Mai 2011

Insektenstiche – vorbeugen und behandeln

Bienen, Hummeln, Wespen, sogar Hornissen fliegen nicht im hohen Bogen um Kindertageseinrichtungen herum. Gerade im Frühsommer sollten die Erzieher/innen ein wachsames Auge darauf haben, wenn sie mit den Kindern raus gehen. Denn die Stiche dieser Insekten sind nicht nur sehr schmerzhaft, sie können in speziellen Fällen auch lebensgefährliche Auswirkungen haben. Verhaltensregeln im Überblick.

Vorbeugungsmaßnahmen   Nicht nur Kinder fühlen sich von Süßigkeiten magisch angezogen. Das Gleiche gilt insbesondere auch für Bienen und Wespen. Wenn sie mit den Kindern ins Freie gehen, dann verzichten sie auf süße Säfte und Tees. Benutzen sie verschließbare Becher mit Strohhalmen. Außerdem sollten die Kinder auch kein Essen mit nach draußen nehmen und nach dem Verzehr den Mund gut abwischen. So können sie die Gefahr von Stichen im Mundbereich, die besonders gefährlich sind, vermeiden. Bei einem Insektenstich niemals kratzen. Das würde nur den Juckreiz erhöhen. Die Umgebung der Einstichstelle entzündet sich beim Kratzen. Außerdem würde das Kratzen beim Insektenstich starke Schwellung oder Entzündung verursachen. Ist der Insektenstich geschwollen und entzündet, so könnten Sie ihn mit Insektenstich Gel behandeln. Niemals nach Bienen und Wespen schlagen oder treten. Wenn möglich, dann sollten auch ruckartige Bewegungen ihre Nähe vermieden werden. Diese Verhaltensweisen werden von diesen Insekten nämlich als Angriff empfunden und sie könnten sich mit einem Stich wehren.   Allergisch gegen Insektenstiche   Insektenstiche können durch ihre Gifte Allergien auslösen. Ist die Einstichstelle des Insektenstich angeschwollen und die Schwellung größer als 10 cm, dann kann man von einer Allergie sprechen. Erkundigen sie sich bei den Eltern, ob eins der Kinder allergisch auf Insektenstiche reagiert. Informieren sie das gesamte Personal, um welches Kind es sich handelt. Ein Vermerk in der dazugehörigen Akte solle eingetragen werden. Sollte dieses Kind gestochen werden, dann verständigen sie sofort den Notarzt und benachrichtigen die Eltern. Bis zum Eintreffen des Notarztes Eiswürfel lutschen, außerdem Eiswürfel mit Stoff umwickeln und von außen auf den Hals legen.   Erste-Hilfe-Maßnahmen   Sollte ein Kind gestochen worden sein, dann erstmal Ruhe bewahren und das Kind beruhigen. Die Stacheln von Bienen, Wespen und Hummeln enthalten Gift. Bei einem Stich wird dieses Gift in den Körper gepumpt. Die Stelle wird rot und schwillt an. Bienenstachel haben Widerhaken und bleiben in der Haut stecken. Nach ausdrücklicher Zustimmung der Eltern (im Beisein von Zeugen), können sie den Bienenstachel am besten mit dem Fingernagel entfernen ohne dabei die daran hängende Giftblase zu berühren (eine Pinzette könnte die Giftblase weiter beschädigen). Auch Hummeln würden im Bedrohungsfall zustechen. Genau wie die Bienen sterben sie nach einem einzigen Stich. Wespen behalten dagegen ihre Stacheln und können diese mehrfach einsetzen. Bei einem Wespenstich ist also eine rundlich rote Verletzung ohne Stachel zu sehen. Die Stichwunden der Insekten mit einem in ein Tuch eingeschlagenes Kühlkissen oder mit kalten Lappen kühlen. Sobald Anzeichen einer allergischen Reaktion auftauchen, dann rufen sie den Notarzt.


 

 


 

 


 

Zecken

Die Zecke gehört zu den Spinnentieren, das erkennt man an ihren acht Beinen. Sie ist ein Blutsauger, denn sie ernährt sich ausschließlich von tierischem oder auch menschlichem Blut. Hat sie ein geeignetes Opfer gefunden, sticht sie zu und kann sogar bis zu zwei Wochen an einer Stelle hängen bleiben. Die Zecke ist zwar klein, aber von ihr können große Gefahren ausgehen.

Schon ein Stich kann für Menschen gefährlich werden, nämlich dann, wenn die Zecke mit einem Krankheitserreger infiziert ist. Durch den Stich gelangt dieser auf direktem Wege in den Körper. Die bekannteste Krankheit, die durch einen Zeckenbiss hervorgerufen werden kann, ist die Borreliose. Diese Bakterien können eine Infektion der Organe, des Nervensystems und der Gelenke auslösen.

Zum Glück fallen Zecken nicht – wie oft fälschlicherweise angenommen – von den Bäumen. Sie sitzen im Unterholz, auf Gräsern oder in Büschen.

Bei der Planung eines Besuchs im Wald kann man einige Vorkehrungen treffen, um den kleinen Vampiren keine Angriffsfläche zu bieten.

Vermeiden Sie den Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz. Tragen Sie geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen. Ziehen Sie die Socken über die Hosenbeine Helle Kleidung ist günstiger als dunkle. Verwenden Sie insektenabweisende Mittel. Diese helfen zumindest eine Weile.  Aber auch sie stellen keinesfalls einen sicheren Schutz vor Zecken dar. Suchen Sie nach ihrem Besuch in der Natur Ihren ganzen Körper nach Zecken ab. Zecken sind winzig klein und krabbeln auf dem Körper und der Kleidung herum, um eine geeignete Einstichstelle für das Blutsaugen zu finden. Sie bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollten Sie an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt gründlich nach Zecken suchen

Falls es der Zecke doch gelungen ist, sich bei seinem Opfer einzunisten, dann nutzen Sie eine spitze Pinzette oder eine Zeckenzange! Fassen Sie die Zecke hautnah! Bewegen Sie diese ein bisschen hin und her, um die Widerhaken am Stechapparat der Zecke zu lockern. Dann herausziehen oder leicht drehen. Ist keine Pinzette oder Zeckenzange zur Hand, die Zecke vorsichtig zwischen den Fingernägeln packen (nicht quetschen!) und senkrecht aus der Haut ziehen. Die Stichstelle anschließend reinigen und desinfizieren.

Mehr Infos: www.zecken.de