Juli 2011

Das große und das kleine Nein

„Wir Kinder haben's manchmal ganz schön schwer mit den Erwachsenen! Sie fragen, ob sie irgendetwas dürfen, du sagst höflich und leise NEIN! und was passiert …? Sie hören gar nicht hin und machen es trotzdem. Da musst du schon mal deutlich werden. Ich war sogar richtig laut und das hat prima geklappt.“

Kurzbeschreibung
Dieses Kinderbuch soll Spaß machen und ich hoffe, das tut es. Es soll aber auch Mädchen und Jungen ermutigen, Gefühle und Bedürfnisse selbstbewusst zu vertreten, vor allem, wenn es um ihre körperliche Selbstbestimmung geht. Kinder erleben häufig, daß ihr kleines, aber ernst gemeintes NEIN nicht gehört wird, daß Erwachsene ihre Grenzen verletzen. Auch auf der körperlichen Ebene: Die Kleinen werden gestreichelt, geherzt und geküsst, ob sie es wollen oder nicht.

Verlag An Der Ruhr
Altersempfehlung: ab 5 Jahren
ISBN-13: 9783927279810





Mäuse backen

Kinder lieben es, beim Backen mitzumachen. Mit beiden Händen den Teig kneten, durchs Ofenfenster beobachten wie das Backwerk braun wird und zu duften beginnt - da schlägt jedes Kinderherz höher. Besonders viel Spaß macht es, wenn beim Backen lustige Figuren entstehen.

Zutaten für zehn kleine Mäuse

125g Magerquark
4 EL Milch
1 EL Öl
1 Ei
50g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
250g Mehl
1 Pck. Backpulver
150 abgezogene gemahlene Mandeln

Dekoration: 1 Eigelb, etwas Milch, Backoblaten 4 cm Durchmesser für die Ohren, rote und blaue Back & Speisefarbe für Augen, Mund und Barthaare

Zubereitung

Quark, Milch, Öl, Ei, Zucker und Vanillezucker miteinander verrühren. Das mit Backpulver vermischte Mehl, sowie die Mandeln dazugeben. Alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten. Daraus 10 Kugeln rollen, diese zu Mäuschen formen und als Schwänzchen jeweils eine Teigrolle anbringen. Ein Backblech mit Back-Trennpapier auslegen, die Mäuse darauf setzen. Eigelb mit Milch verrühren und jede Maus damit bestreichen. Als Ohren werden die Backoblaten eingesteckt. Augen, Mund und Barthaare mit der Back & Speisefarbe aufmalen.

Anschließend im vorgeheiztem Backofen bei 200 Grad ca. 20 Minuten backen.

Sollte der Teig kleben, diesen mit durchsichtiger Folie abdecken und ca. 30 min. in den Kühlschrank stellen. Danach zum Rollen der Kugeln die Hände mit Mehl benetzen.
Hilft garantiert - der Teig klebt nicht mehr!

Quelle: www.kindergeburtstag.ws
 

Gesundheitsförderliche Maßnahmen zur Reduktion von Rückenproblemen

Rückenleiden gelten in Deutschland mittlerweile als Volkskrankheit Nr.1. Dabei sind Personen, die vorwiegend im Sitzen tätig sind, genauso betroffen wie solche, die vorwiegend gehen oder stehen oder solche, die schwere körperliche Arbeit verrichten. In einer weiteren Studie zu Gesundheitsproblemen von Erzieherinnen gaben 60 % der Befragten an, unter Rückenproblemen zu leiden.


Doch Rückenproblemen kann man vorbeugen.
Hier können Angebote der Krankenkassen zur
betrieblichen Gesundheitsförderung als auch
Angebote nach dem individuellen Ansatz zur
Verbesserung der gesundheitlichen Situation
beitragen. Diese müssen jedoch in Kombination
mit einer rückengerechten Arbeitsplatzgestaltung
erfolgen, die an gesetzliche Regelungen
gekoppelt ist.

Erfolgreich ist betriebliche Gesundheitsförderung
nur dann, wenn gestalterische und organisatorische
Maßnahmen sowie das individuelle
rückenschonende Verhalten miteinander
verknüpft und dauerhaft durchgeführt werden.
Isolierte und einmalig durchgeführte Aktivitäten
haben sich hinsichtlich einer langfristigen
Wirksamkeit nicht bewährt.

Hinweise für richtiges Stehen

􀂃 hüftbreiter Stand, möglichst Knie leicht gebeugt,
􀂃 aufrechte Haltung des Oberkörpers (aber nicht
verspannen!),
􀂃 auf Entlastung der Beine achten (z. B. Wechsel
des Körpergewichts von einem Bein auf das andere,
Setzen des Fußes auf Schemel oder Stütze),
􀂃 möglichst anlehnen,
𐂃 gutes, gesundes Schuhwerk bevorzugen,
􀂃 Ausgleichsübungen für Wirbelsäule, Gefäße und
Schultern.

Hinweise für richtiges Heben und Tragen

􀂃 Heben und Tragen von Kindern möglichst vermeiden,
􀂃 falls doch Hochheben eines Kindes:
􀂃 stabiler, hüftbreiter Stand,
􀂃 Anspannung der Rumpfmuskulatur,
􀂃 möglichst gerades Halten des Rückens beim
Anheben,
􀂃 in die Knie gehen und ruckfreies Anheben des
Kindes aus der Hocke,
􀂃 tragen eines Kindes mit geradem Rücken möglichst
nahe am Körper,
􀂃 Oberkörper beim Tragen und Absetzen nicht verdrehen,
􀂃 zum Trösten eines Kindes auf Sitzkissen o. ä. auf
den Boden setzen oder andere „Rituale“ (z. B.
Ruhe-Bank) nutzen,
􀂃 bequeme Arbeitsschuhe mit fl achen Absätzen
und federnden Sohlen (Unterstützung der Wirbelsäule
und besserer Stand),
􀂃 Ausgleichsübungen speziell für Rückenmuskulatur
􀂃 Kindern erklären, warum schweres Heben und
Tragen schadet,
􀂃 regelmäßiges gegenseitiges Erinnern an rückengerechtes
Verhalten im Kollegenkreis oder Aufhängen
einer optische „Gedankenstütze“,
􀂃 Tische und Stühle grundsätzlich nicht tragen,
sondern ziehen
􀂃 schwere Spielgeräten oder Kochtöpfen nicht allein
tragen, sonder mit Hilfe von Kolleginnen oder
Nutzung von Arbeitshilfen (z. B. Küchenwagen,
Sackkarren).

Ergonomische Sitzmöglichkeiten in der Kita

1. Höhenverstellbare Spezialstühle für Erzieherinnen
Die Erzieherinnen und Kinderpfl egerinnen sitzen auf
Kindhöhe an Kindertischen mit Hilfe von höhenverstellbaren
Spezialstühlen, die bis auf 31 cm Sitzhöhe abgesenkt
werden können.
Vorteile: Sitzen auf der ganzen Sitzfl äche mit optimaler
Rückenunterstützung; evtl. Lehnen als Aufstehhilfe, benutzbar
als normaler Bürostuhl sowie im Stuhlkreis.
Nachteile: Kniewinkel mehr als 90 Grad; Unterfahren
der Kindertische nur möglich, wenn wenig bis keine
Tischzarge vorhanden ist.

2. Hochstühle für die Kinder
Die Kinder sitzen zum angeleiteten Basteln, Malen usw.
an einem Tisch mit normaler Arbeitshöhe (72 cm), der
auch als Arbeitstisch für die Vorbereitungszeit genutzt
werden kann. Dazu müssen ein ergonomischer (Büro-)
Stuhl (hier sind alle Varianten ergonomischer Sitzmöbel
möglich) für die Betreuungsperson und Hochstühle für
die Kinder angeschafft werden. Wichtig ist, dass die
Hochstühle einfach in der Höhe zu verstellen sind und
dass sie, falls sie weggeräumt werden müssen, leicht
trag- oder fahrbar sind.
Vorteil: Optimal ergonomisches Sitzen der Erwachsenen
und der Kinder möglich
Nachteil: Platzbedarf und Anschaffungskosten

3. Podeste
Eine weitere gute Möglichkeit ergonomischer Gestaltung
sind Tische an Podesten, mit Kinderstühlen auf dem Podest
und Erwachsenensitzplätzen unterhalb.
Vorteil: Ergonomisches Sitzen auf normalen Kindergartenstühlen
bzw. einem ergonomischen Erwachsenenstuhl
Nachteil: fester Einbau, daher unfl exibel, Anschaffungskosten

4. Alternative Sitzgelegenheiten
Im Stuhlkreis bieten sich für die Erwachsenen mittelgroße
Fitnessbälle oder die oben genannten niedrig einstellbaren
Bürostühle an. Sitzen die Kinder auf dem Teppich,
können die Erwachsenen zur Unterstützung einer
ergonomischen Sitzhaltung entsprechende Sitzkissen
oder Bänke benutzen.

5. Zargenfreie, möglichst höhenverstellbare Tische
Für die Tische gilt, dass grundsätzlich nur zargenfreie,
einfach höhenverstellbare Tische (möglichst mit feststellbaren
Rollen, so dass sie nicht getragen werden
müssen) angeschafft werden sollten. Die Höhenverstellbarkeit
garantiert die Einsatzmöglichkeiten zum Basteln
in normaler Tischhöhe, zum Essen in niedriger Höhe
sowie die bestmögliche Anpassung an die Körpergröße
der Kinder.

Quelle: www.dguv.de

Die Bildungsuhr der Zweijährigen

„Die Bildungsuhr der Zweijährigen“ behandelt anschaulich, wie man eine Gruppe für Kleinkinder einrichtet oder eine bestehende Gruppe optimiert und bietet Material für die direkte Umsetzung. Die Entwicklungsstufen der Zweijährigen werden mit Hilfe einer „Bildungsuhr“ unterteilt. Für jede dieser Phasen gibt es praktische Tipps zu Themen wie Raumgestaltung, Entwicklung sozialer Kompetenzen, Elternarbeit und mehr.


Eine Nestgruppe in der Kita einrichten, begleiten und beleben

Aus dem Inhalt:
Eine Gruppe für Kleinkinder in der Kita einrichten – wie funktioniert
das? Das Grundlagenwerk „Die Bildungsuhr der Zweijährigen“ unterteilt
die Entwicklungsstufen der Zweijährigen mit Hilfe einer Bildungsuhr.
Fünf Entwicklungsphasen werden beschrieben:
• „Hilfe, die Zweijährigen kommen!“ (1. Monat)
• „Windelalarm!“ (2. Monat)
• „Ich kann das schon!“ (3. – 9. Monat)
• „Wir können das!“ (10. – 11. Monat)
• „Und tschüss!“ (12. Monat)
Erzieherinnen erhalten Tipps für den richtigen Umgang mit den
Kleinen und offene Fragen werden fachmännisch beantwortet:
Welche Raumvorbereitungen und Sicherheitsvorkehrungen muss ich
für die Zweijährigen einhalten? Wie strukturiere ich den Tagesablauf
sinnvoll? Wie kann ich die Kleinkinder möglichst gut fördern?
Konkrete Vorschläge für Beratungsgespräche mit Eltern, für die
Selbstreflexion sowie zahlreiche Kopiervorlagen (Tabellen, Frage-
bögen, Materiallisten …) runden das Grundlagenwerk ab.

Zu den Autorinnen:
Angelika Hüskes leitet als ausgebildete Erzieherin, Sozialmanagerin
und Elternberaterin ein Familienzentrum.
Doro Leenen leitet als ausgebildete Erzieherin und Elternberaterin
eine Nestgruppe mit zwölf zweijährigen Kindern.
Mit der Öffnung der Kindertageseinrichtungen für zweijährige Kinder
entwickelten die beiden Mitarbeiterinnen in ihrer Einrichtung das
beschriebene Konzept und verwirklichen dieses tagtäglich in ihren
Tätigkeiten rund um die jungen Kinder und ihre Familien.

Autorinnen:
Angelika Hüskes / Doro Leenen
80 Seiten
A4, farbig
für alle!
Best.-Nr.: KI18
ISBN 978-3-86740-306-1
Direktbezug:
BVK Buch Verlag Kempen GmbH
St. Huberter Str. 67, D-47906 Kempen
Tel.: 0 21 52 - 5 29 76 • Fax: 0 21 52 - 5 28 73
E-Mail: bestellung@buchverlagkempen.de
Internet: www.buchverlagkempen.de 

Bestellung unter:
http://www.amazon.de/gp/product/3867403066/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=3867403066&linkCode=as2&tag=kinderzeit-21 
 

 

 

Ein Besuch im Zoo - Haftung bei Ausflügen

Waldtage, ein Besuch bei der Feuerwehr oder der Polizei, gehören auch zum Kindergartenalltag. Für die Kinder sind diese Ausflüge etwas ganz Besonderes und damit dabei nichts schief läuft, bedarf es einer guten vorausschauenden Planung.


Der Versicherungsschutz
Kinder sind während des Besuchs und während Veranstaltungen von Kindertageseinrichtungen gesetzlich unfallversichert (vergleiche § 2 (1) Nr. 8a Sozialgesetzbuch [SGB] VII).
Der Versicherungsschutz umfasst alles, was mit dem Kindergartenbesuch in Zusammenhang steht, also auch die direkten Wege von und zum Kindergarten sowie die Wege zu beziehungsweise von einer Veranstaltung zurück. Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz besteht unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel. Versichert ist in diesem Zusammenhang die Person selbst, also ihr Leben, ihr Körper, ihre Gesundheit.
Nicht versichert sind Sachschäden, wie zum Beispiel eine zerrissene Hose oder ein beschädigtes Dreirad. Eine Ausnahme stellen Schäden an so genannten Körperhilfsmitteln, wie etwa Brillen, dar oder wenn Sachschäden bei einer Hilfeleistung, zum Beispiel bei Unglücksfällen, entstanden sind. Diese Schäden sind versichert.

Die Aufsicht
Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1631 BGB) haben die Eltern die Aufsichtspflicht über ihr Kind. Die Aufsichtspflicht kann von den Eltern per Vertrag auf den Kindergartenträger übertragen werden. Dieser wiederum delegiert die Aufsicht über die Kinder auf die Leiterin des Kindergartens und – eingeschränkt durch deren Verantwortung – auf die pädagogischen MitarbeiterInnen.
Die Durchführung der Aufsicht ist in § 1626 BGB geregelt. Dem Paragraphen ist ein Leitsatz zu entnehmen, denn darin heißt es:
„Die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbständigem, verantwortungsbewusstem Handeln bestimmen das Maß der erforderlichen Aufsicht.“

Das bedeutet, dass

das Kind, und zwar sein Alter, seine körperliche, geistige und soziale Reife
das Gruppenverhalten
der Gefährdungsgrad der Beschäftigung der Kinder
die örtlichen Verhältnisse und Gefährdungen
die Kenntnisse und Erfahrungen der Erzieherin beziehungsweise des Erziehers
das Verhältnis zwischen ErzieherInnen und Kindern
die Zumutbarkeit für die Erzieherin oder den Erzieher (Arbeitsbelastung, Personalstärke)

bei der Aus- und Durchführung der Aufsicht zu berücksichtigen sind.

Schutzziele
Faustregeln oder genaue Angaben dazu, wie die Aufsicht durchzuführen ist, wird man nur schwer finden – und ist mit Blick auf die vorstehende Aufzählung auch nicht möglich. Im Gegenteil, solche Faustregeln können ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln, die in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist; in anderen Fällen erscheinen sie völlig unangemessen.
Denn die Anzahl der denkbaren Fallkonstellationen ist fast unbegrenzt. Und manchmal können durch einen vorangegangenen Streit oder andere Vorkommnisse selbst die seither ergriffenen Maßnahmen nicht mehr ausreichend sein.
Es ist daher sinnvoll, mit Schutzzielen zu arbeiten. Ein Schutzziel der Aufsicht bedeutet hier, dass die Kinder vor gravierenden Schäden bewahrt beziehungsweise vor für sie nicht vorhersehbaren Risiken geschützt werden müssen.
Die oben angeführten Aspekte, wie etwa die örtlichen Verhältnisse, sind hier von ganz großer Bedeutung. Letztlich kommt es auf die Fähigkeit der ErzieherInnen an, die Kinder, die Situation und die Örtlichkeit zu beurteilen. Aufgrund der Erfahrungen können so Maßnahmen für die Situation festgelegt werden, die im Zweifelsfall natürlich auch mal geändert werden können. Für Ausflüge und größere Projekte ist es also sinnvoll zu notieren, was alles vorbereitet bzw. was mit wem im Vorfeld abgeklärt wurde.
Die gebündelte Erfahrung und der gesunde Menschenverstand der einzelnen Erzieherin oder des Erziehers tragen dazu bei, dass fast alle denkbaren Fälle und Maßnahmen in Erwägung gezogen und zusammengestellt werden. 

Handlungshilfe
Haben Sie im Vorfeld von Veranstaltungen zu Ihrer eigenen Absicherung folgende Punkte bedacht:
die Abläufe im Team festzulegen
mögliche Gefahren im Team zu besprechen und Gegenmaßnahmen zu treffen
sich für den Fall von Gefahren bei den zuständigen Stellen rückzuversichern (zum Beispiel bei einer Veranstaltung im Wald beim Förster wegen eventuell ausliegender Giftköder, bei einem Besuch auf dem Bauernhof beim Bauern wegen Gefahren durch Güllegruben)
Checklisten zur Ergebnissicherung zu erstellen
die Eltern zu informieren
Regeln für die Kinder aufzustellen

Allgemeines
Ist eine angemessene Anzahl an Betreuungspersonen dabei?
Wurden die Eltern informiert, zum Beispiel durch einen allgemeinen Hinweis oder bei einer größeren Veranstaltung durch eine spezielle Information?
Sind mit den Kindern Regeln vereinbart, zum Beispiel über Hygiene, im Falle von Verletzungen usw.
Tragen die Kinder angemessene Kleidung und entsprechendes Schuhwerk?
Können durchnässte/ausgekühlte Kinder in die Kindertagesstätte oder nach Hause gebracht werden?

Fazit
Wenn alle diese Punkte berücksichtigt worden sind, kann keinesfalls von einem „Außerachtlassen jeglicher Lebenserfahrung“ gesprochen werden. Das bedeutet, dass dann sicherlich keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt, bei der eine Haftung der Aufsichtführenden möglich wäre.
Sorgfältig geplante und durchdachte Veranstaltungen bieten einen Schutz vor unvorhergesehenen Problemen, eine gute Vorbereitung ist also entscheidend. Doch den absoluten Schutz vor Unfällen gibt es nicht. Ziel muss aber sein, dass gravierende Unfälle durch geeignete Maßnahmen verhindert werden und dass in Notsituationen die Betreuungspersonen wissen, was zu tun ist.


Quelle: www.kindergaerten-in-aktion.de

Wasserspiele

Im Sommer bereitet den Kindern das Spielen mit Wasser besonders viel Vergnügen. Es bietet nicht nur eine gelungende Abkühlung, sondern nebenbei auch noch Möglichkeiten Spiel und Spaß miteinander zu verbinden.

Dinge ertasten

Legt unterschiedliche Dinge wie z.B. einen Stein, ein Spielzeugauto, einen Teelöffel, einen Schlüssel oder einen Unterteller in eine mit Wasser gefüllte Wanne, ins Planschbecken oder ähnliches. Ihr solltet mindestens zehn Dinge für dieses Tastspiel verwenden.
Nun ist der erste Spieler an der Reihe.
Ihm werden die Augen verbunden oder er macht sie zu und hält sie geschlossen.
Er hat die Aufgabe die Dinge im Wasser durch Ertasten zu erkennen, zu benennen und aus dem Wasser zu holen.
Danach werden sie wieder zurück ins Wasser geworfen und der nächte Spieler ist an der Reihe.
Ihr könnt das Spiel auch auf Zeit spielen.
Wer hat am schnellsten alle Dinge erkannt und benannt.

Angeln mit dem Fuß

Wie beim Spiel Dinge ertasten werden wieder Dinge im Wasser versenkt.
Der beginnende Spieler muss jetzt mit dem Fuß die Gegenstände herausfischen.
Das ist gar nicht so einfach. Wer hat den besten Greifreflex in den Füßen?
Auch dieses Spiel könnt ihr wieder auf Zeit spielen. Wer angelt am schnellsten? 


Quelle: www.kinderspiele-welt.de

AD(H)S - Aufmerksamkeitsstörung mit oder ohne Hyperaktivität.

Betroffen sind ca. 8% der Schulkinder in Deutschland, das sind durchschnittlich ca. zwei Kinder pro Schulklasse. Die Ursache ist auf eine Stoffwechselstörung im Gehirn zurückzuführen. Charakteristisch sind drei Kernsymptome: Unaufmerksamkeit, Impulsivität, Hyperaktivität und/oder Verträumtheit. Für einen funktionierenden Kindergarten-Alltag ist vor allem die Kooperation mit den Eltern wichtig. Denn die Erzieher/innen müssen dem ADHS-Kind in der Regel besondere Aufmerksamkeit widmen.

Jedes Kind möchte Erfolg verspüren und gelobt werden. Kein Kind wird gerne/freiwillig zum "Außenseiter" oder gibt sich bewusst in die Rolle des "Bösewicht" oder „Klassenkasper“. Auch Kinder mit einer AD(H)S sind nicht absichtlich "Störenfried" oder "Träumsuse". Sie können nicht anders und sind auf Unterstützung regelrecht angewiesen um ihren Alltag mit seinen Herausforderungen gerecht zu werden.

DAS KINDERGARTENKIND

Viele Kinder mit der späteren Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeigen bereits vor dem Kindergartenalter Merkmale, die zumindest den Verdacht auf diese Diagnose zulassen. Nicht jedes Impulsives oder Unkonzentriertes Kind leidet zwingend an einer AD(H)S. Eine Reihe anderer Entwicklungsstörungen und Erkrankungen können eine ähnliche Symptomatik aufweisen. Es liegt in den Händen von „Professionellen“ die über profunde Kenntnisse über das Krankheitsbild verfügen um - auch in diesem Alter schon - die notwendigen Untersuchungen durchzuführen.
Mögliche Verhaltensweise die auf eine AD(H)S deuten können:

Kann nicht ruhig/konzentriert im Stuhlkreis sitzen, ist unfähig das Geschehen in der Gruppe zu verfolgen
--> kippelt, windet sich auf dem Stuhl
--> steht häufig auf, rennt umher
--> zerrt an seinen Kleidungstücke oder saugt daran

Motorische Koordinationsschwierigkeiten
--> z. B. Schwierigkeiten einen Ball zu fangen
--> Bewegungsabläufe wirken eckig und kantig, es wird rumgehampelt, angerempelt, vieles ungewollt umgestoßen
--> hantiert unbeholfen z. B. mit Schere, Hosenknöpfe...
--> Basteln, malen wird oft vermieden oder nur ungern ausgeführt

Veranstaltet oft „Chaos“ – braucht alles, kann aber nicht aufräumen
--> hält sich nur schlecht an Verbote, fasst alles an
--> Lernt schlecht Regeln, verändert oft Spielregeln, destruktives Spielverhalten

„Dreht auf“ – kann sich nicht runterregulieren, findet kein Ende
--> das „Toben“ endet oft in Geschrei bis hin zu Rangelei (wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird)

Niedrige Frustrationsschwelle
--> beim Spielen z. B. drängelt bzw. kann nicht abwarten bis es an der Reihe ist
--> kann schlecht verlieren
--> beim basteln (z. B. gibt schnell auf, oft auch impulsives Zerstören)

Diese Symptome beschreiben überwiegend eine AD(H)S mit Hyperaktivität. Ganz anders kann es bei dem Kind mit AD(H)S ohne Hyperaktivität („Träumerchen") aussehen. Sie zeichnen sich durch eine verringerte Aktivität aus bei gleichzeitiger Unaufmerksamkeit und Impulsivität. Das Kind ohne Hyperaktivität sitzt, scheinbar abwesend im Stuhlkreis. Es reagiert oft nicht oder verspätet auf unerwartete Ansprache, es hat den „Faden verloren“ weis nicht worum es gerade geht. Es wirkt oft unselbstständig und insgesamt langsamer in seinen Handlungen, es trödelt und erscheint oftmals auch ein wenig „schusselig“.

Eltern von Kindern mit einer ADHS haben einiges zu bewältigen. Sie brauchen viel Kraft, gute Nerven und jede Menge Unterstützung (keine Schuldzuweisungen und "schlaue Ratschläge"), 
denn ihre Kinder werden sie sehr lange heftig fordern.

Positive Eigenschaften die auf Menschen mit einer AD(H)S häufig zutreffen

* Ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und Spontane Hilfsbereitschaft
* Hohe Kreativität und Erfindungsgeist
* Ausgeprägter Gerechtigkeitssinn
* Oft eine ausgeprägte Tier- und Naturliebe
* Simultanes Handeln und Hochleistung bei Interesse und Motivation
* „Stehaufmännchenphänomen“
* Große Begeisterungsfähigkeit ...
* Gute Wahrnehmung von Stimmungen beim Gegenüber
* „Elefantengedächtnis“ für Kleinigkeiten
* Gute Entertainer mit ausgeprägter Phantasie
* Wendigkeit und Humor
   
Kinder mit einer AD(H)S brauchen die Rückmeldung, dass sie neben ihren Problemen
auch positive Seiten haben. Es ist von großer Wichtigkeit diese positiven Eigenschaften wertzuschätzen und einzusetzen.

Quelle: www.adhs-saar.de