Haus der kleinen Forscher bringt Forschen mit digitalen Medien in die Grundschule

Christoph Wehrer/ (c) Stiftung Haus der kleinen Forscher

Ein interdisziplinäres Team erarbeitet für und mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ eine Fortbildung zum Thema forschendes Lernen mit digitalen Medien im Grundschulunterricht. Die neue Fortbildung soll Lehrerinnen und Lehrer in ganz Deutschland dabei unterstützen, digitale Lernangebote sinnvoll in ihren Unterricht zu integrieren – insbesondere in Fächern mit Bezug zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Welche Unterstützung brauchen Lehrerinnen und Lehrer, damit Grundschulkinder MINT-Phänomene im Unterricht auch mit digitalen Medien erforschen können? Und wie können Schülerinnen und Schüler dabei Kompetenzen für eine digitalisierte Welt entwickeln? Auf diese Fragen findet seit heute ein Entwicklungsteam aus Lehrerinnen, Trainern und Fachleuten aus Wissenschaft und pädagogischer Praxis Antworten. Noch bis Jahresende werden sie im „Ko-Lab“ im Rahmen von Design-Thinking-Workshops ko-kreativ ein Fortbildungskonzept und entsprechende Prototypen entwickeln. Im Anschluss wird die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ die Ergebnisse mit Trainerinnen, Lehrern und Grundschulklassen erproben. Ziel ist es, dass perspektivisch alle Grundschullehrkräfte in Deutschland das neue Fortbildungsangebot zum forschenden Lernen mit digitalen Medien nutzen können. 

Forschendes Lernen im Unterricht – analog und digital

„Unser Hauptanliegen ist es bei Kindern, sowohl MINT-Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern als auch Kompetenzen für eine digitalisierte Welt. Dabei wollen wir weg von der ‚analog versus digital‘-Denke, hin zu einer Lernkultur der Digitalität“, erklärt Projektleiterin Anne Lehmann. „Unterricht, der Schülerinnen und Schüler stark für unsere zunehmend digitalisierte Welt machen möchte, muss alle Zugänge in integrierten Lernszenarien vereinen, also digitale und analoge Formate als verschiedene Elemente einesUnterrichtsszenariums betrachten“, so Lehmann weiter. 

Hinter „Ko-Lab“ stehen starke Partner für die Grundschule

Die Fortbildungsentwicklung wird im Rahmen des Projekts „Kollaboratives Konzept-Lab“ (Ko-Lab) umgesetzt. Das innovative Projekt läuft noch bis Ende September 2022 und wird durch die Friede Springer Stiftung ermöglicht. Das "Ko-Lab"-Projekt knüpft an das Bildungsangebot "MINT geht digital" vom „Haus der kleinen Forscher“ und dem inzwischen abgeschlossenen Stiftungsprojekt "Digital Lab" an, in dem in den letzten Jahren bereits gemeinsam mit Grundschullehrerinnen und -lehrern Unterrichts-Apps zum Thema Energie und Strom entwickelt wurden. 

 

Kinderzeit-Podcast zum Thema forschendes Lernen

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) – mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern vor Ort bietet die Stiftung bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Das „Haus der kleinen Forscher“ verbessert Bildungschancen, fördert Interesse am MINT-Bereich und professionalisiert dafür pädagogisches Personal. Partner der Stiftung sind die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung, die Dieter Schwarz Stiftung und die Friede Springer Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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