Start der nationalen Initiative „Die bewegte Schulpause“

„Die bewegte Schulpause“ steht vor allem für sportliche Übungen mit Spaß, egal, ob vor dem Unterricht, zwischendurch oder in der Pause. Die knapp 40 extra entwickelten Übungen sollen nicht nur bewegen, sondern auch für bessere Konzentrationsfähigkeit sorgen. Das Interesse ist groß: 50 Grundschulen aus ganz Deutschland haben sich bereits angemeldet.

Kinder sitzen heute viel zu viel und bewegen sich viel zu wenig: Laut einer Langzeitstudie des Robert Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) bewegt sich bereits jedes vierte Kind  zwischen drei und zehn Jahren zu wenig, jedes achte macht praktisch gar keinen Sport.

Prof. Grönemeyer möchte das ändern und baut dabei auf die Zusammenarbeit mit Grundschulen: „Einen Großteil ihrer Zeit verbringen Kinder in der Schule – diese Zeit wollen wir nutzen, um ihnen das Thema Bewegung über den Sportunterricht hinaus spielerisch ans Herz zu legen. Was mich besonders freut: Schon jetzt haben sich mehr als 50 Schulen für das Programm angemeldet“, sagt Grönemeyer. Mit der Initiative der Dietrich Grönemeyer Stiftung möchte er Grundschüler täglich 20 Minuten zusätzlich in Bewegung bringen. Dabei wird das Programm als Ergänzung zum wöchentlichen Sportunterricht gesehen: „Fünf Tage jeweils 20 Minuten macht zusammen 100 Minuten zusätzliche Bewegung pro Woche.“

Damit hat jedes Kind – zusammen mit dem Sportunterricht – ein Mindestmaß an Bewegung, das für die gesunde Entwicklung existenziell ist. Ausreichende Bewegung von Kindesbeinen an ist nicht nur wichtig für die körperliche Fitness und Geschicklichkeit von Kindern. Laut  einer Studie der Deutschen Sporthochschule Köln zum Zusammenhang von körperlicher Aktivität und Konzentration bei Grundschulkindern (CHILT) hat sie auch einen positiven Effekt auf die geistige Entwicklung. Eine regelmäßige Unterbrechung des  langen Sitzens von Kindern führt demnach zu besseren Lernerfolgen, erhöht die Motivation und fördert die Kreativität.

Kinder kommen in Schwung


Prof. Grönemeyers Bewegungsprogramm ist einfach und effektiv: Skispringen, Formel 1-Schubkarren-Lauf oder das Kettenkarussell bringen den Kreislauf der Kinder in Schwung und sorgen für gute Laune. Egal ob in der Klasse, Pausenhalle oder auf dem Schulhof: Insgesamt wurden eigens für die „bewegte Schulpause“ knapp 40 abwechslungsreiche Bewegungsspiele entwickelt. Die Übungen sind kinderleicht und kommen ganz ohne zusätzliche Sportgeräte aus. Minimaler Aufwand – maximaler Effekt.

Mit der Initiative „Die bewegte Schulpause“ sollen über die Kinder letztlich auch die Eltern für ein Mehr an täglicher Bewegung und Sport begeistert werden. Denn rund 37 Millionen Erwachsene mit Übergewicht allein in Deutschland seien nicht gerade ein gutes Vorbild, so Grönemeyer. „Vielleicht schaffen es unsere Kinder, uns Erwachsene positiv zu beeinflussen, indem sie die Übungen zum Familienthema machen“, sagt der Arzt.

Auf der Website finden Lehrerinnen, Lehrer und Eltern neben sämtlichen Informationen rund um die Initiative auch das Bewegungsprogramm. Den Schulen werden dort zudem Unterrichtsmaterialien zum Thema Gesundheit und Bewegung zur Verfügung gestellt. Bis zum 15. Juni 2015  können sich interessierte Grundschulen noch über die Website anmelden.

Ab September 2015 starten die Grundschulen mit der praktischen Umsetzung der Initiative. Im Rahmen eines Aktionstages können sie ihr Engagement dann vorstellen.

Sämtliche Informationen rund um die Initiative „Die bewegte Schulpause“ gibt es im Internet unter: www.bewegte-schulpause.de.

Zurück