Unser Geld Teil 3: Alles Euro oder was?
Den Euro gibt es noch gar nicht so lange. Vorher hatte jedes Land in Europa seine eigene Währung und die Scheine und Münzen sahen völlig unterschiedlich aus. Doch auch heute unterscheiden sich die Münzen der einzelnen Länder auch ein wenig voneinander - schaut doch im Kindergarten gemeinsam mal in einen Geldbeutel.
Eine Reise ins warme Italien ist für uns Deutsche ganz einfach. Auto vollpacken und ab auf die Straße bis zum Urlaubsort. An der italienischen Grenze können Deine Eltern die Ausweise verstaut lassen. Auch beim Bezahlen der Autobahngebühren muss keiner mehr seine Kopfrechenkünste zeigen, denn die Angestellten in den Kassenhäuschen verlangen Eurobeträge. Das war aber nicht immer so. Erst seit dem 1. Januar 2002 gibt es in Italien und Deutschland dieselbe Währung, den Euro. Vorher war im Urlaub Rechnen angesagt, denn jedes Land hatte sein eigenes Geld.
Bis zu einem vereinigten Europa war es ein langer Weg. Der Vertrag über die Gründung der Europäischen Union (EU) wurde schließlich 1992 in Maastricht unterzeichnet. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde die Einführung einer gemeinsamen Währung vereinbart. Eine einheitliche Währung hat viele Vorteile. Bei Reisen muss niemand Geld umtauschen, Preise können leicht verglichen werden und vor allem gibt es keine Schwierigkeiten mehr beim Geldumwechseln. Politiker denken auch, dass gemeinsames Geld die Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern fördert. So soll ein friedliches Zusammenleben in Europa für immer gesichert werden.
Checke Deinen Geldbeutel
Eine einheitliche Währung in Europa bedeutet nicht, dass alle Euromünzen genau gleich aussehen. Nur die Vorderseite der Münzen ist bei allen Euroländern gleich. Die Rückseite konnte jedes Land nach eigenen Vorstellungen gestalten. Kontrolliere doch einmal die Münzen in Deinem Geldbeutel. Vielleicht findest Du ja Geldstücke aus mehreren Ländern, mit den unterschiedlichsten Abbildungen.
Deutschland: 1- und 2- Euromünzen: Bundesadler
10-, 20- und 50- Centstücke: Brandenburger Tor.
Spanien: 1- und 2- Eurostücke: König Juan Carlos I.
Irland: Die Iren haben auf alle Münzen das Nationalsymbol, die Harfe, prägen lassen.
Italien: 2- Euromünze: Dichter Dante
1-Euromünze: Zeichnung von Leonardo da Vinci – „Vitruvianischer Mann“
Frankreich: 1- und 2- Eurostücke: Lebensbaum mit dem Schriftzug Liberté, Egalité, Fraternité (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit)
Österreich: 2- Eurostück: Friedenskämpferin Bertha von Suttner
1- Eurostück: Wolfgang Amadeus Mozart
hopsa!-Tipp: So wirst Du zum Gelddrucker
Lege eine Münze unter ein weißes Blatt Papier. Jetzt nimmst Du einen weichen Bleistift und reibst ihn möglichst flach über die Stelle, unter der das Geldstück liegt. In Windeseile entsteht eine Kopie der Münze.
Quelle: Hopsa Themaheft 9 / www.hopsa-themaheft.de
