Ökologische Erziehung an Waldorfschulen

An Waldorfschulen nimmt die ökologische Erziehung einen wichtigen Stellenwert ein.

Kinder bei der Gartenarbeit

Salat ernten, Schafe pflegen, Waben entdecken oder Unkraut jäten...so vielfältig sind die Aufgaben im Gartenbauunterricht, der im fünften oder sechsten Schuljahr beginnt. Theoretisch und praktisch werden die Qualitäten der vier klassischen Elemente "Erde, Wasser, Luft und Wärme" sowie die Grundlagen der Ökologie erarbeitet. Die Vielseitigkeit der praktischen gärtnerischen Tätigkeit ermöglicht Querbezüge zu anderen Schulfächern.

Die SchülerInnen führen im Unterricht all die Arbeiten aus, die sich aus dem Jahreslauf ergeben, bearbeiten den Boden, kompostieren, säen, pikieren, pflanzen, ernten, verwerten die Ernte und veredeln Obstbäume. In der Vegetationszeit bereiten sie verschiedene Beete vor und pflegen sie entsprechend; bei schlechter Witterung können sie auch geerntete Kräuter und Saatgut aufarbeiten und Öle, Salben oder ähnliches herstellen. Außerdem gehört regelmäßige Arbeit mit Tieren wie Bienen, Schafen, Eseln, Kaninchen oder anderen mit dazu.

So wird vor allem durch die Sache selbst gelehrt, denn in diesem Fach zeigt sich in der Natur unmittelbar die Wirkung des eigenen Tuns beziehungsweise Unterlassens und die Kinder erfahren ihre Gestaltungskräfte im Umgang mit den Naturprozessen. Sie schaffen selbst einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen und erleben, wie die Ernährungsgrundlage des Menschen – und damit die Grundlage der menschlichen Kultur – entsteht.

Video im Internet: Ökologische Erziehung an Waldorfschulen

Bereits im ersten Schuljahr werden die Fantasie und Beobachtungsgabe der Kinder durch Erzählungen über die Naturreiche angeregt, im dritten Schuljahr ackern, ernten und backen die Kinder und ab der vierten Klasse untersuchen sie die wechselseitigen Beziehungen der Naturreiche.

Später folgen in der Oberstufe längere Landbau- und Forstpraktika, während die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ökologischen Fragen in den Vordergrund tritt. Dabei lernen sie lebendige Zusammenhänge denkend zu erkennen, um so allmählich zu einer echten Partnerschaft mit der Natur zu gelangen. Das ist das Ziel einer modernen ökologischen Erziehung an der Waldorfschule.

www.waldorfschule.de

 

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