2018

Armutszeugnis für Kinderfreundlichkeit in Deutschland

85 Prozent fordern mehr Engagement für Kinderfreundlichkeit

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des DKHW anlässlich des Weltkindertages am 20. September 2018 zeigt einen deutlichen Handlungsauftrag für die Politik, mehr als bisher für eine kinderfreundliche Gesellschaft in Deutschland zu tun. Dabei wurden verschiedene Aspekte abgefragt: 85 Prozent der Befragten sehen es als sehr wichtig oder wichtig an, dass sich Politikerinnen und Politiker genügend um die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland kümmern. Dass sie dies tatsächlich machen, meinen nur 16 Prozent. Sehr große Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit gibt es auch bei der Unterstützung von Familien, beim Schutz von Kindern vor Gewalt, bei Fragen hinsichtlich selbstbestimmter Zeit sowie ausreichender Erholung und Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder. Außerdem sehen mehr als ein Drittel der Befragten Probleme bei der Umsetzung des Anspruchs, dass man sich in Deutschland gut um Kinder aus Flüchtlingsfamilien kümmert.

Gleichzeitig ist eine knappe Mehrheit der Befragten von 56 Prozent der Meinung, dass Deutschland alles in allem ein kinderfreundliches Land ist. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als noch vor drei Jahren. Nach dem Urteil von 39 Prozent der Befragten ist Deutschland dagegen kein kinderfreundliches Land. 

„Die Ergebnisse der Umfrage zum Weltkindertag 2018 sind ein Armutszeugnis für unser Land. Die Diskrepanz zwischen den Ansprüchen der Menschen an eine kinderfreundliche Gesellschaft und deren Verwirklichung ist teilweise erschreckend. Das gilt insbesondere für die Bekämpfung der Kinderarmut und den Schutz von Kindern vor Gewalt. Wir schaffen es aber auch nicht, unseren Kindern genug selbstbestimmte Zeit und Erholung sowie ausreichend Spiel- und Freizeitmöglichkeiten zu ermöglichen. Die Zahlen sind ein klarer Auftrag für die Politik zu handeln, damit wir uns endlich auf den Weg zu einer kinderfreundlichen Gesellschaft für alle Kinder machen, und es egal ist, woher ein Kind kommt oder ob seine Familie arm ist“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Für Kinderfreundlichkeit ist neben der Politik auch die soziale Gemeinschaft verantwortlich. Denn sie beginnt im Alltag, beim direkten und respektvollen Umgang mit Kindern. Dieser Respekt ist in unserer Gesellschaft leider an vielen Stellen nur unzureichend vorhanden. Schließung von Spielstraßen, Verwahrlosung von Kinderspielplätzen, Klagen gegen Kinderlärm oder Restaurants und Hotels, in denen Kinder keinen Zutritt haben, sind Anzeichen einer kinderentwöhnten und an manchen Stellen sogar kinderfeindlichen Gesellschaft“, so Krüger weiter.

Die Umfrageergebnisse im Einzelnen

1. Wichtigkeit verschiedener Aspekte für eine kinderfreundliche Gesellschaft

Fast alle Befragten (98 Prozent) sind der Meinung, dass der Schutz von Kindern vor Gewalt für eine kinderfreundliche Gesellschaft sehr wichtig oder wichtig ist. Jeweils 93 Prozent betrachten die Unterstützung von Familien mit Kindern (z.B. finanziell oder durch eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie) sowie ausreichende Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder als sehr wichtig oder wichtig für eine kinderfreundliche Gesellschaft. Für 87 Prozent ist selbstbestimmte Zeit und ausreichend Erholung für Kinder sehr wichtig oder wichtig und für 85 Prozent, dass sich Politikerinnen und Politiker genügend um die Bekämpfung von Kinderarmut kümmern.

Jeweils etwas mehr als drei Viertel der Befragten halten es für eine kinderfreundliche Gesellschaft für sehr wichtig oder wichtig, dass die Bedürfnisse von Kindern im Alltag (etwa in der Öffentlichkeit, im Restaurant, in der Nachbarschaft, etc.) berücksichtigt werden (79 Prozent) und dass man sich in Deutschland gut um Kinder aus Flüchtlingsfamilien kümmert (77 Prozent). Dass Kinder bei Angelegenheiten, die sie selbst betreffen, mitbestimmen dürfen, finden 60 Prozent der Befragten sehr wichtig oder wichtig.

In der Bewertung der verschiedenen Aspekte zeigen sich kaum Unterschiede zwischen Männern und Frauen, Ost- und Westdeutschen oder den verschiedenen Altersgruppen. Jüngere, unter 30-jährige Befragte halten es etwas häufiger als ältere Befragte für sehr wichtig oder wichtig, dass sich Politikerinnen und Politiker genügend um die Bekämpfung von Kinderarmut kümmern und dass man sich in Deutschland gut um Kinder aus Flüchtlingsfamilien kümmert.

Die Einschätzungen darüber, was für eine kinderfreundliche Gesellschaft wichtig ist, unterscheiden sich auch nach Parteianhängerschaft nicht wesentlich. Dass man sich in Deutschland gut um Kinder aus Flüchtlingsfamilien kümmert, ist - im Gegensatz zu den Anhängerinnen und Anhänger aller anderen Parteien - nur einer Minderheit der AfD-Anhängerinnen und -Anhänger wichtig.

2. Umsetzungsgrad verschiedener Aspekte für eine kinderfreundliche Gesellschaft

Eine Mehrheit der Befragten sieht die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern im Alltag (56 Prozent) sowie ausreichende Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder (55 Prozent) in Deutschland als sehr gut oder gut erfüllt an. Weniger als die Hälfte der Befragten hält die Punkte selbstbestimmte Zeit und ausreichend Erholung für Kinder (46 Prozent), Schutz der Kinder vor Gewalt (42 Prozent) und Kümmern um Kinder aus Flüchtlingsfamilien (42 Prozent) für sehr gut oder gut erfüllt.

Nur jeweils etwa ein Drittel meint, dass die Punkte Unterstützung von Familien mit Kindern (35 Prozent) sowie Mitbestimmung von Kindern (32 Prozent) sehr gut oder gut erfüllt sind. Dass Politikerinnen und Politiker sich genügend um die Bekämpfung von Kinderarmut kümmern, meinen nur 16 Prozent der Befragten.

Jüngere sehen es deutlich häufiger als ältere Befragte als gegeben an, dass Kinderbedürfnisse im Alltag berücksichtigt werden, dass es ausreichend Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder gibt, dass Kinder ausreichend selbstbestimmte Zeit und Erholung haben und dass Kinder vor Gewalt geschützt sind. Männer meinen häufiger als Frauen, dass Kinder in Deutschland vor Gewalt geschützt sind.

Die Anhängerinnen und Anhänger der Unionsparteien meinen häufiger als die der anderen Parteien, dass in Deutschland Kinderbedürfnisse im Alltag berücksichtigt werden, dass es ausreichend Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder gibt, dass Kinder ausreichend selbstbestimmte Zeit und Erholung haben, dass Familien mit Kindern finanziell und auch durch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt werden, dass Kinder mitbestimmen können und dass Politikerinnen und Politiker sich genügend um die Bekämpfung von Kinderarmut kümmern. Die Anhängerinnen und Anhänger der AfD meinen seltener als die der anderen Parteien, dass Kinder in Deutschland vor Gewalt geschützt werden, glauben aber deutlich häufiger, dass man sich in Deutschland gut um Kinder aus Flüchtlingsfamilien kümmert.

3. Diskrepanzen zwischen „Soll“- und „Ist“-Zustand

Alle abgefragten Aspekte werden von der großen Mehrheit der Befragten als sehr wichtig oder wichtig für eine kinderfreundliche Gesellschaft erachtet - dass sie gegenwärtig in Deutschland auch sehr gut oder gut erfüllt sind, meint jeweils ein deutlich geringerer Anteil der Befragten.

Die größten Diskrepanzen zwischen der Bedeutung der Aspekte für ein kinderfreundliches Land und ihrem wahrgenommenen Erfüllungsgrad zeigen sich bei den Punkten Bekämpfung von Kinderarmut (Diskrepanz von 69 Prozentpunkten), Unterstützung von Familien (Diskrepanz von 58 Prozentpunkten) sowie beim Schutz der Kinder vor Gewalt (Diskrepanz von 56 Prozentpunkten). Aber auch bei den Fragen hinsichtlich selbstbestimmter Zeit und ausreichender Erholung für Kinder (Diskrepanz von 41 Prozentpunkten) sowie nach ausreichenden Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder (Diskrepanz von 38 Prozentpunkten) sehen die Befragten große Defizite. Das gilt auch bei der Frage, ob man sich in Deutschland gut um Kinder aus Flüchtlingsfamilien kümmert (Diskrepanz von 35 Prozentpunkten).

4. Ist Deutschland ein kinderfreundliches Land?

Nur eine knappe Mehrheit der Befragten (56 Prozent) ist der Meinung, dass Deutschland alles in allem ein kinderfreundliches Land ist. Nach dem Urteil von 39 Prozent ist Deutschland kein kinderfreundliches Land.

Jüngere meinen häufiger als Ältere (80 zu 47 Prozent) und Westdeutsche häufiger als Ostdeutsche (58 zu 43 Prozent), dass Deutschland alles in allem ein kinderfreundliches Land ist

Während die Anhängerinnen und Anhänger der Union überdurchschnittlich häufig (68 Prozent) der Meinung sind, dass Deutschland ein kinderfreundliches Land ist, meinen die der Linkspartei und der AfD mehrheitlich, dass Deutschland kein kinderfreundliches Land ist (51 Prozent bzw. 64 Prozent).

Für die repräsentative Umfrage zum Weltkindertag 2018 wurden vom Politik- und Sozialforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes deutschlandweit 1.007 wahlberechtigte Personen ab 18 Jahren befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt zwischen bei +/- drei Prozentpunkten.

Die Welt der Enchantimals

Enchantimals - Wir halten für immer zusammen

Inspiriert von der Welt der Enchantimals, einem wundervollen Ort inmitten der Natur, sind die Enchantimals liebevolle Charaktere, die mit ihren besten Tierfreunden auf ganz besondere Weise verbunden sind – sie sind immer zusammen und sehen sich sogar ähnlich. Als Hüter des Waldes setzen sich die Enchantimals dafür ein, das Gleichgewicht und die Harmonie zwischen allen Lebewesen aufrechtzuerhalten. Dabei kommt natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Die Echantimals kümmern sich mit ganzem Herzen um andere – und bringen Herzlichkeit zu all jenen, für die sie sorgen. 

Kinder werden viel Freude daran haben, die besondere Verbindung zwischen den Freunden zum Leben zu erwecken und eine Welt zu feiern, in der Freundschaft alles möglich macht.

Die Hauptcharaktere


Felicity Fox™ & Flick™

Felicity Fox & Flick

Das Fuchsmädchen Felicity ist schnell, schlau und super neugierig auf alles. Sie ist selten still und immer bereit für ein Abenteuer. Felicity und Flick lieben es, gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen – besonders zu Orten, an denen sie noch nie waren.

Sage Skunk™ & Caper™

Sage Skunk & Caper

Der Verstand von Stinktiermädchen Sage ist so schnell wie ihre Füße. Im Lösen von Problemen ist dieses Stinktiermädchen einfach absolut spitze. Sind Sage und Caper nicht gerade dabei, an einem neuen Musikstück zu arbeiten, planen sie wahrscheinlich einen lustigen Streich.

Patter Peacock™ & Flap™

Patter Peacock & Flap

Pfauenmädchen Patter ist stolz auf ihr schickes Gefieder und ermutigt ihre Freunde gern, auch auf sich stolz zu sein. Wenn sie nervös wird, beginnt sie zu singen. Patter mag zwar nicht die beste Singstimme haben, doch gemeinsam mit Flap überzeugen ihre Lieder durch perfekte Harmonie.

Sage Skunk™ & Caper™Bree Bunny™ & Twist™

Bree Bunny & Twist

Das Hasenmädchen Bree ist die Kreativste aller Enchantimals. Sie scheint immer bis über beide Ohren in einem Projekt zu stecken. Bei neuen Erfindungen sind Bree und Twist wie Zwillingswirbelstürme voller Kreativität. Niemand hat mehr Spaß daran etwas selbst zu machen als die zwei.

Danessa Deer™ & Sprint™

Danessa Deer™ & Sprint™

Rehmädchen Danessa ist zurückhaltend und ruhig. Sie überzeugt eher durch Taten als durch Worte. Danessa und Sprint lieben es, sich Wettrennen durch den Wald zu liefern, um herauszufinden, wer von ihnen schneller ist. Normalerweise liegt immer eine mit einer Geweihlänge vorn.


Außerdem enthält das Enchantimals Mitmach-Heft ein tolles Gewinnspiel, bei dem die Kinder mit etwas Glück tolle Enchantimals Fanpakete gewinnen können.

Mal- und Rätselspaß mit den Enchantimals

Mit dem Enchantimals Mitmach-Heft mit vielen Malvorlagen und spannenden Rätseln zum Ausdrucken können wichtige Werte jetzt auch spielerisch zu Hause oder im Kindergarten vermittelt werden.

Enchantimals Gewinnspiel

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Herding Enchantimals Bettwäsche - Süße Träume jede Nacht zusammen mit den Enchantimals! Die Bettbezüge sind qualitativ hochwertig und haben ein tolles Design. Das Bettwäsche-Set besteht aus einem Bettdeckenbezug 140 x 200cm und zwei Kissenbezügen à 80 x 80cm.

Undercover Enchantimals Kindergarten Trolley - Dieser Kinder Trolley im angesagten Enchantimals Design eignet sich super für kleine Reisen oder ein Wochenende bei den Großeltern. Mit seiner Größe von ca. 36 x 26 x 10cm und einem großen Hauptfach mit einer Vortasche ist er bestens zum Transportieren von Spielzeug oder kleinem Reisegepäck geeignet. Des Weiteren ist er mit einer langen ausziehbaren Teleskopstange, 2 Rollen und 2 Standfüßen ausgestattet. Dank des gepolsterten Stoffgriffs an der Oberseite lässt er sich leicht tragen.

Undercover Enchantimals Kindertasche - Diese schöne Enchantimals Kinderhandtasche ist die optimale Tasche für den Kindergarten. Die Vorderseite der ca. 17 x 16 x 6,5cm großen Tasche zeigt ein Motiv von Enchantimals Hasenmädchen Bree. Sie verfügt über ein Hauptfach sowie einen längenverstellbaren Schultergurt.

Simba Enchantimals Plüschtier - ein kuschligen Begleiter. Die Enchantimals Plüschis sind super flauschig!


Der Enchantimals Titelsong zum mitsingen



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Damit Geheimnisse Kinder nicht erdrücken

Ein multilinguales Vorlesebuch für kleine Geheimnisträger

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Die Natur entdecken

Kinder haben Geheimnisse und müssen sie auch haben. Sie brauchen diesen Freiraum, um ihre Kreativität auszuleben und die eigene Identität zu finden. Eltern sollten respektieren, dass ihre Kinder Geheimnisse haben.

Es gibt schöne, aber auch belastende Geheimnisse. Wenn Kinder bei ihren Missetaten vor der elterlichen Reaktion Angst haben, werden sie eher nichts erzählen. Solche Schuld- und Schamgefühle belasten die Kinderseelen. Sollte sich ein Kind auffallend verändern, zurückziehen oder schlechter essen, dann ist es wichtig, dass die Eltern mit ihm sprechen.

Manchmal passieren im Leben ungeschickte Sachen oder die Dinge gehen einfach schief…

So wie bei Moira. Sie hat heute Pech. Alles fängt morgens mit ihrer Strumpfhose an. Sie zieht an einem losen Faden und es entsteht ein Loch. Moira traut sich nicht, ihrer Mama davon zu erzählen und beschließt, es geheim zu halten. Später wirft sie heimlich ihre Birne weg, weil sie die nicht mag.

Auf diese Weise sammeln sich die Geheimnisse an, von denen sie es nicht wagt, ihren Eltern zu erzählen.

Diese wunderschöne Geschichte dient als kleiner Begleiter, um den Kindern zu vermitteln: Wir sind nicht neugierig, aber wenn dich etwas bedrückt, dann solltest du es uns sagen.

Wir werden auf jeden Fall für dich da sein.

Wir hoffen, dass das Buch bei vielen Familien und Einrichtungen ein neues Zuhause findet, damit möglichst wenig Kinder mit einem Bauch voller Gemeinmisse herumlaufen müssen.

Pressestimmen:

... Das Buch ist durch die Thematik sehr gewinnbringend, denn Kinder können vieles aus Moiras Geschichte lernen. Es ist ja immer so eine Sache mit Geheimnissen. Das Buch bietet einen wunderbaren Ansatz für Gespräche über Geheimnisse. Zudem findet man die Geschichte im Buch in 7 Sprachen, da ist neben den tiefer gehenden Gesprächen auch noch der Sprachaspekt prima für Schulklassen nutzbar. (Dr. Christa D. Schäfer, Coaching Mediation Training)

Es gibt unterschiedliche Geheimnisse: Schöne, die man vor anderen geheim hält, vielleicht um sie zu überraschen. Und Unangenehme, die man für sich behält, um sich unangenehme Konsequenzen zu ersparen. Moiras Geheimnisse gehören zu letzteren.(...) Eine gute Möglichkeit, um mit Kindern ins Gespräch zu kommen und sehr gern überall empfohlen. (Andrea Wanner,  ekz.bibliotheksservice GmbH,  ID bzw. IN 2018/38)

… Pimm van Hest präsentiert mit seinem Kinderbuch eine wundervolle Geschichte, die von Moira in der Ich-Form erzählt wird. Der Autor macht damit schon den Kleinsten plausibel, dass es manchmal besser ist, sich den Eltern anzuvertrauen, wenn sie etwas „ausgefressen“ haben. Auch oder besonders in den Fällen, in denen sie wahrscheinlich Vater oder Mutter enttäuschen, ist es wichtig, sich ihnen anzuvertrauen. Denn die Geschichte macht deutlich, dass die Liebe der Eltern zu ihren Kindern weiterhin besteht, unabhängig davon, ob sie sich über den entstandenen Schaden geärgert haben. (buchaviso.de)

Bibliographie:

Pimm van Hest /Nynke Talsma

Ein Bauch voller Geheimnisse

7 Sprachen in einem Buch – Multilingual! (De., Ar., Fr., Po., Ru., Sp., Tr.)

2018, 28 S., 29,7 x 21 cm, geheftet

ab drei Jahren

ISBN 978-3-939619-64-2

€ 14,90

Zeigen was man hat – Mit dem Fachkundenachweis der Fernakademie

Machen Sie Ihre Qualifikation zu Ihrem Aushängeschild!

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Durch die Fachkundenachweise machen Sie Ihre Qualität sichtbar. Der Fernlehrgang richtet sich an Erzieher und pädagogische Fachkräfte, die ihre Kenntnisse auf einem speziellen Fachgebiet erweitern und festigen möchten. Der erfolgreiche Abschluss repräsentiert Ihr hohes Maß an Leistungsbereitschaft und Fachwissen. Die Fachkundenachweise sind staatlich geprüft und zugelassen durch die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU).

 

Das Kursangebot:

Fachkundenachweis Kita-Recht

Mit dieser Weiterbildung sind Sie auf der sicheren Seite: Der Fachkundenachweis bietet Ihnen das nötige Fachwissen rund um das Thema „Kita-Recht“, um Ihre Einrichtung sicher zu gestalten. 

Fachkundenachweis Hygiene- und Infektionsschutz

Durch diesen Fernlehrgang erhalten Sie alle grundlegenden Informationen und Anleitungen, um selbst einen Hygieneplan für Ihre Einrichtung zu erstellen, und den aktuellsten Hygienestandart nach Lebensmittelverordnung und Infektionsschutzgesetz einzuhalten.

Fachkundenachweis Sauberkeitsentwicklung

Sauberkeitserziehung ist ein wichtiges und auch brisantes Thema. In diesem Fernkurs erhalten Sie das grundlegende Fachwissen zum Thema Sauberkeitsentwicklung. Sie erhalten praktische Tipps und Hilfestellungen rund um die Sauberkeitserziehung von Kindern.

Der Weg zum Fachkundenachweis

Der Lehrgang zum Fachkundenachweis besteht aus ein bis zwei Lehrheften. Zu jedem Heft gehören Prüfungsfragen, die Sie nach dem Studieren des jeweiligen Heftes zu Hause bearbeiten und per E-Mail, Fax oder Post an die Akademie senden. Pro Heft haben Sie einen Monat Zeit zur Bearbeitung (bei durchschnittlich 6 Arbeitsstunden wöchentlich). Innerhalb von 14 Tagen erhalten Sie Auswertung und Benotung und halten schon bald Ihre neue Qualifikation in der Hand.

Worauf warten Sie? Starten Sie noch heute!

Alle Informationen finden Sie auf www.fachkundenachweis.de.

Malen- und Rätseln mit den Enchantimals

Die Enchantimals sind eine Gruppe liebevoller Charaktere, die mit ihren besten Tierfreunden auf eine ganz besondere Weise verbunden sind und mit ihnen sogar einige Eigenschaften teilen. Sie leben zusammen in einer fantastischen Welt, in der hinter jeder Ecke Spaß und Abenteuer warten! Eine Welt, in der Freundschaft alles möglich macht.

Als Hüter des Waldes setzen sich die Enchantimals dafür ein, das Gleichgewicht und die Harmonie zwischen allen Lebewesen aufrechtzuerhalten. Dabei kommt natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Die Echantimals kümmern sich mit ganzem Herzen um andere – und bringen Herzlichkeit zu all jenen, für die sie sorgen. Mit tollen Malvorlagen und spannenden Rätseln zum Ausrucken können diese Themen jetzt auch spielerisch zu Hause oder im Kindergarten vermittelt werden.



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Mit Kastanien für Motorik und Fantasie

Basteln mit allen Sinnen

Jetzt ist wieder Kastanienzeit. Und schon das Sammeln ist ein besonderes Erlebnis. Neben der Erfahrung mit der Natur, ist es die Haptik der stacheligen Schale und der glatten Früchte, die Ästhetik der Maserung, der Geruch des Laubs und der Kastanien selbst und vieles andere, das zur Suche einlädt.

Mit wenigen Materialien lassen sich dann lustige Tiere, Männchen und andere Fantasiegestalten schaffen. Das Basteln ist einfach und eignet sich deshalb auch für Kleinkinder. Aber auch für die Älteren ist die Auseinandersetzung mit den braunen Früchten spannend. Denn je mehr Geschick und Erfahrung vorhanden ist, umso filigranere und spannendere Figuren können entstehen.

© Alle Fotos: knipseline/pixelio.de

Aus unserer Sicht, sollten die Kinder möglichst frei basteln können. Deshalb möchten wir neben den Fotos keine Anleitungen bieten. Ein paar nützliche Tipps hätten wir allerdings schon.

  1. Achtung Schimmel: Kastanien können schimmeln und Schimmel verbreiten. Achten Sie also beim Sammeln darauf, dass sie keine Risse haben und sauber sind.
  1. Material: Neben den Kastanien sollten Sie Zahnstocher, Streichhölzer, Papier, Tonpapier und Pappe, Schere, Schnur, Faden, Messer, Lackstifte und Kleber bereithalten. Am besten sammeln Sie mit den Kindern auch noch Eicheln. Die lassen sich perfekt integrieren. Auch Eichelhütchen, Kastanienschalen, Blätter, kleine Äste und vieles mehr regen den Ideenreichtum an.
  1. Bohren: Das Vorbohren ist wichtig, damit die Holzstäbchen nicht brechen. Am einfachsten geht das mit einem kleinen Handbohrer. Aber auch Schaschlikstäbe aus Metall und kleine spitze Messer sind geeignet. Ja, das ist nicht ohne. Aber Sie müssen eben sehen, was Sie den Kindern zutrauen, und wo Sie unterstützen müssen.

 Soviel zu unseren Tipps. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Basteln.

Entdeckerhäuschen fördern das praktische Erleben

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Ein kleines Zuhause für Themen und Projekte

Die zauberhaften Entdeckerhäuschen sind eine dekorative Bereicherung für den Kita-Alltag. In jedem Häuschen können die Kinder einen kleinen Schatz entdecken. Aktuelle Themen, Dinge aus der Alltagswelt, Projektthemen der Gruppe oder Jahreszeiten finden ihr eigenes Zuhause und sind damit praktisch erlebbar. Durch die verschiedenen Positionen der Öffnungen ermöglichen sich immer wieder neue Blickwinkel auf das Versteckte. Zusätzlich können am beiliegenden Holzstab Dinge befestigt werden. Die Fassaden sind leicht abnehmbar und innerhalb derselben Hausgrößen kombinierbar.

Ab 18 Monate

Inhalt/Material: Pro Set 4 Häuser (2 große und 2 kleine), im Lieferumfang enthalten sind je Haus 2 Dübel und 2 Schrauben, 1 Stab. Häuser aus Birke Multiplex 2-fach lackiert, Dächer farbig gebeizt, die Fronten sind magnetisch.

Maße: Kleines Haus ca. 20 x 20 cm, großes Haus ca. 25 x 25 cm, vom Dach aus 11 cm tief.

rot, orange, gelb und lila.

Art.-Nr. 103780

133,00 € (Preise inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten)

Mit Gefühlen leben – mit Gefühlen arbeiten

Lebensraum Kindergarten

Gefühle sind ein zu uns gehörender und lebensnotwendiger Teil unseres Daseins! Sie zeigen anderen Menschen, wer und wie wir sind, was wir von ihnen halten und wie wir zu ihnen stehen. Und weil Gefühle uns „verraten“, uns als Person anderen transparent machen, uns aber auch vor allem dazu zwingen, dass wir uns mit unseren eigenen Gefühlen auseinandersetzen müssen, verbergen wir sie häufig, um uns zu schützen.

Gleichzeitig erwarten wir aber, dass einerseits unsere Kolleginnen unsere vorhandenen (aber verdeckten) Gefühle spüren, entschlüsseln und angemessen darauf reagieren, andererseits die Kinder, mit denen wir arbeiten, ihre Gefühle erleben, spüren, verbalisieren und damit umge­hen lernen. Sicherlich kommt es durch diese Widersprüche zu keinem echten, gegenseitigen Austausch; stattdessen wird es Missverständnisse geben, Konflikte tauchen auf oder die entstandenen Beziehungs­schwierigkeiten zu Kindern und Kolleginnen belasten den gesamten Arbeitsablauf.

Gefühle sind Bestandteile unserer Kommunikation

Kommunikation (im Sinne eines Informationsaustausches bzw. der Weitergabe von Informationen) geschieht ständig auf drei Ebenen, die gleichzeitig ablaufen und auf andere wirken:

  1. Ebene: Nichtsprachliche Kommunikation (zum Beispiel drücken wir durch räumliche Nähe/Distanz zum Empfänger unsere Beziehungen aus). Unsere Körperhaltung spiegelt unter anderem unseren Gefühlszustand wider; unsere Mimik und Gestik zeigt unsere gespürten Gefühle, stellt eine Rückkopplung zum anderen dar und macht unsere Einstellung zu ihm transparent; unsere Handbewegungen zeigen ebenso un­sere Gefühlszustände wie unsere Blickrichtung.
  2. Ebene: Sprachliche Kommunikation; sie dient der lnformationsvermittlung; durch sie können wir unsere Meinungen äußern, Probleme lösen, das Verhalten anderer beeinflussen (zum Beispiel durch Bitten oder Anweisungen}, Emotionen zum Ausdruck bringen oder soziale Beziehungen aufbauen, aufrecht erhalten oder abbrechen.
  3. Ebene: Nichtsprachliche Aspekte des Sprechens; sie kommen durch das „Wie-etwas-gesagt-wird“ zum Tragen; so gibt der emotionale Ton­fall von Äußerungen ebenso unseren Gefühlszustand wieder (zum Bei­spiel hohe, laute Stimme = Wut) wie die Dauer von Äußerungen (zum Beispiel Länge, Häufigkeit, Gesamtzahl).

Schon dieser kleine Ausschnitt aus dem Bereich der Sozialpsychologie mag genügen, um deutlich zu machen, dass Gefühle ständig (ob wir dies wollen oder nicht) zum Ausdruck kommen und auf andere ihren Einfluss haben. Eine Tatsache, die auch in der pädagogischen Arbeit ihre besondere Bedeutung hat und daher besonderer Berücksichtigung bedarf!

Ein Beispiel sollte hier nicht fehlen: Kinder lernen vor allem durch „Modellimitation“. Dabei sind es nicht zuletzt die Erzieherinnen, die auf Grund ihrer langen Beziehung zum Kind einen erheblichen Einfluss auf es haben. So sind es auch Einstellungen der Erzieherin, die ihre „Wirkung“ auf Kinder ausüben. Der Sozialpsychologe Argyle hat einmal über einen längeren Zeitraum untersucht, wie Einstellungen wahrgenom­men werden. Er kam zu einem wichtigen Ergebnis: „Wahrgenommene Einstellungen zu sich selbst, zu anderen Personen, Situationen oder Handlungen werden zu 7% durch verbale Äußerungen, zu 38% durch den Tonfall und zu 55% durch das Gesicht (mimischer Ausdruck) vermittelt! „Das bedeutet, dass „nichtsprachliche Kommunikation“ und „nichtsprachliche Aspekte des Sprechens“ (also vor allem Verhaltensweisen, die durch Gefühle bestimmt werden!) ausschlaggebend für wahrgenommene Einstellungen sind!

Die vier Grundgefühle des Menschen: Freude, Ärger, Angst,Trauer

Bestehende Kommunikationsketten zwischen Erzieherinnen und Kindern

Beziehungen sind vor allem dadurch definiert, dass zwei oder mehrere Personen aufeinander eingehen und reagieren. Wenn eine Erzieherin und ein Kind miteinander spielen, sprechen oder sich „nur“ anschauen, dann nimmt zunächst der eine etwas wahr, vermutet etwas, es ent­steht ein Gefühl und er reagiert zum Beispiel durch Sprache und Handlung.

Beispiel: Eine Erzieherin spielt mit Kindern „Schweineschwänzchen suchen“. Andreas schaut ängstlich zu. Die Erzieherin blickt ihn mehrere Male an.

  1. Andreas nimmt die Blicke wahr.
  2. Er vermutet darin eine Aufforderung.
  3. Ihm ist unwohl bei dem Gedanken, dass er mitspielen soll, so dass er sich
  4. umdreht und aus dem Blickfeld der Erzieherin geht.

Nun läuft bei der Erzieherin ebenfalls das Schema von Wahrnehmung, Vermutung, Gefühl und Reaktion ab:

  1. Die Erzieherin sieht, dass Andreas weggeht.
  2. Sie vermutet, dass er nicht mitspielen möchte. Das ärgert sie ein wenig, weil sie
  3. Andreas zum Spielen aktivieren und innerhalb der Gruppe integrieren möchte.
  4. Die Erzieherin löst sich kurz aus dem Spiel und sucht Andreas auf, um mit ihm zu sprechen.

Diese „Kommunikationskette“ könnte jetzt endlos fortgesetzt werden; sie zeigt aber schon im Ansatz, wie Aktionen und Reaktionen miteinander verzahnt sind.

In der Regel sind sich die Kommunikationspartner dieses  Schemas nicht bewusst. Es läuft „automatisch“ ab – wie bei einem Autofahrer, der ständig kuppelt, schaltet, bremst oder Gas gibt, ohne lange darüber nachzudenken. Würden wir nun noch einmal eine große Lupe nehmen und uns ein Kommunikationskettenglied – wie oben beschrieben – betrachten, dann ergäbe sich folgendes Bild:

  1. Kettenglied: Meine Wahrnehmung

Augen, Ohren, evtl. Geruchs- und Tastsinn nehmen Reize wahr und fassen sie als Informationen auf, die von Bedeutung sind. Diese Wahrneh­mung löst Gedanken aus, die einer Vermutung gleichkommen.

  1. Kettenglied: Meine Vermutung

Vermutungen entstehen hauptsächlich dadurch, dass sich Menschen ein Bild von dem machen wollen, was einen Einfluss auf sie haben könnte. Damit geben Vermutungen wahrgenommenen Reizen einen Sinn – sie werden Denkrastern zugeordnet und bewertet. (Beispiel: Ein Kind steht mit gesenktem Kopf alleine in einer Ecke; ich vermute, dass es traurig ist.)

  1. Kettenglied: Mein Gefühl

Wenn Wahrnehmungen gedeutet werden und Vermutungen entstehen, dann werden in unserem Körper Gefühlsprozesse ausgelöst, die zwar unser Verhalten entscheidend (!) beeinflussen, uns aber oftmals gar nicht (mehr) bewusst sind/werden. Viele Menschen (auch Erzieherinnen) haben – nicht zuletzt durch ihre Ausbildung – den Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen verlernt und verdrängt. Häufig sind es dann nur noch indirekte Gefühlsäußerungen, die zum Ausdruck gebracht werden. (Beispiel: Andreas, der mit gesenktem Kopf in der Ecke steht, ist vermutlich traurig. Indirekte Gefühlsäußerung der Erzieherin: „Anstatt sich zu beschäftigen, verhält er sich falsch, denn er tut ja nichts gegen seine Traurigkeit.“ Eine direkte Gefühlsäußerung wäre beispielsweise: „Es macht mich auch traurig, wenn ich ihn da so alleine stehen sehe“ oder „Es ärgert mich, dass er so inaktiv ist!”)

Hierzu zwei Anmerkungen:

  1. Indirekte Gefühlsäußerungen sind für andere wenig deutlich; sie führen häufig zu Missverständnissen und kaschieren eigene Gefühle.
  2. Direkte Gefühlsäußerungen sind (leider) nicht zuletzt deswegen weniger anzutreffen, weil der Sprecher glaubt, er könne den anderen verletzen; der andere könne nicht mit der Offenheit umgehen und man selbst gehe damit auch für sich ein zu großes  Risiko ein. Das Nichtäußern direkter Gefühle wird deshalb vermieden (Vermeidungsverhalten), weil angenommen wird, sie träfen zu sehr ins Schwarze (Katastrophenangst) und würden damit auch für den „Sender“ unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen.
  1. Kettenglied: Meine Reaktion

Die Kettenglieder „Wahrnehmung“, „Vermutung“ und „Gefühl“ laufen in mir – und damit für andere fast unbemerkt – ab; erst die nun folgen­de Konsequenz, die „Reaktion”, vollzieht sich offen und damit für den Kommunikationspartner erfahrbar. Meine Reaktion wird damit zur Informationsvermittlung an den anderen; dieser nimmt sie wahr, vermutet etwas, ein Gefühl und eine Reaktion entstehen...

Meine Kommunikationskette als Spiegelbild meiner Persönlichkeit und Gefühlswelt

Stellen wir uns einmal vor, die Kommunikationskette sei ein Kuchen, den es nun entsprechend der vier Anteile aufzuteilen gilt. Fragen: Welcher Anteil (Wahrnehmung, Vermutung, Gefühl, Reaktion) ist wohl am größten, welcher am kleinsten? Nehme ich bevorzugt sehr auswählend wahr (selektive Wahrnehmung); vermute ich mehr, als genau zu beobachten (Vorurteile); unterdrücke ich eher meine primären Gefühle (Ärger, Angst, Trauer, Wut, Freude) und zeige ich auch in unterschiedlichen Situationen eher gleiche Reaktionsmuster als vielmehr immer wieder neue Handlungsweisen auszuprobieren?

Vielleicht sollten Sie einmal eine noch nicht aufgeteilte Kommunikationskette aufzeichnen und so aufteilen, wie Sie glauben, dass Sie dadurch charakterisiert werden können. Achten Sie dabei vor allem einmal auf die Größe Ihres „Gefühlsanteils“.

Gefühle sind das wesentliche Element der zwischenmenschlichen Kommunikation

Eigene Gefühle beeinflussen ebenso unser Leben wie das der Menschen, mit denen wir leben und arbeiten. Gefühle sind ständig in uns und wirken auf unsere Verhaltensweisen, unsere Erlebnisinhalte und unsere Sichtweisen. Wir schaffen es nicht, Gefühle zu leugnen oder zu ignorieren – es sei denn, wir glauben, dass dies möglich ist. Dennoch holen uns unsere Gefühle ständig und immer wieder ein, sie „kommen uns plötzlich hoch” oder „machen uns fertig“.

Wie ist nun möglich, dass wir aber immer stärker beobachten können, dass Gefühle – auch in der pädagogischen Arbeit – nicht den Raum ausfüllen, der ihnen zustehen sollte? Vielleicht liegt es daran, dass wir sowohl in unserer eigenen Sozialisationsgeschichte „Elternhaus“ als auch in der „Schule“ und unserer „Arbeitsstelle“ Gefühlsäußerungen verlernt haben/verlernen mussten. Vernunft ist das, was zählt, Gefühle sind überflüssig oder gar verdächtig. Vielleicht haben wir sogar gelernt zwischen „positiven“ (Freude) und „negativen“ Gefühlen (Angst, Ärger, Trauer, Wut) zu unterscheiden. Damit wären „ungute“ Gefühle bewertet, die es zu vermeiden gelte. Was für ein Trugschluss!

Gefühle als wichtige Faktoren eigener Kompetenz

Wenn es in der Sozial- und Sonderpädagogik heißt, dass es darum geht, die Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz von Kindern zu fördern, dann halte ich es für legitim, dies auch für die Erzieherinnen selbst zu fordern. Alle drei Bereiche lassen Kinder und Erwachsene zu selbständigen, selbstbestimmenden Personen werden, die ihr Leben selbstverantwortlich innerhalb der Gemeinschaft gestalten.

Selbstkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, für sich selbst verantwortlich handeln zu können. Sozialkompetenz ist die Fähigkeit, für sozial­ gesellschaftlich und politisch bedeutsame Sach- und Sozialbereiche urteils- und handlungsfähig zu sein. Sachkompetenz beschreibt die Fähigkeit, für Sachbereiche urteils- und handlungsfähig und damit zuständig sein zu können. Sozial- und Sachkompetenz sind dabei ab­hängig von der Selbstkompetenz (!) - das bedeutet, wie wir Gefühle erkennen und erleben, Enttäuschungen verarbeiten, Manipulationsver­suche durchschauen, mit Versagungen umgehen, uneindeutige Situa­tionen ertragen, mit eigenen und fremden Aggressionen umgehen und letztendlich Gefühle leben! hre Seele ruft!

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Elementarpädagogik und Professionalität
Lebens- und Konfliktraum Kindergarten
Krenz, Armin
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548005
192 Seiten, 19,90 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Medienpädagogik in der Kindertageseinrichtung

Medienwelt der Kinder

Medienpädagogik fängt nicht erst beim Einsatz von Tablets und Beamern an. Neben den theoretischen Grundlagen der Medienpädagogik setzen Sie sich in diesem Kurs mit der Medienwelt der Kinder, den gesellschaftlichen medialen Entwicklungen und der eigenen Medienbiografie auseinander. Darauf aufbauend lernen Sie, die vielfältigen Medieneinflüsse, die auf Kinder einwirken, zu erkennen. Sie lernen Angebote durchzuführen, durch die Kinder ihre Medienerfahrungen philosophisch, musikalisch, kreativ oder in Bewegung verarbeiten können. Zudem erfahren Sie anhand von Beispielen, wie Sie Ihre medienpädagogische Arbeit dokumentieren und in Elterngesprächen und Aushängen positiv darstellen.

Termin: 13. November 2018, 08.30 - 16:15 Uhr

Kosten: pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Kindertageseinrichtungen der Stadt München: kostenfrei
Externe: 80,00 €

Ort: Pädagogisches Institut
Herrnstraße 19
80539 München

Referent: Joe Hensel

Anmeldung bis spätestens 5 Wochen vor Veranstaltungsbeginn erforderlich.
Bitte geben Sie die Kursnummer an: 74-CA1.21
Anmeldung bei: Gabriele Gabor
Tel.: (089) 233-24541
Fax: (089) 233-27803
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Mehr Inklusion von Schülern mit Lernhandicaps

Deutschlandweit geht die Exklusion zurück. Der Anteil der Schüler, die in separaten Förder-schulen lernen, nimmt demnach ab. Gingen 2008 noch 4,9 Prozent aller Kinder auf eine Förderschule, waren es 2017 nur noch 4,3 Prozent. Zudem nimmt die Spannweite zwischen den Bundesländern mit den höchsten und niedrigsten Exklusionsquoten ab: Während im Schuljahr 2008/09 die Exklusionsquote in Mecklenburg-Vorpommern noch um 5,7 Prozentpunkte höher lag als in Schleswig-Holstein, sank die Differenz im Schuljahr 2016/2017 auf 4,8 Prozentpunkte – zwischen Bremen (Exklusionsquote 1,2 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (6 Prozent). Dies ergibt eine Analyse zum Stand der Inklusion in Deutschland, die Prof. Klaus Klemm in unserem Auftrag durchgeführt hat.

Demnach besuchen insbesondere im Förderschwerpunkt Lernen in allen Bundesländern weniger Kinder Förderschulen. So sank die Exklusionsquote der Schüler mit Lernhandicaps bundesweit von 2,1 auf 1,3 Prozent. In Sachsen-Anhalt ist diese Entwicklung mit einem Rückgang um 2,6 Prozentpunkte besonders stark ausgeprägt. Deutschland findet damit Anschluss an internationale Standards: In den meisten anderen Ländern werden Kinder mit Lernschwierigkeiten schon seit langem in den Regelschulen unterrichtet. 

Bei der Inklusion sehr unterschiedliche Entwicklungen in den Bundesländern

Die Bundesländer unterscheiden sich stark im Umgang mit Förderschülern. Entgegen dem Bundestrend sind die Exklusionsquoten in Südwestdeutschland zwischen 2008 und 2017 sogar gestiegen: In Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gehen wieder mehr Kinder auf eine Förderschule. In Ostdeutschland hingegen geht die Exklusionsquote erheblich zurück. In Nordrhein-Westfalen und Hessen gab es moderate Rückgänge, im Saarland dagegen nur kleine. Besonders niedrig sind die Anteile der Schüler, die separate Förderschulen besuchen, in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und in den Stadtstaaten: Hier ist die Exklusionsquote stark gesunken, insbesondere in Bremen.

Die Chance auf Inklusion hängt allerdings nicht nur vom Wohnort ab, sondern auch vom Förderbedarf. Nur im Bereich Lernen gibt es einen bundesweiten Rückgang der Exklusion. Kinder mit dem Förderschwerpunkt Sprache besuchen zumindest  in elf Bundesländern immer häufiger eine Regelschule als früher. Für Schülerinnen und Schüler mit den Förderschwerpunkten geistige oder körperliche Entwicklung hat sich hingegen  zwischen 2008 und 2017 überall wenig verändert, bei Schülern mit sozial-emotionalen Handicaps gibt es heute sogar mehr Exklusion.

Wirksame Unterstützungssysteme für Lehrer

Mit Blick auf die grundsätzlich positive Entwicklung der vergangenen Jahre hebt Jörg Dräger die Leistung der Lehrkräfte hervor: „Die Inklusion ist vor allem durch die Aufnahme von Schülern mit Lernschwierigkeiten in die Regelschulen vorangekommen. Allerdings werden vielerorts die Lehrkräfte noch zu wenig dabei unterstützt, mit dieser steigenden Heterogenität in den Klassenzimmern umzugehen.“ Dies erkläre auch das Unbehagen gegenüber der Inklusion in vielen Lehrerzimmern. „Der Fokus muss angesichts der aktuellen Entwicklung auf den Umgang mit Schülern mit Lernhandicaps gelegt werden“, so Dräger. Hier brauchen die Schulen jetzt dringend mehr sonderpädagogische Kompetenz und Fortbildungen für die Lehrkräfte, um den unterschiedlichen Schülern besser gerecht zu werden.

Notwendig seien insbesondere wirksame Unterstützungssysteme auf Länderebene: „Länder, die bei der Inklusion weit fortgeschritten sind, haben für Lehrkräfte effektive Strukturen etabliert - wie etwa die Zentren für unterstützende Pädagogik in Bremen oder die Förderzentren Lernen in Schleswig-Holstein.“ Um die regionalen Unterschiede bei der Inklusion in Deutschland zu verringern, plädiert Dräger für bundesweit einheitliche Qualitätsstandards. Impulse dafür erhofft er sich vom geplanten nationalen Bildungsrat. Dieser könnte in Zusammenarbeit mit den Bundesändern gemeinsame Standards für die Umsetzung von Inklusion entwickeln.

Hintergrundinformation:

Die Studie von Prof. Klaus Klemm „Unterwegs zur inklusiven Schule: Lagebericht 2018 aus bildungsstatistischer Perspektive“ analysiert im Auftrag der Bertelsmann Stiftung die Entwick- lung des inklusiven Schulsystems in Deutschland zwischen dem Schuljahr 2008/09, in dem die UN-Konvention in Kraft trat, und dem Schuljahr 2016/17, für das die bislang aktuellsten Zahlen aus den Bundesländern von der Kultusministerkonferenz veröffentlicht wurden.

Die Bertelsmann Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich für Teilhabe in unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern, insbesondere im Bereich Bildung, einsetzt. Deshalb engagiert sich die Stiftung in vielfältiger Weise im Bereich schulischer Inklusion und trägt gemeinsam mit dem Beauftragten für die Belange behinderter Menschen und der Deutschen UNESCO-Kommission seit 2009 den Jakob Muth-Preis für inklusive Schule: www.jakobmuth-preis.de. Im Herbst wird der neue Jakob Muth-Preis ausgeschrieben.