verhält sich entweder jünger oder älter als es tatsächlich ist.

Signal 8: Krankheit

Das Kind zeigt eine überdurchschnittliche Tendenz hin zu Erkrankungen, meist Bauch- oder Kopfschmerzen, Hautkrankheiten oder Schlafstörungen.

Signal 9: Angst und Aggression

Das Kind weist bisher ungekannte Angstzustände oder aggressive Verhaltensmuster auf. Damit kompensiert das Kind seinen unterdrückten emotionalen Ausnahmezustand.

Signal 10: Drogenmissbrauch

Das Kind beginnt damit, alkoholische Getränke zu sich zu nehmen oder Drogen zu konsumieren. Damit versucht das Opfer, den inneren Schmerz zu lindern, mit dem es sich niemandem anvertrauen kann.

Missbrauch lässt sich im Vorfeld vermeiden

Weist ein Kind eines der beschriebenen Anzeichen auf und ist das auf einen Missbrauchsfall zurückzuführen, ist es bereits zu spät – der Missbrauch hat bereits stattgefunden oder ist noch im Gange. Hier wären Initiativen im Vorfeld angebracht, denn der Weg der meisten Täter hin zum aktiven Missbrauch führt in vielen Fällen über Kinderpornographie und die damit verbundene sexuelle Gewalt.

Nur ein wirkungsvolles Instrument gegen die Verbreitung kinderpornographischer Inhalte über die sozialen Netzwerke kann auf lange Sicht zu einer spürbaren Verbesserung der Situation führen. KI-basierte Contentfilter, die Bildmaterial auf pornographischen Gehalt analysieren und Verdachtsfälle menschlichen Moderatoren zur endgültigen Bewertung vorlegen, können angesichts der ungeheuren Mengen an kursierendem Bildmaterial ein wirkungsvolles Werkzeug zur Eindämmung der grassierenden Kinderpornographie sein.

Natürlich ist auch die Freiheit des Internets ein hohes ethisches Gut, das es zu bewahren gilt. Doch Ethik hat in vielen Fällen mehrere Facetten – in diesem Fall auch das Leiden und die Schmerzen von vielen Millionen Kindern.

Über die Oak Foundation

Oak Foundation hat den Lead bei einem Zusammenschluss von insgesamt 15 internationale NGOs, die sich gemeinsam dafür einsetzen, dass der aktuell im europäischen Parlament beratene Gesetzesvorschlag, insbesondere mit Unterstützung Deutschlands, verabschiedet wird. Ziel dieser Gesetzesinitiative ist es, dass Internetkonzerne wie z.B. Meta (u.a. Facebook) dazu verpflichtet werden, alle Bilder und Videos, die auf ihren Plattformen hochgeladen werden, durch einen KI-basierten Scanner auf mögliche kinderpornographische Inhalte überprüfen zu lassen. Alle so herausgefilterten Bilder sollen von einer neu zu schaffenden europäischen Polizeibehörde durch Beamten auf ihre strafrechtliche Relevanz hin überprüft werden. Deutschland entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot für netzbasierte Pädokriminalität.