2019

Minimaus entdeckt die Küche

Helmut Spanner

In der Küche ist es spannend. Kuchenform, Spülbürste, Sanduhr, Topflappen, Waage und vieles mehr sind für die kleine Maus ein Abenteuerspielplatz.

Dieses Bilderbuch zeigt die Dinge so wie sie sind. Spülbürste, Kuchenform und Topflappen sind so realistisch dargestellt, wie Kinder (und Erwachsene) sie im Alltag erleben. Allerdings nutzt Minimaus die Gegenstände auf lustige und kreative Weise. Die Kuchenform als gemütlicher Sitzplatz, den Kronenkorken auf dem Kopf für die Mäusekönigin und unter dem kuscheligen Topflappen hat sie sich einen gemütlichen Platz gesucht. So bleibt Raum für Fantasie und Kreativität.

Minimaus lädt alle kleinen Betrachter zum Entdecken, Sprechen und Erzählen ein.

Helmut Spanner beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der Wahrnehmung von Kleinkindern und zeichnet seine Illustrationen so, dass es den Mädchen und Jungen leicht gelingt, die vertrauten Alltagsgegenstände auch im Buch zu erkennen.

Minimaus entdeckt die Küche
24 Seiten
Oberstebrink
ISBN: 9783963040030
7,95 Euro
 
Mittlerweile gibt es acht Papbilderbücher von Minibär und Minimaus.


Kinder leiden am stärksten unter dem Klimawandel

Jedes heute neugeborene Kind werde im Alter von 71 Jahren in einer um 4 Grad wärmeren Welt leben, heißt es in dem Bericht des Konsortiums. Die Erderwärmung und die damit einhergehenden extremeren Witterungsbedingungen führen zu Unsicherheiten in Bezug auf Ernährung und Wasser, sich ändernden Mustern von Infektionskrankheiten und einer weniger sicheren Zukunft. Ohne beschleunigtes Eingreifen wird diese neue Ära die Gesundheit der Menschen in jeder Phase ihres Lebens bestimmen.

Dass gerade Kinder am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, erklärt Nick Watts, der Chef des Lancet-Konsortiums auch damit, dass ihr Körper und ihr Immunsystem noch in der Entwicklung sei und die Schäden der Kindheit ein Leben lang bleiben könnten. Auch die Ernterückgänge und die damit einhergehende Unterernährung träfen die Kinder am stärksten. Hinzu kämen Erkrankungen, die durch den Klimawandel begünstigt werden wie das Dengue-Fieber oder die Cholera. Aber auch der Ostsee nimmt eine Gruppe von Bakterien, die Vibrionen, zu. Die Erreger können Magen-Darm- und Wundinfektionen verursachen.

Ein zweiter Weg - der den globalen durchschnittlichen Temperaturanstieg auf „weit unter 2 ° C“ begrenzt - sei möglich und würde die Gesundheit eines heute geborenen Kindes während seines gesamten Lebens verändern. Wenn die Gesundheit in den Mittelpunkt des bevorstehenden Übergangs gestellt werde, ergäben sich enorme Vorteile für die Öffentlichkeit und die Wirtschaft, da sauberere Luft, sicherere Städte und eine gesündere Ernährung erforderlich seien.

Mutige neue Ansätze für Politik, Forschung und Wirtschaft seien erforderlich, um den Kurs zu ändern. Eine beispiellose Herausforderung erfordere eine beispiellose Reaktion. Es werde viel Arbeit von den derzeit lebenden 7,5 Milliarden Menschen erfordern, um sicherzustellen, dass die Gesundheit eines heute geborenen Kindes nicht von einem sich ändernden Klima bestimmt wird.

Foto: WetterOnline, Quelle: Pressemeldung WetterOnline.

TigerKids – das Programm für Kindergesundheit

Materialien kostenlos beziehen

Das TigerKids-Programm haben Experten und Wissenschaftler am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München (LMU) entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), dem Forschungszentrum für den Schulsport und dem Sport von Kindern und Jugendlichen der Universität Karlsruhe (FoSs), dem Staatsinstitut für Frühpädagogik (ifp) und dem Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der LMU München ist so ein Programm zur Förderung eines gesunden Lebensstils im Kindergarten und darüber hinaus entstanden.

Neben gesunder Ernährung zielt das Programm auch auf regelmäßige Bewegung und Entspannung ab. Dank der Kooperation mit der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) können die Materialien, nach einer inhaltlichen und graphischen Überarbeitung, kostenfrei über die Homepage www.tigerkids.de bestellt werden. Ziele des Programms

„TigerKids – Kindergarten aktiv“ verfolgt bewusst einfach und klar formulierte Ziele, die dauerhaft in den KiTa-Alltag integriert werden können, um alle Kinder zu erreichen:

  • Steigerung des Obst- und Gemüseverzehrs
  • Steigerung der körperlichen Aktivität
  • Erhöhung des Konsums energiefreier bzw. -armer Getränke (wie Wasser und ungesüßte Tees)
  • regelmäßige Entspannung

Kindergärten, die am Projekt teilnehmen, arbeiten mit je einer TigerKids-Materialbox pro Betreuungsgruppe.

Kostenfreie Materialien

Der Einrichtung erhält umfangreiche Materialien mit einem Leitfaden, der insgesamt zehn Broschüren zu den einzelnen Modulen enthält. In der Materialbox ist eine Tigerhandpuppe, ein Poster zur Durchführung des Tiger-Rennens und Materialien für die Elternarbeit (Newsletter und Tipp-Cards) zu finden. Mit letzteren werden auch die Eltern, welche eine zentrale Rolle in der Erziehung einnehmen, in die Gesundheitsförderung ihrer Kinder eingebunden.

Flexible Online-Schulung

Eine neu entwickelte TigerKids-Online-Schulungsplattform wird dem Anspruch an zeitlich flexible Schulungen gerecht und bietet den ErzieherInnen Informationen zu den einzelnen Modulen des Programms. Diese werden interaktiv mit Fachtexten, Lückentexten, Animationen, interaktiven Grafiken, Aufgaben und Videos zeitgemäß und abwechslungsreich vermittelt. Zudem erhalten sie auch Wissenswertes und Tipps rund um die eigene Gesundheit. Im Downloadbereich stehen weitere Materialien zur Umsetzung zur Verfügung, wie beispielsweise ausgearbeitete Präsentationen zur Durchführung von Elternabenden. Wichtiges Element der TigerKids-Plattform ist ein Forumsbereich, in dem sich die teilnehmenden Einrichtungen vernetzen und austauschen sowie Fragen an das TigerKids-Team der Stiftung Kindergesundheit stellen können.

Jetzt bestellen

Holen Sie TigerKids in Ihre Einrichtung und bestellen Sie jetzt unter www.tigerkids.de!

Ein Einstieg ins Programm ist jederzeit möglich. Bei Rückfragen und Anregungen stehen die Mitarbeiterinnen der Stiftung Kindergesundheit gerne zur Verfügung.

Quelle: Stiftung Kindergesundheit 2019

 

Nüsse machen schlau – eine Geschichte für den 1. Advent

Am Samstag vor dem 1. Advent holte Papa die Weihnachtskisten vom Dachboden. Die Kartons waren total verstaubt – und Papa nach dem Runtertragen auch. Auspacken durften Marcus und Luise: Lichterengel und Bergmann, die dicke Räucherfrau mit der Kloßschüssel in den Händen, den kleinen Schneemann mit aufgespanntem Regenschirm, die Krippen-Figuren für die große Pyramide und vieles mehr.

Währenddessen steckte Papa den Adventsstern zusammen. Als er die Hälfte der Zacken ineinander gefummelt hatte, stellte er sich mitten ins Zimmer, setzte sich den halben Stern auf den Kopf und reckte einen Arm in die Höhe, in der Hand eine lange Kerze haltend. Er sah aus wie die amerikanische Freiheitsstatue. Kater Max strich durchs Zimmer, beschnupperte dies und das und fand keine Ruhe. Advent ist wohl auch für ihn eine aufregende Zeit.

Ganz zuletzt kramten Marcus und Luise hervor, worauf sie sich am meisten gefreut hatten: den großen Nussknacker – einen König mit rotem Mantel, goldener Krone und schneeweißem Bart. Der Nussknacker-König brauchte einen eigenen Karton; noch voriges Jahr war er ein bisschen größer als Luise – nun hatte sie ihn überholt. „Das ist der Beweis“, stellte Marcus fest, „du wächst also doch“. Luise war sich nicht sicher, ob sie lachen oder fauchen sollte. Am besten tat sie so, als hätte sie die Stichelei ihres Bruders nicht gehört.

„Warum knacken wir eigentlich die Nüsse nie mit dem König?“, fragte sie Papa. „Das ist ziemlich schwierig“, antwortete der. „Besonders bei Kokosnüssen...“ (Das war wieder Marcus.) Papa redete weiter: „Beim Arbeiten mit dem Nussknacker kann man sich fix die Finger einklemmen.“ „Darf ich trotzdem mal probieren?“, bettelte Luise. „Meinetwegen. Aber nur eine Haselnuss. Und Vorsicht!“

Luise wühlte die dickste Haselnuss aus der Tüte und schob sie dem Nussknacker-König zwischen die Zähne. Dann drückte sie auf den Hebel in seinem Rücken – aber nichts tat sich. Sie strengte sich an und ächzte – der König biss auf die Nuss, aber er zerknackte sie nicht. „Lass mich mal ran“, sagte Marcus lässig und nahm die Sache in die Hand. Er fasste den Hebel und drückte – dann noch ein wenig mehr – dann richtig toll – plötzlich knallte es und Marcus hätte sich tatsächlich fast die Finger eingeklemmt. Kater Max hüpfte vor Schreck in einen Karton. Die Nuss war geknackt – und Marcus wendete sich stolz an Luise: „Halt die Hand auf. König Knackbert, der Kräftige, lässt den Nusskern hineinrollen.“ Luise hielt ihre Hand hin, Marcus zog den Hebel des Nussknackers nach oben – aber was König Knackbert, der Kräftige, in Luises Hand fallen ließ, war Nussbrei, gespickt mit Schalensplittern. „Wo ist der Kern?“, fragte Marcus erstaunt. „Zermatscht“, sagte Papa.

Am Nachmittag saßen die drei um den Küchentisch und knackten verschiedene Nusssorten fürs „Studentenfutter“. (Seltsame Bezeichnung: Papa erklärte es so: „Nüsse essen macht schlau.“ Deshalb wollte sich Marcus ab sofort zum Frühstück extradick Nuss-Nougat-Creme aufs Brötchen streichen...).

Jede Nuss, die versehentlich vom Tisch fiel, wurde von Kater Max sofort als Spielzeug genutzt. Er kullerte die Nüsse kreuz und quer durch die Küche, sprang hinterher und schlug sogar einen Purzelbaum, weil er zu spät abgebremst hatte. Kater Max veranstaltete alles Mögliche mit den Nüssen – nur zurück zum Tisch brachte er sie nicht. Er bugsierte sie unters Küchensofa, hinter den Kühlschrank, zwischen leere Flaschen. Hatte er sie gründlich versteckt, setzte er sich in die Nähe des Küchentisches und wartete auf die nächste herabfallende Nuss.

Die Haselnüsse und die Walnüsse knackte Papa mit der Nusszange. Marcus und Luise nahmen sich einen Berg Erdnüsse vor. Jede Erdnuss hat eine kleine „Nase“ – wenn man mit dem Daumen darauf drückt, springt die Nussschale ganz leicht auf. Meistens jedenfalls. Dann die Nusskerne herausrollen lassen (fast immer sind es zwei, aber Luise fand schon mal drei Kerne in einer Erdnuss!), die dünne rote Schale abreiben – fertig. Nur jeder zehnte Nusskern durfte in den Mund wandern, die anderen mussten auf den Teller gelegt werden. Das hatten die drei abgesprochen. Und Marcus zählte für Luise mit, denn bei ihr kam die zehn immer gleich nach der drei.

Eine Stunde später waren alle Nüsse geknackt. Papa lehnte sich zurück. „Hui – das hat Durst gemacht. Ich trinke erst mal ein Glas Wasser.“

„Und ich nehme Cola“, rief Marcus. „Und ich Kakao“, rief Luise. „Mooooment“, sagte Papa, „ich bin nicht euer Diener. Wenn ihr etwas trinken wollt, dann holt es euch selbst.“ Und zur Bestätigung schlug er mit der flachen Hand auf den Tisch. Nur – dummerweise traf Papa dabei aus Versehen den Rand des Nusstellers. Der Teller kippte blitzschnell nach oben und alle mühsam geknackten Nüsse hüpften auf den Tisch und von dort auf den Fußboden. Hunderte Nüsse kullerten durch die Küche. Papa war ganz bleich geworden, Marcus und Luise prusteten los – und Kater Max sprang sofort mitten zwischen sein neues, tolles Katzenspielzeug.

„Ach du dicke Kokosnuss!“ Papa konnte es nicht fassen, was er da angerichtet hatte. „Fix, helft bitte mit aufsammeln, ehe Max sämtliche Nüsse wegschleppt.“ Papa griff sich den leeren Teller und alle drei krabbelten durch die Küche. Kater Max kreiselte und knurrte und ballerte mit den Nüssen um sich. Papa versuchte, ihn einzufangen, aber Max war viel geschickter als er und ließ sich dieses Kullerspiel natürlich nicht vermiesen.

Im Wohnzimmer hatte Mama den Lärm des polternden Tellers gehört und wollte natürlich wissen, was passiert war. Als sie die Tür öffnete, sah sie Marcus und Luise unterm Tisch zwischen den Nüssen hocken. Und sie sah Papa hinter Kater Max herhetzen. Max hatte immer noch genügend Zeit, um unterwegs mit Nüssen zu kicken.

„Oh“, sagte Mama und kicherte, „das ist aber lieb von euch, dass Max mitspielen darf...“ „Na hallo!“ erwiderte Papa und gab es auf, Kater Max zu verfolgen. „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.“„Hilfst du mit einsammeln?“, fragte Marcus.

„Ach nein.“ Mama winkte ab. „Spielt ruhig ohne mich.“ Sie ging wieder, wendete sich in der Küchentür aber noch einmal um und betrachtete ihre umherkrabbelnde Familie: „Und da wird immer behauptet, Nüsse essen mache schlau!“ „Bis jetzt haben wir ja kaum welche gegessen!“, entgegnete Luise. Mama nickte: „Man sieht´s!“ Und dann packte sie blitzschnell Kater Max und sagte zu ihm: „Lass die drei besser alleine weiterspielen. Kullerst bei mir im Wohnzimmer ein bisschen mit dem Wollknäuel.“

Studentenfutter

Zutaten: verschiedene Nusskerne (Erdnüsse, Haselnüsse, Cashewkerne etc.), Rosinen

Zubereitung: Nüsse knacken, mischen und essen.

Diese Geschichte haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Das Kirchenjahr mit Kindern feiern
Ein Vorlesebuch mit lustigen Geschichten , Backrezepten und Spielen.
Reuter, Thomas
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548906
96 Seiten, 9,90 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Die Boxmaus kommt

Keine Angst vor großen Tieren

Wenn der Geist Entspannung sucht, sind Spiele genau das Richtige.

Die kleine Boxmaus ist auf der Suche nach einem passenden Gegner. Leider reicht sie den Tieren, denen sie begegnet, meist nur bis zum Knöchel – aber das hält sie nicht davon ab, sich mit ihnen anzulegen. Ob Hufe, Krallen oder Flossen – die Boxmaus nimmt es mit jedem auf – und erkennst du, wen sich die Boxmaus da zum Gegner genommen hat? Wem gehören wohl diese schwarz-weißen Streifen und wem das zottelige Fell? Ein wunderschön gestaltetes Legespiel zum Rätseln für die Kleinen und Großen oder als künstlerisches Mitbringsel.

32 Bildkarten in einer hochwertigen Blechdose, für 1+ Spieler ab 5 Jahren Format der Dose: 155 x 210 mm, Kartenformat: 195 x 150 mm

Keine Angst vor großen Tieren
ISBN: 9783934333871
19,95 €


Wie wir mit Kindern zum Thema kommen

Einstieg in unterschiedliche Themen finden

Methoden, die für ganz unterschiedliche Themen angewendet werden können, bei denen die Spielstruktur aber immer gleich bleibt, nennt man multithematisch. Um solche Methoden und Spiele geht es in hier. Im Grunde sollen diese Methoden die Kinder einer Gruppe motivieren, in ein Thema einzusteigen.

Dabei werden erste Gedanken und Meinungen, aber auch das bereits vorhandene Wissen der Gruppenmitglieder in Bezug auf das gewählte Thema deutlich. Mit einem so genannten „Kaltstart“ in eine Diskussion einzusteigen, ist für viele Gruppen sehr schwierig. Es reicht oft nicht aus zu sagen: „Heute reden wir einmal über...“ Aber wenn einzelne TeilnehmerInnen bestimmte Meinungen vertreten sollen, kann sich die Gruppe spielerisch der Auseinandersetzung nähern.

Für die LeiterInnen kristallisieren sich im Laufe des Spiels häufig zentrale Fragen der Gruppenmitglieder heraus, an denen sie sich später orientieren können. Besonders wichtig bei der thematischen Arbeit ist eine Visualisierung der Ergebnisse. Das heißt, diese sollten schriftlich, in Bildern oder Symbolen für alle sichtbar gemacht werden. Viele der im Folgenden aufgeführten Methoden liefern bereits ein schriftliches Ergebnis. In anderen Fällen muss die Gruppenleitung das Ergebnis festhalten.

Ein erster Einstieg

Spiele, die einen ersten Einstieg in das gemeinsame thematische Arbeiten ermöglichen:

Dosenspiel

In der Mitte des Kreises, um den die Kinder sitzen, stehen drei große Dosen. Am besten eignen sich große Konservendosen, die in der Gastronomie verwendet werden. Diese werden gründlich ausgespült und – falls nötig – der obere Rand mit Klebestreifen überzogen, damit sich niemand an der scharfen Kante verletzen kann. In den Dosen befinden sich Zettel mit Fragen zu drei Schwerpunkten eines Themas. Beispielsweise zum Thema: „Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft“. Erster Frageschwerpunkt:

Was wissen die Kinder über die Krankheitsbilder und Formen von Behinderungen? Zum Beispiel:

  • „Haben alle Menschen mit Downsyndrom den gleichen niedrigen IQ?“
  • „Nehmen sich schwerstbehinderte Menschen als andersartig war?“

In der zweiten Dose befinden sich Fragen, die die Kinder persönlich betreffen, wie:

  • „Hast du Verwandte oder Bekannte, die mit einer Behinderungleben?“
  • „Warst du schon einmal in einem Heim für Mehrfachbehinderte?“

Die dritte Kategorie fragt nach Zivilcourage und gesellschaftlichen Normen. Solche Fragen könnten sein:

  • „Glaubst du, dass behinderte Kinder in die Regelschulen integriertwerden sollten?“
  • “Wie reagierst du, wenn ein behinderter Mensch in deinem Beisein diskriminiert wird?“

Das erste Kind nimmt sich nun einen Softtennisball und wirft ihn in eine der drei Dosen. Es darf versuchen, eine bestimmte Dose zu treffen und damit eine Fragenkategorie auszuwählen. Dann zieht es einen Zettel aus der Dose, in der sein Ball gelandet ist, liest die Frage laut vor und gibt seine Meinung dazu ab. Alle Kinder kommen nacheinander an die Reihe. Wenn dabei bereits Diskussionen entstehen, ist das toll und sollte von der Gruppenleitung nicht gestoppt werden.

Lieder zum Einstieg

Es ist natürlich immer schön, die Lieder gemeinsam anzuhören, da die Melodien meist auch diejenigen Gefühle ausdrücken, die zum Text passen. Trotzdem sollte den Kindern der Liedtext immer auch schriftlich vorliegen, damit sie ihn besser verstehen und sich in der anschließenden Diskussion auf bestimmte Stellen beziehen können.

Einige wenige deutsche Lieder seien hier beispielhaft aufgeführt:

Zum Thema Diskriminierung hat Funny van Dannen, ein ironisches, aber äußerst provokantes Lied mit dem Titel „Lesbische, schwarze Behinderte“ geschrieben. Ein Lied von den Toten Hosen, „Alles ist eins“, beschäftigt sich mit dem Tod. Es gibt ein Lied von Pur gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch von Kindern, es heißt „Kinder sind tabu“. Klaus Hoffmann hat ein Lied geschrieben, das vom respektlosen Umgang von Erwachsenen mit Kindern handelt: „Jedes Kind braucht einen Engel“. Hörbeispiele all dieser Lieder und vieler Weiterer zu den verschiedenen Themen findet man leicht im Internet, z.B. auf Youtube.

Assoziative Gedankengänge ermöglichen einer Gruppe, das Thema zuerst einmal sehr breit zu betrachten. Erst in einem zweiten Schritt wird das Thema dann konkreter und differenzierter gesehen.

Diesen Artikel haben wir aus Heike Baums Buch mit dem Titel „Spiele und Methoden für die Gruppenarbeit“ entnommen. Das Buch ist bei Burckhardthaus erschienen.

Spiel ist mehr als Spaß
Spiele und Methoden für die Gruppenarbeit
Heike Baum
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548180
144 Seiten, 7,95 €
Mehr dazu auf www.burckhardthaus.de



Experten warnen vor längerer Bildschirmnutzung bei Kindergartenkindern

Weniger weiße Gehirnmasse

Bei Kindergartenkindern, die mindestens eine Stunde täglich vor Computer- und Fernsehbildschirmen oder an Tablets und Smartphones verbrachten, schrumpft die Gehirnmasse. Diese Schlussfolgerung legt eine neue Studie aus den USA nahe.

Mediziner vom Cincinnati Children’s Hospital Medical Center scannten dafür die Gehirne von 47 Kindern zwischen drei und fünf Jahren. Je nachdem, wie viel Zeit die Kinder am Bildschirm verbrachten, zeigten sich Unterschiede im Bereich der weißen Gehirnmasse. Kinder, die pro Tag länger als eine Stunde vor dem Bildschirm hingen, hatten weniger gut entwickelte Gehirnstrukturen. Daraus schließen die Wissenschaftler um John Hutton, dass sich hohe Bildschirmnutzung negativ auf die weiße Gehirnmasse der Kindergartenkinder auswirkt. Diese ist für die Entwicklung der Sprach- und Schreibfertigkeiten extrem wichtig.

Die Forscher empfehlen deshalb, Kinder nicht länger als maximal eine Stunde pro Tag vor dem Bildschirm verbringen zu lassen. Zudem raten Sie dringend dazu, diesen wahrscheinlichen Zusammenhang weiter zu erforschen. Die Studie wurde im Fachblatt „Jama Pediatrics“ veröffentlicht.

Wie entsteht Schnee?

Wenn der Winter vor der Tür steht und es draußen kälter wird, träumen viele von Schlittenfahrten auf schneebedeckten Hügeln oder Schneeballschlachten mit Freunden. Ob und wieviel Schnee im Winter fällt, hängt jedoch nicht allein von der Temperatur ab.

Feuchte Luft und kleine Staubkörner

Damit Schnee entstehen kann, muss die Luft feucht sein und viele Kondensationskerne enthalten. Das sind zum Beispiel kleine Staub- oder Rußpartikel, die in der Luft schweben. Zusätzlich ist es entscheidend, dass es hoch oben im Himmel kalt genug ist. Matthias Habel, Meteorologe von WetterOnline, erklärt: „Damit Schnee entsteht, müssen die Temperaturen in den Wolken etwa minus 12 Grad betragen.“ Ist das alles der Fall, friert das Wasser, das in der feuchten Luft enthalten ist, an den Staub- und Rußpartikeln fest – es entstehen Eiskristalle. Sind die Eiskristalle groß und schwer genug, fallen sie aufgrund der Schwerkraft langsam auf die Erde. Auf diesem Weg verhaken sich einzelne Kristalle miteinander und bilden so die typischen Schneeflocken.

Jeder Schneekristall ist dabei einzigartig und unterschiedlich groß. Das liegt daran: Je kälter es ist, desto weniger Luftfeuchtigkeit ist vorhanden und es entstehen nur kleine Flocken. Bei höheren Temperaturen und einer höheren Luftfeuchtigkeit bilden sich hingegen größere Schneeflocken.

Und warum erscheint Schnee immer weiß? „Genau wie Wasser sind Schneekristalle transparent“, erklärt Meteorologe Matthias Habel. „Sie wirken jedoch wie kleine Spiegel, die das Sonnenlicht reflektieren und streuen. Weil Sonnenlicht weiß erscheint, scheint daher auch der Schnee weiß.“

Formen des Schnees

Haben die Schneeflocken den Boden einmal erreicht, beginnen sie mit ihrer Verwandlung. Während die feinen Eiskristalle bei frisch gefallenem Schnee noch ganz unbeschädigt sind, verlieren sie ihre Form, sobald die Temperaturen sich ändern. Mit steigenden Temperaturen wird pulvriger Neuschnee allmählich feuchter. Durch wiederholtes Schmelzen und Gefrieren entsteht grober, nasser Schnee. Er verwandelt sich durch weiteres Schmelzen und Gefrieren zu einer kompakten Eisschicht, die man auch „Harsch“ nennt. Schnee, der mindestens ein Jahr alt ist und besonders kompakt, wird „Firn“ genannt. Aus diesem kann nach Ablauf weiterer Jahre Gletschereis entstehen.

Der beste Schnee für Schneemänner und Schneeballschlachten ist übrigens frischer und gleichzeitig feuchter Schnee, denn dieser klebt unter Druck besonders gut zusammen.

Wie Schnee entsteht, zeigt das WetterWissen-Video von WetterOnline

Foto: WetterOnline, Quelle: Pressemeldung WetterOnline.

So surfen Kinder sicher

50 Jahre Internet

Chatten, Surfen, Streamen: Das Internet ist heute kaum noch wegzudenken und prägt den Alltag von Kindern entscheidend mit. In diesem Jahr feiert das inzwischen wichtigste Kommunikations- und Informationsmedium sein 50-jähriges Jubiläum. Gerade SurfanfängerInnen brauchen online Unterstützung, da sie sich der Möglichkeiten und Risiken des Mediums oftmals noch nicht bewusst sind. Die Initiative „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ rät Erwachsenen deshalb, erste Schritte der Kinderim Netz zu begleiten und altersgerechte Angebote auszuwählen.

Das Internet bietet seit 50 Jahren zahlreiche Möglichkeiten, sich zu informieren, Videos zu schauen und Musik zu streamen. Jedoch birgt das Surfen auch Risiken – vor allem für Kinder. Wie Erwachsene die Freunde und Interessen ihrer Kinder kennen und die Orte, an denen sie sich aufhalten, sollten sie auch über ihre Surfgewohnheiten Bescheid wissen, kindgerechte Angebote wählen und technische Schutzfunktionen nutzen. Die aufmerksame Begleitung der Erwachsenen und ihr Interesse an den Erlebnissen der Kinder im Netz schaffen Vertrauen, das Kinder brauchen, um von ihren Erfahrungen berichten zu können und allmählich eigene Medienkompetenz zu erwerben.

Gemeinsam starten
Auch Vorschulkinder sind schon neugierig auf die Netzwelt, mit dem richtigen Angebot spricht auch nichts gegen eine gemeinsame Entdeckungsreise. Kindgerechte Seiten, die intuitiv aufgebaut, werbefrei sind und mit denen Kinder spielerisch lernen können, bieten gute Möglichkeiten, das Netz zu entdecken. Eine Checkliste für gute Kinderseiten finden Sie unter schau-hin.info/tipps-regeln/checkliste-fuer-gute-kinderseiten.

Regeln vereinbaren
Wichtig ist, dass Erwachsene mit den Kindern über Risiken beim Surfen reden und gemeinsam vereinbaren, welche Online-Angebote es wie lange und wie oft nutzen darf. Diese Regeln können mit älteren Grundschulkindern auch schriftlich festgehalten werden. Gute Tools dafür finden Sie bei www.surfen-ohne-risiko.net/netzregeln und www.mediennutzungsvertrag.de.

Surfzeiten festlegen
Feste Surfzeiten sorgen dafür, dass andere Interessen nicht zu kurz kommen. Als Orientierung bei der Bildschirmzeit gilt: zehn Minuten pro Lebensjahr am Tag oder eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche. Für Kinder ab zehn Jahren bietet sich das Wochenkontingent an, das sich Kinder ähnlich wie beim Taschengeld zunehmend selbstständig einteilen können. Mehr dazu finden Interessierte unter schau-hin.info/medienzeiten.

Geräte direkt sichern
Es empfiehlt sich, über das Betriebssystem des Computers einen eigenen Account für Heranwachsende einzurichten und dort Funktionen wie die Installation von Programmen oder auch Inhalte je nach Alter einzuschränken. Auch mobile Geräte bieten Möglichkeiten, den Internetzugriff einzugrenzen. Technische Zeitlimitierung können Eltern nutzen, wenn Absprachen nicht eingehalten werden oder spätestens, wenn andere Lebensbereiche vernachlässigt werden. Schritt-für-Schritt-Anleitungen gibt es unter schau-hin.info/jugendschutziphone und schau-hin.info/jugendschutzandroid.

Daten schützen
Erwachsene sollten ihr Kind für einen sorgsamen Umgang mit persönlichen Daten sensibilisieren. Unbedacht weitergegebene Daten bei der Anmeldung für Online-Angebote oder in Gewinnspielen können zu werbezwecken verwendet oder von Fremden genutzt werden, um Kontakt zu den Kindern aufzunehmen. Generell gilt im Umgang mit persönlichen Daten wie Name, Telefon- und Mobilfunknummer, Adresse, Geburtsdatum, aber auch Bildern, Videos, Passwörtern sowie Daten in

Foto: © SCHAU HIN! Quelle: Pressemitteilung SCHAU HIN!

Wie denken Computer?

Europäisches Projekt hilft Grundschülern, diese Frage zu beantworten

Ein europäisches Konsortium aus estnischen, finnischen, griechischen und deutschen WissenschaftlerIinnen traf sich an der Hochschule Ruhr West, um das Projekt Computational Thinking and Acting (COTA) zu starten. Das Projekt untersucht, wie Kinder im Grundschulalter lernen können, auf welche Art und Weise Computer alltägliche Herausforderungen und Probleme lösen.

‚Computational Thinking‘ beschreibt Kompetenzen, die man benötigt, um Informations- und Kommunikationstechnologien zielführend für Problemlösungen einzusetzen. Das Projekt COTA hat sich zum Ziel gesetzt, diese Kompetenzen in den Schulklassen 3 bis 6 zu schulen. Damit sollen Kinder bestmöglich auf zukünftiges Arbeiten und Lernen vorbereitet werden. „Wir haben bereits vielfältige Erfahrungen, wie Kinder diese Kompetenzen sogar schon im Kindergarten erlernen können”, sagt Dr. Jan Pawlowski, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Ruhr West und Koordinator für die deutsche Projektbeteiligung. Zudem wird der Ansatz des ‚Physical Computing‘ umgesetzt. Die Idee dahinter ist, dass Kinder reale Situationen (als in der physischen Welt) erleben und entdecken und daraus Probleme am Computer lösen. Zum anderen sollen die Ergebnisse ebenfalls physisch sichtbar und erlebbar sein wie etwa mithilfe von Robotern. „Wir wollen keine Situationen schaffen, in denen Kinder nur vor dem Rechner sitzen. Die Kombination von physischen und Computer-Aktivitäten soll zur Aktivierung der Kinder führen”, so Prof. Pawlowski.

Zu diesem Zweck werden in dem Projekt nun neue Vorschläge für Curricula (Lehrpläne) entwickelt: Es werden nicht nur Vorschläge für einen klassischen Informatikunterricht entwickelt, sondern vielmehr, wie Computational Thinking in andere Fächer wie Musik, Kunst oder Sachkunde eingebunden werden kann. Dafür werden Lernszenarien und -materialien für LehrerInnen entworfen, die frei verfügbar und kostenlos nutzbar sind.

Dazu kommt der Wissenstransfer zwischen europäischen Ländern. „Wir können noch viel voneinander lernen“, so Pawlowski. „Gerade in Finnland finden wir viele erfolgreiche Beispiele, die wir auch in anderen Ländern umsetzen wollen.“ COTA wird also konkrete Lösungen für LehrerInnen und SchülerInnen entwerfen und Schulen auf die Zukunft der Digitalisierung vorbereiten.

Das Projekt „Computational Thinking and Acting“ läuft über drei Jahre.

Kontakt für interessierte Schulen:

Hochschule Ruhr West
Prof. Dr. Jan Pawlowski
Telefon: 0208 882 54 810
E-Mail: jan.pawlowski@hs-ruhrwest.de

Quelle: Pressemitteilung Hochschule Ruhr West