Juni 2018

Leckerer Sommerobstsalat für Kita-Kinder

Im Sommer leuchtet das Obst in bunten Farben. Es gibt jetzt viele Sorten zu entdecken! Bei diesem leckeren Rezept können die Kinder richtig mitmachen. Zutaten, Zubereitung und Herkunft, Tipps und Anregungen bieten Gesprächsstoff und wichtiges Basiswissen zu unserer Ernährung. Ganz nebenbei lernen die Kinder vor allem noch eines: Dass gemeinsames Zubereiten ein großes Vergnügen für alle sein kann!

Sommerobstsalat für vier Sommerkinder

Zutaten:
250 g Erdbeeren
250 g Himbeeren
250 g Johannisbeeren
½ Zitrone
2 Esslöffel Honig

Materialien: Messer, Schneidbrettchen, Gabe,l Schüssel, Löffel

Zubereitung:

Früchte unter fließendem Wasser waschen. Danach gut abtropfen lassen. Erdbeeren zupfen oder mit dem Messer vom Stielansatz befreien. Johannisbeeren mit einer Gabel von den Stielen streichen. Himbeeren, falls es nötig ist, auch abzupfen. Alle Früchte in eine Schüssel geben. Zitrone auspressen und den Saft mit dem Honig verrühren, über die Früchte geben. Eine Stunde bei Zimmertemperatur ziehen lassen. ! Besonders beachten: Achten Sie darauf, dass die Beeren beim Waschen möglichst nicht beschädigt werden. Wird die dünne Haut verletzt, dann tritt zu viel des vitaminhaltigen Fruchtsafts aus.

Besonderer TIPP:

Wenn Sie Beeren einfrieren möchten, um diese auch im Winter nutzen zu können, dann waschen und putzen Sie die Beeren zunächst, als ob Sie sie gleich verzehren wollten. Breiten sie die Beeren auf einem Teller oder einem Tablett aus und stellen sie das Ganze dann in das Gefrierfach. Wenn die Beeren gefroren sind, füllen Sie sie in einen Gefrierbeutel um.

Variationen:

Sie können diesen Salat so variieren, wie Sie das möchten. Nehmen Sie einfach Früchte aus dem jeweiligen Angebot der Saison. Aber achten Sie darauf, dass es nicht mehr als drei verschiedene Sorten sind. Sonst lassen sich die unterschiedlichen Aromen nicht mehr unterscheiden.

Aufbewahrung der Früchte:

Beeren sollten Sie immer gleich am Einkaufstag verarbeiten oder essen, da sie sonst zu schnell verkommen oder an Geschmack und Vitaminen einbüßen. Geht es nicht anders, kann man die Beeren über Nacht in den Kühlschrank stellen, aber so, dass sie nicht zu eng aufeinander liegen, sondern viel Platz haben.

Brombeeren:

Spätere Sorten schmecken wegen der längeren Sonneneinstrahlung in der Regel süßer als frühe Sorten. Waschen Sie sie vor der Verarbeitung unter fließendem Wasser, damit sie sich nicht mit Wasser vollsaugen können. Stechen Sie dann mit einem spitzen Messer unter die Blattrose und ziehen sie diese samt Stängel heraus.

Diesen Artikel haben wir aus dem Buch von  Manon Sander mit dem Titel „Kochen und Backen mit Kindern entnommen. Das Buch ist bei Oberstebrink erschienen.

Kochen und Backen mit Kindern
Alles, was Kinder gerne essen und über Ernährung wissen sollten
Manon Sander
Oberstebrink
ISBN: 9783934333482
7,95 €

Mehr dazu auf www.oberstebrink.de



Prüfzylinder für Kleinteile

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Eine kleines Stück für die Sicherheit

Jeder weiß, wie schnell so etwas passieren kann: Ein Kleinkind verschluckt etwas, woran es zu ersticken droht. Mit einem Prüfzylinder für Kleinteile lässt sich das von vornherein verhindern. Es handelt sich dabei um ein genormtes Prüfmittel gemäß DIN EN 71-1 zur Prüfung von Spielzeugen für Kleinkinder unter drei Jahren. Passt ein Teil vollständig in den Kleinteile-Tester hinein, kann es von einem Kind verschluckt werden. 

Material: Transparenter Kunststoff, rot. Maße: Außendurchmesser ca. 4,8 cm.
Preis: 1,99 €

Minimaus entdeckt das Bad

Helmut Spanner

Für kleine Mäuse wie unsere Minimaus ist das Badezimmer ein aufregender Ort. Sie schaukelt im Waschlappen, rutscht auf der Cremedose, räkelt sich auf der Badebürste und entdeckt sich im Spiegel. Gemeinsam mit Minimaus lernen die kleinen Beobachter Gegenstände im Bad kennen und benennen. Das regt zum Sprechen und Erzählen an.

Helmut Spanner beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der Wahrnehmung von Kleinkindern und zeichnet seine Illustrationen so, dass es den Mädchen und Jungen leicht gelingt, die vertrauten Alltagsgegenstände auch im Buch zu erkennen.

Minimaus entdeckt das Bad
24 Seiten
Oberstebrink
ISBN/EAN: 9783963040047
7,95 Euro


Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen

Checkliste „Sichere Kita“

© fotolia/Chepko Danil

Gerade in Kindereinrichtungen wie Krippen, Kindergärten, Schulen und Horten ist es wichtig, dass das Personal in der Lage ist, bei einem Unfall schnell und vor allem richtig zu helfen. Deshalb bieten die Johanniter maßgeschneiderte Erste-Hilfe-Kurse speziell für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder an.

Die Kurse nach den aktuellen Vorgaben der Berufsgenossenschaften richten sich an alle Mitarbeitenden von Kindereinrichtungen und behandeln sowohl die Erste Hilfe an Kindern als auch an Erwachsenen.

Dabei vermitteln die Johanniter nicht nur theoretische Kenntnisse, vor allem üben sie mit den TeilnehmerInnen intensiv und praxisnah.

Hier finden Sie Kurse in Ihrer Nähe

Mit dieser Checkliste können Sie die Sicherheit in Ihrer Einrichtung überprüfen. Gehen Sie anhand der Liste durch Ihr Gebäude und das umgebende Gelände und finden Sie Verbesserungsmöglichkeiten – auch über die nachfolgend genannten Punkte hinaus. So schaffen Sie für die Kinder aber auch für sich selbst mehr Sicherheit im Krippe und Kita.

Hier geht’s zur Checkliste "Sichere Kita"

Wie Kinder sauber werden

© Anja Lusch

Sauberkeitserziehung war in Krippe und Kita schon immer ein wichtiges Thema. Dabei werden fast alle Kinder früher oder später auf ganz normale Weise sauber. Wenn Sie aber wissen möchten, ob Sie bei der Sauberkeitserziehung alles richtig machen und wie Sie Kinder sinnvoll begleiten können, hilft Ihnen der folgende Artikel weiter.

 

„Ich trau Dir zu, dass Du das alleine schaffst“

Mag es auch das Natürlichste der Welt sein. Bis Kinder ihr Geschäft selbstständig auf der Toilette erledigen können, ist viel Zeit und noch eine Menge Geduld nötig. Dabei geraten wir Erwachsenen leicht unter Druck. Denn die ganze Geschichte stinkt im Laufe der Jahre nicht nur mehr. Viel schwieriger ist es, mit den gut gemeinten Ratschlägen von anderen klar zu kommen. Wir hören von Kindern, die schon als Einjährige „sauber“ waren. Daneben gibt es gut gemeinte Tipps und Tricks, damit der Nachwuchs schnell keine Windel mehr braucht. Sollte ihnen im Laufe der Zeit jemand empfehlen, das Kind

  • regelmäßig auf die Toilette zu setzen, bis etwas kommt,
  • nachts zu wecken, um es aufs Töpfchen zu setzen,
  • am Abend weniger trinken zu lassen,
  • für eine nasse Hose zu bestrafen oder
  • für eine trockene Hose zu belohnen.

Gehen Sie bitte darüber hinweg. Im besten Fall erreichen Sie mit diesen Methoden nichts. In allen anderen Fällen überfordern Sie das Kind. Das Ergebnis ist nichts Gutes.

Denn damit Kinder Darm und Blase erfolgreich kontrollieren können, müssen alle an Ausscheidungs-Funktionen beteiligten anatomischen Strukturen intakt sein. Zudem müssen die zur Steuerung notwendigen Nervenbahnen vollständig ausreifen. Dabei geht es um höchst komplizierte Vorgänge, die einige Jahre Entwicklungszeit brauchen.

Schauen wir uns doch mal die Entwicklungsstufen an. In ihrem Buch, „Wie Kinder richtig sauber werden“, unterscheidet die Verhaltensbiologin und Kindheitsforscherin Dr. Gabriele Haug Schnabel vier Schritte, bis ein Kind nicht mehr einkotet.

  1. Schritt: Das Kind nimmt wahr, dass sich sein Bauch ein- oder zweimal am Tag anders als sonst anfühlt. Er drückt und manchmal rumort er. „Wichtig für diese Entwicklungsstufe ist, dass die kindliche Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Körpergefühl gerichtet ist, das bald vertraut ist“, schreibt Haug-Schnabel.
  1. Schritt: Das Kind kotet bewusst ein. In dieser Phase können Sie auch gut erkennen, dass das Kind das Gefühl wieder erkennt und richtig zuordnet. Es unterbricht seine Aktivitäten und zieht sich an ein abgeschiedenes Plätzchen zurück oder macht es sich sonst wie bequem. Nun kann das Geschehen in aller Ruhe in die Windel gehen.
  1. Schritt: Wenn das Kind soweit ist, das mitzuteilen, was gerade passiert ist „Stinker macht!“, ist der dritte Schritt, die „Meldung im Nachhinein“, geschafft. Wichtig ist, positiv zu reagieren: „Hast Du es gemerkt? Prima! Dann gehen wir schnell die Windel wechseln.“
  1. Schritt: Nach einiger Zeit kann das Kind den Stuhlgang ankündigenden „Empfindungen“ melden und passend „bearbeiten“, so dass die Chance besteht, noch rechtzeitig mit nacktem Po aufs Töpfchen zu kommen.

Über 90 Prozent aller Kinder schaffen das bis sie drei Jahre alt sind.

Deutlich komplizierter ist dagegen die Blasenkontrolle. Das liegt vor allem daran, dass das kleine Geschäft viel häufiger am Tag und mit weniger Regelmäßigkeit anfällt als das große. Es verlangt mehr Aufmerksamkeit. Die Blase perfekt zu beherrschen, kann vier bis fünf Jahre dauern. Mehr Komplexität verlangt auch mehr Entwicklungsschritte. Haug-Schnabel unterscheidet sieben:

  1. Schritt: Das Kind erkennt die Signale im Blasenbereich.
  2. Schritt: Es meldet das kleine Geschäft im Nachhinein.
  3. Schritt: Das Kind zeigt deutlich, dass es den Harndrang spürt (trippeln, Beine zusammenpressen ...) und versucht die Harnabgabe hinauszuzögern. Die richtige Reaktion wäre hier, auf das Kind zuzugehen und zu sagen: „Ich glaube, Du musst Pipi. Komm, wir versuchen mal, ob es ins Töpfchen plätschert.“ Aber nur vorschlagen, nicht erzwingen.
  4. Schritt: Aufs Töpfchen oder zur Toilette gehen, wenn das Kind Harndrang verspürt. In dieser Phase können oftmals Probleme entstehen. Denn das Kind muss erst lernen, Vertrauen zu haben ins Töpfchen oder in die Toilette.
  5. Schritt: Harn abgeben, wenn die Blase noch nicht voll ist.
  6. und 7. Schritt: Aufschieben, wenn die Blase voll ist und nachts aufwachen, wenn der Harndrang da ist.

Auf diesem Weg können Sie Kinder nur positiv begleiten. Sie haben keine Chance, etwas zu beschleunigen. Dennoch lernen Kinder von Ihnen durch Beobachtung, wann es Zeit ist zur Toilette zu gehen, wie viel Zeit es vorher einkalkulieren muss damit es noch rechtzeitig klappt, wo und wie es den passenden Ort findet – und was es dort machen muss. Seien Sie also an der Seite des Kindes, aber drängen sie es nie. Es wird immer wieder Fortschritte, aber auch oftmals Rückschläge geben, etwa wenn das Kind im Spieleifer in die Hose pinkelt. Für das Kind ist die Geschichte ohnehin dann erst geschafft, wenn es allein auf die Toilette gehen darf und dort selbstständig zurecht kommt. Haug-Schnabel schreibt dazu: „Ich trau Dir zu, dass Du das alleine schaffst. Erst dieser Satz macht Kinder wirklich stolz.“

(Gernot Körner)

Buchtipp:

Wie Kinder sauber werden können
Was Sie als Eltern wissen müssen, damit das Sauberwerden klappt
Haug-Schnabel, Gabriele
Oberstebrink
ISBN: 9783934333116
208 Seiten
17,80 €

Pikosch® Wegmachpulver

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Hilft sofort und unkompliziert

Pikosch ist die Soforthilfe zum schnellen und einfachen Entfernen von geruchsintensiven Ausscheidungen wie Erbrochenem, Urin, Kot. Das Pulver saugt wässrige Flüssigkeiten auf, ist frei von Farb-, Bleich- und Desinfektionszusätzen sowie von Gefahrstoffen und allergenen Duftstoffen und auch für empfindliche Oberflächen geeignet. Es ist leicht zu entsorgen, da es nach dem Aufsaugen der Ausscheidungen zu einem Granulat wird, das leicht aufgekehrt werden kann. 
Inhalt: 375 g.

Einzeln: 29,90
Im Sechserpack: 149,00

Hygieneleitfaden für die Kindertagesbetreuung

Praktische Tipps für die Arbeit mit Kindern

Hygiene ist ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitserziehung in der Kita. Erst wenn sie im pädagogischen Konzept der Einrichtung fest integriert ist, kann sie nachhaltig wirksam und erfolgreich sein.

Das Handbuch zu allen Fragen der Hygiene in der Kindertagesbetreuung bietet praktische Tipps für die Arbeit mit Kindern. Sie finden Informationen zu den vorbeugenden Maßnahmen. Der Hygieneleitfaden eignet sich aber auch als Nachschlagewerk,

Da Krankheitserreger unsichtbar sind, ist es wichtig, sich gegenseitig immer wieder zu motivieren, die wissenschaftlich fundierten und im Hygieneplan dokumentierten Maßnahmen konsequent anzuwenden.

Das vorliegende Handbuch soll Ihnen Nutzen für Ihre praktische Arbeit bringen. Sie finden Informationen zu den vorbeugenden Maßnahmen, der Hygieneleitfaden eignet sich aber auch als Nachschlagewerk, wenn Sie in einer aktuellen Situation etwas gezielt suchen

Ein Handbuch mit fast 400 Literaturzitaten und Verweisen auf weiterführende Informationsquellen zu allen Fragen der Hygiene in der Kindertagesbetreuung, gegliedert in:

  • Wissensteil zu den Themen (auch zum Nachschlagen)
  • Grundlagen der Hygiene
  • Hygieneerfordernisse nach Räumen/ Bereichen
  • Bauhygiene für die Planung von Neu- und Umbauten
  • Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in der Kindertagesbetreuung
  • Arbeitshilfen zur Erstellung des einrichtungsspezifischen Hygieneplans in Tabellenform mit Vordrucken für den Alltag
  • Informationsblätter zu 34 relevanten Infektionskrankheiten

Hygieneleitfaden als PDF

Ringen um saubere Schultoiletten für alle

Praktische Tipps auf www.hygiene-tipps-fuer-kids.de

Viele Schultoiletten sind so verschmutzt, dass die Kinder sich den Gang verkneifen oder in der Schule nichts trinken. Einige Kinder wissen nicht, wie sie eine Toilette richtig benutzen sollen. Das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn möchte mit der Initiative "Hygiene-Tipps für Kids" grundlegende, wissenschaftlich fundierte Verhaltensregeln einführen, um Infektionskrankheiten im direkten Umfeld der Kinder zu vermeiden. Auf der Webseite www.hygiene-tipps-fuer-kids.de hat es zahlreiche praktische Tipps für den Alltag zusammengestellt, darunter ein „Kleines Klobüchlein“ für Kinder als PDF zum download auf Arabisch/Deutsch und Farsi/Deutsch

Bonner Institut für Hygiene und Öffentliche möchte die Zustände verbessern

Täglich sterben 14 Personen in der Europäischen Region der WHO an Durchfallerkrankungen durch schlechte Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene. Um diese Zustände zu verbessern arbeitet das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn mit der WHO zusammen. In vielen Ländern haben Schüler keinen Zugang zu sauberen Toiletten. So halten Schüler die Schultoiletten für inakzeptabel und berichten häufig, dass sie diese nicht benutzen. „Toilettenvermeidung und Unzufriedenheit unter Schülern ist in der gesamten Europa-Region üblich. Die Schüler beschweren sich über mangelhafte Privatsphäre, Aufsicht, Bauzustand und Sauberkeit, es fehlt Seife und Toilettenpapier. Dazu kommen Schikane und peinliche Situationen, wenn Schüler um Erlaubnis für den Toilettenbesuch fragen müssen. Gesetze und Standards sind oft bereits vorhanden, aber es hängt an der Umsetzung. Wichtig sind regelmäßige Kontrollen. Dann gilt es die Mängel zu beseitigen. Quelle: Pressemitteilung Uni Bonn.

„Kleines Klobüchlein“ für Kinder

Für Kinder, die nicht wissen, wie sie eine Toilette benutzen sollen, hat das Institut eine Broschüre veröffentlicht, die anschaulich mit vielen Bildern erklärt, wie Kinder das Geschäft sauber verrichten können.

Toiletten-Tipps für Kids

Arabisch/Deutsch (PDF)

Farsi/Deutsch (PDF)

Hilfe, meine Kinder streiten

Wie Geschwister lernen, einander zu respektieren

© fotolia/Marcel Mooij

Manchmal hat das Familienleben etwas Herzzerreißendes. Silja ist drei Jahre alt, ihre ältere Schwester Rebekka gerade sechs. Beide sitzen am Küchentisch und essen. Silja versucht die Aufmerksamkeit ihrer Schwester zu erregen, indem sie laut zu singen beginnt. Rebekka ist ohnehin schon sauer. „Hör auf, Du nervst!“, herrscht sie die kleine Schwester an, die völlig aus der Fassung gerät und schluchzend ruft: „Aber ich will dich doch gar nicht nerven. Ich will doch nur so sein wie du.“

Fluch und Segen von Geschwisterbeziehungen beschäftigen die Menschheit seit Jahrtausenden. Ideale Geschwister, wie Kastor und Pollux, die füreinander bedingungslos einstehen, kannte schon die griechische Mythologie. Die Brüder Grimm, Wright oder Mann haben Enormes geleistet. Seit Kain und Abel wissen wir aber auch, wie schief so manche Geschwisterbeziehung laufen kann. Und nur selten fördern die kindlichen Kabbeleien den Lebenserfolg so nachhaltig wie bei den Klitschkos.

Manche Eltern wissen wahre Horrorgeschichten von den Streitigkeiten ihrer Kinder zu erzählen. Blaue Flecken, Kratzer und manchmal ein ausgeschlagener Zahn sind keine Seltenheit. Warum wünschen sich so viele dennoch mehr als ein Kind oder sogar einen reichen Kindersegen? Sicher sind wir nicht von Hanni und Nanni paralysiert.

Prof. Dr. Dr. Hartmut Kasten, Frühpädagoge und Familienforscher am Staatsinstitut für Frühpädagogik in München, bringt es auf den Punkt: „Geschwister erleben Tag für Tag ein Wechselbad der Gefühle: Neid auf den anderen, Enttäuschung, Angst vor Verlust und Versagen – aber auch die Sicherheit von Zusammengehörigkeit und gegenseitigem Vertrauen.“ Zwar hat er auch die Nachteile des Geschwisterlebens analysiert, weiß aber, dass in aller Regel die positiven Seiten überwiegen. „Einen Bruder oder eine Schwester zu haben, bedeutet für jedes Kind in erster Linie einen Gewinn an Sicherheit, Zusammengehörigkeitsgefühl, Vertrauen, Erfahrung im Umgang miteinander und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten, den Einzelkinder nicht erleben.“ Blut ist eben doch dicker als Wasser, wie der Volksmund sagt.

Geschwister prägen ein Leben lang

„Geschwisterkinder ahnen nicht, wie mühsam es ist, immer sozialkompetent zu sein, denn das ist die Voraussetzung für Einzelkinder, um Mitspieler zu bekommen, die ja nicht automatisch mit im Zimmer oder im Garten sind,“ berichtet die Verhaltensbiologin und Inhaberin der selbstständigen Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen PD Dr. Gabriele Haug-Schnabel aus ihrer täglichen Arbeit. Auch als Mutter zweier Kinder erklärt sie: „Wer Geschwister hat, weiß, dass mit Geschwistern beglückende und vernichtende Erfahrungen gemacht werden können. Geschwister können als Schutzfaktoren im eigenen Entwicklungsverlauf wirken – sie können aber auch Risikofaktoren sein, die weit über den Auszug aus dem Elternhaus hinaus Einfluss auf das eigene Leben nehmen. Das haben Geschwisterkinder erlebt und Geschwisterforscher detailliert untersucht.“

Was die Forscher zudem entdeckt haben: Den Eltern kommt die größte Bedeutung zu, wenn es um die Geschwisterbeziehung geht. Wir prägen mit unserem Vorbild und beeinflussen mit unserem Verhalten das Verhältnis unserer Kinder. Insofern können wir viel zum Gelingen beitragen.

Aus der Sicht des Kindes

Als Ausgangspunkt rät Prof. Kasten: „Wichtig ist, dass Sie immer wieder versuchen, die Dinge einmal aus der Sicht Ihrer Kinder zu betrachten: Wie ist das zum Bespiel für ein Kind, wenn sich ein zweites Baby ankündigt und man plötzlich nicht mehr die Hauptrolle in der Familie spielt? Auf einmal soll man der große, vernünftige Bruder sein. Wie hätten Sie an seiner Stelle reagiert?“

Für viele erstgeborene Kinder wächst sich die Entthronung durch ein neues Geschwisterchen zum echten Trauma aus. Monika Schloß erzählt in ihrem Buch „Wie Geschwister Freunde werden“ eine rührende Geschichte dazu: „Eines Tages nimmt die Mutter ihren kleinen Sohn auf den Schoß und sagt: ,Schätzchen, Papi und Mami haben eine große Überraschung für dich. Bald bekommst du ein Geschwisterchen. Jetzt sag’ mal: Was möchtest du lieber haben – ein Brüderchen oder ein Schwesterchen?’ Worauf der Kleine lakonisch antwortet: ,Einen Hund!’“

Vielleicht will der kleine Junge tatsächlich einen Hund. Wahrscheinlich wäre zudem, dass er von der Furcht getrieben ist, die Liebe und Aufmerksamkeit seiner Eltern künftig teilen zu müssen. Schon neun Monate alte Babys wissen, dass sie mit ihrem Verhalten Aufmerksamkeit auf sich lenken können. Sie lernen zu lächeln und zu brabbeln. Gleichzeitig bemerken sie, wenn andere Kinder sich entsprechend verhalten und entwickeln Konkurrenzgefühl und Eifersucht.

Wenn das zweite Kind kommt

Leider lassen sich diese Gefühle auf Dauer kaum vermeiden. Dennoch können wir einiges tun, damit sie nicht zu stark auftreten. Wenn ein Baby unterwegs ist, neigen viele Eltern dazu, sich auf die Schwangerschaft und das Neugeborene zu konzentrieren. Dabei braucht gerade jetzt das ältere Kind besondere Beachtung.

Binden Sie deshalb das Kind dauerhaft mit ein. Bringen Sie das Thema immer wieder zur Sprache, damit es sich daran gewöhnen kann. Dabei dürfen Sie ruhig darüber reden, dass Schwangerschaft anstrengend ist und so manche Gereiztheit ihre Ursache darin hat. Ihr Kind versteht dann, warum Sie manchmal anders reagieren als bisher. Richten Sie mit ihm gemeinsam das Kinderzimmer ein, beteiligen Sie es an der Namensfindung, nehmen Sie es mit zur Ultraschalluntersuchung und unternehmen Sie viel gemeinsam, damit ihr Kind nicht den Eindruck hat, dass es zu kurz kommt.

„Schick das Baby doch zurück“

Bei so einer Vorbereitung kann Ihr Kind eine Menge Angstgefühle abbauen und freut sich vielleicht auf das Geschwisterchen.

Nun kann es natürlich ganz anders kommen und ihr Kind ist verzweifelt nachdem gerade das neue Geschwisterchen im Haus ist. Es versteht nicht, wie Sie dieses schreiende, runzlige Etwas lieb haben können. Dass das Baby alles darf. In die Windeln machen, nachts die Eltern aufwecken – während es selbst gar nichts mehr darf.

„Niemand hat mich mehr lieb!“, könnte das Gefühl Ihres Kindes beschreiben. Es wird jetzt vermutlich alles versuchen, um Ihre Aufmerksamkeit zurück zu bekommen. Ihr Kind leidet. Seien Sie deshalb bitte nicht schockiert, wenn es sagt „Schick, das Baby doch zurück!“ Ihr Kind ist nicht böse, sondern nur verzweifelt. Lassen Sie es seine Wut artikulieren. Nehmen Sie sich Zeit. Erklären Sie, dass Sie das Kleine nicht zurückgeben können. „Ich habe das Kleine genauso lieb wie dich. Und dich würde ich auch niemals hergeben.“

Kampf um Liebe und Anerkennung

Geschwister wetteifern um die Liebe und Anerkennung ihrer Eltern. Zwar lässt es sich nicht ändern, einen Bruder oder eine Schwester zu haben. Das bedeutet aber nicht, dass Kinder dies kampflos akzeptieren. Deshalb kommt es oftmals zum Streit.

Je nach Geschwisterfolge können Eltern auf ganz unterschiedliche Herausforderungen stoßen. Und auch hier ist es wichtig, Verständnis für die Situation des Kindes aufzubringen. Die Situation des ältesten haben wir uns schon angesehen. Schloß stellt etwa noch die Situation des „Sandwich-Kindes“ und des „Nesthäkchens“ heraus. Sandwich-Kinder stehen zwischen dem Ältesten und dem Jüngsten. Oftmals bekommen die beiden anderen mehr Beachtung – oder das mittlere Kind empfindet das so. Für mehr Anerkennung entwickelt sich deshalb so manches Kind zum Clown, Tollpatsch oder Rebellen. Dabei gibt es auch Vorteile, das Mittlere zu sein. Weil es nicht so sehr im Fokus steht, kann es sich bereits früh entfalten, wird schneller selbstständig und setzt leichter seine Ideen um. Mittlere Kinder orientieren sich gerne an den älteren. Deshalb entwickeln Sandwich-Kinder oft ein gutes Gespür für Diplomatie, können leichter Kompromisse schließen und vermitteln. Eltern sollten sich deshalb bewusst intensiv mit ihm beschäftigen. Denn das Kind hat viele Eigenschaften, die es zu fördern gilt.

Das jüngste Kind nimmt dagegen immer eine Sonderstellung in der Familie ein. Es muss erst mal lernen, sich gegen die Älteren durchzusetzen – mal mit Bitten, mal mit Charme, mal mit Schmeicheln und mal mit Nerven und Gebrüll. Weil das Jüngste meist ein Leben lang den „Babybonus“ hat, bekommt es von den Eltern oft den größten Handlungsspielraum. Hier sind klare Grenzen notwendig. Andererseits müssen die Jüngsten erfahren, dass es sich lohnt, sich anzustrengen, auch wenn die Älteren immer voraus sind. Oftmals suchen sie sich ein Spezialgebiet, in dem sie die anderen überflügeln können. Dafür und für die Entwicklung zur Selbstständigkeit, brauchen die Kinder genügend Freiraum. Dabei sind Grenzen und Freiraum kein Widerspruch. Kasten zitiert dazu ein altes Sprichwort: „Kleinen Kindern müssen wir helfen, Wurzeln zu fassen. Großen Kindern müssen wir Flügel schenken.“

Vom Wert der Familie

Wie sich Geschwister entwickeln und gegenseitig prägen, lässt sich nie vorherbestimmen. Als Eltern erreichen wir am meisten durch unser Vorbild, durch das Verständnis für die Situation und entsprechendes Handeln und durch das Fördern familiärer Werte und Eigenschaften wie Solidarität, Vertrauen und Geborgenheit.

Daraus entstehen dann jene positiven Beispiele: Statt miteinander zu konkurrieren, solidarisieren sich Kinder miteinander, spielen zusammen und sind wirklich ein Herz und eine Seele. Dieses Verhalten lässt sich aber nicht erzwingen. Schloß nimmt in ihrem Buch Geschwisterbeziehungen aus etlichen Blickwinkeln unter die Lupe und gibt wertvolle Hinweise, wie sich die Kinder positiv führen lassen.

„Natürlich hängt auch viel von den Eltern ab“, erklärt sie. „Wenn die darauf achten, kein Kind dem anderen vorzuziehen, lässt sich aufkeimende Rivalität leichter vermeiden.“

Jedes Kind ist anders

Möglich dass Sie an dieser Stelle einwenden, dass es gar nicht so einfach ist, kein Kind dem anderen vorzuziehen. Schließlich sind ja auch die Kinder völlig unterschiedlich. Doch genau darin liegt die Lösung.

Natürlich sind sie das. Deshalb ist eine völlige Gleichbehandlung auch nicht möglich. Jedes Kind hat aber seine eigenen Stärken. Ist das eine sportlich, hat das andere vielleicht mehr ein Gefühl für Musik. Schloß empfiehlt deshalb folgendes:

  • Stellen Sie die Stärken des jeweiligen Kindes heraus.
  • Tadeln Sie möglichst kein Kind für seine Leistungen im Beisein der anderen. Am besten tadeln Sie überhaupt keine Leistungen, sondern fördern die Stärken ihrer Kinder.
  • Stellen Sie keines Ihrer Kinder einem anderen als Vorbild dar. Das schafft nur Unmut.
  • Hören Sie zu, statt zu schimpfen.
  • Greifen Sie bei Streitereien ein, ohne Partei zu nehmen.
  • Geben Sie allen eine Chance und lassen Sie möglichst die Kinder ihre Auseinandersetzungen miteinander lösen.

Dabei müssen Sie sich auch nicht schämen, wenn Sie sich innerlich einem Kind näher fühlen als einem anderen. Das ist natürlich. Wichtig ist nur, dass Sie diese Vorliebe nicht nach außen kehren. Schließlich ist jedes Kind etwas Besonderes. So schlägt Schloß etwa auf die viel gefürchtete Frage „Mami, wen hast Du am liebsten?“ folgende Antwort vor: „Lieb hab ich Euch alle gleich. Aber jeden von Euch lieb’ ich aus anderen Gründen besonders.“ Denn jedes Kind will etwas Besonderes sein und nicht genau so wie die anderen Kinder. Dies ist gleichzeitig der beste Weg zur Entwicklung des eigenen Selbstbewusstseins und zu einer glücklichen Geschwisterbeziehung.

10 Regeln wenn es kracht

  1. Spielen Sie bei Streitereien unter den Geschwistern nie den Richter, der zwischen Schuldig und Nicht-Schuldig entscheidet.
  2. Bestrafen Sie niemals ein Kind allein. Damit verschärfen Sie den Konflikt und das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden.
  3. Bleiben Sie ruhig – wer brüllt hat Unrecht.
  4. Suchen Sie nach der Ursache für den Streit.
  5. Stellen Sie fest, warum sich Ihre Kinder genau so verhalten.
  6. Helfen Sie, eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden.
  7. Lassen Sie Ihre Kinder eine Weile allein, damit sich der Zorn legen kann. Reden Sie anschließend ruhig miteinander.
  8. Setzen Sie auf Ihre natürliche Autorität. Kinder brauchen eine Respektsperson, an der sie sich orientieren können.
  9. Schaffen Sie ein Ventil zum Abreagieren. Ein Punchingball wirkt manchmal Wunder.
  10. Lassen Sie zu, dass Ihre Kinder Aggressionen aktiv abbauen. Von der Kissenschlacht über Wutgebrüll bis zum Wettlauf ist alles angebracht, das Adrenalin abbaut.

Buchtipp:

Monika Schloß (Hrsg.):
Wie Geschwister Freunde werden
So helfen Sie Ihren kleinen Rivalen, sich zu verstehen und zu vertragen
Hardcover
207 Seiten
ISBN: 978-3-934333-26-0
14,95 €

 


Wie sich Geschwister positiv führen lassen, dass sie harmonisch miteinander leben und gegenseitig voneinander profitieren, darauf gibt Schloß wertvolle praktische Lösungsvorschläge und Anregungen.

 

Adele Faber/Elaine Mazlish:
Hilfe, meine Kinder streiten
Wie Sie Kindern helfen, einander zu respektieren.
Klappenbroschur
240 Seiten
ISBN 978-3-96304-011-5
19,95 €


Anhand zahlreicher anschaulicher Fallbeispiele und Comics erklären die Autorinnen, wie sich Sie durch einfache Gesprächs- und Umgangsregeln Rivalitäten zwischen den Kindern abbauen können. Zudem erläutern sie, wie Kinder lernen, unangenehme Gefühle auszudrücken, ohne handgreiflich oder beleidigend zu sein und was Bezugspersonen dazu tun können, die Motivation und das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken.

Hilfe zur Organisationsentwicklung von Kitas

Handbuch kostenlos anfordern oder downloaden

Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen aus Heidelberg haben die Hildesheimer Erziehungswissenschaftlerinnen Professorin Carola Iller und Cindy Mieth in den vergangenen zwei Jahren den Alltag in Kindergärten untersucht. In einem Handbuch bereiten sie die Forschungsergebnisse auf und dokumentieren, wie Veränderungsprozesse in der Kita angestoßen werden können.

Das jetzt erschienene Handbuch „Organisationsentwicklung in Kitas – Beispiele gelungener Praxis“ soll Fachkräften und Leitungsteams erstmals konkrete Ansätze und neue Impulse zur eigenen Weiterentwicklung bündeln.

Im Unterschied zu Schule, Hochschule und Weiterbildung existieren im frühpädagogischen Bereich kaum Konzepte, die den Einrichtungen bei einer systematischen Weiterentwicklung ihrer Organisation helfen. „Bislang konzentrieren sich die bestehenden Angebote darauf, pädagogische Fachkräfte und das Leitungspersonal weiter zu qualifizieren und zu professionalisieren. Dabei wird übersehen, dass sämtliche Anstrengungen auch Auswirkungen auf die Organisation insgesamt haben“, sagt Cindy Mieth, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Hildesheim. „Das Handbuch soll mit praxisnahen Beispielen Mut machen, bewährte Ideen selbst aufzugreifen.“

Fallstudien in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen

Für das Handbuch haben die Wissenschaftlerinnen an elf Einrichtungen Fallstudien durchgeführt. Die Einrichtungen wurden ausgewählt, weil sie mit guten Lösungen bekannt geworden sind und zugleich die Bandbreite der Kita-Praxis repräsentieren. Anhand vier zentraler Arbeitsfelder – „Partizipation und Elternbeteiligung“, „Leitung“, „Personal“ und „Wachstum“ – liefert das Handbuch Materialien und Fallbeispiele, die in Fortbildungen, Teamsitzungen oder anderen Entwicklungskontexten benutzt werden können.

Das Buch ist im Universitätsverlag Hildesheim erschienen und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Das Handbuch [hier geht's zum Handbuch] richtet sich an Personen, die Organisationsentwicklungsprozesse in Kitas anstoßen und begleiten sowie an alle in der Aus- und Weitbildung tätigen Fachkräfte.

Die Idee zum Handbuch hat Carola Iller, Professorin für Weiterbildung an der Universität in Hildesheim, entwickelt. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Cindy Mieth hat in den vergangenen Monaten Interviews mit Kitaleitungen in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen geführt und in sechs Kindergärten hospitiert. Außerdem wurden Interviews mit Trägerverantwortlichen in Berlin und Nordrhein-Westfalen und einer Fachberatin aus Niedersachsen durchgeführt. Weitere Einrichtungen wurden von der Uni Heidelberg befragt.

„Organisationsentwicklung meint die bewusste und planvolle (Weiter-)Entwicklung der Abläufe, Regeln, Ressourcen und des Selbstverständnisses einer Organisation (zum Beispiel der Kindertageseinrichtung).“ (aus dem Glossar des Handbuches)

Die vier Kapitel des Buches thematisieren wichtige Herausforderungen, vor denen Kitas stehen, etwa die Partizipation und Elternbeteiligung, das Kita-Management, die Personalentwicklung und Fachkräftebindung in Zeiten von Fachkräftemangel und Personalfluktuation sowie das Wachstum und Ausbauprozesse im Bereich der unter Dreijährigen. „Bei all den Veränderungen und Anforderungen, die an die Kitas gestellt werden, sollten die Auswirkungen auf die Organisation mitgedacht, im besten Fall sollte die Organisation planvoll weiterentwickelt werden“, so Mieth.