Juni 2018

Entdecke den Biobauernhof

Ferienprogramm für Kinder in zehn deutschen Städten

© Sarah Wiener Stiftung/Thomas Ladenburger

Die Sarah Wiener Stiftung, dmBio und Naturland bieten in Kooperation mit verschiedenen Städten ein gemeinsames Ferienprogramm für Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren an. Die Hoffahrten finden in zehn deutschen Städten statt. Die Teilnahme an den Hoffahrten ist kostenfrei.

Wie halten wir unseren Boden gesund? Wo und wie wachsen Kartoffeln am besten? Wie funktioniert Apfelanbau ohne Pestizide? Fragen wie diese stehen im Mitelpunkt des Projektes. Die Kinder und Jugendliche entdecken auf Naturland Biohöfen, was in den heimischen Böden wächst, erleben artgerechte Tierhaltung und erfahren, wie sich die Produktion von Lebensmitteln auf die Umwelt auswirkt.

Das Besondere: Die Kinder packen auf den Biohöfen mit an: Sie pflücken Salate vom Feld, backen Brot aus hofeigenem Getreide oder misten den Schweinestall aus. Gemeinsam mit den Landwirten freilaufende Hühner zu versorgen oder selbst gepflückte Äpfel zu Saft zu pressen, ist für Mädchen und Jungen ein prägendes Erlebnis. Sie lernen ursprüngliche Lebensmittel und deren Herkunft wertzuschätzen. So können Kinder selber erfahren, dass Öko-Bauern nicht nur hochwertige Lebensmittel erzeugen, sondern auch gleichzeitig Wasser-, Boden-, Klima- und Artenschützer sind.

© Sarah Wiener Stiftung/Thomas Ladenburger

„Entdecke den Biobauernhof“ ist an die städtischen Ferienprogramme angebunden. Das Projekt findet erstmalig in den Sommerferien 2018 statt. Die Anmeldung zu den Ausflügen erfolgt vor Ort. Teilnehmende Städte sind: Berlin, Bremerhaven, Düsseldorf, Gera, Heidelberg, Karlsruhe, Kassel, München, Münster und Nürnberg.

Quelle: Pressemitteilung Sarah Wiener Stiftung und naturland.de

Sprechen, Zuhören, Verstehen – Damit Kinder zu Glückskindern werden

© Anna Om/Fotolia

Glückskinder sind Kinder, die das Glück haben, dass Erwachsene sie bewusst positiv beeinflussen. Erwachsene, welche die Zauberkraft der Sprache kennen, die wissen, dass sie mit einem einzigen Satz die Gedanken und Gefühle eines Kindes in eine positive, lebensbejahende Richtung lenken können. In folgendem Artikel lesen Sie, wie Sie mit Botschaften, die Sie tagtäglich aussenden, etwas für das Wohlergehen eines Kindes tun können, indem Sie sein Selbstbild und seine Vorstellungen von der Welt positiv prägen. Al das im Sinne einer „Philosophie der positiven Grundhaltung“.

Eine neue Sprache für den Umgang mit Kindern

„Die höchste Form der Intelligenz ist es zu beobachten ohne zu urteilen.“ Krishnamurti, indischer Philosoph

Für die meisten von uns ist es schwierig, kleine und große Menschen zu beobachten, ohne sie zu beurteilen, zu verurteilen oder zu kritisieren. Unter einer Beobachtung verstehe ich etwas, das man sehen, hören, berühren oder riechen kann, etwas, das man mit einer Kamera aufnehmen könnte. Eine Beobachtung beschreibt. Bei einer Bewertung ziehen wir dagegen bereits unsere Schlüsse und interpretieren das Erlebte.

Das bedeutet nicht, dass wir Kindern nicht mehr unsere Bewertungen mitteilen, sondern, dass wir Beobachtungen und Bewertungen klar voneinander trennen. Und wir können Kindern durchaus sagen, was wir bei dem Beobachteten empfinden. Doch wenn man ein Kind anbrüllt: „Max, wie kannst du nur so gemein sein und Lilly ein Bein stellen!“, ist das etwas völlig anderes, als wenn man sagt: „Max, wenn ich sehe, dass du Lilly ein Bein stellst, dann habe ich Angst. Denn ich möchte, dass wir uns hier alle sicher fühlen können.“ Beobachtungen werden von den meisten von uns mit Bewertungen vermischt. Das ist gerade gegenüber Kindern besonders gefährlich, weil unsere Bewertungen direkt in das Selbstbild des Kindes eingebaut werden. Wenn wir beispielsweise die Beobachtung machen, dass unser Kind, obwohl wir es darum gebeten haben, noch immer nicht sein Zimmer aufgeräumt hat, sind die Sätze: „Du bist aber auch faul.“, oder: „Kannst du denn nie hören, was man dir sagt?, eine reine Bewertung der Situation. Mit beiden Aussagen wird aber zugleich eine Bewertung der Gesamtpersönlichkeit vorgenommen. Ganz anders wirkt dagegen folgende Äußerung: „Du hast dein Zimmer noch nicht aufgeräumt, obwohl ich dich darum gebeten habe. Ich ärgere mich, weil ich mir wünsche, dass du selbst für Ordnung in deinem Zimmer sorgst.“ Hier wird lediglich die störende Verhaltensweise angesprochen, ohne eine verallgemeinernde Aussage über die gesamte Person zu machen.

Wenn wir Beobachtungen mit Bewertungen vermischen, neigen andere leicht dazu, Kritik zu hören. Und bekanntermaßen reagieren wir (und unsere Kinder!) auf Kritik oft mit abwehrenden Argumenten oder Gegenkritik.

Beobachten, ohne zu bewerten

Der erste wichtige Schritt hin zu einer respektvollen und offenen Kommunikation ist, zu beobachten, ohne zu bewerten – also einem anderen Menschen mitzuteilen, was wir wahrnehmen, ohne sein Verhalten zu bewerten. Wir halten uns einfach an die Tatsachen. Zum Beispiel kann ein Vater zu seinem Sohn sagen: „Du hast in den letzten drei Spielen kein Tor geschossen“, anstatt zu sagen: „Du bist ein schlechter Fußballspieler.“

Wie können wir durchs Leben gehen, ohne zu bewerten, wo unser Urteilsvermögen doch eine Fähigkeit ist, von der unser Überleben abhängen kann?

Natürlich ist es sehr wichtig, dass wir Dinge für uns bewerten können, ansonsten wären wir nicht in der Lage, Entscheidungen selbst bestimmt zu treffen. Es geht viel mehr darum, eine Form der Bewertung auszuüben, die uns allen – sowohl den Kindern als auch den Erwachsenen – hilfreich ist. Denn selbst wenn das Kind, das Sie kritisiert haben, tut, was Sie möchten, handelt es wahrscheinlich eher aus Scham, der Angst vor Bestrafung oder der Hoffnung auf eine Belohnung – und nicht aus dem Wunsch heraus, die eigenen Bedürfnisse oder die eines anderen Menschen zu erfüllen. Wenn Kinder aus solchen Motiven handeln, zahlen wir ebenso wie bei den Strafen und Belohnungen einen hohen Preis und erreichen nicht das, was langfristig unser Ziel sein sollte: Kinder in ihrer Entwicklung zu Menschen zu unterstützen, die in der Lage sind, gut für ihr eigenes Wohlergehen zu sorgen und Freude dabei empfinden, zum Wohlbefinden anderer beizutragen. In einem Kommunikationstrainingsseminar sagte unsere Seminarleiterin einmal folgenden Satz:

„Was Paula über Paul sagt, sagt mehr über Paula aus als über Paul.“

Das heißt: Wie Paula Paul beschreibt, wie sie sein Verhalten interpretiert, worauf sie den Fokus setzt, was zu erwähnen ihr besonders wichtig ist, all das gibt uns mehr Informationen über Paula als über Paul. Paul würde vermutlich von einem Freund, für den ganz andere Dinge wichtig sind und der Pauls Verhalten anders beurteilt, vollkommen anders beschrieben werden. Das zeigt uns deutlich, dass wir besonders bei der Beschreibung anderer Personen und deren Verhalten dazu neigen, Bewertungen mit Beobachtungen zu vermischen. Die Bewertungen, die wir alle vornehmen, sind zum Großteil von unserer überalterten Sprache geprägt. Erst seit wenigen Generationen leben wir nicht mehr in einer Monarchie. Zu jener Zeit glaubten die meisten Menschen daran, dass es eine unantastbare Wahrheit gebe. Was richtig und falsch, gut und böse ist, wurde von der obersten Autorität im Staat, dem König, oder von der Kirche festgelegt. Wir wurden also noch fast alle in Königs- bzw. Kirchchensprache erzogen, der Sprache der gottgegebenen Wahrheit, die dazu dient, Menschen so zu programmieren, dass sie unterwürfig und hörig gegenüber Autoritäten sind. Die Art und Weise, wie das Denken und Fühlen gelehrt wird, hängt sehr eng mit der Sprache zusammen. Wir üben uns noch nicht lange in demokratischem Denken, einem Denken, das verschiedene Vorstellungen von richtig und falsch zulässt, sodass diese Wörter selbst ihren Sinn verlieren, weil es keine Instanz mehr gibt, die uns vorschreibt, was gut und was schlecht ist. Erst seit kurzem ist vielen Menschen bewusst, dass nicht nur die Schönheit sondern oft auch die Wahrheit im Auge des Betrachters liegt.

Abwertendes Denken erlernten wir durch ein Vokabular, mit dem wir alle aufgewachsen sind und mit dem unsere Kinder heute auch noch immer konfrontiert werden; Wörter wie: richtig, falsch, gut, schlecht, normal, unnormal, angemessen, unangemessen, kompetent, inkompetent. Wer legt eigentlich fest, was normal, angemessen und gut ist? Wenn Menschen zu solchem Denken erzogen werden, glauben sie automatisch, dass es ganz oben eine Autorität gibt, die weiß, was richtig und falsch ist. Wenn ein Kinderhirn schon sehr früh so geformt wird, kann es in solchen Strukturen funktionieren. Wenn ich zu einem Kind sage: „Das hast du gut gemacht!“, dann tue ich so, als wüsste ich, wann etwas gut und wann es nicht gut ist. Dabei ist es für Kinder besonders wichtig, nicht mit dem Bild aufzuwachsen, dass nur Erwachsene wissen, wann Kinder etwas gut gemacht haben und wann nicht. Und was noch wichtiger ist: Dass sie nicht danach bewertet werden, ob das, was sie tun, als richtig oder falsch beurteilt wird.

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Glückskinder
Sprechen, Zuhören, Verstehen - Damit Ihr Kind ein Glückskind wird
Groth, Sabine
Oberstebrink
Ratgeber für Eltern
ISBN: 9783934333635
168 Seiten,
22,95 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Emotionale und soziale Verhaltensweisen bei Kindergartenkindern: Risiken frühzeitig erkennen

- Advertorial -

Störungen des emotionalen und sozialen Verhaltens zeichnen sich bereits im Kindergartenalltag ab und können die Ursache für spätere Lernstörungen, kognitive Störungen und Schulleistungsprobleme sein. Eine frühe Entdeckung ist daher unerlässlich.

Die Ratingskala ESV 3-6 listet verschiedenste Verhaltensweisen eines Kindes in einer Kita auf. Aufgabe der pädagogischen Fachkraft ist es, deren Auftretenshäufigkeit in den letzten vier Wochen einzuschätzen. Empirisch wurde gezeigt, dass die Verhaltensliste inhaltlich ausdifferenziert ist und mit zwei Skalen die Konstrukte „internalisierende Verhaltensweisen“ (Skala 1) sowie „externalisierende Verhaltensweisen“ (Skala 2) erfasst. Aus der Addition der beiden Skalensummenwerte resultiert der Gesamtskalenwert. Für alle Skalenwerte kann bestimmt werden, ob die Häufigkeiten, in der ein Kind die beschriebenen Verhaltensweisen gezeigt hat, im Vergleich mit Jungen und Mädchen derselben Altersstufe auffällig oder unauffällig erscheinen.

Dieser Test eignet sich für pädagogische Fachkräfte in Kitas, um erste Anhaltspunkte für mögliche emotionale und soziale Auffälligkeiten zu gewinnen. Das Rating ist keine spezifische Entwicklungsstandbestimmung. 

Kiese-Himmel, C.
ESV 3-6 – Emotionale und soziale Verhaltensweisen 3- bis 6-Jähriger
Best.-Nr. 01 545 01
Test komplett: € 78,00

„Miteinander Leben“

Wie Beteiligung von Kindern zwischen null und drei Jahren gelingen kann

Was bedeutet „Beteiligung“ konkret? In der Regel verstehen wir darunter die Bereitschaft offen für die Bedürfnisse und die Meinung des jeweiligen Gegenübers zu sein. Gleichzeitig sollten wir dazu in der Lage sein unsere eigenen Sichtweisen und Prioritäten klar auszusprechen.

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Beteiligung von Kindern unter drei Jahren möglich und nötig ist. In dem praktischen Arbeitsbuch „Miteinander leben - Wie Beteiligung von Kindern zwischen null und drei Jahren gelingen kann“ finden Sie wissenschaftliche Hintergründe und praktische Denkanstöße. Es unterstützt Sie darin, Kinder am gemeinsamen Leben zu beteiligen und den Blick für das Erleben des Kindes zu schärfen.

Die Broschüre richtet sich an Personen, die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten. Sie ist eine Einladung, den Blick für ein achtsames Miteinander-Sein wachzurufen oder zu bestärken. Dazu gibt sie zahlreiche praktische Tipp aus dem konkreten Alltag mit kleinen Kindern, die Sie direkt umsetzen können.

Die Broschüre der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege in Sachsen steht zum kostenlosen Download bereit.

(Quelle: www.iks-sachsen.de)

Bildbuch: Kita-Alltag

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Eine gute Kommunikation mit den Eltern ist wichtig für eine gute Zusammenarbeit in der Kita. Schwierig wird das, wenn Fachkräfte und Familien nicht die gleiche Sprache sprechen. Für diese Situationen hat das Bundesministerium für Familie, Seinioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das "Bildbuch: Kita-Alltag" entwickelt. Es funktioniert ohne Worte, nimmt die Perspektive der Fachkräfte ein und hilft mit den Familien ins Gespräch zu kommen. Interessierte Fachkräfte können das Bildbuch kostenlos bestellen.

„Bildbuch: Kita-Alltag“ unterstützt Kommunikation mit Eltern in der Kita

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – diese Erfahrung machen viele pädagogische Fachkräfte in den Kitas, wenn sie mit Eltern sprechen. Das Bundesfamilienministerium hat deshalb ein Bildbuch mit vielen Zeichnungen von alltäglichen Situationen in der Kita herausgegeben, das pädagogische Fachkräfte bei der Kommunikation mit Eltern unterstützt - auch wenn es sprachliche Hürden gibt.

Das handliche „Bildbuch: Kita-Alltag“ zeigt auf 78 Seiten anschauliche Zeichnungen typischer Situationen und Abläufe aus dem Kita-Alltag. Wie kann ich mein Kind in der Kita anmelden? Was passiert in der Eingewöhnung?

Mithilfe der Bilder können ErzieherInnen die Abläufe und Regeln in der Kita erklären. Bilder mit Gegenständen wie Wechselwäsche oder Brotdosen zeigen, was die Kinder für die Kita mitbringen müssen. Es ist kein Kinderbuch, sondern eine praktische Arbeitshilfe.

Interessierte Fachkräfte können das „Bildbuch: Kita-Alltag“ mit einer E-Mail an publikationen@bundesregierung.de bestellen.

A, B, C und schon geht’s los!

Mit Philipp spielen und lernen

Buchstaben können für Kinder schwere Gegner sein - oder freundliche Spielgefährten, die Neugier wecken und Lust aufs Lesen- und Schreiben-Lernen machen. Auf dem Weg dorthin begleitet Philip die Maus die Kinder, lernt mit ihnen und gibt Tipps.

Ein vertrauter und freundschaftlicher Umgang mit diesen seltsamen, bedeutungsvollen Zeichen weckt Neugier und Erkenntnisdrang und macht nicht nur Lust aufs Lesen- und Schreibenlernen, sondern bereitet auch den Weg dorthin. Als motivierender (und mitlernender) Begleiter bei den Expeditionen in die wundersame Welt der Schrift bietet Philipp seine guten Dienste an.

Die Spiele und Übungen erklären sich so weit wie möglich selbst. Da die Kinder noch nicht lesen können, brauchen sie zum Verständnis mancher Aufgaben auch die Unterstützung von Erwachsenen.

Das alles muss vor allem Spaß machen. In diesem Sinne treten die Buchstaben in diesem Arbeitsheft bunt, fröhlich und lebensnah in mancherlei Verwandlungen, Szenen, fröhlichen Übungen und Spielen auf: Da gibt es rätselhafte Buchstaben-Sudokus und ein komplettes Buchstaben-Quartett zum Ausschneiden und Kartenspielen.

Da dürfen die Kinder Verstecktes entdecken und Wörtern auf die Spur kommen. Es gibt Sprach- und Sprechspiele, und die Kinder können allerhand ausmalen, ausschneiden, ordnen und alles in die richtige Reihenfolge bringen.

Alle diese Themen verfolgen klare Förderziele.

Tipps und weiterführende Hinweise zu den einzelnen Übungen lesen Sie auf den letzten Seiten des Arbeitsheftes.

A, B, C und schon geht’s los!
Mit Philipp spielen und lernen
Landa, Norbert, Türk, Hanne
Oberstebrink
ISBN: 9783963040139
4,95 €
Mehr unter: www.oberstebrink.de



Sprachscreening im Vorschulalter: Risiken frühzeitig erkennen

- Advertorial -

Durch die präzise Erfassung des Sprachentwicklungsstands können mit dem SSV Risikokinder zwischen 3;0 und 5;0 Jahren schnell identifiziert werden. Ein eindeutiges Ergebnis kann kostengünstig, in sehr kurzer Zeit und mit geringem Aufwand gewonnen werden. Der diagnostische Nutzen des Sprachscreenings ist theoretisch und empirisch belegt. Das SSV wird sowohl in der kinderärztlichen, logopädischen und psychologischen Praxis als auch in Kindergärten und anderen vorschulischen Einrichtungen sowie für Einschulungsuntersuchungen eingesetzt.

Als Kurzform des SETK 3-5 teilt das SSV mit diesem Gesamttest inhaltliche und methodische Vorteile. Für dreijährige Kinder besteht die Kurzform aus den beiden Untertests PGN (Phonologisches Arbeitsgedächtnis für Nichtwörter) und MR (Morphologische Regelbildung). Für vier- bis fünfjährige Kinder enthält die Kurzform wiederum PGN und hinzukommend SG (Satzgedächtnis). Die jeweiligen Untertests repräsentieren am besten diejenigen sprachlichen Meilensteine, die eindeutig definieren, was unter einer Sprachentwicklungsverzögerung zu verstehen ist. Es wird eine valide und zuverlässige Risikodiagnose ermöglicht, sodass die Unsicherheit beseitigt ist, ab wann ein Kind überhaupt als sprachentwicklungsverzögert einzuschätzen ist. Mit dem SSV kann auch festgestellt werden, ob Kinder mit nicht deutscher Muttersprache (insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund/Fluchthintergrund) ein sprachliches Leistungsniveau erreicht haben, das für die späteren schulischen Anforderungen notwendig ist.

Die zweite Auflage des SSV basiert auf der vollständigen Neunormierung des SETK 3-5. Inhaltlich hat sich nichts geändert: die Untertests haben sich in der Praxis und in der Forschung für die jeweiligen Altersgruppen bewährt. Auf der Grundlage einer deutlich größeren Datenbasis als bei der ersten Auflage konnten jedoch die kritischen Werte und damit die Risikodiagnosen nun genauer definiert werden. 

Grimm, H.
Unter Mitarbeit von M. Aktaş

SSV - Sprachscreening für das Vorschulalter
Kurzform des SETK 3-5
2., überarbeitete und neu normierte Auflage
Best.-Nr. 01 235 01
Test komplett: € 288,00

Den Sommer mit Kindern erleben

© fotolia/fotogestoeber

Sommer – Zeit des Wachsens

Wie wunderbar dieses Wort doch klingt: Sommer – Sonne, Pause, Erholung, Urlaub, Luft holen, durchatmen, die Schönheit der Natur genießen. Am schönsten ist diese Zeit natürlich mit viel Sonne, aber es gibt auch Menschen, die Hitze nicht gut vertragen können und die gerade durchwachsenes Wetter genießen, weil sie dann unternehmungslustiger sind. Sie sitzen dann irgendwo im Gras und erfreuen sich an dem wilden Wolkenspiel, das über ihnen tobt. Auch die Erfrischungen, die sie gratis von dort oben geliefert bekommen, können sie nicht erschüttern. Wie gut die Erde nach so einem warmen Sommerregen riecht. Von einem Regenguss überrascht zu werden (es braucht ja nicht gleich ein heftiges Sommergewitter zu sein), mal nass bis auf die Haut zu sein, das ist schon ein tolles Erlebnis.

Die meisten Menschen zieht es hinaus in die Ferne, und dort entdecken sie unbekannte Blumen und Bäume, erfreuen sich an ihrer Farbenpracht und dem üppigen Wachstum. Wie schnell doch alles wächst.

Ob daheim oder in fremden Ländern – durch Wälder und hohes Gras zu strolchen macht überall Spaß und lässt besonders Kinder einen Hauch von Abenteuer erleben. Wenn man Zeit und Muße hat, das Wachstum zu beobachten, wird einem bewusst, welche Wunder Jahr für Jahr geschehen.

Baumbestimmung – etwas anders

Wenn man durch die Wälder streift, sich die Büsche und Bäume anschaut, dann merkt man, wie wenig man sich in der Botanik auskennt. Wie heißt noch mal der Baum mit den Häkchen, die man sich früher immer auf die Nase gesetzt hat oder die hoch in die Luft geworfen wurden und dann wie Propeller herunterschwebten? Buche, nein, das sind doch die, aus denen sich die Christel immer Bucheckernketten gemacht hat. Ach ja, jetzt fällt es mir ein: Ahorn heißt der Baum, genau! Man muss nicht alles wissen, es gibt ja zum Glück schlaue Bücher und Internetseiten, auf denen so etwas nachzulesen ist. Aber man könnte etwas tun, wenn einem der Name des Baums partout nicht einfallen will und auch ein Bestimmungsbuch nicht greifbar ist. Man kann ja selbst Bäume erfinden und benennen. Wie, haben die Kinder etwa noch nie von den berühmten Nudelbüschen gehört? Und diese Tanne dort, die ist in Wirklichkeit von Pferden angeknabbert worden und deshalb so kugelrund – sie will, wenn sie mal groß ist, ein weltberühmter Allenbostler Weihnachtskugelbaum werden! Und was wird wohl aus diesen Knospen dort am Busch herauskommen? Ob das diese aparten Kleiderbüsche sind, deren Blüten wie zarte Chiffonblüschen und hauchdünne Seidenkleidchen geformt sind? Und dieser Baum da – ist das eine Buche, der Baum, auf dem die Bücher wachsen? Dieser Pilz dort unter dem Busch wird garantiert mal ein Muffkopp, das sieht man jetzt schon, so verschrumpelt wie der aussieht! Aber der da, drei Meter weiter, das wird ein Grinsepilz, das ist doch ganz klar zu erkennen, oder? Die Kinder werden garantiert keine Mühe haben, in diese Fantasiespiele einzusteigen, das reizt ganz einfach zum Weiterspinnen.

Sommerreime

Immer wieder wurden Dichter durch die Natur inspiriert, und sogar der von vielen Gärtnern so geschmähte Löwenzahn hat Ringelnatz zu lustigen Zeilen bewegt:

Es war mal eine Dame,
Babette war ihr Name,
die machte ihre Wangen rund,
sie machte ihre Lippen spitz
blies einmal, blies mit Macht
blies ihm fort die ganze Pracht!
Und er blieb am Platze
zurück mit einer Glatze!

Auch Kinder fühlen sich geradezu magisch von diesen zarten Kugeln angezogen. Herrlich, wie die Samen wie kleine Fall­schirme durch die Luft segeln – geradewegs in Nachbars Garten hinein.

Kinder haben nicht nur Spaß daran, die Samen auf die Reise zu schicken Sie haben auch genug Fantasie, sich vorzustellen, wohin die Reise geht. Also werden schnell Buntstifte und Pa­pier herausgeholt und dann gemalt, was die Samen auf ihrem Flug sehen und erleben. Oder hängen an den kleinen Fallschirmen etwa winzige Elfen oder andere zarte Geschöpfe, die mitreisen wollen? Wie mögen die aussehen? Das werden bestimmt ganz bunte und fantasievolle Bilder, die Fernweh beim Betrachter auslösen.

Welche anderen Dichter wollen denn jetzt zitiert werden? Goethe bietet sich immer an.

Material: Buntstifte, Papier

Sandbilder

Es gibt viele Menschen, die Sand sammeln. Aus jedem Urlaub nehmen sie ein kleines Fläschchen mit nach Hause oder lassen sich welchen mitbringen. Diese Fläschchen stehen dann fein säuberlich nebeneinander aufgereiht auf den Regalen in einer Küche in Neukölln, während sich die Urlauber auf der ganzen Welt wundern, warum sie am Strand kein Plätzchen mehr finden, um ihren sonnenhungrigen Körper zu lagern. Verstehen kann man diesen Sammeltrieb ja schon, denn der Sand sieht – je nach Gegend – immer wieder ganz anders aus. Die Indianer in Mexiko machen aus solchem verschiedenfarbi­gen Sand wunderbare Flaschenbilder. So etwas ist auch für Kinder sehr reizvoll.

Dreidimensional zu denken ist sicher noch zu schwer, aber auf einer Pappfläche ein Bild mit verschiedenfarbigem Sand „malen“, das kann jedes Kind. Es ist ein herrliches Gefühl, den Sand zwischen den Fingern hindurchrieseln zu lassen.

Wunderschöne Strukturen entstehen. Der helle Sand aus dem Sandkasten macht sich gut neben dem roten vom Tennisplatz. Der war erst ziemlich körnig, aber zwischen zwei Papierschichten gelegt und mit einem Nudelholz darübergerollt, wurde er schnell ganz fein. Was ist denn schöner, einfach nur Muster machen oder etwas darstellen, zum Beispiel ein rotes Haus, das an einem weißen Strand steht? Das Meer wurde mit dem grauen Sand vom Bolzplatz gemacht, es ist ziemlich trüb und grau, weil es ja so regnet.

Wenn der Sand einfach nur auf Pappe gestreut wird, halten die Bilder nicht lange. Wer sie aufhängen will, streicht seine Pappe mit Kleber ein, streut dann den Sand auf und drückt ihn vorsichtig fest.

Wie unterschiedlich die Erdfarben sind. Ob man Sand auch färben kann? Das muss man doch gleich mal ausprobieren. Also wird der Malkasten herausgeholt. Ein Kind nimmt die kleinen Töpfchen, kratzt mit einem Messer die Farbe heraus, reibt sie mit einem Mörser zu Pulver und mischt dieses dann mit dem feinen Sand. Ein anderes Kind mogelt ein bisschen: Es mischt sich Farbe mit Wasser an und malt dann sein fertiges Sandbild an. Da bleibt zwar Sand am Pinsel kleben, aber der kann wieder abgewaschen werden. Das Ergebnis sieht auch toll aus, der Sand gibt dem Bild eine ganz spannende Struktur.

Wenn jetzt alle Sandbilder zusammengelegt werden, entsteht ein schönes Muster, mal wird der Abstand zwischen den einzelnen Bildern ganz eng, mal weiter sein. Auf eine große Pappe geklebt, wird es zu einem richtigen Kunstwerk.

Material: Nudelholz, verschiedene Sorten Sand, Pappe, Kleber, Tuschkasten, Pinsel, Mörser

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Frühling, Sommer und viel mehr
Die Jahreszeiten mit Kindern erleben
Hasenbeck, Maya
Burckhardthaus-Laetare
ISBN 9783944548135
96 Seiten
9,90 €

Mit Lucie unsere Landwirtschaft entdecken

Broschüre zum kostenlosen Download

Die Broschüre ermöglicht einen kindgerechten Blick in die sächsische Landwirtschaft. Die Katze Lucie beantwortet Fragen zum Thema und zeigt mit Bildern, wie vielseitig Landwirtschaft ist, wie sie sich im Wechsel der Jahreszeiten verändert, wie Kinder Getreidearten unterscheiden können und was sich daraus herstellen lässt. Dazu gibt es Tipps, wie Kinder hinter die Türen schauen und „Stallluft“ schnuppern können. Ergänzt werden die Inhalte durch Zahlen und Fakten zu Sachsens Landwirtschaft sowie themenbezogene Mal- und Bastelseiten.

Diese Veröffentlichung richtet sich an Kinder von vier bis neun Jahren und wird nur an sächsische Kindertageseinrichtungen,
Grund- und Förderschulen sowie Landwirtschaftsbetriebe versandt.

Hautkrebsprävention: Sei Clever in Sonne und Schatten!

UV-Schutz muss bei den Kleinsten beginnen

Kinderhaut ist um ein Vielfaches empfindlicher als die Haut Erwachsener und braucht daher in der Sonne besonderen Schutz.

Eine Möglichkeit, Sonnenschutz in Kitas zu thematisieren, ist das SonnenschutzClown-Programm von „Clever in Sonne und Schatten“. Im Rahmen einer SonnenschutzClown-Woche erfahren die Drei- bis Sechsjährigen etliches über das Thema. Dabei hilft ein kostenloses Projektpaket. Es enthält eine mediale Weiterbildung, mit der das Kita-Team eine Sonnenschutzstrategie für die eigene Einrichtung erarbeiten kann, sowie verschiedene Materialien. Dazu gehören etwa eine DVD und ein Bilderbuch, in denen der Clown Zitzewitz die Kleinen mit in den Strandurlaub nimmt. Zudem haben die Kinder die Möglichkeit, sich als Schatten-Detektive zu erproben:

Unter www.uniklinikum-dresden.de/sonnenschutz können Sie das Projektpaket kostenlos bestellen.

Alle Materialien für die Kitas stehen zum kostenlosen Download bereit unter www.krebshilfe.de/uv-schutz.

Folgende didaktisch kindgerecht aufbereiteten Materialien unterstützen Sie, drei- bis sechsjährige Kinder für den richtigen Sonnenschutz zu sensibilisieren.

 


Kitas, die erfolgreich das SonnenschutzClown-Programm umsetzen, erhalten eine Auszeichnung: als CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN-KITA. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt. Die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V., der Uniklinik Bonn sowie der Universität zu Köln und das Universitäts KrebsCentrum Dresden haben es initiiert.