Juli 2018

Merkfähigkeit und Konzentration unterstützen mit Murmelmat

Spielerisch Mengen erfassen

- Advertorial -

Murmelspaß trifft auf Lernen mit allen Sinnen. Die Kinder erfassen dabei spielerisch Mengen visuell, taktil und auditiv und bilden „Logische Reihen“. Dabei schulen sie ihre Merkfähigkeit und Konzentration.

Murmelmat ist ein komplexes Denk- und Konzentrationsspiel mit origineller Selbstkontrolle und verblüffend einfacher Technik. Zunächst legen die Spieler eine Reihenfolge mit bunten Kugeln in den Murmelkanal (oben) und prägen sich diese ein. Nach dem Ziehen des Stöpsels verschwinden die Kugeln im Bauch des Murmelmats. Jetzt legen die Spieler die Murmelreihe auswendig auf ihrer Seite nach. Zur Kontrolle wird der Murmelschlitten verschoben und die Murmeln fallen einzeln, gut hörbar in die nun erscheinende Lochreihe.

Die Idee für das Spiel mit den faszinierenden Glaskugeln hatte Frank Marth. Es ist ein Original Dusyma Produkt.

Für ein bis zwei Spieler. Ab 4 Jahre
Inhalt/Material: Aus massivem Buchenholz, lackiert.
Der Murmelschlitten fährt auf einer stabilen Metallschiene mit Anschlag. Inklusive 270 Glasmurmeln in 5 Farben, 1 Holzstöpsel, Spielanleitung.
Maße: 55 x 22 x 9 cm, Murmel Ø 16 mm.
Artikel-Nr: 103131
189,50 € 

Achtung! Nicht geeignet für Kinder unter drei Jahren.
Kleine Kugeln, Erstickungsgefahr.

Kinderernährung und Bewegung

Fachtagung Ernährungsbildung 2018

Die Fachtagung Ernährungsbildung des Netzwerks Junge Eltern und Familien findet am Montag, 8. Oktober 2018, im Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck statt. Die Referenten informieren über die Zusammenhänge des Zuckerkonsums sowie den Einfluss der Bewegung auf die Kinderernährung.

Erzieherinnen, Erzieher, Fach- und Führungskräfte in Betreuungseinrichtungen sind genauso wie junge Eltern mit Fragen zur Ernährung konfrontiert. Die öffentliche Diskussion und unterschiedliche Meinungen spielen dabei eine Rolle. Nicht immer ist sofort erkennbar, was wissenschaftlich fundiert ist. So wird in der Debatte um Zucker einerseits von "purem Gift" gesprochen, andererseits von "purer Energie". Was ist richtig?

Veranstaltungsort: Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Fürstenfeld 12 (für Navigationsgeräte: Zisterzienserweg), 82256 Fürstenfeldbruck

Termin: Montag, 8. Oktober 2018, von 9:30 bis 16:15 Uhr

Tagungsgebühr: 35 € inkl. Verpflegung und Getränke . Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Rechnung.

Weitere Informationen finden Sie hier

Anmeldung: Bitte melden Sie sich online bis spätestens 1. Oktober 2018 an

Flyer Fachtagung Ernährungsbildung 2018

Download: Flyer Fachtagung Ernährungsbildung 2018 (PDF)

Zum Umgang mit Kindern mit besonderem Förderbedarf

Inklusive Erziehung in Krippe, Kita und Grundschule

© Ingo Bartussek/Fotolia

Heilpädagogische Grundlagen und praktische Tipps im Geiste Janusz Korczaks

Inklusion ist eine der größten und wichtigsten Herausforderungen, vor denen Pädagogen und Pädagoginnen heute in der Praxis stehen. Pädagogisches Wirken beginnt bei der pädagogischen Fachkraft. Hilfreich für deren Arbeit sind Fallbeispiele, konkrete Tipps und Hilfestellungen zum Umgang mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen, praxisgerecht, leicht verständlich und direkt umsetzbar.

Das Kind auf dem Weg seiner Selbstfindung einfühlend verstehen und begleiten

Das pädagogische Interesse in der Beziehungssituation

Nicht in der Beschleunigung der kindlichen Entwicklung durch Orientierung des Lernens am künftigen Erwachsenenleben besteht Korczaks pädagogisches Interesse. Das Interesse ist vielmehr darauf gerichtet, das Kind in der Beziehungssituation im Prozess der Entwicklung und Selbstfindung zu verstehen, zu begleiten, zu leiten und zu schützen. Da pädagogische Beziehungen Austauschprozesse zwischen Kindern und Erwachsenen sind, lernen ebenso die Erwachsenen von den Kindern. Bei dieser dialogisch gestalteten Erziehungssituation (Liegle 2013) darf es nicht um eine „Fastfood-Pädagogik“ gehen, die gleich die richtige Lösung parat hat und die Entwicklung durch gezieltes Eingreifen lenken will. Alle Anzeichen der Kindheitswissenschaften weisen darauf hin, dass ein Eingreifen von außen die schöpferischen Wachstumsprozesse des Kindes stören.

Diese achtsame Beziehungspädagogik pflegten die ersten Heilpädagogen und Heilpädagoginnen. (Buchka/Grimm/Klein 2002) Ihrem Handeln ging es um ein gutes Leben des behinderten, ausgegrenzten oder benachteiligten Kindes zusammen mit anderen Menschen. Damit entsprachen sie dem ursprünglichen Bedürfnis der Eltern, die ein bedingungsloses Ja zu ihrem Kind sagten. Das professionelle und elterliche „Ja“ zu jedem Menschenkind wird heute durch das Recht auf Inklusion in allen Lebensbereichen eingefordert: Unabhängig von bestimmten Merkmalen hat nun jedes Kind das unveräußerliche Recht, zusammen mit anderen Kindern zu leben, zu lernen, zu spielen und zu arbeiten. Das Menschenrecht auf Inklusion stellt die pädagogische Fachkraft vor konkrete Anforderungen: Sie hat jedem Kind seine individuelle Entwicklung zu ermöglichen, es bedürfnis- und bedarfsgerecht zu unterstützen und mit ihm die gemeinsame Lernsituationen zum Wohle aller Kinder der Gruppe zu gestalten. Gefragt ist ihre vertiefte pädagogische Kompetenz. Reflektierte inklusive Praxis pflegt die gute Erzieherin. Sie kann

  • sich das beobachtete Phänomen mithilfe von Kriterien – allein oder im Team – transparent machen,
  • sich die gemachten Erfahrungen, die im Erfahren selbst verankert sind, als authentische vergegenwärtigen,
  • ihre Erfahrungen in einer skeptischen Haltung gegenüber der eigenen Interpretationsleistung kritisch reflektieren und
  • durch weitere Erfahrungserkenntnisse anreichern – und auch neue Forschungen initiieren.

Ihre reflektierte Praxis oszilliert (bewegt sich) zwischen Nähe und Distanz, zwischen Empathie und Reflexion. Sie ist in einem nie endenden Prozess der methodischen Fragestellung aufgegeben. Es geht hier um Erkenntnisse und Einsichten durch Reflexion der Erfahrungen, in denen das Kind als Subjekt seines Seins und Werdens beobachtet wird und die ein Deuten und Verstehen und eine Pädagogik der „gemeinsamen Daseinsgestaltung“ (Kobi 2004, S. 74) ermöglichen. Hier stehen die Haltung und das pädagogische Handeln im Fokus und werden intersubjektiv geprüft und evaluiert (beurteilt, bewertet). Dieses Nachdenken ermöglicht im Verständnis des Schweizer (Heil‑)Pädagogen Paul Moor das Gegebene (das, was ist) zum Aufgegebenen (zu dem, was hier und heute werden kann) und letztlich auch zum Verheißenen (zu dem, was schon keimhaft angelegt ist und im Inneren des Kindes werden kann) zu wandeln.

Situationsorientiert begleiten und unterstützen

Die Kindertagesstätte – ein Ermöglichungsraum für alle Kinder

Diese professionelle Arbeit in der inklusiver werdenden Kindertageseinrichtung als „Ermöglichungsraum für alle Kinder“ (Klein 2012, S. 15 ff.) braucht die situationsorientiert handelnde pädagogische Fachkraft, die sich an den Bedürfnissen und Bedarfen des individuellen Kindes (mit seinen Kompetenzen und Ressourcen, mit seinen Problemen, Einschränkungen und Nöten) und an dem Bildungsgegenstand (mit seinen Werten und Normen) orientiert und dem Kind Wohlbefinden im menschlichen Mit- und Füreinander er-
möglicht. Diese individualisierte Erziehung, der große Schweizer Pädagoge und Sozialreformer Pestalozzi (1746 – 1827) nannte sie „Individualbesorgung“, erfolgt in der einfühlend zu gestaltenden Beziehungssituation, die ein wechselseitiges Lernen in den drei Aufgabenfeldern „Betreuung, Erziehung und Bildung“ ermöglicht. Christel Spitz-Güdden, Fachkraft für den von Armin Krenz begründeten situationsorientierten Ansatz, Referentin in der Aus- und Fortbildung und Herausgeberin des Praxishandbuches Elementarpädagogik, beschreibt diesen gesetzlich verankerten Auftrag folgender-
maßen:

Beim Betreuungsauftrag ist „treu sein“ geboten: Die pädagogische Fachkraft ist aufgefordert, den ihr anvertrauten Kindern ein Beziehungsangebot zu machen. Treu sein bedeutet hier, eine zuverlässige Partnerin zu sein, den Kindern wertschätzend, respektvoll und achtsam zu begegnen. Hier ermöglicht sie dem Kind, eine Bindung aufzubauen, die Voraussetzung für nachhaltige Bildung ist. Konkret im Alltag bedeutet das:

  • „Gemeinsam mit Kindern Situationen durchstehen, in denen die Kinder Hilfe und Beistand eines Erwachsenen brauchen,
  • Versprechen einhalten,
  • Kinder in Situationen nicht allein lassen, in denen sie sich einsam fühlen,
  • mit Kindern eine Freundschaft eingehen, sodass sie pädagogische Fachkräfte als Fürsprecher und als Bündnispartner erleben,
  • Anwalt des Kindes sein, zuverlässiger Ansprechpartner sein, sodass Kinder Sicherheit erleben,
  • eine Atmosphäre der Achtung und Wertschätzung als Basis allen Handelns (Umgangskultur) schaffen,
  • für feste, für die Kinder überschaubare Gruppen sorgen, da nur so Treue erlebt werden kann.“ (Spitz-Güdden 2017, S. 5)

Beim Bildungsauftrag darf nicht eine funktionsorientierte Wissensvermittlung an erster Stelle stehen, sondern vielmehr die Persönlichkeitsbildung, „die wiederum die Vernetzung von Fertigkeiten und Fähigkeiten mit Wissen sowie eine Verinnerlichung gelebter Verhaltensweisen darstellt.“ „[Bildung] geht einher mit Merkmalen wie Neugierde, Interesse, Motivation und Auseinandersetzung mit bekannten und unbekannten Dingen. Durch diese Auseinandersetzung mit der Welt und sich selbst wird das Erleben religiöser, sittlicher, künstlerischer und wissenschaftlicher Werte unterstützt.“ (ebd., S. 6)

Beim Erziehungsauftrag geht es darum, „Kinder im eigenverantwortlichen Handeln zu unterstützen, damit sie ein Teil der gesellschaftlichen Gemeinschaft werden. Dies beinhaltet die emotionalen und sozialen Aspekte der Persönlichkeitsbildung eines Kindes. Kindern zu ermöglichen, in eine Verantwortung für sich selbst und für die Gemeinschaft hineinzuwachsen, geht nur über Personen, die Kindern Vorbild und treue Partner sind“ (ebd. S. 6) – und Selbstbildung pflegen.

Selbstbildung der Erzieherin

Die Arbeit an sich selbst wird aber erst dann gelingen, wenn der beruflich Tätige in den Augen des Kindes seine „eigene Ohnmacht wahrnimmt“ (Korczak 1978, S. 103), bereit ist mit dem Kind zu fühlen und mit anderen Erwachsenen, mit Eltern, dem Team der Einrichtung und anderen Professionellen ein offenes Gespräch zum Wohle des Kindes führt. Auf diese Selbstbildung oder Selbsterziehung macht Paul Moor in seiner dritten heilpädagogischen Grundregel aufmerksam.

Der Selbsterziehung widmet Paul Moor das abschließende Kapitel seiner „Heilpädagogik“ (Moor 1999, S. 284–296), das in weiser Vorausschau den inklusionsorientierten Untertitel „Ein pädagogisches Lehrbuch“ trägt. Dem Kapitel seines heilpädagogischen Grundlagenwerkes stellt Moor ein Zitat von Martin Buber, dem Begründer des „Dialogischen Prinzips“, voran:

  • „Bei sich selbst beginnen, aber nicht bei sich enden;
  • von sich ausgehen, aber nicht auf sich abzielen;
  • sich erfassen, aber sich nicht mit sich befassen.“ (zitiert nach Moor 1999, S. 284)

Das Für- und Miteinander hat tiefe Wurzeln

„Wer auf der Linie bisheriger Trennungen zwischen dem Eigenen und Fremden weitermacht, produziert Immunverlust nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst.“ (Sloterdijk 2009, S. 713)
Peter Sloterdijk, maßgebender Kulturkritiker der Gegenwart, weist in dem Zitat auf eine menschliche und soziale Gegebenheit hin, die zur gemeinsamen Übung der menschlichen Vernunft herausfordert.

Eva Kittay, Mutter der schwerbehinderten Tochter Sesha, nimmt bei Sesha „tiefgehende persönliche Beziehungen“ zu jenen Menschen wahr, die sie pflegen und begleiten. Die Qualität des Lebens und Lernens ihrer Tochter hängt von der Qualität der Beziehungen zu anderen Menschen ab. Sesha braucht Liebe und Wertschätzung, Zuwendung und Hilfe. Frau Kittay sieht in der Liebe, die aus den Beziehungen der Abhängigkeit hervorgeht, „eine reiche und unentbehrliche Quelle“, die „unser Menschsein ausmacht.“ (Kittay 2009, S. 156 ff.) Das Menschsein in der Liebe, oder – modern gesprochen – das solidarische Miteinander hat tiefe Wurzeln. Die Wurzeln sind im Menschen angelegt und weisen auf das Du hin. Diese dialogische Beziehungsgestaltung überwindet den Immunverlust und stärkt das leibliche und seelisch-geistige Wohlbefinden der Menschen. Das hat Sloterdijk im Auge.

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Inklusive Erziehung in der Krippe, Kita und Grundschule
Heilpädagogische Grundlagen und praktische Tipps im Geiste Janusz Korczaks
Klein, Prof.Dr. phil Ferdinand
Oberstebrink
ISBN: 9783963046018
19,95 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Facebook und andere Netzwerke

Was Schüler, Pädagogen und Eltern über soziale Netzwerke wissen müssen

In sozialen Netzwerken unterwegs zu sein, macht Spaß. Aber der zweite Blick zeigt: Der Spaß kann auch Schattenseiten haben. Mobbing, Verkauf von Daten, mehr Öffentlichkeit, als man sich wünschen kann - dagegen hilft nur: Wissen, wie es geht. Wie stelle ich mein facebook-Profil ein? Was darf ich schreiben und an wen? Was ist Netiquette? Kindermedienexperte Thomas Feibel beschreibt und erklärt, knapp und verständlich, für Kinder, Eltern und Lehrer. In Kooperation mit klicksafe, der EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz.

Thomas Feibel (Jahrgang 1962) ist der führende Journalist in Sachen Kinder und Computer in Deutschland. Der Medienexperte leitet das Büro für Kindermedien in Berlin und publiziert für Stiftung Warentest, c't, T-Online, Familie & Co, Stafette, Dein Spiegel und viele andere. Er arbeitet für das Deutschlandradio, den WDR und das RBB-Fernsehen. Mehr Infos zum Autor auf  feibel.de

Facebook und andere Netzwerke
Thomas Feibel
ab 8 Jahren, 32 Seiten
Carlsen Verlag
Preis ePub: 1.99 EUR
ISBN:  978-3-646-92562-3

Papilio-U3 soll psychische Gesundheit von Kindern stärken

Kitas für Modellprojekt in Berlin, Brandenburg, NRW und Bayern gesucht

© fotolia/NiDerLander

Das bundesweite Modellprojekt Papilio-U3 ist gestartet, um Erzieherinnen und Erzieher in Kitas mit Kindern unter drei Jahren bei der Betreuung zu unterstützen. Interessierte Kitas können sich ab sofort für die Modellphase in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, NRW und Bayern bewerben. Die BARMER ist Präventionspartner von Papilio-U3.

Papilio-U3 fördert den Aufbau sicherer Bindungen

Einer der wichtigsten Entwicklungsschritte für Kinder unter drei ist der Bindungsaufbau zu ihren Bezugspersonen. ErzieherInnen als außerfamiliäre Bezugspersonen der Mädchen und Jungen spielen hier eine Schlüsselrolle. Papilio-U3 fördert sichere Bindungen, indem es Feinfühligkeit trainiert, gezielt Verhaltensauffälligkeiten reduziert und das Gruppenklima verbessere. Die Inhalte wurden anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt und sollen jetzt im Kita-Alltag erprobt und in ihrer Wirksamkeit bewertet werden.

Teilnahme mit kostenloser Fortbildung

Papillo-U3 dauert etwa ein Jahr und ist mit einer kostenlosen Fortbildung verbunden. Die Kitas füllen Fragebögen aus und dokumentieren ihre Arbeit mit Videos.

Interessierte Kitas und Kita-Träger melden sich für erste Informationen bei Papilio unter 0821 4480 5670 oder u3@papilio.de. Die Fortbildung (8,5 Tage, verteilt auf zehn Termine) übernehmen Papilio-Trainerinnen vor Ort.

Klangpüppchen fördern Wahrnehmung und Gedächtnis

- Advertorial -

Die Klangpüppchen sind ein besonders formschönes didaktisches Material zur akustischen Wahrnehmungsförderung und Gedächtnisschulung, das spielerisch zum Lernen anregt. Beim Schütteln die Püppchen, rasseln oder „plappern“ sie in unterschiedlichen Klängen. Dabei passen immer ein Junge (mit blauem Hut) und ein Mädchen (mit rotem Hut) als Klangpaar zusammen.

Die Kinder haben viele verschiedene Anwendungsmöglichkeiten: Sie können Geräuschpaare suchen, die Püppchen als „Geräuschpaar-Memo-Spiel“ benutzen, als Rhythmusinstrumente, für Rasselspiele, oder sie erraten den klanggebenden Inhalt der Püppchen. Auch ohne didaktische Anleitung der ErzieherIn eignen sich die Klangpüppchen hervorragend etwa als „Menschen“ im Tischtheater, als Puppenhausbewohner, als Ergänzung zur Bauecke oder einfach als Babyrasseln. Klangpüppchen können auch sehr gut zur Begleitung von Erzählungen verwendet werden, wobei hier durch das Nähen kleiner Umhänge vielfältige Darstellungsmöglichkeiten gegeben sind.

Aus Buchenholz, etwa 9,5 cm hoch. Fünf Pärchen (10 Stück) im Holzkasten mit Klarsichtschiebedeckel.

Artikel-Nr: 150011

95 €

Neue Wege für eine gesunde und gelungene Streitkultur

© drubig-photo/Fotolia

Immer wieder befinden wir uns in einem Dilemma zwischen unseren eigenen und den Interessen der Kinder. Es gilt, Kompromisse zu schließen und sich nach Auseinandersetzungen wieder zu vertragen. Vor allem wir Erwachsenen müssen zurückstecken und fühlen uns oftmals wie in einem Hamsterrad. Aber es kann gelingen uns aus den Zwängen des Alltags zu befreien, neue Wege zu gehen und eine gute Streitkultur zu entwickeln. So erleichtern und verschönern wir uns den Tag, damit ein heiterer und gelassener Alltag entsteht.

„Nie“ und „immer“

Ach, wenn es doch gelänge, dann, wenn die Dinge nicht so laufen wie gewünscht, „nie“ und „immer“ einfach wegzulassen!

„Nie räumst du deinen Ranzen weg! Immer vergisst du alles. Kannst du nie auch mal an mich denken?“

Es stimmt doch einfach nicht! Es passiert nicht nie oder immer. Und trotzdem pauschalieren wir in unserem Ärger so oft! Häufig erzählen mir Kinder und Jugendliche, dass die Erwachsenen sehen, wenn sie etwas nicht erledigen, aber wenn es mal gemacht wird, nehmen sie es nicht wahr. Kein Wunder, dass der, den es trifft, dann schon gar keine Lust mehr hat, das zu tun, was er sowieso offenbar „nie“ tut.

Wenn es mir gelingt, meinen Ärger so zu formulieren, dass deutlich wird, dass ich von meinen momentanen Gefühlen in der Situation spreche, ist es für den anderen viel leichter, zuzuhören, wahrzunehmen, zu verstehen und das eigene Verhalten zu reflektieren. Er kommt so nicht gleich in die Situation, sich verteidigen zu müssen.

Das heißt bei Jugendlichen beispielsweise: „Für mich ist ein aufgeräumtes Wohnzimmer wichtig. Ich wäre froh, wenn du das respektieren würdest. In deinem Zimmer stellst du deine eigene Ordnung her.“

Bei kleinen Kindern hieße das im gleichen Fall eher: „Komm, wir bringen deine Sachen in dein Zimmer. Wenn du die Burg aufgebaut lassen willst, kannst du das dort tun. Hier kann sie nicht bleiben. Ich brauch’s hier ordentlich.“

Allemal besser als: „Immer lässt du deinen Kram hier liegen. Ich bin es wirklich leid, dir alles hinterherzuräumen. Ich bin doch nicht deine Putzfrau!“

Streitkultur heißt auch, Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg zu gehen. Es wird immer wieder Situationen geben, die von verschiedenen Menschen auch verschieden gesehen und beurteilt werden. Nur, wie man seine Meinung kundtut, wie man zuhört, wie man verhandelt, Kompromisse schließt, nachgibt: Alles das muss gelernt werden. Und das ist vom kleinen Kind nicht zu verlangen (Sie werden daran denken, wenn das Beispiel des kleinen Jungen im Sandkasten mit dem neuen Spielzeugauto erwähnt wird), es kann noch nicht argumentieren. Es wird es aber lernen, wenn es sich in altersgemischten Kindergruppen mit den anderen arrangieren will. Es wird es auch dadurch lernen, dass die Erwachsenen sich um einen zivilisierten Umgang miteinander bemühen. Auch dadurch, dass es erlebt, dass seine Bedürfnisse ernst genommen werden und nicht gleich vom andersdenkenden Erwachsenen vom Tisch gewischt werden.

Wild gestritten werden darf deshalb aber doch noch, wenn es mal nicht anders geht. Dass auch nach einem heftigen Streit wieder Versöhnung möglich ist (und zwar nicht erst nach einer schweigsamen Woche, sondern möglichst noch am gleichen Tag), ist auch eine wesentliche Erfahrung.

Wie grässlich es ist, am Abend nach einem Streit wütend, unversöhnt oder beleidigt ins Bett zu gehen! Selten fühlt man sich so allein. Und schlafen kann man auch nicht gut.

Deshalb: Versöhnung vor dem Schlafengehen. Und wenn das nicht geht, den Streit auf eine nächste Gelegenheit vertagen und sich solange der grundsätzlichen Zuneigung.

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Familie: Basislager für Gipfelstürmer
Was Familien zukunftsfähig macht
Pohl, Gabriele
Oberstebrink

ISBN 9783934333758
224 Seiten
19,95 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



LebensWerte

Warum müssen wir manchmal tapfer sein? Warum können wir nicht alles haben, was wir haben wollen? Und was geschieht, wenn wir einander nicht vertrauen? Ethische Fragen, die sich jederzeit aus der kindlichen Lebenswelt ergeben und Kinder oft unausgesprochen bewegen, werden hier anschaulich und praxisnah behandelt: Beim Betrachten der Illustrationen, im begleitenden Gespräch, beim szenischen Nachspielen und bei den passenden Spielen und Bastelarbeiten.

Dieses Buch hilft Familien und Erziehern bei dieser elementaren Aufgabe auf unangestrengte, ideenreiche und für alle Beteiligten vergnügliche Weise. Kleine szenische Geschichten, Diskussionen, Spiele und Beschäftigungsideen begleiten und vertiefen jeweils ein bedenkenswertes Sprichwort oder philosophisches Zitat. So kommt, fast beiläufig und Woche für Woche, ein weiterer Aspekt sozialer Kompetenzen zu Sprache und ins Spiel.

Lebenswerte
Soziale Kompetenzen spielend lernen
Blanco, Laura; Carbonelli Silvia
Krüger, Anima; Curto, Rosa Maria
Oberstebrink
ISBN: 9783934333673
128 Seiten, 14,95 €
Mehr dazu auf www.oberstebrink.de

 

Kindern den richtigen Umgang mit Apps vermitteln

Laut KIM-Studie 2016 (Kindheit, Internet, Medien) nutzt jedes vierte Kind im Alter zwischen sechs und 13 Jahren Apps oder das Internet. 44 Prozent nutzen jeden oder mehrere Tage die Woche eine App. Doch der App-Markt ist groß und nicht alle Apps eignen sich für jede Altersklasse. Jugenschutz.net unterstützt deshalb pädagogische Fachkräfte beim Ziel Kindern im Grundschulalter eine kompetent-kritische Haltung bezüglich Apps zu vermitteln.

Clever mit Apps – der Sicherheits-Check mit Hacki und Robo

Das interaktive Plakat „Clever mit Apps – der Sicherheits-Check mit Hacki und Robo“ unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, Kindern im Grundschulalter eine kompetent-kritische Haltung im Umgang mit Apps mitzugeben. Es enthält die wichtigsten Hinweise zum Umgang mit Apps, etwa zum Schutz der Privatsphäre. Hinzu kommt Begleitmaterial in Form von Arbeitsblättern für die Kinder und ein Lehrerhandzettel.

Der Lehrerhandzettel enthält didaktische Hinweise zum sicheren App-Umgang. Hier gibt es neben einem Themeneinstieg weitere Fakten zu Apps und Ideen für den pädagogischen Einsatz des Plakates im Unterricht. Zusätzlich gibt es noch ein passendes Online-Quiz, das Kindern mit den Eltern auch losgelöst vom Schulkontext spielen können.

Das Material können Sie kostenfrei über die Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bestellen oder downloaden.

19. Spielstadt Mini-München

© Michael Nagy/Kultur & Spielraum e.V.

30. Juli - 18. August 2018 im Münchner Olympiapark

Mini-München ist seit über 36 Jahren das größte Ferienprogramm der Stadt München. Es ist ein komplexes spiel- und kulturpädagogisches Projekt und ein umfassendes Bildungsangebot für 7-15-Jährige. Die Kinder können kommen und gehen, wann sie wollen.

Die Spielstadt Mini-München ist ein modellhaftes Abbild der großen Stadt, welche die Themen und Inhalte des Spiels vorgibt: Arbeit und Studium, Politik, Verwaltung, Kultur und Teilnahme am öffentlichen Leben. In der Spielstadt, aus Messewänden und Kulissen können die Kinder im Spiel soziales Leben erfahren und begreifen: Wie funktioniert das Stadtleben, wie die Verwaltung, die lokale Politik, der Kreislauf von Arbeit, Geld und Konsum? Die Wirklichkeit der großen Stadt bleibt damit anschlussfähig an die phantasievoll entwickelte Kinderwelt und umgekehrt.

Mini-München – das Spiel

Die Kinder sind die Akteure und Macher in der Spielstadt. Es können täglich 2500 Kinder und Jugendliche teilnehmen. In der Regel finden auch alle Teilnehmer einen Platz in den über 60 Betrieben und Einrichtungen der Spielstadt.

Beim ersten Besuch erhalten die Kinder ihren Stadtausweis mit allen Informationen. Es gibt nur wenige Regeln, die Kinder können sofort ins Spiel einsteigen. In den Ausweis werden Arbeits- und Studienzeiten eingetragen. Am Arbeitsamt suchen sie sich aus mehr als 800 Arbeitsplätzen eine freie Stelle. Das verdiente Spielgeld können die Kinder nach Abzug einer Steuer, entweder sparen, oder im Kaufhaus, Gasthaus, Kino, Theater ausgeben. Die Hochschule vergibt täglich Studienplätze. Kinder wie Erwachsene sind Professoren und vermitteln ihr Wissen.

Das Grundspiel mit seinen Regeln ist seit über 34 Jahren nahezu unverändert – die Binnenverläufe und Regelungen in und zwischen den Einrichtungen verändern sich aber laufend mit den neu teilnehmenden Kindern. In allen Bereichen übernehmen die Kinder die vielfältigen Berufsrollen und zugleich Regie und Management der Alltagsgeschäfte.

Mini-München – Daten & Fakten

Erwachsene, Eltern, Gäste, Experten sind als Besucher in der Spielstadt willkommen, können sich informieren, dürfen sich aber nicht in das Spielstadtgeschehen einmischen. Die Teilnahme ist kostenlos und die Kinder können ohne Anmeldung und sooft kommen und solange teilnehmen, wie sie wollen. Betreute Kindergruppen müssen sich anmelden. Die Spielstadt ist barrierefrei.

Termin: 30. Juli - 18. August 2018, Montag - Freitag von 10:00 - 17:00 Uhr im Münchner Olympiapark.

Mehr Informationen hier