April 2019

Spiel- und Lernort Küche – Gemeinsames Kochen ist ganzheitliches Lernen

Ernährung ist die Grundlage unseres Lebens. Darüber wollen Kinder schon früh jede Menge erfahren. Beim gemeinsamen Zubereiten von Speisen entsteht aus der Küche ein Spiel- und Lernort, der alles Sinne gleichzeitig anspricht. Es duftet nach Kräutern und Gewürzen. Obst und Gemüse leuchten in bunten Farben und der Deckel klappert auf dem Topf. Vor allem gibt es jede Menge zum Schnippeln und Kneten, zum Schmecken und Ausprobieren.

Kinder lernen durch Nachahmen, Kinder lernen durch Mitmachen und besonders das Kochen ist ein Vergnügen, bei dem Kinder immer gern mithelfen. Oft fehlt die Zeit, es ist hektisch und ohne die kleinen Fingerchen geht es manchmal schneller und einfacher. Trotzdem oder auch gerade deshalb sollte es einen Tag in der Woche geben, an dem Kinder und Erwachsene miteinander Kochen.

Wählen Sie einen ganz bestimmten Tag, planen Sie den Einkauf gemeinsam und zeigen Sie den Kindern, worauf Sie beim Kauf der Lebensmittel achten. Wann spielt der Preis eine Rolle und bei welchen Lebensmitteln achten Sie eher auf die Qualität? Wo kaufen Sie Obst und Gemüse und was noch viel wichtiger ist, wo kommt es eigentlich her?

Machen Sie einen Geschmackstest mit Tomaten, bei denen die Unterschiede zwischen sehr wässrigen und aromatischen besonders hoch sind. Fragen Sie die Kinder aber auch nach ihren eigenen Vorlieben und ermuntern Sie sie, Kleinigkeiten zu probieren, um die sie bisher immer einen großen Bogen gemacht haben.

Auf diese Art und Weise gelingt es Ihnen vielleicht, die Neugier der Kinder zu wecken und sie an verschiedene Lebensmittel heranzuführen. Es muss nicht alles schmecken, es muss auch nicht alles aufgegessen werden, was nicht schmeckt – aber probieren kann man.

Suchen Sie nach Gerichten, die Sie ganz einfach gemeinsam mit den Kindern kochen können. Mit ein wenig Übung übernehmen die Kinder nach und nach mehr Aufgaben übernehmen. Anhand der Rezepte verstehen die Kinder schnell, dass es beim der Zubereitung von Speisen auch auf die Reihenfolge ankommt. Erklären Sie den Kindern auch, wo Gefahren lauern, etwa bei der heißen Herdplatte oder an der scharfen Seite des Messers. Kinder verstehen das. Lassen Sie sie nicht allein, aber trauen Sie ihnen etwas zu.

Vorbereitungen

1. Hände waschen:

Beim Kochen sollten Sie Ihren Kindern ein paar Grundregeln von Anfang an vermitteln. Wer kochen möchte, der muss sich die Hände waschen. Wir fassen täglich so viele Dinge an, die wir nicht in den Mund stecken würden – warum sollten wir damit unser Essen berühren?

2. Arbeitsfläche:

Wir haben das Rezept ausgewählt und alle Zutaten sind eingekauft. Nun werden sie zurechtgelegt. Eigentlich nutzen wir dazu die Arbeitsplatte. Für Kinder kann die Arbeitsplatte aber ein Problem darstellen, denn sie ist oftmals zu hoch. Daher ist ein Tisch viel besser geeignet. Hier können die Kinder sitzen und haben viel besser die Möglichkeit in das Geschehen einzugreifen. Solange nicht am Herd gearbeitet werden muss, ist der Tisch die bessere Arbeitsfläche.

3. Aufräumen:

Wir können die ganzen Aufräumarbeiten natürlich auf das Ende des Kochens schieben. Besser ist es jedoch, wenn wir schon zwischendurch all die Dinge abspülen und wegräumen, die nicht mehr benötigt werden. Das geht einfacher und schneller. Außerdem kann so weniger umfallen. 

4. Gemüse und Obst:

In den Tropen gilt der Satz: Wasch es, schäl es, koch es oder vergiss es! Eigentlich sollte dieser Satz in jeder Küche Beachtung finden. Obst und Gemüse wandern durch so viele Hände, dass es besser ist, sie vor dem Essen zu waschen. Selbst wenn sie aus dem eigenen Garten kommen, ist nicht gewährleistet, dass sie immer sauber sind.

5. Probieren:

Wer kocht muss probieren. Bringen Sie den Kindern gleich von Anfang an bei, mit zwei Löffeln zu probieren. Den einen Löffel tauchen Sie in die Speise, dann tropfen Sie damit auf den anderen. So benutzen Sie nicht den schon abgeschleckten Löffel zum Umrühren.

6. Tisch decken und genießen:

Wer sich Mühe gibt beim Kochen, der soll auch das Essen genießen dürfen. Decken Sie den Tisch schön und nehmen Sie sich genug Zeit für die Mahlzeit. So wird auch das Essen zu einem Erlebnis.

Anleitung für Kochschürzen

Diese Schürzen sind ganz einfach und vor allem für Menschen gedacht, die nicht oft nähen und daher schnell zu einem Ergebnis kommen möchten. Basteln Sie eine solche Schürze gemeinsam mit den Kindern. Das macht Spaß und stimmt auf die gemeinsame Unternehmung Kochen ein.

Sie brauchen nur ein schickes Küchenhandtuch, einfarbig oder bunt, ganz wie Sie wollen. Dieses wird vorher einmal gewaschen und dann können Sie gleich anfangen.

Legen Sie das Handtuch im Hochformat auf den Tisch. Die oberen beiden Ecken werden halbkreisförmig herausgeschnitten. Nähen Sie die herausgeschnittenen Teile an der kurzen geraden Seite zusammen und Sie erhalten eine Tasche, die Sie nur noch entlang der halbrunden Seite aufnähen müssen. Wenn Sie unterschiedliche

Handtücher verwenden, können Sie die Taschen und Schürzen untereinander mischen. Oben wird ein Band für den Hals befestigt und in der Taille ein weiteres zum Zubinden. Die entstandenen Schnittkanten können sie schnell mit der Maschine im Zickzackstich einfassen, damit sie nicht ausfransen.

Und schon sind die Schürzen fertig!

Anleitung für Kochmützen

Ein richtiger Koch hat nicht nur eine Schürze sondern auch eine Mütze. Die Mütze ist noch viel wichtiger, denn die verhindert, dass Haare in das Essen hineinfallen. So eine Mütze ist ganz einfach und schnell herzustellen.

Material:

  • ein Streifen aus Tonpapier, etwa fünf cm länger als der Kopfumfang und fünf cm hoch
  • ein Stück Krepppapier, so lang wie der Tonpapierstreifen und 20 cm hoch
  • Tacker
  • Klebeband
  • Flüssigkleber

Kleben Sie das Krepppapier so zusammen, dass die beiden 20 Zentimeter langen Seiten bis zu einer Höhe von 15 Zentimetern verbunden sind. Die beiden Seiten sollten sich dabei um zwei cm überlappen. Das obere Ende, dort wo die Mütze nicht zusammengeklebt wurde, drehen Sie ein wenig zusammen und fixieren es dann mit dem Klebeband. Danach ziehen Sie die Mütze auf links. Nun kleben Sie den Papprand unten in die Mütze hinein. Dabei steht der Rand ungefähr drei Zentimeter über. Knicken Sie ihn nach außen und kleben Sie ihn von außen auch auf die Mütze.

Nun tackern Sie den Rand noch fest, damit die Mütze länger hält! Richtige Kochmützen sind meistens weiß – aber es spricht nichts dagegen die Mütze in der Lieblingsfarbe des kleinen Kochs oder der kleinen Köchin zu gestalten.

Gemüsesuppe für vier Suppenkasper

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • 2 Würfel Gemüsebrühe
  • 1 Prise Salz
  • buntes Gemüse, z. B. Broccoli, Blumenkohl, Lauch, Kartoffeln, Paprika, Kürbis, Zwiebeln, Rosenkohl, Bohnen, Möhren, Kohlrabi
  • frische Kräuter: z. B. Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Estragon 

Materialien:

Messer, Schneidbrettchen, Kartoffelschäler, Topf, Löffel 

Zubereitung:

Wasser mit Brühwürfeln und einer Prise Salz zum Kochen bringen.bGemüse waschen, putzen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Zunächst die harten Gemüsearten ins Wasser geben, die länger brauchen, bis sie gar sind, wie z. B. Kartoffeln und Blumenkohl.

Nach zehn Minuten das restliche Gemüse hinzugeben. Weitere 20 Minuten bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Umrühren kochen lassen.

Dann die fein gehackten Kräuter hinzugeben und noch einmal fünf bis zehn Minuten kochen lassen.

Heiß servieren; dazu passt Brot!

Besonders beachten:

Gemüse sollten Sie besonders gründlich waschen. Gelegentlich findet man den Hinweis, dass Obst und Gemüse aus Umweltschutzgründen in einer Schale gewaschen werden können. Solange es sich nur um Verunreinigungen wie Sand und Erde handelt, ist das in Ordnung. Diese sinken dann in der Schale nach unten. Bakterien und eventuelle Reste von Pflanzenschutz- und Düngemitteln lassen sich jedoch besser unter fließendem Wasser abwaschen.

Tipps:

Gemüse aus Konserven können Sie bedenkenlos verwenden. Oft ist es sogar vitaminreicher als „frisches“. Letzteres wird oftmals unreif geerntet und reift dann während des Transportes nach. Dabei werden viele Vitamine und Mineralstoffe erst gar nicht gebildet. Gemüse aus der Dose wurde in der Regel reif geerntet und dann direkt verarbeitet.

Die Kräuter können Sie entweder klein gehackt der Suppe beifügen oder zu einem Sträußchen gebunden, das Sie nach dem Kochen wieder entfernen.

Variationen:

Die Suppe können Sie auch pürieren. Manche Kinder mögen das bunte Durcheinander auf dem Teller nicht und beginnen zu stochern und auszusortieren.

Statt Brot dazu zu reichen, können Sie auch (altes, hartes) Brot in Würfel schneiden, diese in der Bratpfanne in Butter und mit Salz anbraten und dann am Tisch über die Suppe geben. Das schmeckt besonders bei der pürierten Version gut, da es etwas „Biss“ in die Suppe bringt. 

Reste:

Reste der Gemüsesuppe lassen sich mühelos einfrieren und schnell wieder auftauen. Das ist besonders praktisch, wenn es mal richtig schnell gehen muss!

Große Mengen:

Diese Suppe können Sie bedenkenlos in großen Mengen kochen. Vervielfachen Sie die Mengenangaben für das Rezept einfach. Gute Gelegenheiten für einen Teller Suppe bieten sich viele.

Diesen Artikel haben wir aus dem Buch von  Manon Sander mit dem Titel „Kochen und Backen mit Kindern entnommen. Das Buch ist bei Oberstebrink erschienen.

Kochen und Backen mit Kindern
Alles, was Kinder gerne essen und über Ernährung wissen sollten
Manon Sander
Oberstebrink
ISBN: 9783934333482
7,95 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Beim Essen sollten wir das Klima nicht vergessen

Wie der Deutsch-Chinesische Kindergarten in Hamburg zum klimafreundlichen Frühstück kam

„Angefangen hat alles mit der Frage: Woher kommt eigentlich die Milch?“ Tanja Meyer Marelja, Leiterin des Deutsch-Chinesischen Kindergartens in Hamburg lacht. Im Herbst 2017 kam diese Frage durch Zufall auf und die Antwort der Kinder erstaunte die pädagogischen Fachkräfte: „Na aus dem Supermarkt!“

Seitdem ist das Thema Ernährung in der Kita ein Dauerbrenner. Tanja Meyer Marelja erklärt: „Das kommt allein schon durch die kulturellen Unterschiede, die vor allem unsere chinesischen Kinder in den Alltag mit einbringen. Die Tatsache, dass die Kinder aber wirklich nicht wussten, wo Eier, Bananen und Nudeln ihren Ursprung haben, nahmen wir zum Anlass für unser Jahresprojekt ,Beim Essen wollen wir das Klima nicht vergessen’.“

Es ist nicht egal, was, wann und wo wir kaufen

Ein Besuch auf dem Wochenmarkt brachte den Kindern erste wichtige Erkenntnisse. Viele Lebensmittel, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, suchten sie bei den Händlern auf dem Markt vergebens. Keine Erdbeeren oder Kirschen im Herbst, keine Kürbisse und Pflaumen im Frühling. Dafür war es um so spannender zu entdecken, was aktuell bei uns in der Region wächst. Die Erzieherinnen und Erzieher des Deutsch-Chinesischen Kindergartens nutzten die Markterlebnisse, um mit den Kindern über Saisonalität und Regionalität zu sprechen und spannten damit den Bogen zum Thema Klimaschutz.

„Auf einer Weltkarte schauten wir nach, wo die Länder liegen, aus denen Ananas und Bananen kommen und stellten Vermutungen dazu an, wie lange sie zu uns brauchen. Die Kinder verstanden sofort, dass Obst und Gemüse, das von weit her mit Flugzeugen, Schiffen oder LKW zu uns transportiert werden muss, die Umwelt mit Abgasen schädigt.“ Beeindruckt erzählt Grit Holz weiter: „Die Kinder sagten dann, dass wir also immer Nahrungsmittel vom Wochenmarkt aus der Nähe kaufen und nur das essen sollten, was auch in den Jahreszeiten wächst. Oder wir sollten eben selbst Gemüse anpflanzen.“

Kinder stellen Butter her

Jeder Bissen kann das Klima schützen

Gesagt getan. Die Kita bestellte ein kleines Gewächshaus, welches die Kinder sofort mit Paprika bepflanzten. Die kleinen Gärtner stärkten durch die Pflege ihres Gemüses nicht nur ihr Verantwortungsbewusstsein, sie waren auch mächtig stolz auf ihre erste Ernte. Seit dem Wochenmarktbesuch wird im Kindergarten regelmäßig Brot gebacken und Butter hergestellt. Außerdem zog eine Flockenquetsche ein, mit der die Kinder ihr Müsli nun selbst zubereiten.

Kita-Leiterin Tanja Meyer Marelja ist von dem Gedanken des Selbermachens überzeugt. „Wir haben festgestellt, dass wir damit auch in der Kita einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Viele Schritte sind so einfach und es macht uns allen Spaß, sie zu gehen. Indem wir einige Lebensmittel selbst herstellen, wissen wir zum einen genau, was drin ist und erkennen den Wert unserer Nahrungsmittel. Zum anderen erleben wir den Aufwand, der hinter der Lebensmittelproduktion steckt und können gleichzeitig eine Menge Abfall einsparen.“

Mit Henne und Kuh lernen

Zum Highlight des Ernährungsprojekts wurde der Besuch eines echten Huhns in der Kita. Die Kinder durften es streicheln, füttern, und der Halterin alle Fragen stellen, die ihnen in den Sinn kamen. „Wir haben in diesem Zuge mit den Kindern auch die Themen Fleischkonsum und Tierhaltung besprochen“, sagt Grit Holz. „Auf Initiative der Kinder haben wir beschlossen, unseren Fleischkonsum in der Kita zu reduzieren und mehr vegane Alternativen anzubieten.“ Durch die aufgeworfenen Frage eines Jungen, wieso aus manchen Eiern Hühner und aus anderen Frühstückseier werden, wurde ein Besuch auf dem Bauernhof eingerichtet. Hier konnten die Kinder nicht nur die dort lebenden Tiere kennenlernen, sondern schließlich auch mit eigenen Augen sehen, woher nun tatsächlich die Milch kommt. Auch die Frage nach den Frühstückseiern ließen sie sich vom Bauern beantworten.

Besuch auf dem Bauernhof

Klimaschonende Ernährung – gut für uns und die Umwelt

Zum Abschluss ihrer Bildungsaktivitäten zum Thema Ernährung veranstaltete der Deutsch-Chinesische Kindergarten im Rahmen des Hamburger KLIMAfuchs-Projekts ein großes Klimafrühstück mit regionalen und saisonalen Speisen, zu dem auch alle Eltern eingeladen wurden. Hieraus entstand die Idee, zukünftig eine wöchentlich stattfindende Kochgruppe mit den Eltern zu initiieren und einmal im Monat ein chinesisches Frühstück anzubieten. Außerdem bewarb sich die Kita mit ihren Aktivitäten im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung für die Auszeichnung als KITA21 (s. unten).

„Durch all unsere Aktivitäten haben die Kinder, aber auch die Eltern und wir, ein Gefühl für Lebensmittel entwickelt. Wir wissen über die Herstellung Bescheid, können uns für gesunde Ernährung begeistern und dabei eben auch die Umwelt schützen“, so Tanja Meyer Marelja und Grit Holz über ihre gelungene Arbeit. Sie werden das Projektthema zukünftig weiterführen und es um andere Aspekte wie Energie oder Plastikvermeidung erweitern.

(Autorin: Susann Meyer, S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung)

Hintergrund

Für ihre Bildungsarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhielt der Deutsch-Chinesische Kindergarten im September 2018 zum zweiten Mal die Auszeichnung als „KITA21“. Diese wird von der S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung aus Hamburg vergeben, die damit Kindertageseinrichtungen ehrt, die sich auf den Weg zu einem Lernort für zukunftsfähiges Denken und Handeln gemacht haben.
Die S.O.F. bietet das KITA21-Verfahren 2019 erstmalig in ganz Schleswig-Holstein an. Pädagogische Fachkräfte können sich für Fortbildungen in Lübeck und Kiel sowie Kitas für Teamfortbildungen anmelden. Ermöglicht wird dies durch eine Förderung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren Schleswig-Holstein. 
Weitere Infos und Anmeldung: 
https://www.kita21.de/termine/fortbildungen/

Zu viel Zucker für Kinder und Jugendliche

Konsum rückläufig aber trotzdem zu hoch

Die Studie ist nun im „European Journal of Nutrition“ veröffentlicht worden. Eine hohe Zuckerzufuhr wird mit einem höheren Risiko für verschiedene Krankheiten wie Zahnkaries, Übergewicht und Adipositas sowie Herzkreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Aus diesem Grund begrenzte die Weltgesundheitsorganisation 2015 die Zufuhrempfehlung von freiem Zucker auf maximal zehn Prozent der Tagesenergieaufnahme. Seit 2018 schließt sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung dieser Empfehlung an. Mit freiem Zucker ist der Zucker in der Nahrung gemeint, der vom Hersteller oder bei der Zubereitung im Haushalt zugefügt oder der natürlich in Säften enthalten ist. Der Gesamtzucker berücksichtigt dagegen den kompletten Zuckergehalt eines Lebensmittels einschließlich des natürlich enthaltenen Zuckers.

Ein Team aus Wissenschaftlerinnen der Universitäten Paderborn und Bonn untersuchte den Zuckerkonsum von 1.312 Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 Jahren. In den Jahren von 1985 bis 2016 wurden im Rahmen der DONALD-Studie (DOrtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) für diese Teilnehmer Drei-Tage-Wiegeprotokolle und damit auch der Anteil an freiem und Gesamt-Zucker erfasst.

Langzeituntersuchung an 700 Heranwachsenden

Bei der DONALD-Studie handelt es sich um eine Langzeituntersuchung zur Auswirkung der Ernährung auf den Menschen, die vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert wird. Dieses Forschungsprojekt wird außerdem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert.

An der Studie nehmen derzeit 700 gesunde Kinder und Jugendliche teil. Bei den Probanden werden seit 1985 vom Säuglings- bis ins Erwachsenenalter in regelmäßigen Abständen detaillierte Daten zu Ernährung, Wachstum, Entwicklung, Stoffwechsel und Gesundheitsstatus erhoben. Seit Januar 2012 gehört die in Dortmund durchgeführte Langzeitstudie als Außenstelle zum Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften (IEL) der Universität Bonn.

An der Auswertung der Zuckertrendanalysen arbeiteten Wissenschaftlerinnen der DONALD-Studie in Kooperation mit Prof. Dr. Anette Buyken von der Universität Paderborn. Insgesamt wurden 10.761 Drei-Tage-Wiegeprotokolle auf Alters- und Zeittrends in der Zuckeraufnahme untersucht. Demnach nahm die Zufuhr an freiem Zucker in den Jahren von 2005 bis 2016 leicht ab, lag aber immer in diesen Jahren im mittleren Wert noch bei über 16,3 Prozent der Tagesenergieaufnahme.

Vermutlich wird noch mehr Zucker verzehrt

„Auch wenn der Rückgang der Zuckeraufnahme bereits eine erfreuliche Entwicklung ist, liegt die Zufuhr noch weit über den Empfehlungen“, sagt Dr. Ute Alexy von der Universität Bonn, die die DONALD-Studie leitet. Da die Studienteilnehmer aus Familien mit einem hohen sozioökonomischen Status kommen, liege die Zuckerzufuhr in der Gesamtbevölkerung in Deutschland vermutlich noch deutlich höher. „Es reicht aber sicher nicht aus, weiter über die negativen Auswirkungen einer hohen Zuckerzufuhr aufzuklären. Vielmehr bedarf es einer abgestimmten Kombination von ernährungspolitischen Maßnahmen zur Verringerung des Zuckerzusatzes in unseren Lebensmitteln“, sagt die Paderborner Professorin Dr. Anette Buyken.

Außerdem hatte das Alter einen Einfluss auf den Konsum an Süßem: Der Anteil von Gesamtzucker an der Energiezufuhr nahm mit zunehmendem Alter ab. Dagegen hatten die jüngsten Probanden im Alter von drei bis vier Jahren die niedrigste Zufuhr an zugesetzten Zuckern. „Wir vermuten eine Verschiebung der Zuckeraufnahme aus natürlichen Quellen wie Obst und Fruchtsäften mit steigendem Alter hin zur verstärken Zuckeraufnahme aus Süßigkeiten, Getränken und gesüßten Milchprodukten“, sagte Ines Perrar, Doktorandin an der Universität Bonn. „Dies soll anhand weiterer Analysen untersucht werden.“ Die Wissenschaftlerinnen erforschen derzeit, ob der Rückgang des Verzehrs spezieller Lebensmittelgruppen für die Abnahme der Zuckeraufnahme verantwortlich ist und ob die Trendanalysen anhand der Nutzung eines Biomarkers bestätigt werden können.

Quelle: Pressemitteilung Uni Paderborn

Neues Buch zum Kinderrecht auf Privatsphäre

Kita-Pakete mit Begleitheft gegen Porto und Verpackungskosten

Das neue Pixi-Buch befasst sich mit dem Thema „Recht auf Privatsphäre“. Es ist nach den Kinderrechte-Pixi-Büchern zu den Themen Mitbestimmung von Kindern, Schutz von Kindern vor Gewalt, Kinderarmut sowie Kinderrecht auf beide Eltern das fünfte Kinderrechte-PIXI des Deutschen Kinderhilfswerkes und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Es ist wichtig, dass alle Kinder von Anfang an ihre Rechte kennen … Wir brauchen eine Gesellschaft, in der Kinder stark sind und ein ausgeprägtes Bewusstsein für ihre Rechte und für unsere Demokratie entwickeln können.“

„Leider sind die Kinderrechte auch fast 30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention noch viel zu wenig bekannt. Das neue Pixi-Buch ist eine tolle Möglichkeit, um Kindern ihre Rechte näherzubringen. Das Recht auf Privatsphäre ist ein Menschenrecht und gilt natürlich auch für Kinder. Das müssen wir Erwachsene respektieren", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Besonderheit dieser Pixi-Reihe ist der Umgang mit Vielfalt und Inklusion, der sich als unsichtbarer roter Faden durch die Geschichten zieht. Inklusion ist gelebter Alltag in der Kita, in der die PIXI-Reihe spielt. Über das Begleitmaterial „Vielfalt in der Kita - Methoden für die Kitapraxis 5“, das zusammen mit dem Pixi-Buch bestellt werden kann, erhalten Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe einen Leitfaden, wie sie die Kinderrechte, insbesondere in Bezug auf Inklusion und Vielfalt, alltagsnah und altersgerecht mit Kita-Kindern thematisieren können. Das Material stellt diesmal zwei Praxisübungen vor, mithilfe derer die Themen „Recht auf Privatsphäre“ und „Gebärdensprache“ erarbeitet werden können.

Im Shop des Deutschen Kinderhilfswerkes können gegen Porto und Verpackungskosten ein Ansichtsexemplar oder Kita-Pakete (incl. Begleitheft für Erzieher/innen) à 30 oder 60 Stück bestellt werden: www.dkhw.de/shop.

Vier Beste Freunde fürs Leben

Die neuen Joyk®-Puppen bei Dusyma sind vier Beste Freunde, die gemeinsam durchs Leben gehen. Gleichzeitig demonstrieren sie die Vielfalt in unserer Welt. Denn das Besondere ist die unterschiedliche Herkunft der einzelnen Puppen. So findet jedes Kind seinen individuellen Lieblingscharakter, mit dem es sich identifizieren kann. Die Puppen regen zu Rollenspielen und Sprachanlässen an. Die Gelenke der Puppen lassen sich leicht biegen. So entsteht eine natürliche Körpersprache. Die Puppen können sitzen und mit geraden Beinen liegen. Inhalt/Material: 4 Biegepuppen, Körper aus hautsympathischem Stretchmaterial, Kleider und Schuhe zum An- und Ausziehen. Maße: Mädchen mit rotem Kleid und Schleifen im Haar 20 cm hoch.

UVP 118 Euro

Klangspiele und Spiellieder für Körper und Geist

Eckart Bücken: Bei uns spielt die Musik

„Musik umgibt uns überall, ist Bestandteil unseres Lebens und wirkt auf uns von Kindesbeinen an“, schreibt der Spielpädagoge Hajo Bücken im Vorwort des Buches seines Bruders Eckart. Er weißt auf die mannigfache Bedeutung hin, die Musik für die Entwicklung des Menschen von Kleinkindbeinen an haben kann … für die Psyche, den Verstand und die Motorik. Um so erstaunlicher scheint es vor diesem Hintergrund, dass der Anteil musikalischer Aktivitäten in den Einrichtungen deutlich zurückgegangen ist.

Schon vor einigen Jahren hat der Musiker und Sozialpädagoge Eckart Bücken mit „Bei uns spielt die Musik“ ein Praxisbuch für Krippen und Kitas verfasst, das für Kinder und ErzieherInnen gleichermaßen einen einfachen Zugang zur Musik schafft. Vornehmlich geht es um Klangspiele und Spiellieder. Bücken beginnt beim Grundsätzlichen. Die Stimme, Klänge und Geräusche, aber auch Körperklänge und Rhythmus stehen am Anfang. Das Trommeln hat hier eine zentrale Bedeutung. Und dann folgen eine Fülle von Liedern, bei denen nicht nur gesungen, sondern auch geklatscht, getanzt und gespielt wird. Mitmachlieder, geistliche Lieder, altbekannte Kinderlieder, Musikgeschichten und Lieder für Feste und Feiertage sind mit dabei. Hinzu kommen viele Anleitungen und praktische Anregungen für die Spielleiter, die sich auf neue Erfahrungen und Entdeckungen gemeinsam mit den Kindern freuen dürfen.

Eckart Bückens Buch ist bestens geeignet für alle, die noch Platz für Musik und Bewegung im Betreuungsalltag mit den Kindern finden.

Bibliographie:

Eckart Bücken

Bei uns spielt die Musik

Klangspiele und Spiellieder

Taschenbuch, 96 Seiten

BurckhardtHaus-Laetare

ISBN 978-3-944548-14-2

9,90 €



Ostern mit Marcus und Luise

Zum Vorlesen und als Gesprächsanlass

Weder Mama noch Wecker brauchte Marcus morgens, um wach zu werden. Denn an jedem Wochentag weckte ihn früh um sieben das Läuten der Kirchenglocken. Dann drehte er sich noch mal auf die andere Seite und hörte den Glocken zu: Erst begann die große mit dem tiefen Klang zu schlagen. Dann stimmten die anderen nach und nach ein. Schließlich läuteten alle Glocken volle Pulle, wurden wieder leiser; bald hörte man nur noch ab und zu einen Glockenton, zuletzt schlug die große noch zwei-, dreimal – dann war wieder Ruhe. Zeit zum Aufstehen!

Marcus mochte den Glockenklang – und fand es daher schade, dass die Glocken am Karfreitag zum vorerst letzten Mal läuteten. Er wusste, warum: An diesem Freitag vor vielen hundert Jahren war Jesus gestorben. Deshalb schwiegen die Glocken. Am Freitagabend, am gesamten Samstag hörte man keinen Ton von ihnen. Erst Sonntag früh, wenn die Sonne aufging, erklangen sie wieder. Klar, denn am Ostersonntag war Jesus damals auferstanden.

Und weil die Glocken so viele Stunden schweigen mussten, schien es, als ob sie am Ostersonntag besonders fröhlich läuteten. Der Ostersonntag war überhaupt einer der schönsten Tage des Jahres. Marcus freute sich auf das Osterfrühstück mit den buntgefärbten Eiern, auf den Familiengottesdienst, der mit einem Osterfeuer vor der Kirche begann und natürlich auf das Suchen der Osternester. Das würde heute dreimal passieren: erst auf der Kirchwiese, dann daheim und schließlich noch am Nachmittag bei Oma und Opa.

Ach ja – und dann war da in diesem Jahr noch etwas ganz Besonderes: Sehr zeitig, noch vor dem Frühstück, würde die ganze Familie spazieren gehen. Könnte ja sein, dass der Osterhase schon unterwegs war und dabei ein paar Süßigkeiten verloren hatte.

Papa hatte erzählt, solch ein Osterspaziergang frühmorgens sei eine alte Tradition – also, das täten die Leute schon seit vielen, vielen Jahren. So, wie die Frauen damals am Ostermorgen zum Grab von Jesus gelaufen seien und dann festgestellt hätten, dass Jesus gar nicht mehr tot sei. Und weil die Frauen unterwegs noch ganz traurig waren, wird bei so einem Osterspaziergang nicht geredet. Ganz schön schwierig: kein Wörtchen durfte gesagt werden. Marcus würde das schon hinkriegen, klar. – Aber Luise! Ihr Schnattermäulchen konnte nicht mal drei Minuten ruhig bleiben. Immerhin, sie hatte sich vorgenommen, während des Spazierganges keinen Pieps zu sagen.

Es war ungefähr um sechs, als sie loszogen. Papa hatte Marcus und Luise noch versprochen: „Wer unterwegs nicht redet, bekommt zur Belohnung einen Schokoladen-Osterhasen.“ Na, wenn das nichts war!

Sie liefen nebeneinander durch die Wiesen Richtung Waldrand. Ganz schön seltsam, wenn keiner spricht. Marcus entdeckte einen gelben Schmetterling, einen Zitronenfalter. Aber er durfte es den anderen nicht sagen. Dann bemerkte er, dass die aufgehende Sonne ganz rot aussah. Aber er durfte nichts sagen. Allerdings hatte das Schweigen auch Vorteile: Beim Schließen seiner Jacke hatte Marcus sich verknöpft. Ihn selbst störte das nicht. Und wenn es Papa oder Mama störte: Dazu sagen konnten sie ja nichts...

Zum Waldrand wollten sie spazieren und zurück. Sie waren noch nicht mal bei der alten Eiche angekommen, da rief Luise plötzlich: „Ich glaube, da saust eine Eidechse!“ Und legte sich gleich die Hand auf den Mund. Zu spät. Der Schokoladenhase war weg. Marcus musste feixen: Das hatte er sich gleich gedacht. Aber dazu sagen durfte er nichts. „Zählt das schon?“, fragte Luise. Aber niemand antwortete ihr. „Das zählt noch nicht“, entschied sie. Ganz in der Nähe rief ein Kuckuck. „Der Kuckuck und der Esel, die hatten einen Streit“, fing Luise an zu singen und merkte erst nach der zweiten Strophe, dass sie schon wieder geredet hatte. „Singen zählt auch nicht“, sagte sie. Marcus, Mama und Papa schmunzelten über das ganze Gesicht. Aber sie sagten kein Wort.

„Das muss ich dann in der Kirche gleich meiner besten Freundin Claudia erzählen, dass ich heute früh nicht geredet hab“, schnatterte Luise. „Da drüben sind Schneeglöckchen.“ Alle schauten hin, aber keiner sagte was. „Erzählen ist sowieso viel schöner“, plapperte Luise, die es keine zehn Minuten ausgehalten hatte zu schweigen. „Außerdem schmeckt mir sowieso kein Schokoladenosterhase, so!“ „Klar schmeckt er dir!“, hätte Marcus um ein Haar gerufen. Er konnte sich gerade noch bremsen.

Luise schnatterte durch die Wiesen, die anderen drei waren still. Schließlich kam Luise auf die Idee, ihren großen Bruder reinzulegen. „Marcus?“, fragte sie zuckersüß. Aber Marcus konnte sich gut konzentrieren. „Marcus, ich schenke dir meinen Spielzeugbagger, wenn du was sagst.“ Marcus sagte nichts. Mit dem Bagger spielte er sowieso hin und wieder. Das wusste Luise bloß nicht. „Dann erzähle ich eben alleine“, meinte seine Schwester und machte das auch. Mal sang sie, mal schwatzte sie, mal kicherte sie. Die anderen schwiegen.

Als sie wieder zu Hause angekommen waren, platzte Marcus heraus: „He, Luise, du solltest ruhig sein!“ „Na, das war ja ein ,stiller‘ Osterspaziergang“, flunkerte Papa, „man hat die Vögel kaum singen hören.“ Und dann gab er Marcus den verdienten Schokoladen-Osterhasen. „Tut mir leid, Luise“, sagte er, „aber du hast unterwegs geredet.“ „Aber fast nichts“, antwortete sie. „Und außerdem bin ich noch klein.“ Doch da war nichts zu machen. Luise war sauer. Sie ging ins Kinderzimmer und setzte sich aufs Bett. Marcus kam hinterher. „Jetzt spiel nicht die beleidigte Leberwurst“, sagte er. „Du weißt selber, dass du andauernd geschnattert hast.“ „Ich sag ‚ überhaupt nichts mehr! Nie wieder!!“ Luise ärgerte sich riesig, als sie sah, wie Marcus den Hasen auswickelte und in die Schokolade biss. Wirklich – Luise saß auf dem Bett, starrte vor sich hin und gab keinen Mucks von sich. „Sei nicht blöd“, meinte Marcus. „Heute wird so ein schöner Tag.“ Aber Luise sagte nichts. Richtig ungewöhnlich. Komisch: Mit einem Mal fehlte Marcus Luises Geschnatter. Jedenfalls war ihm das lieber, als wenn sie bloß da saß und schwieg. Also brach er ein großes Stück Schokolade ab und hielt es seiner Schwester hin: „Hier – aber erst musst du was sagen.“

Luise guckte noch ein Weilchen böse, dann brummte sie: „Danke...“ und steckte sich die Schokolade fix in den Mund. „Hmm...“, sagte sie, „meine Lieblingssorte. Weißt du was, Marcus, als wir vorhin spazieren waren, da habe ich einen Schmetterling gesehen, der war ganz gelb. Weiße habe ich schon oft gesehen und bunte auch, aber so einen gelben noch nicht. Der ist immer rumgeflattert; manchmal wollte er sich hinsetzen, aber da war ihm bestimmt das Gras zu nass. Und dann...“ „Weiß schon, Luise. Das war ein Zitronenfalter. Den hab‘ ich auch gesehen.“ „Aber ich zuerst“, erwiderte Luise. „Und außerdem... !“

Hefezopf

Zutaten: 750 g Mehl, 500 g am Vortag gekochte Kartoffeln,
100 g Margarine, 125 g Zucker, 1/4 Liter Milch, 40 g Hefe,
350 g Rosinen, 1 Prise Salz

Zubereitung: Alle Zutaten zu einem lockeren Teig verkneten.

Diesen warm stellen und gehenlassen, zusammenstoßen und in drei gleich große Stücke teilen. Daraus drei dünne Stangen rollen und zu Zöpfen verflechten. Diese auf einem gefetteten Blech mit Zuckerwasser bestreichen und bei Mittelhitze (180°-200°) ca. 50 Min. goldgelb backen.

PS: Ein Hefezopf sollte nicht aufgeschnitten, sondern abgerissen werden. So bleibt er luftiger und macht mehr Spaß beim Verzehr.

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Das Kirchenjahr mit Kindern feiern
Ein Vorlesebuch mit lustigen Geschichten , Backrezepten und Spielen.
Reuter, Thomas
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548906
96 Seiten, 9,90 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Zeit zu(m) Spielen! DKHW ruft zur Beteiligung am Weltspieltag auf

Begleitmaterialien für Erzieher und Lehrer

Den Aktionsideen zum Weltspieltag 2019 sind keine Grenzen gesetzt: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Kita- oder Schulausflug in den Wald, um die Kinder für mehrere Stunden einfach mal frei spielen zu lassen? Dabei entsteht vielleicht sogar eine tolle Hütte oder eine Wassermatschanlage. Familien könnten das Elterntaxi stehen lassen und nach Kita oder Schule den Fußweg nach Hause zur Abwechslung mal als Schnitzeljagd gestalten. Das bringt Groß und Klein viel Spaß, sorgt bei allen für die nötige zusätzliche Bewegungseinheit und pustet den Kopf frei.

Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft zum Weltspieltag 2019 auch zu einem Jojo-Contest auf. Ob allein oder in der Gruppe, Jojos bringen Entspannung, Spaß und fördern ganz nebenbei die Geschicklichkeit. Alle Teilnehmenden des Weltspieltages sind aufgerufen, sich am Weltspieltag tolle Jojo-Choreographien oder Tricks auszudenken, diese zu filmen und auf www.kindersache.de hochzuladen.

Mit dem Weltspieltag 2019 will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ darauf aufmerksam machen, dass vor allem die zeitlichen Bedingungen für das freie Spiel von Kindern verbessert werden müssen. Gleichzeitig ist das Motto ein Aufruf an die Eltern, ihren Kindern den nötigen Freiraum dafür zu geben. Botschafter des Weltspieltags 2019 ist der Fernsehmoderator und Autor Ralph Caspers, die Schirmherrschaft über den Weltspieltag hat die Kinderkommission des Deutschen Bundestages übernommen.

„Besonders das Spielen draußen, im Freien und mit Freunden kommt bei zu vielen Kindern und Jugendlichen zu kurz. Dahinter steht oftmals eine erhöhte Erwartungshaltung der Eltern die dazu führt, dass Kinder einen durchgetakteten Terminkalender haben, der keine Spielräume, im doppelten Sinne des Wortes, zulässt. Spielen ist für das Wohlbefinden von Kindern aber ein entscheidender Faktor: Deshalb müssen wir es wieder stärker zulassen, dass Kinder toben, klettern und Blödsinn machen können und sie in ihrer Neugier, Kreativität und Fantasie stärken“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Unter Druck lässt sich höchstens gut auf Toilette gehen. Aber Spielen funktioniert am besten, wenn man sich Zeit lässt. Und Zeit lassen kann man sich nur, wenn man Zeit hat und nicht jeden Tag vollgepackt mit Schule, Hausaufgaben, Musikunterricht, Sporttraining, Kunstkurs und was sich Erwachsene sonst noch alles überlegen“, sagt Ralph Caspers, Botschafter des Weltspieltags.

Der Weltspieltag 2019 wird im deutschsprachigen Raum zum zwölften Mal ausgerichtet. Zum Weltspieltag sind Schulen und Kindergärten, öffentliche Einrichtungen, Vereine und Nachbarschaftsinitiativen aufgerufen, in ihrer Stadt oder Gemeinde eine witzige, beispielgebende und öffentlichkeitswirksame Spielaktion durchzuführen. Die Partner der im letzten Jahr rund 300 Aktionen sind vor Ort für die Durchführung ihrer Veranstaltung selbst verantwortlich. Das Deutsche Kinderhilfswerk stellt umfangreiche Aktionsmaterialien zum Bewerben des Weltspieltags zur Verfügung. Unter allen Teilnehmenden des Jojo-Contests werden attraktive Preise verlost. Eine Übersicht aller Aktionen entsteht ab Mitte April unter www.weltspieltag.de.

Das Bunte Klassenzimmer auf der Bundesgartenschau

Das Bunte Klassenzimmer, ein Angebot für Kindergartengruppen und Schulklassen auf der Bundesgartenschau Heilbronn 2019, ist schon jetzt ein Erfolg: 1000 der insgesamt 1700 Veranstaltungen sind bereits gebucht. „Das Interesse ist weiter groß und das breit gefächerte Angebot trifft offenbar genau die Wünsche der Kindergärten und Schulen", sagte Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH.

Angemeldet haben sich bisher Schulen aller Schularten und verschiedener Träger aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland Pfalz und Bayern. Kindertagesstätten kommen aus einem Umkreis bis anderthalb Stunden Anfahrt. Besonders beliebt sind Angebote aus den Bereichen Kunst und Kultur sowie Gesundheit und Ernährung, Natur und Umwelt sowie Wasser.

Das Bunte Klassenzimmer ist das pädagogische Programm der Bundesgartenschau Heilbronn, bei dem sich Kinder und Jugendliche mit allen Sinnen an ganz unterschiedlichen Lernorten draußen auf dem BUGA-Gelände beschäftigen. Die Inhalte sind individuell an die jeweilige Altersgruppe angepasst.

Die Veranstaltungen im Bunten Klassenzimmer finden zwischen dem 23. April und dem 2. Oktober 2019 statt und sind kostenlos. Der Eintritt für eine Schulklasse oder eine Kindergartengruppe kostet inklusive Begleitpersonen 15 Euro.

Das Programm des Bunten Klassenzimmers steht online auf www.buga2019.de/buntes-klassenzimmer. Die Buchung der Veranstaltungen ist ausschließlich online möglich.

Quelle: Pressemitteilung Bundesgartenschau Heilbronn

Oster-Highlights im TV und auf Streaming-Portalen

FLIMMO hilft beim Suchen: Welcher Film eignet sich für welches Alter?

Eine komplette Übersicht der Filme für Kinder und Jugendliche gibt es ab sofort auf www.flimmo.tv/ostern :

  • Für 3- bis 6-Jährige: Kurze, unkomplizierte Geschichten, die immer ein gutes Ende nehmen. Zusammenhalt und Freundschaft spielen eine große Rolle.
  • Für 7- bis 10-Jährige: Hier darf es auch schon richtig spannend werden. Außergewöhnliche Helden wachsen über sich hinaus und erleben Abenteuer.
  • Für 11- bis 13-Jährige: Die Ältesten finden Gefallen an starken Figuren und einem mitreißenden Er- zähltempo. Themen wie das Streben nach Unabhängigkeit und abenteuerliche Bewährungsproben sprechen sie besonders an.
  • Für die ganze Familie: Diese Filme gefallen jüngeren und älteren Kindern. Selbst Erwachsene können an der einen oder anderen Stelle schmunzeln.
  • Fallen und Schocker: Diese Filme sind nicht für Kinder. Gewalt, blutige Schlachten und eine bedrohliche Atmosphäre können Kindern Angst machen und sie überfordern. Ab 20 Uhr sollten Eltern besonders darauf achten, ob eine Sendung für Kinder geeignet ist.

FLIMMO ist ein Programmratgeber für Eltern. Es gibt ihn kostenlos und werbefrei als Broschüre, im Internet und als App. FLIMMO bespricht das Kinderprogramm sowohl im Fernsehen als auch im Netz und gibt Tipps zur Medienerziehung. Neben dem Kinderprogramm werden auch solche Sendungen berücksichtigt, die sich eigentlich an Erwachsene richten. Mit diesen Sendungen können auch Kinder zwischen drei und 13 Jahren in Berührung kommen, wenn sie diese gemeinsam mit Eltern, älteren Geschwistern oder im Freundeskreis anschauen. Bewertet wird, wie Kinder in unterschiedlichem Alter mit bestimmten Medieninhalten umgehen und diese verarbeiten. FLIMMO betrachtet das Programm stets aus der Kinderperspektive.

FLIMMO kann von Institutionen kostenlos bestellt werden und ist dort für Eltern erhältlich. Öffentliche Bezugsstellen finden Interessierte im Internet unter: www.flimmo.tv/bezugsstellen.

FLIMMO ist ein Projekt des Vereins Programmberatung für Eltern e.V. Mitglieder sind zwölf Landesmedienanstalten, die Stiftung Medienpädagogik Bayern und das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI). Mit der Durchführung ist das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis beauftragt.