Manege frei - Zirkuspädagogik

Diese Handreichung soll Pädagoginnen und Pädagogen Anregungen geben, sich praktisch mit dem Thema Zirkus auseinanderzusetzen, zu erfahren, mit wie viel Begeisterung Kinder Menschenpyramiden bauen, wie viel Spaß es Kindern macht, endlich jonglieren zu können oder den Teller auf dem Stab zu balancieren, und wie spannend es für sie ist, den Nervenkitzel auszuhalten, wenn man seine Kunststücke vor Publikum zeigt.

Bei der Zirkuspädagogik geht es in erster Linie um die Förderung der körperlichen
und sozialen Entwicklung, um Aufbau eines positiven Selbstbildes sowie um die Befriedigung
der Bedürfnisse nach Subjektivität, Unmittelbarkeit, Sinneserfahrung und
Selbstinszenierung.

Zirkus bietet eine Vielfalt von Herausforderungen.
Jeder kann im Zirkus eine Rolle finden und sich mit seinen Fähigkeiten einbringen,
egal ob klein, groß, stark, schwach, dick oder dünn, witzig oder ernst, laut
oder leise. Hier können Lehrerinnen und Lehrer die versteckten Talente und Stärken
ihrer Kinder kennenlernen.

● Ganzheitliches Lernen
Im Zirkus ist „Lernen mit Herz, Hand und Verstand“ angesagt. Kinder können sowohl
Körper- und Materialerfahrung als auch soziale Erfahrungen machen.

● Faszination des Zirkus – Motivation durch Zirkus
Zirkus ist ein ideales Medium, um über den eigenen Körper Mut, Ängste, Fantasie,
Kreativität und Geschicklichkeit sinnlich zu erleben und weiterzuentwickeln.
Zirkusfantasien sind bereits bei Kindern sehr lebendig und regen zum Mitmachen
und Kreativsein an. Das Thema Zirkus ist selbstverständlich präsent und
verbunden mit Staunen und Lachen, Lebendigkeit und Wildheit, mit Präzision und
Können.

● Universelle Einsatzfelder
Das Thema Zirkus ermöglicht Tagesaktionen (kurzfristig), Projektwochen, AGs,
Kurse (mittelfristig), aber auch langfristige Arbeit als Schulzirkusgruppe. Es ist generations-
und geschlechtsübergreifend sowie multinational möglich.

● Leistung – Effektivität – Kreativität
Im Gegensatz zum „normalen“ Sport besteht auch für bewegungsgehemmte Kinder
ein Bewegungsanreiz durch die Erweiterung des Leistungsbegriffs um den
Aspekt der Kreativität.

● Erfolgserlebnisse
Zirkus ist ein niederschwelliges Bewegungsangebot, denn mit einfachen Zirkustechniken
lassen sich spielerisch schnelle Erfolgserlebnisse erzielen, die zur hohen
Eigenmotivation „Zirkus zu machen“ beitragen.

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 
2. Allgemeine Zirkus- und Aufwärmspiele 

3. Akrobatik Seite 
3.1. Akrobatik und Gesundheit 
3.2. Grundregeln der Akrobatik 
3.3. Begriffsdefinitionen der Akrobatik 
3.4. Vorbereitende Übungen und Spiele 
3.5. Basisfiguren 
3.6. Gruppenpyramiden 

4. Jonglage
4.1. Jonglage und Gesundheit
4.2. Jonglierspiele 
4.3. Jonglieren mit Tüchern 
4.4. Jonglieren mit Bällen
4.5. Jonglieren mit Ringen
4.6. Tellerdrehen

5. Clownerie
5.1. Vorüberlegungen 
5.2. Darstellende Spiele – Improvisation 
5.3. Klassische Clowntechniken 
5.4. Clownnummern 

6. Tipps für die Aufführung 
7. Literatur-Tipps Seite

"Manege frei" unter http://www.aok.de/assets/media/bundesweit/zirkus-lhr_13-08.pdf
(Komplette Broschüre zum Download)

Zurück

Wir verwenden Cookies, damit wir Ihnen auf unserer Webseite den bestmöglichen Service bieten können. Mit der weiteren Nutzung dieser Webseite, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weiterlesen …