Oktober 2021

Mehr Sicherheit für Kinder e.V. startet Toolbox für KiTa-Alltag

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Unfallprävention ist ein Thema, das sich gut in den Alltag einer KiTa integrieren lässt. Mit verbesserter Risikokompetenz und mehr Bewegungssicherheit können viele Unfälle vermieden werden, bei denen sich Kinder schwer verletzen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG) hat deshalb in Zusammenarbeit mit KiTa-Fachkräften gefördert durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Toolbox "GIB 8 - Unfallprävention für den KiTa-Alltag" entwickelt.
 
"Mit Hilfe der Toolbox können Erzieherinnen und Erzieher das Thema Unfallprävention im KiTa-Alltag spielerisch und kindgerecht vermitteln und das Verhalten von Kindern in Gefahrensituationen üben", erklärt Andreas Kalbitz, Geschäftsführer der BAG. Kernstück der Toolbox sind 64 Spiel- und Aktionskarten, die sich acht Schwerpunktthema widmen. Dabei geht es unter anderem um Stürze, Vergiftungen, Gefahren, die am Wasser lauern sowie um das Erlangen einer individuellen Risikokompetenz.

Kostenlose Toolbox mit Spiele und Aktionen, die Kinder an das Thema Sicherheit heranführen

Zu jedem Thema gibt es verschiedene Spiele und Aktionen, die Kinder von drei bis sechs Jahren einfach und ohne lange Vorbereitung an das Thema Sicherheit heranführen. Darüber hinaus enthält die Toolbox Arbeitsblätter und Arbeitshilfen, Informationsmaterial zur Elternansprache sowie Adressen und Links zu weiterführenden Informationen.
 
Prof. Dr. Freia De Bock, Abteilungsleiterin für den Bereich Kindergesundheit in der BZgA, erklärt: "Die altersgerechte Förderung der Bewegungsfreude und -koordination und der Risikowahrnehmung sind grundlegende Bausteine in der Unfallprävention - in der Kita und zu Hause. Sie gibt Kindern ein gutes und sicheres Körpergefühl und Selbstvertrauen." Die BZgA sieht in der neuen Toolbox eine vielversprechende neue Arbeitshilfe zur Unfallprävention in der für Kinder zentralen Lebenswelt Kita. Wichtig ist der BZgA auch, dass gleichzeitig Eltern mit konkreten Tipps angesprochen werden, wie sie die häusliche Umgebung und die alltäglichen Aktivitäten in der Familie noch kindersicherer gestalten können.
 
Kleinere Unfälle und Missgeschicke sind in der kindlichen Entwicklung kaum zu vermeiden, schwere Unfälle allerdings müssen unbedingt verhindert werden. Wie dringend dieses Anliegen ist, beweist die Zahl von rund 1,84 Millionen Kindern, die sich Jahr für Jahr so schwer verletzen, dass sie ärztliche Hilfe benötigen. Die Mehrzahl der Unfälle ereignet sich zu Hause. Auch in KiTas kommt es immer wieder zu Situationen, bei denen Kleinkinder sich ernsthaft verletzen. Die KiTa ist deshalb ein wichtiger Ort, um möglichst viele Kinder und Eltern zu erreichen und auf das Thema aufmerksam zu machen.
 
Auf der Website https://www.kindersicherheit.de/service/bestellservice/toolbox-gib8.html können pädagogische Fachkräfte die Toolbox kostenfrei bestellen und finden darüber hinaus weitere Informationen.

Über die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

Die BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. informiert über die Verhütung von Kinderunfällen, gibt zahlreiche Broschüren zur Kindersicherheit heraus und veranstaltet Fortbildungen. Unterstützt durch verschiedene Bundesministerien und weitere Institutionen setzt die BAG sich dafür ein, Kinderunfälle zu reduzieren und innovative Präventionsmaßnahmen für Heim und Freizeit sowie Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene voranzubringen.
 
 

 

Ganztag für Grundschulkinder: Ausbaubedarf insbesondere in den westdeutschen Flächenländern

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Ganztag für Grundschulkinder

Erstmals liegen Vorausberechnungen für die einzelnen Bundesländer zur Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztag für Grundschulkinder bis zum Schuljahr 2029/30 vor. Insgesamt ist der zusätzliche Ausbaubedarf geringer als bislang angenommen.

Anders als zu Beginn der Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über die Einführung eines Rechtsanspruchs für Grundschulkinder angenommen, zeigen neue Vorausberechnungen des Forschungsverbunds DJI/TU Dortmund, dass weniger Plätze notwendig sind, um dieses Projekt zu realisieren. Bundesweit müssten bis zum Schuljahr 2029/30 rund 600.000 zusätzliche Ganztagsplätze für die Kinder im Grundschulalter geschaffen werden. Zuletzt besuchten bereits über 1,6 Mio. Grundschulkinder ein Ganztagsangebot. Das bedeutet, dass drei von vier der benötigten Plätze aktuell bereits vorhanden sind. Die Situation in den Bundesländern ist jedoch sehr unterschiedlich. Während in den ostdeutschen Flächenländern und Hamburg nur noch ein kleiner Teil der Plätze fehlt, zeigen die Vorausberechnungen, dass in den westdeutschen Flächenländern im Mittel noch zwischen 30 und 40 Prozent der Plätze geschaffen werden müssen.

Erstmals Vorausberechnungen für das zusätzlich benötigte Personal

In der neu vorgelegten Studie wird erstmals auch der Personalbedarf für die zusätzlich zu schaffenden Plätze ausgewiesen. Bundesweit werden dafür rund 35.000 Vollzeitstellen zusätzlich benötigt. Da in diesem Bereich jedoch von einem hohen Teilzeitanteil auszugehen ist, müssten dafür bis zum Schuljahr 2029/30 rund 57.000 Personen gewonnen werden. „Damit ist der Personalbedarf deutlich geringer als derjenige, der noch für den Ausbau für die Kinder im Kita-Alter bis Mitte des Jahrzehnts benötigt wird. Für den Kita-Bereich konnten wir bereits Ende letzten Jahres Ergebnisse vorlegen. Hier gehen wir von einem zusätzlichen Personalbedarf für die fehlenden Plätze von rund 138.000 Personen aus. Das zeigt, dass die Anstrengungen für den Ganztag im Grundschulalter deutlich geringer sein dürften,“ erläutert Dr. Christiane Meiner-Teubner, Mitautorin der Studie.

Anstrengungen erforderlich, um Personalbedarf in westdeutschen Flächenländern zu erfüllen

Die Höhe des zusätzlichen Personalbedarfs für die noch zu schaffenden Plätze für die Grundschulkinder variiert stark zwischen den Bundesländern. „In den westdeutschen Flächenländern, vor allem in Nordrhein-Westfalen und Bayern, werden noch deutliche Anstrengungen notwendig sein, um ausreichend qualifiziertes Personal zu finden, damit der vollständige Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz im Grundschulalter ab dem Schuljahr 2029/30 erfüllt werden kann“, sagt Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, wissenschaftlicher Leiter des Dortmunder Forschungsverbunds und bis vor kurzem Direktor des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Für diese beiden Länder geht die Autorengruppe der Studie jeweils von einem zusätzlichen Bedarf von rund 7.000 beziehungsweise 7.500 zusätzlichen Vollzeitstellen aus.

In den ostdeutschen Flächenländern kaum zusätzlicher Personalbedarf

In den ostdeutschen Flächenländern besteht nur noch ein geringer Personalbedarf. Hier ist das Angebot bereits gut ausgebaut und die Kinderzahlen gehen teilweise in wenigen Jahren zurück. Der zusätzliche Personalbedarf liegt mit Ausnahme von Thüringen – wo bis zum Schuljahr 2029/30 kein zusätzlicher Bedarf erwartet wird – pro Bundesland bei im Mittel zwischen 400 und 500 zusätzlichen Vollzeitstellen.

Ausbaukosten geringer als bislang angenommen

Der geringere Bedarf an zu schaffenden Plätzen führt auch dazu, dass die anfallenden Kosten geringer sein werden, als bislang angenommen, obwohl der Zeitpunkt des vollständigen Inkrafttretens des Rechtsanspruchs im Rahmen der Verhandlungen zwischen Bund und Ländern nach hinten verschoben wurde. Bundesweit wird nun von Investitionskosten zur Schaffung neuer Plätze von rund 4,6 Mrd. Euro ausgegangen.
Die jährlichen Betriebskosten hängen maßgeblich von der Anzahl der Kinder ab, für die das Personal zuständig ist. Da hierzu bislang große Unklarheit besteht, hat die Autorengruppe verschiedene Modelle gerechnet. In einer Maximumvariante kommen sie zu dem Ergebnis, dass für das Schuljahr 2029/30 mit zusätzlichen Betriebskosten von rund 2,6 Mrd. Euro zu rechnen ist. Die höchsten Kosten entstünden in Nordrhein-Westfalen und Bayern mit etwa 575 Mio. Euro beziehungsweise 531 Mio. Euro, während in Thüringen keine zusätzlichen Betriebskosten in diesem Schuljahr anfallen würden.

„Insgesamt wird damit deutlich, dass das Projekt Ganztag eine bildungspolitische Herausforderung ist, allerdings im Lichte der noch ausstehenden Vorbereitungszeit machbar erscheint,“ resümiert Prof. Dr. Thomas Rauschenbach.

Der Forschungsverbund DJI/TU Dortmund führt Forschungsprojekte zu den Themen Kindertagesbetreuung, Hilfen zur Erziehung, Kooperation von Jugendhilfe und Schule, Familien und Frühe Hilfen, Kinder- und Jugendarbeit, Personal und Qualifikation sowie Freiwilliges Engagement durch. Zu den Aufgaben des Forschungsverbunds gehören wissenschaftsbasierte Dienstleistungen sowie die Beratung von Politik und Fachpraxis auf allen föderalen Ebenen.

Mehr Infos zu der Vorausberechnungen für die Kindertages- und Grundschulbetreuung gibt es unter forschungsverbund.tu-dortmund.de

 

Hörtipp: Der Achtsame Tiger – Das Musik-Hörspiel

Der Tiger ist gefährlich? Ein wirklich wildes Raubtier? So’n Quatsch – diese Beschreibung findet der Achtsame Tiger nun doch ganz schön unpassend. Schließlich hat er alle Pfoten voll zu tun, um seinen tierischen Freunden zu helfen! Er nimmt uns mit in seine bunte, geheimnisvolle Dschungelwelt und zeigt uns, wie ein Tag im echten Tigerleben aussieht. Der Achtsame Tiger steckt zwar im typischen Tigerfell, ist eben eher „ein friedvoller Krieger in der friedlichen Liga“. Im Dschungel erklärt er dem kleinen Elefanten, was sein Leibgericht Kokomeloranganavokakizitrosine ist, macht zwischendurch den Orang-Utans die Haare schön oder verrät der vor Stress verknoteten Boa seinen ganz geheimen Tigertrick – nämlich erstmal ganz in Ruhe ein- und auszuatmen. Er hilft dem Krokodil dabei, endlich mutiger zu werden, löst den erschöpften Papagei beim Brüten ab, hängt ‘ne entspannte Runde mit dem Faultier ab und zeigt dem Tapir, dass man auch mit kurzen Beinen richtig gut tanzen kann. Denn am Schluss gibt’s eine fröhliche Party, natürlich gemeinsam mit allen Dschungeltieren in all ihrer Artenvielfalt. Roaaar!

Musicals zum Hören haben eine bewährte Tradition, denn die Bilder zu den Geschichten entstehen ganz von allein im Kopf. Und so zieht auch „Der Achtsame Tiger“ als lustiges Familienmusical mit zehn eingängigen und mitsingbaren Pop-Songs und vielen starken Botschaften die Hörer in ihren Bann. Die Songs sind mitreißend und verbreiten musicalhaften Bühnenglanz. In diese wunderbare Stimmung hinein fügen sich die kleinen Weisheiten der Achtsamkeitslehre mit ganz besonderem Charme ein. So erfahren wir, was Achtsamkeit überhaupt ist, lernen etwas über Entschleunigung, beruhigende Atmung, bewusste Ernährung und über die manchmal auch notwendige Langeweile. Als Held und Hauptfigur eignet sich der aus der Rolle fallende Tiger dafür ganz wunderbar.

Der Achtsame Tiger - Rolf Zuckowski | Liedergeschichten aus dem Dachstübchen

Für ihre jüngste Produktion haben sich die Musicalmacher Martin Lingnau und Heiko Wohlgemuth – die wohl erfolgreichsten Autoren dieses Genres im deutschsprachigen Raum – von einem wundervollen Kinderbuch-Bestseller inspirieren lassen: Mit überraschenden Ideen, einer großen Portion Wortwitz und ganz viel Musik verwandeln sie „Der Achtsame Tiger“, das Kinderbuch des Jahres 2019 von Przemysław Wechterowicz und Emilia Dziubak (Mentor Verlag), in einen turbulenten Musicalspaß in prachtvoller Dschungelkulisse, der Klein und Groß gleichermaßen verzaubert. Regie führt Carolin Spieß, die neben der „Weihnachtsbäckerei“ schon zahlreiche Kinderproduktionen des Hamburger Schmidt-Theaters wie „Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ oder „Der kleine Störtebeker“ inszeniert hat.

„Der Achtsame Tiger“ ist bezaubernde Familienunterhaltung mit einer tigerstarken Botschaft, die auf sanften und doch packenden Pfötchen daherkommt. Rolf Zuckowski war von Anfang an so begeistert, dass er das Musik-Hörspiel unbedingt auf seinem Universal Music-Label „noch mal!!!“ veröffentlichen wollte. „Der Achtsame Tiger“ erschien als Doppel-CD mit allen Liedtexten und vielen Illustrationen des Buches im Booklet sowie in Form von zwei Digitalalben - einmal mit dem kompletten Hörspiel inkl. der eingebundenen Lieder, einmal mit allen Songs in speziellen Edits plus allen Instrumentals. Das famose Ensemble, angeführt vom großartigen Schauspieler und Sänger Alex Melcher als Achtsamem Tiger, weiß mit so viel Leidenschaft und Humor durch die Geschichte zu führen, und die Songs von Martin Lingnau sind derart zeitlos, mitsingtauglich und evergreenartig griffig, dass viele Familiengenerationen gern mitsingen dürften.

Der Achtsame Tiger - Der Achtsame Tiger

Der Achtsame Tiger

Das Musik-Hörspiel von Martin Lingnau und Heiko Wohlgemuth

2CD (CD1: Das Musik-Hörspiel, CD2: Alle Songs und Mitsing-Versionen)

UPC 00602435393469

LC 28836

VÖ: 04.06.2021 UPV ca. 15 Euro.

A noch mal!!! release; (P) 2021 Martin Lingnau under exclusive licence to Universal Music GmbH; © 2021 Mentor Verlag GmbH

https://www.universal-music.de/der-achtsame-tiger https://youtu.be/neWqvpHHkkI

Empfohlen für Menschen von 4 bis 104 Jahren

Bundeskongress: Fachberatung für Kindertageseinrichtungen am 30. November

Charlotte May von Pexels

Bundeskongress: Fachberatung für Kindertageseinrichtungen - Motor der Qualitätsentwicklung in der Frühen Bildung

Der WiFF-Bundeskongress am 30.11.2021 legt den Fokus auf die Funktion der Fachberatung. Zusammen mit Expertinnen und Experten blicken wir auf die Berufswege, Tätigkeitsfelder und Kompetenzen von Fachberaterinnen und Fachberatern und fragen, wo die Potenziale und Grenzen von Fachberatung liegen und welche Rahmenbedingungen nötig sind.

 

Haus der kleinen Forscher bringt Forschen mit digitalen Medien in die Grundschule

Christoph Wehrer/ (c) Stiftung Haus der kleinen Forscher

Ein interdisziplinäres Team erarbeitet für und mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ eine Fortbildung zum Thema forschendes Lernen mit digitalen Medien im Grundschulunterricht. Die neue Fortbildung soll Lehrerinnen und Lehrer in ganz Deutschland dabei unterstützen, digitale Lernangebote sinnvoll in ihren Unterricht zu integrieren – insbesondere in Fächern mit Bezug zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Welche Unterstützung brauchen Lehrerinnen und Lehrer, damit Grundschulkinder MINT-Phänomene im Unterricht auch mit digitalen Medien erforschen können? Und wie können Schülerinnen und Schüler dabei Kompetenzen für eine digitalisierte Welt entwickeln? Auf diese Fragen findet seit heute ein Entwicklungsteam aus Lehrerinnen, Trainern und Fachleuten aus Wissenschaft und pädagogischer Praxis Antworten. Noch bis Jahresende werden sie im „Ko-Lab“ im Rahmen von Design-Thinking-Workshops ko-kreativ ein Fortbildungskonzept und entsprechende Prototypen entwickeln. Im Anschluss wird die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ die Ergebnisse mit Trainerinnen, Lehrern und Grundschulklassen erproben. Ziel ist es, dass perspektivisch alle Grundschullehrkräfte in Deutschland das neue Fortbildungsangebot zum forschenden Lernen mit digitalen Medien nutzen können. 

Forschendes Lernen im Unterricht – analog und digital

„Unser Hauptanliegen ist es bei Kindern, sowohl MINT-Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern als auch Kompetenzen für eine digitalisierte Welt. Dabei wollen wir weg von der ‚analog versus digital‘-Denke, hin zu einer Lernkultur der Digitalität“, erklärt Projektleiterin Anne Lehmann. „Unterricht, der Schülerinnen und Schüler stark für unsere zunehmend digitalisierte Welt machen möchte, muss alle Zugänge in integrierten Lernszenarien vereinen, also digitale und analoge Formate als verschiedene Elemente einesUnterrichtsszenariums betrachten“, so Lehmann weiter. 

Hinter „Ko-Lab“ stehen starke Partner für die Grundschule

Die Fortbildungsentwicklung wird im Rahmen des Projekts „Kollaboratives Konzept-Lab“ (Ko-Lab) umgesetzt. Das innovative Projekt läuft noch bis Ende September 2022 und wird durch die Friede Springer Stiftung ermöglicht. Das "Ko-Lab"-Projekt knüpft an das Bildungsangebot "MINT geht digital" vom „Haus der kleinen Forscher“ und dem inzwischen abgeschlossenen Stiftungsprojekt "Digital Lab" an, in dem in den letzten Jahren bereits gemeinsam mit Grundschullehrerinnen und -lehrern Unterrichts-Apps zum Thema Energie und Strom entwickelt wurden. 

 

Kinderzeit-Podcast zum Thema forschendes Lernen

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) – mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern vor Ort bietet die Stiftung bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Das „Haus der kleinen Forscher“ verbessert Bildungschancen, fördert Interesse am MINT-Bereich und professionalisiert dafür pädagogisches Personal. Partner der Stiftung sind die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung, die Dieter Schwarz Stiftung und die Friede Springer Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Workshop zu gewinnen: Ästhetische Bildung mit Leuchttabletts

Ästhetische Bildung mit Leuchttabletts
© 2021 Klax

Welche Farbe hat das Licht? Welchen Schatten wirft ein Korken? Wenn Kinder Dinge aus Natur und Alltag untersuchen, einordnen und sich über ihre Erkenntnisse austauschen, entwickeln sie wie ganz von selbst ein Verständnis für Ästhetik und die Zusammenhänge dieser Welt. Pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen sollten in der Lage sein, ästhetische Momente im Alltag zu erkennen und gemeinsam mit den Kindern zu erleben. Genau hier möchte das ganztägige Seminar Ästhetische Bildung mit Leuchttabletts ansetzten und Ihnen wichtige Werkzeuge zur ästhetischen Bildung im Kindergarten an die Hand geben. Denn Dinge, die uns faszinieren und neugierig machen, regen zum Lernen an.

Ästhetische Bildung mit Leuchttabletts
© 2021 Klax

Pädagogische Fachkräfte sorgen dafür, dass jede Facette der kindlichen Persönlichkeit genug Anregung erfährt, um sich zu entwickeln, Wissen und Fähigkeiten zu erlangen sowie soziale Kompetenzen auszubilden. Ein wichtiges Ziel ist aber auch, den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Lernen zu beobachten, zu reflektieren und es selbst zu regulieren. Das Prinzip der Aktionstabletts unterstützt selbstständiges Lernen und die Selbsterkenntnis über den eigenen Lernstand. Tabletts geben dem Kind einen klar abgegrenzten Rahmen, in dem es eine Aufgabe vorfindet, sie erkennen und lösen kann. Es kann den eigenen Lösungsweg nachvollziehen, die Lösung überprüfen und noch einen Schritt weiter gehen, indem es selbst neue Aufgabenstellungen aus dem angebotenen Materialarrangement heraus entwickelt.

Ästhetische Bildung mit Leuchttabletts
© 2021 Klax

Das Seminar Ästhetische Bildung mit Leuchttabletts findet in Kooperation mit dem Institut für Klax-Pädagogik statt und richtet sich an eine Einrichtung.  Alle Teilnehmer*Innen werden von einer erfahrenen Dozentin durch den Tag geführt und erhalten spannende Anregungen, Einblicke und direkt umsetzbares Wissen für den Kindergartenalltag. Lernen Sie, wie man situationsgerechte und dem Entwicklungsstand entsprechende Angebote mit Leuchttabletts erstellen kann!

Weitere Informationen zum Seminar „Ästhetische Bildung mit Leuchttabletts“ finde Sie hier. Natürlich bietet das Institut für Klax-Pädagogik auch noch weitere spannende Workshops an.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann nehmen Sie am Gewinnspiel teil und/oder bestellen Sie das Buch „Aktionstabletts – Muster in Licht und Schatten“ direkt im Bananenblau Online-Shop.

Um an der Verlosung teilzunehmen, tragen Sie bitte Ihre Daten und das Stichwort: "Leuchttablett" in das Formular ein. Das Gewinnspiel läuft bis zum 28. November 2021.

Jetzt teilnehmen und gewinnen!

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Benachteiligungen im Fokus – Hackathon #Bildung_ReConnected sammelt Ideen

Charlotte May von Pexels

Ungleichheiten im Bildungssystem sind ein zentraler Gegenstand der Bildungsforschung. Zugleich gibt es in den Schulen und Kitas viele positive Ansätze, um im direkten Kontakt mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen Benachteiligungen zu mindern. Der Hackathon #Bildung_ReConnected bringt Bildungsforschung und -praxis mit der interessierten Öffentlichkeit zusammen, um gemeinsam die Herausforderungen des Bildungssystems anzugehen. Er ist ein zentraler Programmpunkt der digiGEBF21, des digitalen Konferenzjahrs der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF), und findet vom 28. bis 30. Oktober online statt. Alle Interessierten können sich ab sofort anmelden.

Bei dem Hackathon bearbeiten interessierte Personen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen gemeinsam ein bestimmtes Thema. Als Gruppe entwickeln sie Ideen, Vorschläge und Maßnahmen, wie sich Benachteiligungen im Bildungssystem ausgleichen lassen und wie die Forschung dies begleiten und unterstützen kann. Die jeweiligen Themen betreffen spezifische Herausforderungen in den Bereichen Schule für alle, Soziales Lernen, Informationskompetenz, Wissenschaftskommunikation und First Generation Academics (Studierende aus nichtakademischen Elternhäusern).

Das Format des Hackathons entstammt ursprünglich der Startup-Szene, wird aber zunehmend auch im gesellschaftlichen und im wissenschaftlichen Kontext erfolgreich eingesetzt. Thematisch ist es bewusst offen gehalten, um auch neuen, unkonventionellen Ansätzen eine Plattform zu bieten. Alle Interessierten können sich ab sofort für den Hackathon #Bildung_ReConnected anmelden. Die Teilnahme muss nicht an allen drei Veranstaltungstagen erfolgen, es ist auch eine Beteiligung an einzelnen Tagen möglich.

Der Hackathon ist eines der Highlights der digiGEBF21, der diesjährigen Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF). Ausgerichtet wird die digiGEBF21 vom DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Weitere Programmpunkte sind:

• Tag der Bildungsforschung „Inside Empirische Bildungsforschung“ am 29. Oktober:
An diesem virtuellen Tag der offenen Türen stellen sich Institute, an denen empirische Bildungsforschung betrieben wird, einer breiteren Öffentlichkeit vor, darunter das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation.

• Miet an Expert:
Für 30 Minuten können Einzelpersonen und Kleingruppen – etwa aus der Politik, den Medien oder der Bildungspraxis – Expert*innen buchen, um mit ihnen über spezielle Themen aus der Erziehungswissenschaft, den Fachdidaktiken, der pädagogischen Psychologie sowie der Bildungsökonomie und der Bildungssoziologie zu sprechen. Die genauen Termine werden individuell vereinbart.

Die Organisatoren

Über das DIPF: Das DIPF ist das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation mit Standorten in Frankfurt am Main und in Berlin. Es will dazu beitragen, Herausforderungen für Bildung und das Erforschen von Bildung zu bewältigen. Dafür unterstützt das Institut Schulen, Kindertagesstätten, Wissenschaft, Verwaltung und Politik mit Forschung, Informationsinfrastrukturen und Wissenstransfer.


Über die GEBF: Die Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung ist eine Vereinigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die in Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Empirischen Bildungsforschung aktiv sind. Die Gesellschaft hat es sich zum Ziel gemacht, Forschung in diesem Bereich zu fördern sowie auf die Verbreitung ihrer wissenschaftlichen Ergebnisse hinzuarbeiten. Sie will insbesondere die Zusammenarbeit der Disziplinen stärken, die mit empirischen Methoden zu Bildungsfragen forschen.

Kindermusiktipp: "Spuckepack" von Sven van Thom

Nach „Tanz den Spatz“, seinem ausgezeichneten Album, legt Sven van Thom endlich ein zweites Kinderlieder-Album vor. Sowohl musikalisch als auch textlich zeigt der Ausnahmekünstler auf dem Album „Spuckepack“ seine ganz Bandbreite. Die reicht von humorvollen Textkreationen und mitreißenden Melodien bis hin zu einfühlsamen und ermutigenden Balladen.

Die Songs gehen sofort ins Ohr und sind mit einem unvergleichlichen Witz versehen. Sven van Thom gibt kreative Lösungsvorschläge für den Alltag, die nicht nur Kinder überraschen. Im Westernstil präsentiert er Tipps gegen Schluckauf, mit einem peppigen Beat vermittelt er den perfekten Start in den Tag und auch bei schlechter Laune hat er nicht nur für „Berliner Gören“ einen Rat, den der Titel des Liedes „Spucke in die Spree“ schon verrät.

 

Kinderlieder | Sven van Thom | Spucke in die Spree

Sven van Thom schafft es, Themen, die jedes Kind kennt, auf ganz besondere Weise zu betrachten und zu interpretieren. Da badet man sich schrumpelig, bis man aussieht wie eine Rosine, backt so viele Kuchen und Torten bis das ganze Haus damit gefüllt ist („Ich krieg‘ nie genug“) oder erkennt ganz genau, dass Schnee und Eis eigentlich „nur Angeberwasser“ sind. Die unterschiedlichsten Gefühle der Urlaubs- und Ferienzeit hat er in zwei Songs verarbeitet: „Ferien im Taunus“ knüpft perfekt an die Single „Nicht schon wieder an die Ostsee“ von seinem ersten Kinderliederalbum an, in dem ebenfalls das Urlaubsziel der Eltern deutlich infrage gestellt wird („Warum um alles in der Welt?“). „Wenn wir nochmal in Urlaub fahren“ zeigt dann die ganz andere Seite: Den Abschiedsschmerz, wenn sich die Familie auf den Heimweg machen muss, wobei alle doch lieber sagen würden: „Dann bleiben wir da“. Mit „Dein Papa kann nicht kochen“, „Mama einpacken“ und „Die beste Oma der Welt“ widmen sich drei Lieder ganz wichtigen Menschen. Das klingt mal rockig, mal poppig und es wird sogar gerappt!

 

Tanz den Spatz | Sven van Thom

Die Songs sind zwischen August 2019 und April 2021 entstanden und neben einiger gesanglicher und instrumentaler Unterstützung hat Sven van Thom fast alle Instrumente selbst eingespielt: Neben Gitarre, Schlagzeug und Ukulele sind es auch so außergewöhnliche Instrumente wie Okarina und Theremin, die dem Album einen ganz besonderen Klang geben.
 
Mehr zum Album und weitere Hörproben gibt es auch bei oetinger.de
 

Welthändewaschtag: Kinder spielerisch zum Händewaschen motivieren

Ketut Subiyanto von Pexels

Zum Welthändewaschtag am 15. Oktober 2021 erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) daran, dass bereits Kinder richtiges Händewaschen lernen sollten. Händehygiene ist nicht nur in der Corona-Pandemie wichtig. Zahlreiche Erkrankungen lassen sich mit gründlicher Händehygiene vermeiden. Kreative Ideen helfen, damit Händewaschen bereits bei Kindern zum festen Bestandteil des Alltags wird. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unterstützt dabei mit Materialien und Informationen der Internetseite http://www.infektionsschutz.de.

Erkrankungen, die durch die Hände übertragen werden können, sind beispielsweise Erkältungen oder Magen-Darm-Infekte sowie auch Wurmerkrankungen. Krankheitserreger können durch die Berührung von anderen Menschen, Tieren oder Oberflächen auf die Hände gelangen. Werden dann Lebensmittel mit den Händen verzehrt oder die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen berührt, kann das zu einer Ansteckung führen.

Spielerisch zum Händewaschen motivieren

Bereits Kleinkinder können mit Hilfe von Routinen verinnerlichen, in welchen Situationen die Hände gewaschen werden sollten. Dabei helfen Lieder, das Interesse zu wecken und die ausreichende Dauer des gründlichen Händewaschens einzuschätzen. Experimente motivieren ältere Kinder spielerisch, Kenntnisse über Krankheitserreger und deren Übertragung zu erlangen. Der Nutzen von Seife kann mit einem Versuch dargestellt werden: Dafür wird in einer Schüssel mit Wasser etwas Pfeffer auf die Wasseroberfläche gegeben. Der Pfeffer stellt die normalerweise unsichtbaren Krankheitserreger dar. Dann wird ein Finger, zuerst ohne und dann mit Seife, in das Wasser gesteckt und beobachtet, was passiert.

Gründliches Händewaschen gelingt in fünf Schritten:
• Wasser marsch! Die Hände gründlich nass machen.
• Einseifen! Beide Hände komplett mit Seife einschäumen.
• Zeit lassen! 20 bis 30 Sekunden lang einseifen.
• Runter damit! Hände von allen Seiten gut abspülen.
• Trocknen! Auch in den Fingerzwischenräumen.

Wenn Kinder doch einmal erkranken, sind diese Hygieneregeln bei Erkältungen wichtig:
• Husten und niesen in die Armbeuge oder ein Taschentuch.
• Nase putzen mit einem Papiertaschentuch, das anschließend entsorgt wird.
• Und: Regelmäßig Hände waschen!

Warum ist das Händewaschen wichtig? | Clip und klar!

Ich kann kochen! Gut geplant ist halb gekocht! – Vorbereitung und Planung von Kochaktionen mit Kindern

Sarah Wiener Stiftung | photothek

Gemeinsames Kochen macht nicht nur Spaß, es fördert bei Kindern auch motorische, sprachliche und soziale Kompetenzen. Und darüber hinaus bekommen bereits die Kleinsten die Möglichkeit, Lebensmittel und ihre vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten hautnah zu erfahren. Denn immer weniger Kinder erleben, was ausgewogene Ernährung bedeutet, welche Vielfalt es an frischen Lebensmitteln gibt und wie diese genussvoll zubereitet werden.

Da das Kochen mit Kindern eine kleine Herausforderung sein kann, ist eine gute Planung das A und O. Und vor allem gilt: ruhig und gelassen bleiben – auch, wenn mal ein Missgeschick passiert. 

Die Vorbereitung beginnt mit der Suche nach dem richtigen Rezept

Die Vorbereitung beginnt mit der Auswahl des Rezepts. Gemeinsam mit den kleinen Köch:innen kann abgestimmt werden, welches Gericht zubereitet werden soll. Lieblingsgerichte können spielerisch im Stuhlkreis gesammelt und besprochen werden – wer es kreativer mag, malt die Lieblingsspeise. Alternativ können den Kindern auch einige Rezeptideen vorgeschlagen werden, aus denen sie wählen können. 

Steht fest, was gekocht werden soll, ist ein genauer Blick auf das Rezept und die einzelnen Arbeitsschritte gefragt: Welche Arbeitsschritte können mit der Kinderkochgruppe umgesetzt werden? Wo ist Unterstützung nötig? Welche Küchenwerkzeuge werden benötigt? Es ist ratsam und zeitsparend, die benötigten Küchenutensilien und Lebensmittel schon vor Beginn des Kochens bereitzustellen. Wer mehr Zeit mitbringt und für ein besonderes Erlebnis sorgen möchte, bezieht die Kinder bereits in den Einkauf der Lebensmittel ein. So lernen sie die Vielfalt an Lebensmitteln kennen und erkunden selbst Obst, Gemüse & Co. Ein kleiner Tipp: Der Einkauf wird noch spannender, wenn aus der Zutatensuche eine Art Schnitzeljagd gestaltet wird. 

Zurück in der Einrichtung können die Arbeitsplätze vorab oder zusammen mit den Kindern eingerichtet werden. Je nach Rezept und Anzahl der Kinder werden die Arbeitsschritte und die entsprechenden Küchenutensilien den Kindern zugeteilt. Steht zum Beispiel ein großer bunter Obstsalat oder eine Möhrensuppe auf dem Speiseplan, benötigt es einiges an Schnippelarbeit. Dabei können alle Kinder tatkräftig mithelfen und das Obst und Gemüse mit eigenem Brettchen und Messer in Stücke schneiden. Manchmal kann es jedoch auch sinnvoll sein, die Arbeitsschritte aufzuteilen und das Gericht in einer Gruppenarbeit mit verschiedenen Stationen zuzubereiten. 

Regeln für den sicheren Umgang mit Messern

Wichtig ist beim Umgang mit Messern, von Anfang an Regeln aufzustellen. So sollte bspw. niemand mit einem Messer in der Hand durch den Raum laufen. Messer gehören nur in die Hand, wenn sie gerade benutzt werden – ansonsten werden sie abgelegt. Hilfreich ist hier ein Messerparkplatz, der möglichst über dem Schneidebrett platziert wird. Wie im Straßenverkehr zeigt das Schild ganz klar, wo das Messer hingehört. Der Messerparkplatz kann zusätzlich laminiert werden, um ihn besonders küchentauglich zu machen. Ein weiterer Tipp zum sicheren Arbeiten, ist ein feuchtes Tuch unter den Brettchen. So verrutschen diese nicht beim Schneiden. 

Schüsseln sorgen für Übersichtlichkeit und Ordnung auf dem Arbeitsplatz. Diese werden benötigt für die gewaschene Rohware, geschnittenes Obst und Gemüse und Gemüsereste wie Schalen und Kerne. Die Kinder sollten die Schüsseln gut erreichen und nicht über Kreuz greifen müssen, um an eine bestimmte Schüssel zu gelangen. Wird bei den Vorbereitungen viel Kraft und Armfreiheit benötigt, wie zum Beispiel beim Kneten oder Teig ausrollen, bietet sich das Arbeiten im Stehen an. Bei Schneidearbeiten können die Kinder auch am Tisch sitzen. So oder so: Die Arbeitshöhe sollte zur 

Körpergröße passen, damit die Kinder sicher arbeiten können. Stabile Tritthocker helfen, wenn die Arbeitsfläche zu hoch für die Kinder ist – zum Beispiel, wenn sie in einer hohen Schüssel etwas umrühren oder pürieren wollen. 

Ist an alles gedacht, steht dem Kochspaß und der gemeinsamen Mahlzeit nichts mehr im Weg. Auf die Plätze, fertig, genießen! 

Ich kann kochen! Messerparkplatz zum Ausdrucken für Rechtshänder

Download: Ich kann kochen! Messerparkplatz zum Ausdrucken – Rechtshänder (PDF) (100,1 KiB)

Ich kann kochen! Messerparkplatz zum Ausdrucken für Linkshänder

Download: Ich kann kochen! Messerparkplatz zum Ausdrucken für Linkshänder (PDF) (99,7 KiB)

Kinderzeit-Podcast: Warum sollten wir mit Kindern kochen? Zu Gast: Lisa-Maria Kadow, Genussbotschafterin bei "Ich kann kochen"

Über die Initiative Ich kann kochen!

Die Sarah Wiener Stiftung und die Krankenkasse BARMER haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder frühestmöglich für eine vielseitige Ernährung zu begeistern. Gemeinsam mit pädagogischen Fach- und Lehrkräften vermittelt Ich kann kochen! in Kitas und Grundschulen praxisnah und alltagstauglich, wie viel Spaß es macht, sich selbst eine frische Mahlzeit zuzubereiten. Die Initiative fördert Ernährungskompetenz und hilft, Krankheiten wie Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Ich kann kochen! hat bereits mehr als eine Million Kinder erreicht und ist damit die größte bundesweite Initiative für praktische Ernährungsbildung von Kita- und Grundschulkindern. Qualität und Wirkung des Bildungsangebots wurden wissenschaftlich evaluiert und bestätigt. Ich kann kochen! ist ein IN FORM-Projekt der Bundesregierung.

Mehr: www.ichkannkochen.de