Globales Lernen im Unterricht: Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik

„Meine, deine, unsere Zukunft?!“ Lokales Handeln – globales Mitbestimmen

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik hat zum Ziel, den Lernbereich Globale Entwicklung im Unterricht aller Jahrgangsstufen und Schulformen zu unterstützen und Kinder und Jugendliche für die Themen der EINEN WELT zu sensibilisieren und zu aktivieren. Ob Texte, Fotos, Filme, Kunstwerke, Theater- oder Musikstücke, Plakate oder digitale Arbeiten – hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Einsendeschluss ist der 2. März 2020.

SchülerInnen aller Schulformen der Klassen 1 bis 13 können sich beteiligen, in Schulklassen, Schülerteams, Arbeitsgemeinschaften sowie Lerngruppen aller Art, aus jedem deutschen Bundesland und aus deutschen Schulen im Ausland. Auch ganze Schulen können teilnehmen und sich für den sogenannten Schulpreis bewerben und so zeigen, dass globales Lernen fester Bestandteil ihres Schulalltags ist.

Die Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen führt den Wettbewerb  im Auftrag des BMZ (Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) durch.

Der Wettbewerb startet im September 2019 in seine neunte Runde. Es gibt zahlreiche Preise im Gesamtwert von über 50.000 Euro zu gewinnen.

Partizipation und Mitbestimmung bei Kindern und Jugendlichen fördern

Kinder und Jugendliche wollen heutzutage bei wichtigen gesellschaftlichen Fragen mitbestimmen können, um einen stärkeren Einfluss auf die Gestaltung ihrer eigenen Zukunft zu haben. Mit dem Thema „Meine, deine, unsere Zukunft?!“ Lokales Handeln – globales Mitbestimmen. nimmt die neue Wettbewerbsrunde genau diesen Wunsch in den Blick und bietet den Jugendlichen eine Plattform für ihre Ideen und Gedanken. SchülerInnen sollen dabei Zentrale Zukunftsthemen identifizieren und näher untersuchen. Auch sollen sie die eigenen Möglichkeiten ausloten, sich aktiv einzubringen. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen soll dabei – angelehnt an das pädagogische Konzept des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung – nicht nur themenspezifisch erfolgen, sondern auch die drei Kompetenzbereiche Erkennen, Bewerten und Handeln in besonderer Weise ansprechen und fördern. Kompetenzen wie Eigenverantwortung, Selbstwirksamkeit und die Fähigkeit zu einer demokratischen Debatten- und Streitkultur rücken hierbei in den Fokus, um die Kinder und Jugendlichen zum Handeln im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu befähigen. 

Nachhaltige Entwicklung im Unterricht: Altersgerechte Themenaufbereitung für die Grundschule und Sekundarstufe

Auch zur neuen Runde wird es wieder themenspezifische Unterrichtsmaterialien für die Grundschule und Sekundarstufe geben. Die Grundschulmaterialien knüpfen hierbei an Alltagssituationen der jungen Schülerinnen und Schüler an und holen sie in ihrer eigenen Lebenswelt ab, um ihnen so den Zugang zur globalen Entwicklung zu erleichtert. Dabei stehen Themen wie Lebensmittel, Vermeidung von Plastikmüll und die Mitgestaltung des eigenen Lebensumfelds im Mittelpunkt der angebotenen Unterrichtseinheiten. Welche Lebensmittel habe ich tagtäglich auf dem Teller und woher kommen sie? Wie viel Plastikmüll produziere ich in nur einer Woche? Und wie kann ich in meiner Schule oder in meinem Viertel eine Aktion für mehr Nachhaltigkeit planen und durchführen? Fragen nach der Herkunft von Lebensmitteln sowie den sozialen und ökologischen Bedingungen ihrer Produktion lassen sich schon ab der ersten Klasse erschließen. Auch die Themen Plastikmüll und Umweltverschmutzung eignen sich für jüngere Kinder gut als Einstieg in eine Bildung für nachhaltige Entwicklung, da sie diese im Alltag – beispielsweise auf dem Spielplatz oder auf dem Schulhof – stark wahrnehmen. Davon ausgehend können weitere Umweltaspekte wie Recycling, die Verschmutzung der Meere und nachhaltige Materialien, aber auch die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte der Gewinnung und Produktion von Erdöl und Plastik untersucht, Alternativen diskutiert und Aktionen geplant werden. Dabei soll der Blick stets sowohl auf die vielfältigen Lebenssituationen in Deutschland als auch in Ländern des Globalen Südens gerichtet und der Herausbildung von Stereotypen entgegengewirkt werden.

Auch für die Sekundarstufe werden passend zum Wettbewerbsmotto unterschiedliche Dossiers angeboten. Spätestens seit den Fridays for Future-Demonstrationen ist der Klimawandel ein Thema, das viele Jugendliche bewegt. Für eine lebenswerte Zukunft scheint es somit unabdingbar, die globale Erwärmung zumindest einzugrenzen und Gesellschaft und Wirtschaft dementsprechend umzugestalten. In dem Unterrichtsmaterial zum Thema Klima sollen somit Hintergründe und globale Folgen des Klimawandels erläutert und Handlungsoptionen aufgezeigt werden. Außerdem können Kinder und Jugendliche der Sekundarstufe sich näher mit dem Thema Entwicklungspolitik auseinandersetzen. Zwar ist der Begriff in aller Munde, aber was genau bedeutet er eigentlich? Und wie hängen die wirtschaftlichen und politischen Prozesse im Globalen Norden mit denen der Länder des Globalen Südens zusammen? In zwei weiteren Dossiers soll auch die kulturelle Vielfalt heutiger Gesellschaften und ihre Auswirkungen auf das gesellschaftliche Miteinander in den Fokus gerückt und das Konsumverhalten der Schülerinnen und Schüler mit seinen globalen Auswirkungen auf den Prüfstand gestellt werden.

Zu jedem Dossier gibt es verschiedene Unterrichtsimpulse mit konkreten Methodenvorschlägen und Arbeitsblättern. Ergänzt wird das Material durch einleitende Hinweise für Lehrkräfte, in denen das Konzept einer Bildung für nachhaltige Entwicklung, der Orientierungsrahmen Globale Entwicklung und die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) erläutert werden.

Das Material gibt es voraussichtlich ab Mitte September 2019 auf der Website www.eineweltfueralle.de kostenfrei zu bestellen und zum Download.

Mehr Informationen zum Schulwettbewerb unter:
www.eineweltfueralle.de
www.facebook.com/allefuerEINEWELTfueralle

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