April 2012

Kinder im Straßenverkehr - ein kostenloses Kita Programm

Die Deutsche Verkehrswacht ist mit dem Programm „Kinder im Straßenverkehr“, kurz KiS genannt, erfolgreich in Kindertageseinrichtungen tätig. ModeratorInnenen beraten Erzieherinnen und Erzieher kostenlos über neue verkehrspädagogische Ansätze und Methoden und unterstützen sie, wenn sie in ihrer Einrichtung die Durchführung verkehrspädagogischer Aktionen planen.

Vorschulkinder können den Verkehr nicht ausreichend wahrnehmen. Ihnen fällt es schwer, ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auf verschiedene Dinge zu richten. Sie können mehrere Sachverhalte noch nicht in eine logische Beziehung zueinander setzen und auch noch nicht ausreichend vorausschauend denken. Die Entwicklung dieser und anderer Fertigkeiten und Fähigkeiten wird durch das Programm „Kinder im Straßenverkehr“ unterstützt.

KiS-Moderatoren beraten Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertageseinrichtungen. Im Vordergrund stehen die Beschreibung von entwicklungsbedingten Verhaltensweisen von Vorschulkindern im Straßenverkehr und die Vorbereitung einer situations- und altersgerechten Verkehrserziehung.
Beratung für Erzieherinnen und Erzieher

Neben praxisnahen Empfehlungen, die sich auf die jeweiligen Rahmenbedingungen ihrer Einrichtung beziehen, erhalten die Erzieherinnen und Erzieher Anleitungen für Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen. Diese Übungen sind derart gestaltet, dass sie sowohl das motorische als auch das kognitive Lernpotenzial der Kinder berücksichtigen und miteinander verknüpfen. Dadurch wird erreicht, dass die kindliche Reaktionsfähigkeit geschult und die Bewegungssicherheit ausgebaut wird.

Um eine langfristige Zusammenarbeit zu gewähren, wünschen wir uns eine enge und vertrauensvolle Kooperation zwischen den Moderatoren und den Kindertageseinrichtungen. Dies hat für beide Seiten Vorteile, denn je länger sich die Kooperationspartner kennen, je besser können sie sich aufeinander einstellen. Davon profitieren insbesondere die Kinder, für die „Verkehrserziehung“ zum Alltag wird und kein einmalig-exotisches Erlebnis ist.
Aktiv in der Kindertageseinrichtung

Verkehrserziehung kann mit Vorschulkindern nur praktisch, nicht theoretisch durchgeführt werden. Deshalb regen unsere Moderatoren in einem ganzheitlichen Ansatz aktives Lernen und Erleben an, das sich über einen längeren Zeitraum erstreckt. Beliebt und bewährt sind Verkehrswochen und Verkehrssicherheitstage, bei deren Planung und Durchführung die KiS-Moderatoren den Erzieherinnen und Erziehern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Verkehrswoche bietet sich als erlebnisreiche Projektwoche an. Von Wahrnehmungsübungen und Reaktionsspielen hin zum Malen von Verkehrssituationen oder Basteln verschiedener Utensilien, die bei selbstgeschriebenen Theaterstücken ihren Einsatz finden oder beim Singen von Verkehrsliedern reicht die Palette an Kind gerecht gestalteter Verkehrserziehung.

Ein Verkehrssicherheitstag bildet idealerweise den Abschluss einer Verkehrswoche. Hier handelt es sich um eine große Veranstaltung, zu der auch Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde mitgebracht werden können. Das Thema des Verkehrssicherheitstages wird individuell an die Bedürfnisse der Kindertageseinrichtung angepasst. Üblicherweise spiegelt das Thema die besonderen Dinge der Verkehrswoche wieder – wenn dort ein Theaterstück einstudiert wurde, wird es auf dem Verkehrssicherheitstag aufgeführt, wenn Spiele zu Motorik, Wahrnehmung und Reaktion im Vordergrund standen, werden nun auch die Besucher des Verkehrssicherheitstags darin einbezogen.

Jede Kindertagesstätte kann auf die Erfahrung der KiS-Moderatoren zurückgreifen und auch auf die der Verkehrswachtmitarbeiter vor Ort. Eine Verkehrswacht kann den Verkehrssicherheitstag beispielsweise mit verschiedenen Aktionselementen ausstatten, beispielsweise Roller-Parcours oder Kindergurtschlitten.

Der Verkehrssicherheitstag bietet den Eltern auch die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit dem Moderator. Neben allgemeinen Tipps und Ideen für eine altersgerechte Verkehrserziehung können auch Fragen zu der Verbesserung der Sicherheit des eigenen Kindes im Straßenverkehr geklärt werden.

Momentan sind ca. 300 ModeratorInnen bundesweit im Kita Einsatz
Ihre Ansprechpartnerin für die kostenlose Vermittlung:
Nina Tzschentke
Projektreferentin
kinder@dvw-ev.de
Fon: +49 (0)30 516 51 05 – 31

Quelle: www.deutsche-verkehrswacht.de

Mit Thomas durch Europa

Thomas geht auf Reisen – und Sie können die kleine blaue Lok und ihre Freunde begleiten! Beim lustigen Länder-Raten lernen Ihre Kinder Europa spielerisch kennen. Dabei erfahren sie auf witzige Art und Weise viel Wissenswertes, wie z. B. dass es in einem Land einen Fluss gibt, der Po heißt. Tolle Spiel-Ideen aus allen Ländern für drinnen und draußen, sowie Malvorlagen von Thomas, Percy und Co. ergänzen das Quiz. Die komplette Aktion von Super RTL, jetzt kostenlos herunterladen!

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Autos - Teil 1: Jungs lieben Autos – Mädchen lieber Puppen? Erkenntnisse eines Experten

Das kennen wir doch: Jungs lieben Autos – Mädchen lieber Puppen. Dieses Phänomen ist in den meisten Kinderzimmern zu beobachten. Jungs haben eine große Autokiste mit Modellen aller Art. Daneben steht die Feuerwehrstation mit diversen Rettungsfahrzeugen. Die klassischen Puppen sitzen dann in den Zimmern der Mädchen und in deren liebvoll eingerichteten rosa Puppenstuben. Ist das wirklich nur ein Klischee oder steckt doch mehr dahinter?

Wissenschaftliche Erläuterungen dazu gibt nachfolgend Dr. Matthias Burchardt, Akademischer Rat an der Universität Köln am Institut für Bildungsphilosophie, Anthropologie und Bildung über die Lebensspanne. Er ist Vater von vier Kindern und engagiert sich in der frühkindlichen Bildung.

Ein Experiment
Das britisch-amerikanische Psychologenduo Melissa Hines und Gerianne Alexander hat Grünen Meerkatzen – einer afrikanischen Affenart – menschliches Spielzeug vorgelegt. Das verblüffende Ergebnis: Die männlichen Tiere griffen zu Bällen und Autos, die weiblichen zu Kochtöpfen und Puppen. Für „neutrale“ Spielsachen, wie Bilderbücher oder Stofftiere, interessierten sich beide Geschlechter gleichermaßen. 
Diese biologische Untersuchung hält Dr. Matthias Burchardt nur bedingt für aussagekräftig, weil Affen gesellschaftliche Faktoren und einen freien Willen nicht kennen.

Drei entscheidende Faktoren bei der Spielzeugauswahl
Dass mit dem Geschlecht eines Kindes eine ganz bestimmte Spielzeugvorliebe verbunden ist, sollte laut Dr. Matthias Burchardt nicht als generelle Aussage betrachtet werden. Es lassen sich allerdings in die jeweilige Richtung Tendenzen beobachten. Jungs interessieren sich eher für technisches Gerät, während die Mädchen ihre Puppe füttern. Dafür verantwortlich sind drei ganz unterschiedliche Faktoren, die jedoch untrennbar miteinander verbunden sind. Da ist zum einen die biologische Komponente. Das bedeutet, die genetischen Anlagen beeinflussen die Spielzeugauswahl des jeweiligen Geschlechts. Das soziale Umfeld hat einen ebenso entscheidenden Einfluss. Unsere Gesellschaft hat bestimmte Rollenmodelle, die den Kleinen schon im Kinderzimmer durch das angebotene Spielzeug nahe gelegt werden. Nicht zuletzt hängt es auch von den persönlichen Vorlieben des Kindes ab, für welches Spielzeug es sich entscheidet.

Faszination Auto
Das Auto ist formschön und für viele Kinder ein Symbol für Abenteuer, denn auf vier Rädern ist man mobil und kann wegfahren. Die Geschwindigkeit des Autos wird bei Kindern als Kraftzuwachs empfunden. Wichtig ist auch die Bedeutung des Autos als Nutzfahrzeug. Feuerwehrautos dienen dazu, Menschen zu retten. Müllautos räumen den Dreck weg und machen sauber. Das sind für Kinder positive Identifikationen, die ihnen als sinnvolle Betätigung in ihrem Leben erscheinen. Das Kind sucht seinen Platz in der Gesellschaft und probiert im Spiel verschiedene Selbstverwirklichungsformen aus. Mit dem Auto in den unterschiedlichen Gebrauchsformen werden Rollen wie Kostüme angeboten, in die das Kind schlüpfen kann. Dabei erfahren sie Macht, Einfluss und haben die Möglichkeit, sich selber als die Guten darzustellen. 

Autos stehen für Technik - Puppen für soziale Zusammenhänge?
Man unterstellt, dass mit der Auswahl des Spielzeugs eine bestimmte Verhaltensweise zwangsläufig gegeben ist. So steht die Puppe für die Identifikation auf der sozialen Ebene und das Auto für die Faszination im Rahmen von Technik. Aber die Spielmöglichkeiten sind damit noch nicht festgelegt. Es gibt Kinder, die spielen mit Autos soziale Ereignisse nach. Mit einer Puppe kann man auch kämpfen anstatt Familie zu spielen. Das Spielzeug selber legt nicht eine bestimmte Betrachtungsweise fest. Das Spiel entscheidet darüber, was aus dem Spielzeug wird.

Einfluss der Eltern bei der Spielzeugauswahl
Natürlich treffen Eltern eine bestimmte Auswahl, denn sie wollen, dass ihre Kinder nur mit Dingen in Kontakt kommen, die für den Nachwuchs förderlich sind. Gleichwohl muss diese Auswahl so verantwortlich getroffen werden, dass dem Kind nicht nur ein einziges Konzept zur Identifikation angeboten wird. Das Kind darf sozusagen in die Anprobe um festzustellen, welches Lebensmodell am besten zu ihm passt. Trotzdem sollten Eltern sich darüber im Klaren sein, dass es durchaus gesellschaftliche Sanktionen geben kann. Wenn ein Junge mit einer Puppe in den Kindergarten geht, dann kann es schon mal passieren, dass er sich von den anderen Kindern hämische Kommentare anhören muss. Insofern ist die Entscheidung der Eltern bei der Spielzeugauswahl auch vom sozialen Umfeld abhängig, von einer Gesellschaft, die darauf drängt, dass die klassischen Rollenmodelle eingehalten werden. Es wird überwacht, wenn jemand von der Norm abweicht. Auch wenn Eltern sich dem entgegenstellen möchten, macht es keinen Sinn die Veränderung der politischen Verhältnisse auf dem Rücken der Kinder auszutragen. Kinder sind erstmal Konformisten, sie wollen dazugehören.

Fazit
Eltern sollten offen sein für die Individualität des Kindes. Dazu gehört die Akzeptanz für Stereotypabweichungen, genauso wie für Stereotyperfüllungen. Im frühkindlichen Alter ist der soziale Druck noch nicht so groß. In dieser Zeit können Eltern dann auch mal etwas anderes Angebote machen, die nicht den gängigen Rollenmodellen entsprechen.









Wohin mit den ganzen Ostereiern? - leckere Rezepte für Hartgekochte!

Das Hühnerei ist ein Naturprodukt und nicht unbegrenzt haltbar, bevor wir uns also überlegen, was wir damit kochen, sollte erst einmal klar gestellt werden, ob man es noch verspeisen kann.

Hat man zum Eier färben kurz vor Ostern Eier verwendet, die noch mindestens 2 Wochen haltbar sind, so können diese auch noch eine Woche nach Ostern ohne Bedenken verzehrt werden. Wurden die hart gekochten Eier nicht abgeschreckt, kann man sie sogar bis zu vier Wochen nach dem Kochen essen. Der Grund ist einfach erklärt: Beim Abschrecken mit kaltem Wasser gelangt immer etwas Wasser und dementsprechend Bakterien ans Ei. Diese Eier sollte man sicherheitshalber zuerst verzehren, gleiches gilt für angeschlagene Eier, denn hier können ebenfalls leicht Bakterien eindringen.

Gekaufte bunte Eier halten sich bis zu drei Monaten, da sie durch die Lackschicht gut geschützt sind. Während auf Packungen meist ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben ist, wird lose Ware hingegen nicht gekennzeichnet. Hier ist es tatsächlich etwas schwieriger herauszufinden, wie alt das Ei nun wirklich ist und wie lange man es noch bedenkenlos essen kann. Zeigen sich von außen keine Mängel hilft nur der Blick ins Innere. Befindet sich das Eidotter in der Mitte des längs aufgeschnittenen Eies, ist es frisch, je weiter das Dotter Richtung Schale gewandert ist, desto älter ist es. Ist ein Ei wirklich hinüber, bemerkt man dies schon beim Öffnen der Schale am Geruch, nicht umsonst werden besonders üble Gerüche mit faulen Eiern umschrieben…

Grundsätzlich können hart gekochte Eier bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, Kühlung schadet ihnen jedoch nicht, gerade nicht mit Speziallack bemalte Eier sollten besser im Kühlschrank gelagert werden.

Sind die Eier noch gut, dann ist dieses Rezept gut geeignet zum Nachmachen im Kindergarten.

Eiergericht mit Fleisch 
Eier-Schnitzel

Einfach auf das Eierbild klicken und dann die Eierschnitzel anschauen!

Zutaten für 10 Portionen 
 5 Brötchen, altbackene
15 Eier, hartgekochte 
250 g Schinken, gekochter
2 ½ Zwiebel(n)
5 EL Kräuter, feingehackte (Petersilie, Schnittlauch...)
2 ½ Ei(er)
Paniermehl
Salz und Pfeffer
Butterschmalz

Zubereitung
Brötchen einweichen, gekochte Eier fein zerdrücken, den Schinken würfeln und die Zwiebel reiben. Zutaten mit den ausgedrückten Brötchen, den Kräutern und dem frischen Ei zu einem Teig verrühren. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Aus der Masse Bratlinge formen, in Paniermehl wenden und im heißen Butterschmalz braten.

Dazu schmecken Stampf- oder Pellkartoffeln mit einem knackigen Salat oder Kräuterquark!
Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad:simpel

Weitere Rezepte mit hartgekochten Eiern unter: www.chefkoch.de/magazin/artikel/1063,1/Chefkoch/Rezepte-mit-gekochten-Eiern.html



Kita-Gelände naturnah gestalten

Kinder wollen sich bewegen und die Welt mit allen Sinnen erkunden. Ein naturnahes Kita-Gelände bietet Kindern ideale Voraussetzungen, ihre Umwelt aktiv zu erforschen. Das Buch zeigt anhand vieler Fotos, wie das Außengelände naturnah gestaltet werden kann.

Es liefert hierzu alle erforderlichen pädagogischen und planerischen Informationen, z.B. zum Anlegen von Hochbeeten oder kleinen Bachläufen, zur Gestaltung von Rückzugsräumen oder zur Integration von Spielgeräten in das naturnahe Gelände. Auch mit knappen finanziellen Mitteln kommen Sie Schritt für Schritt zum naturnahen Spielraum für Kinder. 

Der Inhalt in der Übersicht:
Grundkonzeption für ein naturnahes Außengelände 
Zwölf Beispiele für zentrale Gestaltungselemente des naturnahen Außengeländes
In zehn Schritten zum Erfolg: Naturnahe Gestaltung als Beteiligungsprojekt

Autoren / Herausgeber:
Gründler, Elisabeth; Schäfer, Norbert
Kita-Gelände naturnah gestalten
Außenräume gemeinsam planen und bauen
978-3-589-24737-0
Cornelsen Verlag Scriptor


Verkehrserziehung spielend leicht

Mit dem Verkehrsspiel von BIG begeistern Sie schon die Kleinsten für wichtige Regeln im Straßenverkehr. Vermitteln Sie Ihren Kindern anhand des lustigen und lehrreichen Wissensquiz', wie sie verschiedenste Verkehrssituationen sicher meistern. Der große Spielespaß für die ganze Gruppe - jetzt kostenlos zum Runterladen. Hier Vorlagen ansehen.

Das Aktionsmaterial beinhaltet:

• Das große Verkehrslernspiel
• Allgemeine Spielvorbereitung
• Spielidee Parcours
• Elterninformation – In 7 Schritten über die Straße

 

Was sucht der Hase im Pfeffer? Ein kleines Lexikon für große Schmunzelhasen!

Die Vorderläufe putzig erhoben, steht er derzeit wieder millionenfach im Regal - der Osterhase. Daneben gibt es aber auch noch alte Hasen, Angsthasen, Betthasen oder falsche Hasen. Ein kleines Lexikon der Hasen-Phrasen, erstellt mithilfe des Instituts für Deutsche Sprache.

Warum man von Angsthasen spricht, kann sich jeder denken. Warum der Hase im Pfeffer liegt, ist schon schwieriger. Und warum jemand, der seine Unschuld beteuert, von sich sagt «Mein Name ist Hase» - darauf kann man von allein nun wirklich nicht kommen.

Hier die Erklärungen für die Hasen-Phrasen 


Alter Hase: Ist Wolfgang Schäuble in der Politik und Thomas Gottschalk im Showgeschäft. Ein erfahrener Könner - so wie der Hase, der es im Abschütteln von Fuchs und Jäger mit den Jahren zu großer Meisterschaft gebracht hat.

Angsthase: Bezieht sich darauf, dass der Hase in freier Wildbahn vor Menschen davonläuft, weil sie ihm oft in meuchlerischer Absicht entgegentreten. Ob der Hase tatsächlich so etwas wie Angst verspürt, lässt sich wissenschaftlich nicht nachweisen. Torsten Reinwald, Sprecher des Deutschen Jagdschutzverbands in Berlin: «Als Biologe kann ich aber sagen, dass der Hase auf passive Abwehr setzt: Tarnung und Flucht. In beidem ist er besonders gut.»

Betthase: Spielt auf die Fortpflanzungsfreudigkeit des Hasen an. Schon bei den alten Ägyptern vertrat die Häsin als Begleiterin der Gottheit Unut das Prinzip der Fruchtbarkeit.

Da liegt der Hase im Pfeffer: Eine viele Jahrhunderte alte Redewendung. Heißt so viel wie: Das ist der entscheidende Punkt. Hasenpfeffer war früher eine scharfe Soße, in die der Hase eingelegt wurde. Es gibt unterschiedliche Theorien dazu, wie aus dieser Bezeichnung für ein Gericht die Redewendung entstanden ist. Vielleicht war ursprünglich gemeint, dass früher oder später jeder Hase auf dem Teller landet. Am Ende kreuzt der Mann im grünen Rock seine Schneise, ein Schuss ertönt, und das Hasenleben ist zuende. Das ist letztlich das Entscheidende.

Falscher Hase: Ist ein Braten aus Hackfleisch. Die meisten Leute kamen früher ihr ganzes Leben lang nie in den Genuss eines Hasenbratens. Es reichte nur für einen «falschen Hasen» - zum Beispiel aus einer Katze!

Hasenfuß: Heute ein anderes Wort für Angsthase. Ursprünglich war die Bedeutung aber eine andere, die sich bis heute im Englischen erhalten hat: Dort bezeichnet ein «hare foot» einen flinken Läufer, ist also positiv gemeint. Hasen bringen es auf Spitzengeschwindigkeiten von 75 Kilometern in der Stunde.

Mein Name ist Hase: Geht auf den Heidelberger Jurastudenten Victor von Hase (1834-1860) zurück. Ein Freund desselben erschoss 1854 einen Gegner im Duell. Von Hase verhalf ihm zur Flucht nach Frankreich, indem er ihm seinen Studentenausweis gab. Damit konnte der Duellant über die Grenze. Die Sache flog jedoch auf, und von Hase musste sich vor Gericht verantworten. Zu Beginn der Verhandlung erklärte er: «Mein Name ist Hase. Ich verneine die Gegenfragen - ich weiß von nichts.» Diese Worte machten zunächst bei den deutschen Burschenschaften die Runde, gingen dann in den allgemeinen Sprachgebrauch über und fanden sogar Eingang ins Niederländische: «Mijn naam is Haas», ist dort ebenfalls eine geläufige Wendung.

Wissen, wie der Hase läuft: Ein erfahrener Jäger kann einschätzen, in welche Richtung der Hase flieht, und lässt sich von seinem Hakenschlagen nicht beeindrucken.

Autor: Christoph Driessen
Quelle: www.dnn-online.de

ADHS wird zu häufig diagnostiziert

Was Experten und die Öffentlichkeit schon lange vermuten, belegen Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Basel erstmals mit repräsentativen Daten: ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, wird zu häufig diagnostiziert.

Psychotherapeuten und Psychiater für Kinder und Jugendliche fällen ihr Urteil offensichtlich eher anhand von Faustregeln, so genannten Heuristiken, statt sich eng an die gültigen Diagnosekriterien zu halten. Insbesondere bei Jungen stellen sie deutlich mehr Fehldiagnosen als bei Mädchen.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie von Prof. Dr. Silvia Schneider und Prof. Dr. Jürgen Margraf (beide RUB) sowie Dr. Katrin Bruchmüller (Universität Basel). Darüber berichtet das amerikanische "Journal of Consulting and Clinical Psychology" und die deutsche Fachzeitschrift "Psychotherapeut".

Männlich und auffällig: der "Prototyp" macht´s
Befragt haben die Forscher insgesamt 1.000 Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und -psychiater bundesweit. 473 nahmen an der Befragung teil. Sie erhielten je eine von vier unterschiedlichen Fallgeschichten, sollten eine Diagnose stellen und eine Therapie vorschlagen. In drei der vier Fälle lag anhand der geschilderten Symptome und Umstände kein ADHS vor, nur ein Fall war mit Hilfe der geltenden Leitlinien und Kriterien eindeutig als Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung diagnostizierbar. Da die Forscher auch noch das Geschlecht der "Patienten" variierten, wurden insgesamt acht verschiedene Fälle beurteilt. Daraus ergab sich bei je zwei gleichen Fallgeschichten ein deutlicher Unterschied: Leon hat ADHS, Lea nicht.

Viele Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und -psychiater gehen dabei offensichtlich eher heuristisch vor und entscheiden nach prototypischen Symptomen. Der Prototyp ist männlich und zeigt Symptome von motorischer Unruhe, mangelnder Konzentration oder Impulsivität. Die Nennung dieser Symptome löst bei den Diagnostikern in Abhängigkeit vom Geschlecht unterschiedliche Diagnosen aus. Treten diese Symptome bei einem Jungen auf bekommt er die Diagnose ADHS, die identischen Symptome bei einem Mädchen führen jedoch zu keiner ADHS-Diagnose. Es spielt aber auch eine Rolle, wer die Diagnose stellt: Mann oder Frau. Männliche Therapeuten diagnostizierten signifikant häufiger ein ADHS als weibliche.

Inflationäre Diagnosen, mehr Medikamente, höhere Tagesdosen
Fast schon inflationär hieß es in den vergangenen Jahrzehnten bei den "Zappelphilipps" und schwierigen Kindern: Diagnose ADHS. Zwischen 1989 und 2001 stieg die Anzahl in der klinischen Praxis um unglaubliche 381 Prozent. Die Ausgaben für ADHS-Medikamente haben sich in einem vergleichbaren Zeitraum von 1993 bis 2003 verneunfacht – beispielsweise für das leistungssteigernde Methylphenidat. In Deutschland berichtet die Techniker Krankenkasse für ihre Versicherten der Altersgruppe 6 bis 18 Jahre einen Anstieg der Methylphenidat-Verschreibungen um 30 Prozent in der Zeit von 2006 bis 2010. In diesen Jahren haben sich auch die Tagesdosierungen im Schnitt um 10 Prozent erhöht.

Bemerkenswertes Forschungsdefizit
Nimmt man nur diese Zahlen, so ergibt sich ein erhebliches Forschungsdefizit. "Dem großen öffentlichen Interesse steht eine bemerkenswert geringe Basis an empirischen Studien zu diesem Thema gegenüber", so Prof. Schneider und Dr. Bruchmüller. Gab es in den 1970er und 1980er Jahren einen "gewissen Aufschwung" in der Untersuchung von Häufigkeit und Ursachen von Fehldiagnosen, beachtet die Forschung dies seitdem kaum noch. Die aktuelle Studie zeigt: Um eine falsche Diagnose bei ADHS und eine vorschnelle Behandlung zu verhindern, ist es entscheidend, sich nicht auf seine Intuition zu verlassen, sondern sich klar an den festgelegten Kriterien zu orientieren. Das gelingt am besten mit Hilfe von standardisierten Befragungsinstrumenten, zum Beispiel diagnostischen Interviews.


Quelle: www.bildungsklick.de

kinderzeit 01/2011

Titelthema: Sinne, unser Tor zur Umwelt

Die berufliche, familiäre und ökonomische Situation
von ErzieherInnen und KinderpflegerInnen

Kein Kind augeben
Die Spreewald-Grundschule in Berlin

Krieg der Bürsten 
Zähneputzen im Kindergarten

Dazu Aus- und Weiterbildungsangebote, eine Medienkiste, Stellenanzeigen u.a.



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