April 2018

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Was wir tun sollten, damit sich Kinder gut entwickeln

Von Aufmerksamkeit, Achtung und der richtigen Umgebung

Foto: StefanieB./fotolia.de

Wer mit Kindern lebt bzw. arbeitet, unabhängig davon, ob es nun die eigenen oder einem beruflich anvertraute Kinder sind, ist auf ganz unter schiedliche Weise von ihnen berührt. Auf der einen Seite stecken Kinder voll Fantasie und Kreativität, sind neugierig und spontan, lebendig und mit großem Engagement bemüht, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Auf der anderen Seite sind sie aufgrund von Erlebnissen und Erfahrungen, die ihr „Kindsein“ erschweren, manchmal auch voll Traurigkeit. Trennungserlebnisse, Ohnmachtsgefühle und die Erfahrung, manchen Situationen hilflos ausgeliefert zu sein, drücken unweigerlich ihren Stempel in die Kinderseele und tragen dazu bei, dass Kinder tief verletzt sind oder resigniert die Augen vor der Zukunft verschließen. Kindsein kann schön sein, Kindsein kann auch schwer sein.

Kein Kind ist von sich aus böse, vielmehr sind es eigene Gewalterfahrungen, die manche Kinder dazu bringen, andere zu verletzen, getreu dem Motto „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Kein Kind ist von sich aus aggressiv, vielmehr sind es Erlebnisse, die Kinder über- beziehungsweise unterfordern. Kein Kind ist von sich aus ängstlich, vielmehr gibt es zurückliegende Eindrücke, die nun in der Angst ihren Ausdruck finden. Kinder wollen selbst werden, ihre eigene und die um sie herum existente Welt erschließen. Sie möchten sich aus der Welt der Abhängigkeiten in eine Dimension der Unabhängigkeit bringen. Sie sind auf der Suche nach Welterfahrung und wünschen nichts sehnlicher, als sich selbst zu konstruieren. Dazu brauchen sie ein Umfeld, das ihnen hilft und es ihnen ermöglicht, diese elementaren Erfahrungen machen zu können. Dabei spielt der Kindergarten – der Garten für Kinder – eine ganz besondere Rolle im Entwicklungsprozess der ersten sieben Lebensjahre. Neben der familialen Pädagogik prägen diese Einrichtungen die Kinder durch Methodik/Didaktik, besondere Merkmale der ErzieherInnen, die Raumgestaltung (Innen- und Außenräume), die erlebte Umgangs- und Kommunikationskultur sowie durch ihre gesamte Atmosphäre. Das Kind erlebt sich hier täglich in ungezählten Situationen als Subjekt oder Objekt, erfährt Wertschätzung oder Geringschätzung, Freude oder Trauer, Glück oder Unglück, Respekt oder Respektlosigkeit, Annahme oder Ablehnung, Entwicklungsanregungen von wirklicher Bedeutung oder Entwicklungsblockaden aufgrund langweiliger Tagesabläufe und Gestaltungsschablonen. In den letzten Jahrzehnten der Kindergartenpädagogik sind viele Forderungen an ihre Gestaltung formuliert worden. Sei es durch das „Berufsbild der ErzieherIn“, die wegweisenden Aussagen im „Kinder- und Jugendhilfegesetz“, in der UN-Charta „Rechte des Kindes“, in einigen (nicht allen!) fortschrittlichen „Kindertagesstättengesetzen der Bundesländer“ oder in den unterschiedlichen Qualitätsoffensiven, die alle das Wohl des Kindes in schöne Worte gekleidet haben. Doch wie so häufig besteht ein großer Unterschied zwischen Theorie und Praxis: Einige Kindergartenkonzeptionen lesen sich wie Auszüge aus der Beschreibung des Gartens Eden – und sind doch nur inhaltsleere Worthülsen. Manche Konzepte versprechen Qualität - und richten sich doch nur an den Wünschen der Eltern aus. Pädagogik lebt von den Personen, die sich um die Entwicklung der Kinder kümmern. Sie sind letztlich diejenigen, die der Einrichtung und damit auch den Kindern ihren unverwechselbaren Stempel aufdrücken. Darüber und in Kenntnis der Grundbedürfnisse, die Kinder für ihr seelisches Wachstum haben, sowie aufgrund der Erfahrung, wie bedeutsam die elementarpädagogische Arbeit für Kinder ist, habe ich immer wieder versucht, in den verschiedenen Fachbeiträgen das Bewusstsein von ErzieherInnen für kindliche Entwicklungsvorgänge zu schärfen und gleichzeitig daran mitzuarbeiten, dass Kindergartenpädagogik fortwährend professioneller wird.

Was wir dazu beitragen können, damit Kinder sich angenommen und verstanden fühlen

Jedes Kind möchte beachtet, anerkannt und geliebt werden. Eltern und ErzieherInnen haben tagtäglich die Möglichkeit, ihren Kindern auf irgendeine Weise die Aufmerksamkeit und Achtung entgegenzubringen, die diese brauchen, um ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Immer mehr Kinder und Jugendliche fallen in ihrem Verhalten „aus der Rolle“, sei es durch plötzliche Wutanfälle, aggressive Unmutsäußerungen, tiefe Resignation oder lautes Schreien. Desgleichen nässen Kinder plötzlich wieder ein, obwohl sie schon trocken waren. Andere Kinder zeigen Sprachauffälligkeiten, ohne dass eine körperliche Ursache fest zustellen ist, oder verhalten sich planlos und hektisch, obgleich ärztliche Untersuchungen keinen Befund erbringen. Aber auch Kinder, die starken Stimmungsschwankungen ausgeliefert sind, geben ihren Eltern, Geschwistern, ErzieherInnen und Lehrerinnen Rätsel auf.

Auffällig ist, dass es bei all diesen Kindern und Jugendlichen häufig etwas Gemeinsames gibt: bestimmte Erlebnisse und Erfahrungen, die dazu geführt haben, dass sie sich in ihrer Persönlichkeit nicht angenommen fühl(t)en oder Geringschätzung erfahren mussten.

Was Kinder heute brauchen

Viele Kinder und Jugendliche erleben heutzutage, dass ihr Tagesablauf, ja selbst ihre Zukunft bezüglich Schule und Beruf schon „programmiert“ und ihre Freizeit mit Kursen oder Trainingsstunden verplant ist. Nicht selten werden Kinder damit in ihrem Kindsein beschnitten. Was Kinder und Jugendliche heute brauchen, ist einerseits ein Gefühl von Sicherheit, andererseits aber auch die Möglichkeit, selbst Erfahrungen zu sammeln und in erster Linie freie, unverplante Zeit zu erleben. Sicherheit erfahren Kinder und Jugendliche, indem sie spüren, dass sie etwas können, stolz auf sich sein dürfen und dass vor allem Erwachsene zu ihnen halten, auch wenn mal etwas danebengeht. Sicherheit ist von he rausragender Bedeutung für das eigene Selbstwertgefühl, welches wiederum der Motor dafür ist, sich mit der eigenen Person und mit anderen Menschen konstruktiv auseinanderzusetzen.

Eigene Erfahrungen ermöglichen es, aktiv zu lernen, eigene Gedanken zu entwickeln und Neues auszuprobieren, ohne die Verantwortung für ein Gelingen beziehungsweise Misslingen auf andere abzuschieben. Die Sorge vieler Erwachsener, dass Kinder bestimmte Aufgaben noch nicht bewältigen könn(t)en, führt zu einem überbehütenden, überfürsorglichen Verhalten. Die Folge ist häufig, dass Kinder die Lust verlieren, sich und ihr Können auf die Probe zu stellen, wertvolle eigene Erfahrungen zu sammeln und selbstständig zu handeln.

Um aber überhaupt Sicherheit zu erlangen und eigene Erfahrungen sammeln zu können, brauchen Kinder auch und vor allem Zeit. Sie ist notwendig, um im individuellen Rhythmus – mal langsamer, mal schneller – Vorhaben zu meistern, ohne gehetzt oder ermahnt zu werden. Dadurch wird es beispielsweise erst möglich, dass ein Kind seinen Wunsch, einen hohen Baum zu erklettern, ohne Druck in die Realität umsetzen kann. Auch kann es auf diese Weise seine persönlichen Vorstellungen von gut und böse, richtig und falsch in der Praxis erproben. Mit dem Gefühl von Sicherheit, der Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu sammeln und ausreichend Zeit zu haben, um den Alltag zu erleben, spüren die Kinder und Jugendlichen, dass es für sie einen Platz auf dieser Welt gibt.

Kindern mit Respekt begegnen

Ist es nicht gerade das, was wir den Kindern wünschen: einen Platz auf dieser Welt zu finden, sich wertvoll zu fühlen und glücklich zu sein?

Wer Kinder fragt, was ihnen an Erwachsenen gefällt und sie glücklich macht, kann aus ihren Antworten heraushören, wie sensibel Kinder ihr Umfeld wahrnehmen und beurteilen. Sie würden unter anderem sagen: „Erwachsene hören mir zu. Sie spielen und lachen mit mir, und dann ist es auch gar nicht so schlimm, wenn sie mal schimpfen. Erwachsene nehmen mich ernst und machen sich nicht über meine Sorgen lächerlich, nur weil sie meinen, sie hätten mehr Erfahrung. Sie halten auch zu mir, wenn mal etwas danebengeht oder ich mit einer schlechten Note nach Hause komme. Ihnen kann ich alles erzählen, und sie behalten es für sich. Meine Eltern sind zwar nicht gerade glücklich, wenn ich völlig verschmutzt vom Spielen komme, können aber nachempfinden, dass es mir Spaß gemacht hat, im Matsch zu graben. Sie zwingen mir kein Essen auf, sondern können damit leben, dass ich später oder weniger frühstücke. Sie lassen mich mitbestimmen und haben keinen Befehlston.“

Wer Kindern mit Respekt begegnet und ihre Einmaligkeit begreift, sieht sie als das, was sie sind: Schätze dieser Welt! Kinder möchten verstanden und angenommen werden – so einzigartig und individuell, wie sie sind!

Ich bin einmalig!

Kinder wollen Neues ausprobieren, das eigene Können auf die Probe stellen und damit Sicherheit erlangen. Erwachsene müssen ihnen ihre Wertschätzung entgegenbringen. „Wertschätzung“ bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als den einmaligen Wert eines Kindes beziehungsweise Jugendlichen zu schätzen.

Kinder müssen zunächst die Möglichkeit haben, ihre Einmaligkeit zu spüren. Bedenkt man dies genauer, darf man sicher einmal kritisch fragen, ob denn ein zwei- oder dreijähriges Kind wirklich schon in Spielgruppen von 15 oder mehr Kindern soziale Erfahrungen sammeln muss, anstatt genügend Zeit und Ruhe zu haben, erst einmal sich selbst und sein näheres Umfeld intensiv kennenzulernen. Der Anspruch der Erwachsenen, Kinder möglichst früh „sozial zu machen“, überfordert Kinder häufig.

Wertschätzung bringen wir Kindern dann entgegen, wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, sich individuell zu entfalten, und zwar in einer Atmosphäre, in der sie sich aufgehoben und geborgen fühlen und sie eine feste Ansprechpartnerin beziehungsweise einen festen Ansprechpartner finden, wenn sie ihn brauchen und nicht erst, wenn irgendjemand Zeit für sie hat. Kinder erfahren Wertschätzung dadurch, dass Erwachsene mit ihnen gemeinsam nach Antworten suchen und nicht durch Besserwisserei ihre Macht unter Beweis stellen, dass sie nicht durch Ironie verletzt werden, sondern echte Anteilnahme ihr Leben begleitet, dass ihre individuellen Fähigkeiten und Schwächen erkannt werden und nicht ein ständiger Geschwister- oder Freundesvergleich ihre Einmaligkeit herabwürdigt.

Erwachsene zeigen Kindern ihre Wertschätzung auch dadurch, dass die Freude an der Entstehung eines Werks oder Vorhabens mehr zählt als die Makellosigkeit eines fertigen Produkts, dass sie sich auf das magische Denken von Kindern – etwa beim Vorlesen von Märchen – einlassen und nicht alles durch das Nadelöhr einer rationalen, verkopften Erwachsenenvernunft muss, dass sie in Stresssituationen dem ungestümen Bewegungsdrang der Kinder wohlwollende Beachtung schenken und sie eben nicht immer „still sitzen“ müssen. Sie akzeptieren die natürliche Wissbegier der Kinder und gehen offen und ohne auf schulische Leistungen zu schielen auf sie ein. Sie blocken neugierige Fragen nicht als unwichtig oder störend ab. Sie verstehen auffällige Verhaltens weisen von Kindern und Jugendlichen zuallererst als Hilferuf, anstatt diese Kinder vorschnell zu verurteilen. Bedürfnisse und Interessen verstehen

Dort, wo Erwachsene Kindern und Jugendlichen mit Respekt und Achtung als einer Form gelebter Wertschätzung begegnen, versteht es sich von selbst, dass dieses Merkmal einer guten Beziehung keine Methode darstellt, um bestimmte Ziele zu er reichen. Eine natürliche Wertschätzung zeigen diejenigen Erwachsenen, die Kinder einfach mögen, ungestüme oder ängstliche Verhaltensweisen verstehen, Zurückhaltung oder Lebendigkeit lieben und sich dabei an ihr eigenes Kindsein erinnern.

Wertschätzung verlangt von Eltern und ErzieherInnen Verständnis für die Bedürfnisse und Interessen ihrer Kinder, ein regelrechtes Eintauchen in die Kinderwelten und ein tiefes Begreifen der Bedeutung von Kinderwünschen. Dabei geht es nicht an erster Stelle darum, materielle Wünsche zu befriedigen, sondern vielmehr um Bedürfnisse zwischen menschlicher Beziehungen: den Kindern zuzuhören, ihre Äußerungen ernst zu nehmen und auch in Gesprächen „zwischen den Zeilen lesen“ zu können.

Kindern Wertschätzung entgegenzubringen sollte mit Freude und Selbstverständlichkeit zu unserer Umgangskultur gehören, genauso wie wir es für selbstverständlich halten, guten Freunden herzlich zu begegnen.

Wie du mir, so ich dir

Es ist allgemein bekannt, dass ein geringschätziger Umgang mit Kindern und Jugendlichen nicht selten dazu führt, dass diese ihre bitteren Erfahrungen an andere weitergeben nach dem Motto: „Wie du mir, so ich dir.“ Oder: „Wenn man mich schlecht behandelt, behandle ich andere bzw. mich selbst eben genauso schlecht!“ Richtig ist, dass es meist unbeabsichtigt und unüberlegt und sicher nicht mit böser Absicht geschieht, dass Erwachsene und Eltern geringschätzig mit Kindern umgehen. So kennen wir alle aus dem Alltag Situationen, in denen Eltern ein Kind vor an deren bloßstellen und damit seine Würde verletzen und seine Intimität zerstören. Wer sich einmal die Zeit nimmt zu zählen, wie oft wir Kinder kritisieren und wie oft wir sie loben, wird über das Unverhältnis erstaunt sein. Wertschätzung ist kein kurzes Entflammen einer „Goodwilltour“, sondern ein grundsätzliches Merkmal im gemeinsamen Leben und Lernen mit Kindern und Jugendlichen.

Die Welt der Kinder und Erwachsenen – diese eine Welt – wie sie sich uns heute mit ihrer Umweltzerstörung und Gewalttätigkeit, ihrer Überheblichkeit Schwächeren gegenüber und ihrem zunehmenden Desinteresse am Nächsten darstellt, würde sicher anders aussehen, wenn wir den Begriff der WERTschätzung stärker achten und umsetzen würden. Doch auch hier darf in der Konsequenz nicht auf globale Zusammenhänge hingewiesen und die Verantwortung abgegeben werden: WERTschätzung beginnt im Umgang mit uns selbst und im Leben mit unseren Kindern: jeden Tag und jede Stunde.

Diesen Artikel haben wir aus folgendem Buch entnommen:

Elementarpädagogik aktuell
Die Entwicklung des Kindes professionell begleiten
Armin Krenz
Burckhardthaus-Laetare
ISBN: 9783944548012
19,90

Das Buch ist eine sorgsame Zusammenstellung unterschiedlicher Beiträge des Autors, um fachlich berechtigte Ansprüche an die Elementarpädagogik zu begründen, zu erläutern und anhand praktischer Beispiele auszuführen. Humanistisch geprägte Grundlagen und qualitative Arbeitsimpulse ergänzen sich dabei in einer ausgewogenen Form.


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Klimaschutz mit der Kita

Kostenlose Fortbildung für ErzieherInnen

Im Kindergarten lernen Kinder grundlegende Werte und Einstellungen. Dazu gehört auch der verantwortungsvolle Umgang mit begrenzten Ressourcen. Aber wie können ErzieherInnen Kindern das abstrakte Thema Klimaschutz spielerisch vermitteln und als Kita aktiv ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten? Das erfahren ErzieherInnen bei der dreitägigen Fortbildung „Energie und Klimaschutz auf der Spur: Mit Kindern forschen und entdecken“ in Magdeburg. Die Fortbildung ist kostenfrei und besteht aus zwei Modulen: das erste umfasst zwei Tage am 3. und 4. Mai, das zweite einen Tag am 29. Mai. 

Energie und Ressourcenschutz für Kita-Kinder erfahrbar machen

Wie kommt der Strom in die Steckdose und wie sieht der eigentlich aus? Kinder sind neugierig und entdecken die Welt mit ihren Augen. In der Bildungsarbeit von Kitas entstehen täglich Anlässe, um aktuelle und zukunftsweisende Themen aufzugreifen. Indem wir Kinder darin unterstützen, hinter die Dinge zu schauen, bieten wir ihnen Gelegenheiten, Zusammenhänge zu verstehen, ihre lernmethodische Kompetenz und ihre Handlungsfähigkeiten zu erweitern.

Was hinter den Begriffen Klimaschutz und BNE steckt, erfahren Sie in der Fortbildung im Rahmen des Projektes Klima-Kita-Netzwerk. Ziel der Fortbildung ist es, zu erarbeiten, wie Klima- und Ressourcenschutz im Alltagshandeln von Kitas umgesetzt werden kann.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Über Energiedetektive & Stromfressermonster: Ideen für die Kita-Praxis
  • Lernwerkstätten zu den Themen Energie, Ernährung und Ressourcenschutz
  • Hintergrundinfos zum Klimaschutz, Tipps rund um Energie im Kita-Alltag
  • Einführung in Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
  • Transfer: Ideen für die eigene Praxis entwickeln
  • Erfahrungsaustausch

Die Veranstaltung ist kostenfrei und beinhaltet eine Übernachtung. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, falls keine Übernachtung gewünscht ist. Pro Einrichtung kann sich eine pädagogische Fachkraft anmelden.

Fortbildung:

Energie und Klimaschutz auf der Spur:
Mit Kindern forschen und entdecken

3. Mai 2018 – 4. Mai und 29. Mai 2018 ganztägig
Bildungsnetzwerk Magdeburg
Lüttgen-Ottersleben 18a
39116 Magdeburg
Veranstaltungs-Nr.: 10118-003

Seminarleitung: Meike Lechler, Katrin Puhr, Klima-Kita-Netzwerk Projektregion Ost, NAJU (Naturschutzjugend im NABU)

Hier finden Sie den Fortbildungsflyer als PDF zum Download


Zeitnah

ErzieherInnen für Telefoninterviews gesucht!

Sagen Sie uns Ihre Meinung und erhalten als Dankeschön einen 50€-Douglas-Gutschein

Für eine qualitative Befragung einer bekannten Kinderhilfsorganisation zu einer Aktion in der Kita suchen wir kurzfristig 5 ErzieherInnen, die für ein ungefähr halbstündiges Telefoninterview zur Verfügung stehen. Die Befragungen werden zwischen dem 11.04.-13.04.2018 stattfinden. Im Vorfeld erhalten die ausgewählten TeilnehmerInnen eine E-Mail, in der erste Ideen für die Aktion aufgeführt sind. Diese sollten Sie sich vor dem Telefoninterview durchlesen.
ErzieherInnen für Telefoninterviews gesucht!
Als Aufwandsentschädigung erhalten Sie einen Gutschein über 50,00 € von Douglas.
 
Bei Interesse schreiben Sie bitte bis zum 09.04.2018 eine Mail an: aktion@kinderzeit.de
mit den folgenden Informationen:
  • Name
  • Alter
  • Position im Kindergarten
  • Name des Kindergartens inkl. Postleitzahl
  • Telefonnummer (vorzugsweise Handynummer)
  • 2 bis 3 Wunschtermine inkl. Angabe eines Zeitraums (z. B. 12.04., 10-12 Uhr etc.)
 
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Top Themen Zeitnah

Leipziger Lesekompass 2018

Stiftung Lesen und die Leipziger Buchmesse nominieren 30 Kinder- und Jugendbücher

Foto: Stiftung Lesen / Sascha Kopp

Die Stiftung Lesen und die Leipziger Buchmesse haben gemeinsam 30 Kinder- und Jugendbücher der vergangenen zwölf Monate mit dem Leipziger Lesekompass prämiert. Die Auszeichnung richtet sich an Eltern, pädagogische Fachkräfte, ehrenamtlich Engagierte, Bibliothekare und Buchhändler. Der siebte Lesekompass geht an Medien, die sich für die Leseförderung eignen. Eine 18-köpfige Fachjury sowie eine Kinder- und Jugendjury haben je zehn Bücher, Apps und Hörbücher für drei Alterskategorien ausgewählt: zwei bis sechs Jahre, sechs bis zehn Jahre und zehn bis 14 Jahre. Ein Schwerpunkt des diesjährigen Leipziger Lesekompass ist das Thema „Mut“. Laut Jury eint die Bilderbuch-, Graphic Novel- und Romanfiguren ihre Unerschrockenheit, sich auf ungewöhnliche Freundschaften, heikle Aufgaben und herausfordernde Situationen einzulassen – eine unschätzbare Qualität in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels.
Die Autoren verstünden es, Fragen von Kindern und Jugendlichen in altersgerechte Stoffe umzusetzen. So bricht beispielsweise in ‚Siri und die Eismeerpiraten‘ die zehnjährige Siri entgegen aller Warnungen in das ewige Eis auf, um ihre Schwester zu retten. Die Geschichten sind unterhaltsam und umreißen zugleich die großen Themen unserer Zeit. Der Leipziger Lesekompass dient als Orientierungsangebot.

2 bis 6 Jahre

Dunja Schnabel: Hase, Fuchs und Reh fahren … LKW
Carlsen Verlag
Pappbilderbuch ab ca. 2 Jahren
Rasanter Ratespaß für die Allerkleinsten

Yvonne Hergane / Christiane Pieper: Sorum und Anders
Peter Hammer Verlag
Pappbilderbuch ab ca. 2 Jahren
So schön, bunt und bereichernd ist Vielfalt

Britta Teckentrup: Weck bloß Tiger nicht auf!
Annette Betz/Ueberreuter Verlag
Bilderbuch ab ca. 3 Jahren
Tierisches Vorlesevergnügen zum Mitmachen

Heinz Janisch / Astrid Henn: Der Riese Knurr
Ravensburger Buchverlag
Bilderbuch ab ca. 4 Jahren
Riesengroßer Vorlesespaß zum Mitreimen

Isabel Pin: Du nicht
Hinstorff Verlag
Bilderbuch ab ca. 4 Jahren
Raum für die eigene Fantasie

Nadia Budde / Clemens Schick: Eins Zwei Drei Tier
Multiverso Media
App ab ca. 4 Jahren
Kluge und gewinnbringende Adaption

Felicitas Horstschäfer / Johannes Vogt: Schau in deinen Körper
Beltz & Gelberg
Sachbilderbuch ab ca. 4 Jahren
Einfach, präzise, kreativ

Ole Könnecke: Sport ist herrlich
Hanser Verlag
Sachbilderbuch ab ca. 4 Jahren
Ein Sachbuch? Cartoon? Nichts davon und alles!

Jörg Mühle: Zwei für mich, einer für dich
Moritz Verlag
Bilderbuch ab ca. 4 Jahren
Perfektes Rüstzeug für Verhandlungen bei Tisch

Florian Beckerhoff / Barbara Scholz: Nickel und Horn: Zwei Detektive mit Durchblick
Thienemann Verlag
Vorlesebuch ab ca. 5 Jahren
Vorlesebuch, um Kinder zu Geschichtenfreunden zu machen


6 bis 10 Jahre

Anna Wills / Nora Tomm: Das Wimmelbuch der Weltreligionen
Beltz & Gelberg
Pappbilderbuch ab ca. 6 Jahren
Ein gelungener Zugang

Moni Port / Philip Waechter: Der Flugplatzspatz nahm auf dem Flugblatt Platz
Klett Kinderbuch
Gereimtes Bilderbuch ab ca. 6 Jahren
Ein absolutes Spaßbuch

Rüdiger Bertram / Heribert Schulmeyer: Familie Monster brüllt los
Oetinger Verlag
Erstlesebuch ab ca. 6 Jahren
Monstermäßiger Erstlesespaß

Andrea Liebers / Susanne Göhlich: Finn macht es anders
Peter Hammer Verlag
Kinderroman ab ca. 7 Jahren
Ausdrucksstarke Bilder und überraschendes Ende

Adam Stower / Sabine Schulte: König Guu
Aladin Verlag
Fantastischer Roman ab ca. 8 Jahren
Lernt König Guu kennen! Sie ist es wert!

Steffen Gumpert: Der bleiche Hannes
Tulipan Verlag
Graphic Novel ab ca. 8 Jahren
Schaurig-schönes Seemannsgarn

Andrea Schomburg / Betina Gotzen-Beek: Der halbste Held der ganzen Welt
Fischer Sauerländer
Fantastischer Roman ab ca. 8 Jahren
Jedes Kind sollte einen depressiven Elefanten haben

Lena Hach / Daniela Kulot: Der verrückte Erfinderschuppen. Der Limonaden-Sprudler
Mixtvision Verlag
Kinderroman ab ca. 8 Jahren
Wunderbar authentische Charaktere

Martin Brown / Jorunn Wissmann: Tiere, die kein Schwein kennt
Gerstenberg Verlag
Sachbilderbuch ab ca. 8 Jahren
Kurioses Tierwissen – humorvoll aufgemacht

Labor Ateliergemeinschaft: Ich so du so. Alles super normal
Beltz & Gelberg
Bilderlesebuch ab ca. 9 Jahren
Unaufdringlich und wirkungsvoll


10 bis 14 Jahre

Anna Ruhe / Claudia Carls: Die Duftapotheke. Ein Geheimnis liegt in der Luft
Arena Verlag
Fantastischer Roman ab ca. 10 Jahren
Magische Mission für Spürnasen

R.T. Acron: Ocean City – Jede Sekunde zählt
dtv Verlagsgesellschaft
Jugendthriller ab ca. 10 Jahren
Hoher Unterhaltungsfaktor

Frida Nilsson / Torben Kuhlmann: Siri und die Eismeerpiraten
Gerstenberg Verlag
Fantastischer Roman ab ca. 10 Jahren
Hinreißend erzählte Abenteuergeschichte

Anne Frank / Ari Folman/David Polonsky: Das Tagebuch der Anne Frank. Graphic Diary
S. Fischer Verlag
Graphic Novel ab ca. 13 Jahren
Großartiges Zusammenspiel von Bild und Text

Wieland Freund: Krakonos
Beltz & Gelberg
Dystopie ab ca. 12 Jahren
Mysteriös und futuristisch

Kevin Brooks / Uwe-Michael Gutzschhahn: Finn Black. Der falsche Deal
dtv short
Krimi ab ca. 12 Jahren
Großartiges Kopfkino

Mirjam Mous / Verena Kiefer: Last Exit. Das Spiel fängt gerade erst an
Arena Verlag
Jugendthriller ab ca. 13 Jahren
Hochspannung garantiert

Armand Baltazar / Tanja Ohlesen: Timeless. Retter der verlorenen Zeit
cbj
Dystopie ab ca. 12 Jahren
Fantastische Illustrationen

Lena-Lina Oppermann u.v.a.: Was wir dachten, was wir taten
Hörcompany
Hörbuch ab ca. 13 Jahren
Fesselnde und erschütternde Geschichte

Martin Schäuble: Endland
Hanser Verlag
Dystopie ab ca. 14 Jahren
Beklemmend

Rund um den Leipziger Lesekompass: Material, Ausstellung, Workshops
Ab sofort stehen didaktische Materialien zu den prämierten Kinder- und Jugendbüchern zum Download bereit: www.stiftunglesen.de/leipziger-lesekompass

Hier geht’s zum direkten Download:
Leipziger Lesekompass 2018: Vorabfolder Ideen für Erzieherinnen und Erzieher


Top Themen Ernährung

Ernährungsführerschein für Grundschüler

Die Küche kommt ins Klassenzimmer

Für den Ernährungsführerschein dürfen Grundschulkinder selbst leckere Salate, fruchtige Quarkspeisen und andere kleine Gerichte zubereiten. In sechs bis sieben Doppelstunden lernen sie den Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten und erwerben dadurch wertvolle Alltagskompetenzen. Der Ernährungsführerschein ist für die dritte und vierte Klasse geeignet.

Die neue Auflage des Ernährungsführerscheins vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) ist als Ringordner inklusive Downloadlink verfügbar. Er enthält Material für sieben fertig ausgearbeitete Unterrichtseinheiten. Die Inhalte, Stundenverläufe und Rezepte sind gleich geblieben. Neu sind die klare Struktur der Lehrertexte, die übersichtlichen, tabellarischen Unterrichtsverläufe und umfassendere Differenzierung.

Die Materialvielfalt ermöglicht Lehrern den Unterricht in heterogenen Lerngruppen adressatengerecht zu gestalten. Vereinfachten Rezeptdarstellungen, eine lebensgroße Kater Cook Bastelvorlage und Kopiervorlagen für unterschiedliche Niveaustufen sind Bestandteil des Ringordners. Memospiele, Lieder, Dominos binden alle Kinder mit ein und eignen sich zur gezielten Sprachförderung.

Beim Ernährungsführerschein steht die Praxis im Mittelpunkt. Und er sensibilisiert für nachhaltiges Ernährungshandeln. Ausgehend von den Rezepten können die Kinder Gemüse und Obst aus der Region erkunden und erforschen, was zum Klima- und Umweltschutz beiträgt. Sie probieren Neues, schulen ihren Geschmack und reflektieren gemeinsam.

Es geht immer um die Kinder, ihre Erfahrungen, ihre Vorlieben und darum Lebensmittel wertzuschätzen: Was esst ihr? Was wollt ihr probieren? Was habt ihr zu Hause nachgemacht? Wie könnt ihr Reste vermeiden? Woher kommt unser Essen?

Das Unterrichtskonzept "Der Ernährungsführerschein" passt zu den Bildungsplänen und ist im Unterricht vieler Grundschulen verankert. Viele Bundesländer empfehlen ihn auch als pädagogische Ergänzung zum EU-Schulprogramm Gemüse, Obst und Milch.

Lernziele / Kompetenzen:

  • Die Kinder üben den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten.
  • Sie lernen die die Lebensmittelgruppen in der Ernährungspyramide kennen.
  • Sie können kleine Gerichte selbstständig zubereiten.
  • Sie wenden Hygieneregeln an und können ihren Arbeitsplatz in der Küche einrichten.
  • Sie können eine schöne Essatmosphäre schaffen.

Mehr unter www.bzfe-ernaehrungsfuehrerschein.de.

Ernährungsführerschein - Medienpaket
Bestandteile: 89 Seiten Lehrerinformationen, 7 Ablaufpläne für den Unterricht, 81 Kopiervorlagen, 30 farbige Prüfungsbögen, 30 Führerscheindokumente, 1 Poster
ISBN: 978-3-8308-1311-8
Format: DIN A4 (21 x 29,7 cm)
Umfang: 188 Seiten
Preis: 40,00 €
Hier können Sie den Ernährungsführerschein bestellen


Newsletter Kindergarten/Schule Top Themen Gesundheit

Studie zur Kindergesundheit

Ursachen von Erkrankungen, Risiko- und Schutzfaktoren

Foto: RKI /Edgar Zippel

Jedes siebte Kind in Deutschland hat Übergewicht. Die Zahl der übergewichtigen Kinder hat sich auf einem hohen Niveau stabilisiert. Je älter die Kinder werden, desto weniger bewegen sie sich. Das zeigen neue Daten aus der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS). Diese ist seit Jahren Teil des Gesundheitsmonitorings am Robert-Koch-Institut (RKI).

In der Altersgruppe der Drei- bis Siebzehnjährigen beträgt der Anteil der Übergewichtigen demnach 15,4 Prozent und der Adipositas-Kranken 5,9 Prozent. Große Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gibt es nicht. Kinder aus wirtschaftlichen schwachen Verhältnissen sind laut Studie viermal so häufig von Gewichtsproblemen betroffen wie Kinder reicherer Eltern. Bewegungsmangel und der Konsum zuckerhaltiger Getränke könnte die Ursache dafür sein.

Die neuen Ergebnisse der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, KiGGS, geben erstmals Antworten aus der Untersuchung und Befragung von Teilnehmenden, die bereits an der ersten, 2006 beendeten, Studie teilgenommen haben.

Das ermöglicht, die Ursachen von Erkrankungen, Risiko- und Schutzfaktoren zu untersuchen. Außerdem gibt es neue Daten zur aktuellen Gesundheitssituation und zum Gesundheitsverhalten der Heranwachsenden sowie zu Trends seit der ersten Studie.

So zeigen die KiGGS-Daten, dass mehr als die Hälfte der zwei- bis sechsjährigen Kinder mit Übergewicht auch als Jugendliche übergewichtig sind und daher eine frühe Vorbeugung notwendig ist. Weitere Verlaufsanalysen präsentieren die RKI-Wissenschaftler für die Entwicklung psychischer Auffälligkeiten im Lebensverlauf, die Entwicklung des Rauchverhaltens beim Übergang vom Jugend- ins junge Erwachsenenalter und für die allergische Sensibilisierung, die auf ein Risiko für eine Allergie hinweist.

Weiter präsentieren die RKI-Wissenschaftler auch Daten und Trends zur allgemeinen Gesundheit, zu Übergewicht und Adipositas, körperlicher Aktivität, Konsum zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke, Heuschnupfen und Asthma, Rauchverhalten sowie Rauchen in der Schwangerschaft.

KiGGS ist die einzige umfassende Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Für die erste KiGGS-Studie von 2003 bis 2006 hat das RKI 17.641 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 17 Jahren in 167 Orten untersucht und gemeinsam mit ihren Eltern befragt. Die aktuelle Untersuchung fand von 2014 bis 2017 an 167 Orten statt, mit 10.853 Teilnehmenden aus der ersten Studie und einer neuen Stichprobe 0- bis 17-Jähriger.

Weitere Informationen finden Sie hier